• Allide
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    geschrieben 1628841451059

    Guten Morgen zusammen,

    Ich bin neu hier im Forum und ich hoffe man kann mir hier bei meinem Anliegen helfen.

    Ich habe im Juli diesen Jahres eine Reise in Türkei für 5 Personen über ein bekanntes Onlinereisebüro gebucht (2 Familien - 2 Erwachsene plus Kind (4 Jahre) + 2 Erwachsene).

    Da Online eine Buchung von 2 separaten Zimmern nicht möglich war, sollte die Reise telefonisch gebucht werden, welches dann auch getan wurde.

    Am Flughafen angekommen dann der Schock. Statt eines 4 jährigen Kindes zu buchen, wurde ein Baby unter 2 Jahren gebucht.

    Es dauerte praktisch bis 1 Stunde vor Abflug, bis uns mitgeteilt wurde, dass ein Zusatzticket für das Kind gekauft werden muss.

    Der Abflug war um 03:15 Uhr morgens. Die 24 Std Notfallrufnummer des Reiseveranstalter, sowie die Telefonnummer des Reisebüros waren jeweils nur von 8 bzw. 9 Uhr bis 22 Uhr erreichbar.

    Da die weitere Vorgehensweise uberhaupt nicht absehbar war für uns haben wir ein Zusatzticket für 330€ gebucht.

    In den Reiseunterlagen stand der Name des Kindes und dahinter "Inf." - soll wohl Infant heißen, welches mir vorher begrifflich muss ich gestehen nicht bewusst war. Außerdem stand anstatt "Herr" oder "Frau" bei unserem Kind "Baby". Ein Alter o.ä. Stand aber nicht bei unserem Kind.

    Der zuvor online generierte Preis entsprach auch dem Preis, welcher dann telefonisch übermittelt wurde. Und telefonisch, wie auch online, wurde von einem 4 jährigem Kind gesprochen!

    Am 2ten Tag des Urlaubs sollte die Reiseleitung am Hotel erscheinen. Wir haben der Reiseleitung das Problem geschildert und uns wurde versichert, dass man sich um das Problem kümmere, spätestens innerhalb von 2 Tagen, per WhatsApp.

    Es passierte natürlich nichts, weshalb die Reiseleitung unsererseits nach 2 Tagen telefonisch kontaktiert wurde.

    Der Herr gab an, dass nichts anderes für uns übrig bleibe, als dass wir zum Abflugtermin nach Plan zum Flughafen zu fahren, um dann zu prüfen, ob bei dem bereits ausgebucht Rückflug eine Stornierung stattgefunden habe, sodass ein weiterer Flug nachgekauft werden könne.

    Sollte dies nicht möglich sein, dann müssten 2!! Tickets nachgekauft werden, 1x für das Kind und auch 1x für ein Elternteil.

    Wir sollten also blind den Urlaub bestreiten, ohne zu wissen was am Abreisetag passiert!

    Für uns absolut unverständlich, wieso dann nicht ein Ticket des Elternteils auf das Kind umgeschrieben werden könne, laut der Reiseleitung soll dies aber nicht möglich sein.

    Nach Anrufen bei dem Reisebüro und bei dem Reiseveranstalter in Deutschland wurde uns mitgeteilt, dass wir der Reiseleitung vor Ort Druck machen sollen und dass sie verantwortlich sind dafür, dass wir einen Rückflug erhalten.

    Die Reiseleitung wurde nochmals kontaktiert, dieser leitete uns an einen Meetingpoint telefonisch weiter. Dort wurde uns dann gesagt, dass eine Namensänderung des Tickets möglich sei, gegen 30€. Dies wurde in Anspruch genommen. Zusätzlich wurde ein möglicher Rückflug für 1 Person in Aussicht gestellt, am selben Tag, gleicher Flughafen, jedoch mitten in der Nacht. Aufgrund der aktuellen Bahnstreik-Problematik wurde von dieser Möglichkeit abgesehen. Es wurde eigens ein Flug an einen näheren Flughafen am Wohnort gebucht, einen Tag vorher als geplant und knapp 100€ günstiger, wie der Preis, der mir angeboten wurde.

    Um einen Transfer für mich wurde sich auch nicht gekümmert, diesen müsste ich selbst organisieren.

    Es dauerte schlussendlich bis 2,5 Tage vor dem geplanten Abflug, bis die Rückreise geklärt wurde. Ihr könnt euch vorstellen, dass zu keinem Zeitpunkt Erholung, geschweige denn Urlaubsgefühl aufkam. Wir kamen uns echt verarscht vor.

    Der Reiseveranstalter, als auch das Reisebüro haben bis heute nicht auf meine Mails geantwortet.

    Jetzt das 2te Problem: Das Hotel!

    Bisher das schlechteste Hotel was wir hatten.

    - Zuerst tropfte die Klimaanlage auf das Bett meines Kindes - >gemeldet

    Nach 2 Tagen kam ein Techniker, jetzt tropfte es nicht mehr aufs Bett, sondern auf den Fußboden, wir hatten also eine klassische Tropfsteinhöhle, wobei das Geräusch des Tropfens wirklich nicht beruhigend war.

    Wieder gemeldet, wieder kam der Techniker. Jetzt tropfte nichts mehr, allerdings funktionierte die Klimaanlage auch nicht mehr.

    Wieder gemeldet, wieder sollte der Techniker kommen. Am nächsten Tag das gleiche Spiel, keine Kühlung.

    Bei 45 Grad Außentemperatur wirklich schei***.

    Morgens um 4 Uhr bei gefühlten 90% Luftfeuchtigkeit und 45 Grad aufgewacht, an Schlaf nicht zu denken. Anschließend bei der Rezeption gemeldet.

    Es sollte wieder ein Techniker kommen, welches wir verneint haben - wir bestanden auf ein neues Zimmer, welches wir erhalten haben.

    Am 2ten Tag im neuen Zimmer waren wir knapp 1,5 Std eingeschlossen. Das Zimmer ließ sich nicht mehr öffnen. Der Techniker musste über die Terrasse ins Zimmer klettern und die Tür aufbrechen, um anschließend das Schließ System auszutauschen.

    Die Hotelzimmer komplett abgerockt und alt/kaputt. Nach Angaben der Personen an der Rezeption sind es immer wieder die gleichen Mängel im Hotel, die von den Urlaubern angezeigt werden.

    Regelmäßig Ameisen im Zimmer

    Das Essen war katastrophal und immer kalt.

    Unfreundliche Mitarbeiter vor Ort, wenn man sich die Speisen nicht schnell genug ausgesucht hatte, dann wurde man "angeschrien" bzw. angepflaumt, selbst kleine Kinder.

    Im Onlinereisebüro wird es als 5* Sterne Hotel geführt, landesspezifisch sollen es 4* sein. Für mein persönliches Empfinden, sind es eher 3* und eher mit einer Jugendherberge vergleichbar.

    Das Hotel war in osteuropäische Hand. Abends gab's anstatt Programm im stillgelegten "Amphitheater" fliegende Stühle und Fäuste zwischen den Gästen - kein Scherz!!!

    Morgens lagen teilweise die Gäste im Foyer auf den Sofas, um den Rausch auszuschlafen.

    Statt der angekündigten 60 Meter zum Strand waren es ca 200 Meter

    Meine Frage:

    An wen richte ich meine Reklamation? An das Reisebüro, welches offensichtlich das Alter meines Kindes nicht richtig übermittelt hat? An den Reiseveranstalter, welcher sich nicht um mein Anliegen kümmerte?

    Nach meiner Onlinerecherche zum Thema Reklamation wird auch oft genannt, dass man einen Betrag bzw Prozentsatz angeben soll. Was ist hier gerechtfertigt?

    Zum Urlaubspreis kamen zusätzliche Kosten von 650€ für mich zusammen. (2 neue Flugticket, Umbuchungen, Transfer, etc.)

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich bin froh wieder hier zu sein und bin fertig... Erholung war das nicht!!

    Viele Grüße

  • Allide
    Dabei seit: 1628838052536
    Beiträge: 2
    geschrieben 1629198861259

    Hallo zusammen,

    hat niemand eine Hilfestellung für mich?

    Auf wie viel Prozent des Reisepreises kann ich bestehen?

    Wie stehen meine Chancen?

    Muss ich weiteres beachten bzw. in die Wege leiten?

    Viele Grüße

  • HABERLING
    Dabei seit: 1283126400000
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    geschrieben 1629229841930

    Hallo, da du die Reiseunterlagen nicht geprüft hast und du für die Flüge für das Kind im Vorhinein eigentlich nichts bezahlt hast, sehe ich die Aussichten auf die Erstattung der zusätzlichen kosten für schlecht.:worried:

    "Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich"
  • vonschmeling
    Dabei seit: 1102896000000
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    geschrieben 1629232524300

    Willkommen im Forum von Holidaycheck @Allide!

    Eine sehr komplexe Beschwerde, ich versuche sie der Reihe nach abzuarbeiten:

    Reklamation falsche Buchung:

    Diese ist an die OTA zu richten.

    Ich nehme an, bei der Buchung wurde das Geburtsdatum des Kindes falsch geschrieben. Sofern du schriftliche Unterlagen mit dem Geburtsdatum oder der Altersangabe besitzt, füge diese deiner Beschwerde bei. Verlangen solltest du die gesamten Mehrkosten, einschl. des Transfers.

    An den Veranstalter sind alle anderen Beschwerden zu richten.

    Klimaanlage funktioniert nicht: 10% eines Tagessatzes für alle betroffenen Tage.

    Im Zimmer eingeschlossen: Kein Anspruch auf Minderung.

    Ameisen: Kein Anspruch auf Minderung.

    Schlechtes Essen: ca. 10% auf den gesamten Reisepreis.

    Belästigung durch andere Gäste: Kein Anspruch auf Minderung.

    Falsche Angaben zur Entfernung zum Strand: 5% des gesamten Reisepreises (bei exakt den angegebene Abweichungen).

    Wichtig zu wissen:

    Die Mängel müssen dokumentiert und der örtlichen Vertretung des Veranstalters gemeldet worden sein mit dem Ersuchen um Abhilfe.

    Beschwerde bei der Reze reicht nicht, Zeugen wären hilfreich.

    Moderatorin im Reiseforum für die Bereiche Allgemeine Fragen und Reiseveranstalter/ Im Auftrag der Admins.
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