Flutkatastrophe.Wo sind die Spendengelder??????????
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Hallo allerseits
Ich muß jetzt einfach mal was loswerden,das mir schon Wochen im Magen liegt.
Für die nicht realisierbare Asienflut wurden Millionen gespendet.Mal abgesehen von den Spenden über das Fernsehen von Privatleuten,hat unser toller Sozialstaat doch alleine Millionen gespendet.Wo ist das ganze Geld.
Immer wieder sieht man Reportagen,wie es jetzt teilweise dort aussieht.Für mich immer noch,schlimmer wie nach einem Krieg.
Vor ca 6 Wochen wurden ein paar Einheimische Fischer aus Sri Lanka vom Fernsehen interviewt.Die armen Männer sagten,dass ihre Häuser nach wie vor kaputt wären und dass vom Staat nichts an Hilfe kam.Ebenfalls in Thailand.Die Hotelbesitzer müssen auch alles aus eigener Tasche bezahlen und Stein auf Stein setzen.Das sind aber keine Einzelbeispiele.
Also,wo sind die Spenden?????Gruß Silke
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Oh, oh, oh, caribiangirl, jetzt hast Du aber in ein Wespennest gestochen! Ich bin gespannt, welche Antworten Du jetzt von wem bekommst?
Es wurden ja damals von einigen Usern regelrechte Spendentabellen, nach Nationen unterteilt, hier ins Forum gebracht. Ich bin gespannt, ob die, die damals so vehement in eine regelrechte Spendenhysterie gerieten, sich über Deine völlig berechtigte Frage "Wo sind die Spendengelder geblieben?" Gedanken machen und sich hier mit ihren Antworten einbringen. -
@ caribiangirl
Ich glaube, Du warst damals noch nicht im Forum. Wenn Du einmal nachlesen möchtest, wie heftig damals über das Thema "Spendengelder" gestritten wurde, dann geh' mal ein paar Seiten zurück, unter "Erdbeben" (Verf. Spidermann, 17.02.05)kannst Du alles nachlesen. Oder geh' über die Suchfunktion. Hoch interessant, was damals alles so geschrieben wurde und vor allem, wie unflätig die paar User, die sich kritisch mit diesem Spendenfetischismus auseinandersetzten, von bestimmter Seite beschimpft wurden.
Es wäre wirklich interessant, gerade von diesen Mitusern zu der von Dir gestellten Frage Antworten zu erhalten! Bin gespannt, ob 'was kommt! -
@ caribiangirl
So kann man sich irren! Du hast ja damals unter anderem Namen an der Diskussion teilgenommen, da mußte ich ja gar nichts erklären. War über die hohe Anzahl Deiner Beiträge gestolpert.
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@ salvamor41
Hab mir den Erdbeebenthread vom 17.2. durchgeschaut.Zwar nicht jeden Beitrag,aber größtenteils im Schnelldurchlauf durchflogen.
Es ist ja alles schön und gut,wenn so eine Spendenbereitschaft vorhanden ist.Das zeigt zumindest,dass sehr viele Menschen Mitleid hatten und natürlich über die Außmaße schockiert waren und heute noch sind.
Als ich allerdings auch Wochen nach der unglaublichen Flut immer wieder mal Reportagen über den derzeitigen Zustand der betroffenen Länder sah,platzte mir der Kragen.Dass die Touristencentren wieder so gut wie hergestellt wurden,war vorauszusehen.Dabei handelt es sich ja um deren Existenz.Was ist aber mit den Dörfern?Die hatten und haben doch eh nix und von den Geldern vom Ausland bis heute leider keinen Cent gesehen.Ich habe auch,so weit es meine finanzielle Lage zuließ,gespendet.
Im nachhinein ärgert es mich allerdings.Nicht wegen den paar Euro,die mich nicht arm machen,nur prinzipiell.Weil das ganze Geld die derweiligen Staatsleute einbehielten.Kann mir bei Gott nicht vorstellen,dass die Regierungen von dort so arm sind,als dessen Bevölkerung.Die ganzen "Ersthelfer",wie z.B. das rote Kreuz oder Caritas haben sicher für ihre Hilfe kein Geld bekommen.Daran kann es also nicht liegen,dass die Spenden wie vom Erdboden verschluckt sind.
Dass sich zu diesem Thema allerdings,ausser Dir,niemand zu Wort meldet,finde ich etwas eigenartig.Vielleicht ist das für den ein oder anderen ein wunder Punkt.Oder wie Du sagtest,an einer alten Wunde gekratzt.
Vielleicht tut sich ja noch was.Danke Dir jedenfalls,dass Du wenigstens Deine Meinung geäussert hast.Gruß Silke
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Jetzt muß ich mal kurz manche Gedächtnisse an Ende der 90 ger erinnern.Das Erdbeben in der Türkei,wo auch hunderte von Menschen unter den Trümmern begraben wurden.
Gespendet wurde ebenfalls wie wild.Geldspenden in voller Höhe kamen aber nie bei den Bedürftigen an.Dass in solchen Situationen geholfen werden muß,braucht man wahrscheinlich nicht diskutieren.Bin mittlerweile aber der Meinung,dass man Geldspenden direkt vor Ort abliefern sollte,obwohl das auch schlecht realisierbar ist,da dann wiederum Gesetze überschritten werden.Ein Teufelskreis....Gruß Silke
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@ caribiangirl Silke
Ich stimme mit Deiner Einschätzung voll überein.
Den vorbereiteten Überweisungsvordruck für meine Spende habe ich damals zerrissen, als ich las, welche Riesensumme aus Steuergeldern (also auch mein Geld) unsere Bundesregierung als Spende vorgesehen hatte, und das bei angeblich leeren Bundeskassen.
Heute wie damals bin ich der Meinung, daß die betroffenen Anrainerstaaten ihre Probleme selber lösen konnten und auf Spendenaktion hätten verzichten können. Es bestätigt sich heute mal wieder, daß bestimmte Leute in diesen Ländern offenbar nur darauf gewartet haben, ihre Privatkonten mal wieder aufzufrischen. Denn da, wo das Geld hin sollte, ist es zum großen Teil nicht angekommen. Da stimme ich Dir voll zu.
Aber das ist keine neue Erfahrung, die Bewohner der Erdbebenregion Bam im Iran leben heute noch in Blechhütten, Zelten und Baracken, wo das viele Spendengeld geblieben ist, weiß kein Mensch.
Wie Du weißt, habe ich damals darauf hingewiesen, daß diese Katastrophe in hohem Maße eine politische Relevanz hat. Ich wurde damals von einigen Usern rüde zurecht gewiesen, die Politik habe in diesem Forum nichts zu suchen. Dabei ist es die Politik, die zehntausende Menschenleben auf dem Gewissen hat, weil sie die entsprechenden Frühwarneinrichtungen, die für kleines Geld zu haben gewesen wären, nicht installierte.
Dieser Skandal wurde nur ganz kurz in unseren Medien thematisiert, alles weitere, also vor allem Sanktionen gegen diese Regierungen, fiel offenbar übergeordneten politischen Machtinteressen zum Opfer. Man braucht die entsprechenden Regierungen halt als Stimmvieh zur Durchsetzung machtpolitischer Interessen.
Es war erstaunlich, mit welcher fast kindlichen Naivität und Vertrauenseligkeit viele Menschen ihr sauer verdientes Geld spendeten, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was mit diesem Geld wirklich geschieht. -
@ salvamor41
Finde schon,dass es sehr viel mit Politik zu tun hat.
Was die Frühwarnsysteme betrifft,so muß ich Dir absolut Recht geben.
Dass es dort unten irgendwann auf so eine Art und Weise "rappelt"
wußten die schlauen Seismologen,laut den Medien,doch vorher.Vielleicht waren sie sich nur nicht über das Ausmaß einig.Ich weiß es nicht.
Da hätte man viel früher handeln müssen und nicht warten,"bis das Kind in den Brunnen gefallen ist".
Deine Beiträge im Erdbebenthread sind völlig berechtigt,ohne Ausnahme.
Anscheinend führen wir hier eine "Privatdiskussion".Naja.Gruß Silke
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@ caribiangirl Silke
In diesem Zusammenhang: Nach einer neuen Veröffentlichung der OCHA (UNO-Büro für die Koordination von humanitärer Hilfe) sind von den 871 Millionen Dollar Sofort!!!hilfe, die von den Mitgliedsstaaten seinerzeit zugesagt worden waren, 194 Millionen Dollar immer noch nicht überwiesen worden.
Offenbar ging es einigen Regierungen nur darum, aus Imagegründen möglichst oben in der "Spenden-Tabelle" zu rangieren. Bei der Realisierung hapert es nun aber gewaltig!
Nicht an den Worten, an den Taten sollt Ihr sie erkennen!Die Medienlandschaft interessiert sich für das Nachspiel der Katastrophe kaum, man hört, sieht und liest jedenfalls sehr wenig darüber. Aber damit kann man ja auch keine Auflage machen! "Bad News Are Good News", und wenn die Katastrophe vorbei ist, ist Schweigen im Walde!
Silke, ich bin sicher, daß sich der eine oder andere hier noch zu Wort melden wird. Wenn nicht, würde mich das sehr enttäuschen.
Gruß salvamor
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Hallo Ihr Zwei !!!
Also, ich muss "gestehen", das ich nichts für die Asien-Opfer gespendet habe. Zum einen habe ich mich sehr darüber geärgert als es von verschiedenen Organisationen hieß, es soll Geld gespendet werden, Sachspenden werden nicht angenommen. Wenn ich z.B. einen vollen Altkleidersack hätte spenden können, wären eventuell 2-4 Personen mit Kleidung ausgestattet gewesen. (Die Leute dort haben schließlich auch Ihre Kleidung verloren) Stattdessen hieß es, das alles vor Ort besorgt und gekauft wird. Mein Kleidungs-** wäre umsonst gewesen, und mit dem Transport in die Krisenregion wäre es doch auch kein Problem gewesen, es sind doch genug (leere?) Maschinen hingeflogen, um Touris auszufliegen. Und als es dann auch noch hieß, es werden Millionen von der Regierung gespendet, war mir eh klar, das da mein Teil von Spenden schon dabei ist. Deutschland hat schon genug Schulden, und dann noch solche Versprechen machen, das schreit ja förmlich nach Steuererhöhungen und Erhöhungen anderer Art für unsereinen. Und mich wundert es irgendwie nicht, das so manche Spende nicht ankommt. Auch ich habe letzte Woche einen Bericht gesehen, da haben ein paar Fischer neue Boote bekommen, jedoch auf die Netze warten sie bis heute. Daher können Sie bis jetzt immer noch nicht ihren Beruf ausführen. Ich hoffe ich bekomme hier jetzt keine "wie kannst Du nur"-Postings, es ist nunmal meine Ansicht, und ich kümmere und spende gerne, aber nicht wenn ich strikt mitgeteilt bekomme, das angeblich nur Geldspenden weiterhelfen.**
Liebe Grüße
Sandra
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Ich habe gerade gespannt Eure Beiträge gelesen und muß Euch voll zustimmen. Auch ich habe in den letzten Wochen viele Beiträge zum diesem Thema gesehen und bin entsetzt. Das in den ersten Tagen nach der Katastrophe die Hilfe in den abgelegenen Dörfern etwas spät kam konnte ich ja noch aus logistischen Gründen verstehen, aber dass nach so einer langen Zeit immer noch nichts passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen. Mir ist schon klar, dass das meiste Geld in die Touristengebiete gesteckt worden ist, aber davon ist den Menschen in den ärmeren Regionen ja noch lange nicht geholfen.
Angeblich wollte Thailand ja gar kein Geld annehmen, da sie es aus eigenen Mitteln finanzieren wollten. Weiß jemand ob es dabei geblieben ist?
Ich selber war im letzten Jahr in Thailand und werde auch dieses Jahr wieder dort Urlaub machen. Deshalb habe ich auch die Tage danach versucht Informationen über unser Hotel herauszubekommen. Nach ein paar Tagen sah schon wieder alles aus wie vorher.
Ich kann nur hoffen, dass sich jemand der Spendengelder annimmt und nachvollzieht wo jeder einzelne Cent der Gelder geblieben ist. Mir platzt der Kragen, wenn ich daran denke, dass sich andere Leute an dem Leid dieser Menschen bereichern! -
@ Käthe
Sorry,dass ich Dir kurz widersprechen muß.Laut den Reportagen die ich gesehen habe,mußten sogar die Hoteliers aus den Touristenhochburgen ihre Hotels selbst wieder aufbauen und das Inventar selbst bezahlen.Egal ob es Einheimische oder Ausländer waren.Kann mir nicht vorstellen,dass man nur Leute interviewt hat,die nichts "vom großen Geldkuchen" ab bekamen.Ich denke,dass die Spenden allgemein in den falschen Händen gelandet sind.
@ Sandra
auch Dir muß ich vollkommen Recht geben,was das Thema Sachspenden betrifft.Damit hätte man jetzt im Endeffekt mehr erreicht.Der Gedanke,dass unsere Geldspende in den falschen Händen gelandet ist,macht mich wütend.
Leider sind die Leidtragenden immer die falschen.Nach diesem Fiasko wird sich der ein oder andere künftig fragen,ob man überhaupt noch ein Cent spenden soll,falls so etwas schreckliches nochmal passieren sollte.Traurig genug.Gruß Silke
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Hallo Silke,
ich muss sagen, ich bin sowieso nicht unbedingt für Geldspenden, war ich auch vor der Asien-Katastrophe nicht. Weil man jedesmal irgendwie das Gefühl hat, es kommt nicht da an, wo es helfen soll. Ich bin lieber für Sachspenden, klar weis man da auch nicht 100 %ig, ob es ankommt, aber ich habe da irgendwie ein besseres Gefühl bei. Z.B. haben wir für die Leidtragenden des Hochwassers in den neuen Bundesländern Möbel gespendet, nachdem ein Bekannter von uns, der bei der Bundeswehr arbeitet, einen Aufruf gestartet hat.
Wie schon gesagt, das mit den Geldspenden ist für mich so ne Sache, und ich finde es unmöglich zu sagen, es zählen nur Geldspenden. Spenden sind eine freiwillige Leistung die Anderen helfen soll, und ich finde wenn man dann nur zum Geldspenden aufgefordert wird, ist das schon eine gewaltige Einschränkung, die mich (und ich denke nicht nur mich) ins Grübeln bringt. Man möchte ja echt keinem was unterstellen, aber die zahlreichen Berichte unterrichten einen ja darüber, was aus den Geldern geschehen oder auch nicht geschehen ist.
Liebe Grüße
Sandra
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@ alle.
Euer Tatendrang in Ehren. Obwohl es sich manchmal so anhört: Ich habe damals nix getan, deswegen möchte ich hier mein Mitgefühl nochmal bekunden.
Auch wenn ihr euch hier den wolf diskutiert: Den LEuten dort hinten ist nicht geholfen und die Spenden bleiben auch in den dunklen Kanälen, in denen sie gerade sind.
Da nützt die ganz Forumsdikussion nix. -
Zu "diesen Leuten" die damals massiv die "Nichtspender" angegriffen haben zähle ich mich nicht.
Ich habe damals meine Meinung vertreten und habe gesagt, daß ich spende, obwohl nicht klar war, ob die Gelder zu 100 % ankommen, oder nur zu 40 oder 50 %. Und das hab ich auch gesagt.
Und keiner derjenigen, die damals Geld überwiesen haben, muß sich schämen, so kommt das hier fast rüber.
Und ich bin eigentlich etwas enttäuscht, daß Du Salvamor, nicht
über den Dingen stehst und sich jeden die eigenen Gedanken dazu machen läßt!Möchtest Du hören von allen Spendern:" Mensch, Du hast Recht gehabt, hätte ich bloß nicht gespendet!!"
Irgendwie kommt es mir vor, als spürst Du doch eine gewisse Genugtuung, zumal Du hier Deine , tja, wie soll ich sagen?
"Kontrahenten" vielleicht? herbeirufst um sich "mutig" zu stellen.Mag sein, daß Du Recht hattest, doch Eigenschaften wie "kindliche
Naivität" und " Gutgläubigkeit" paßt nur oberflächlich gesehen.Um darüber urteilen zu können, müßte man den einzelnen User schon sehr genau kennen, denn da gehört mehr zu, als daß jemand
dazu steht: "Ja ich "oute" mich, ich habe gespendet." -
@ Antje
Endlich mal jemand, der sich meldet, mit dem man konträr diskutieren kann!
Nein, meine Einlassungen hier interpretierst Du völlig miß. Ich will hier nicht unter allen Umständen Recht behalten, und nicht ich habe das Thema aufgegegriffen, sondern caribiangirl. Und das finde ich allerdings völlig in Ordnung....
komme noch mal wieder, der Besuch ist da.... -
Freu mich drauf

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@ Antje
Keiner will hier angreifen oder verurteilen.Den Thread habe ich deshalb eröffnet,da mich dieses Thema schon länger beschäftigt.Wollte damit nur mal Eure Meinung hören.Es kann doch nicht sein,dass sich andere an dem Leid anderer bereichern.So ist es doch devinitiv geschehen,oder seh ich das falsch?????
Überall wurden Spendenaufrufe gestartet,was mit Sicherheit nicht verkehrt ist.Dann sollte der Löwenanteil aber auch bei den Bedürftigen ankommen und nicht umgekehrt.Bin auch froh,dass ich diese Reportagen gesehen habe.Dann kann mir nicht unterstellt werden,dass ich keine Ahnung hätte.Grüsschen Silke
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Liebe Silke,
Das ist mir schon klar, warum du diesen Thread eröffnet hast und das finde ich ja auch gut.
Jeder macht sich seine Gedanken dazu und mich ärgert es auch, daß es so ist, wie es ist, und obwohl ich mir vorher dazu Gedanken gemacht hatte, habe ich etwas gespendet.Ich bezog das mit den "Angriffen" auf den damals geführten Thread, den auch Salvamor ansprach.
Da ist es teilweise recht hart hergegangen und diese Listen, welche Nation nun am meisten spendet, gefiel mir auch ganz und gar nicht.Nur möchte ich nicht, daß nun all diejenigen, die Geld überwiesen haben, hier als grundsätzlich naiv und gutgläubig dargestellt werden, als Menschen die nur emotional und ohne Kritikfähigkeit
durchs Leben gehen.Aber Salvamor hat ja schon angedeutet, daß er so nicht verstanden werden will!
Über das Pro und Contra von Geldspenden ist ja schon lang diskutiert worden, nicht erst im Dezember bei der Flutkatastrophe.
Eigentlich weiß jeder, daß es sogenannte "Verwaltungskosten" und wie all sowas noch genannt wird, gibt.
Und was ich besonders schlimm finde,das hab ich auch im Dezember schon mal angedeutet, daß tagtäglich immer noch Menschen weltweit verhungern, an längst heilbaren Krankheiten, verschmutztem Trinkwasser sterben, usw.,was nicht sein müßte.
Nur davon wird kaum geredet, obwohl die Zahl der Toten die Tsunami-Opfer übersteigt.
Und hier wie dort hängt die ganze Misere an falscher Politik.
Das kann und sollte man durchaus diskutieren.
Auch wenn man damit die Menschen nicht wieder zum Leben erwecken kann. -
Die erste Diskussion habe ich zwar verfolgt, mich aber nicht daran beteiligt. Ich habe aus den gleichen Gründen, die Salvamor angeführt hat, nicht gespendet. Kürzlich las ich einen Bericht, wonach das gespendete Geld sich zum Großteil noch auf den Konten der Organisationen befindet - werden die Zinsen dann ebenfalls an die Bedürftigen weitergeben?! Und wann endlich werden die gesamten Gelder für Hilfsleistungen herangezogen? Etwas anmaßend finde ich zudem die Arbeitsweise mancher Organisationen, die eher weniger mit den Verwaltungen des betroffenen Landes zusammenarbeiten, sondern ganz genau wissen, wo was mit Hilfe der Spendengelder getan werden muß. Deutsche Überheblichkeit eben. Hervorheben möchte ich "Ärzte ohne Grenzen", sie baten darum, keine weiteren Spenden zweckgebunden für die Tsunami-Opfer abzugeben, da wirklich genug Geld da war, um den Menschen im Sinne von ÄoG zu helfen. Die Spenden-Aufrufe und -Galas der anderen großen Organisationen liefen indes weiter. In Banda Aceh hat man sich für die deutsche Hilfe bedankt und betont, daß man nun gern alleine weiter arbeiten würde.... Zu den Sachspenden: es war zu sehen, daß viele Spender Kleider entsorgt haben, die eigentlich in den Reißwolf gehört hätten: Stiefel, Wintermäntel, dicke Pullover, sogar ein Nikolaus-Kostüm.
Meine Spenden gehen zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger DGzRS, die sich alleine aus Spendengeldern finanziert und keine staatlichen Zuwendungen erhält. Die DGzRS leistet großartiges, rettet Menschenleben und gibt darüber hinaus einen jährlichen Rechenschaftsbericht - einen solchen habe ich z.B. vom Deutschen Roten Kreuz und der Caritas noch nie gesehen.
Gruß Erika