• shatta
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    geschrieben 1269423213000

    Vielleicht für den einen oder anderen interessant hier:

    Klick

  • Bernat
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    Zielexperte/in für: Mallorca
    geschrieben 1269427971000

    Ja .... aber NEIN?

    Ich meine hier ein Wörtchen mitreden zu können, denn ich bin - indirekt - von dieser Sache betroffen.

    1) Bei einigen, historischen, inzwischen sogenannten 'Wanderwegen' besteht ein jahrhundert altes Wegerecht auf öffentlichen 'Durchgang'. Bei anderen hingegen ist das nicht der Fall.

    2) Bisher haben die meisten Besitzer der PRIVATEN Fincas -ohne dieses historische Durchgangsrecht - keine Einwände gegen Wanderer gehabt die durch ihr Eigentum gewandert sind. Im Gegenteil: viele davon habenorgnisierten Wandergruppen (z.B. der Alpinschule Innsbruck) den Durchgang sogar erleichtert (Schlüssel für die Tore, etc., etc.)

    3) In den letzten Jahren wurde scheinbar das 'urige' Mallorca entdeckt, und viele dieser 'Wanderwege' (sowohl die mit Durchgangsrecht als auch die privaten OHNE Durchgangsrecht) haben sich zu regelrechten Rennstrecken entwickelt. An Wochenenden 'wandern' da Scharen von Wanderern durch, teilweise könnte man meinen das seien 'Autobahnen'. 

    4) Es gibt 'korrekte' Wanderer und solche die sich daneben 'benehmen'. Die letzteren werfen leere Flaschen und Plastiktüten auf den Boden, manche machen sogar Feuer (auf der gesamten Insel STRIKT verboten). ALLE klettern über gechlossen Tore und Zäune und mache diese teilweise kaputt.

    5) Um die Fincas 'sauber zu halten' (Unkraut, wilde Bewachsung, etc.) halten die meisten Fincabesitzer Tiere (Schafe, Ziegen, Kühe, etc.). Diese Tiere werden ständig in andere - mit Zäunen oder Mauern umgebene - Teile der Finca geleitet um diese abzugrasen. Wenn irgendeine nicht abgeschlossenes Abgrenzung offengelassen wird - von Wanderern - gehen diese Tiere 'verloren' bzw. befinden sich in nicht vorgesehenen Teilen dieser Finca.

    6) Das ganze ist inzwischen so ausgeartet, dass nicht nur Wanderer diese Preivatrfincas betreten, sondern man an den unglaublichsten, unzugänglichten Stellen ALLER Fincas der Serra de Tamuntana plötzlich ganze Gruppen von Mountainbikefahrer vorfindet (alle super ausgetattet, mit Kamaras in den Helmen, etc., etc.). Wenn diese Fahrer - und die Wanderer - von den Fincabesitzern bzw. deren Angetsellten darauf angesporochen wedren wie und wo sie über Zäune bzw. Mauern geklettert sind um diese Finca zu betreten, werden diese oft  angemotzt bzw. beleidigt (auf deutsch, natürlich).

    7) Viele selbsternannte 'Ökologisten', angebliche Naturschützer- und Liebhaber haben ses sich auf ihre Fahne geschrieben 'IHR öffentliches Mallorca' zu verteidigen, egal ob öfentliche Finca oder privatbesitz. Das machen sie - unter anderem - mit organisierten Märschen, Kundgebungen, etc., etc. Viele scheuen auch nicht davor zurück angebrachte Schilder und Warnungen (Jagdrevier!) rauszureissen und bewusst Schaden anzurichten. 

    8) Die meisten Fincas sind Jagdreviere (Kleinwild UND Grosswild). Die Eigner entrichten eine dementsprechende Gebühr und 'verkaufen' das Jagdrecht. Damit finanzieren sie einen Teil der Unterhalts und der Pflegekosten ihrer Finca. Jemand befindet sich auf Jagd (hat dafür  bezahlt), und die Tiere werden von Wandergruppen und Mountainbikefahrern weggescheucht. Super ?!?

    9) 5 dieser Privatfincas sind geschützte Jagdreviere für Grosswild (Bergziegen). Hier wird - rund ums Jahr - mit grosskalibrigen Gewehren mit Zielfernrohren geschossen, teilweise bis auf 400/500 Meter Entfernung. DAS IST GEFÄHRLICH, und man sollte nicht erwarten das jemand für das Jagen bezahlt (für eine 'golden' Trophäe bis zu € 7.500.-), und statt nach Wild auszuschauen überwiegend damit beschäftigt ist Wanderern und Mountainbikefahrern auszuweichen. 

    Diese Entwicklung hat die Besitzer von der PRIVATFINCAS fast 'gezwungen' etwas dagegen zu unternehmen. Das fängt mir höflichen Bitten an die Wanderer (diese Finca nicht mehr zu betreten) an, geht mit Einrichtung von Toren mit Sicherheitswachen weiter, und hört mit der gesamten Sperrung der Privatfincas auf.

    Und jetzt meine Frage: wie würde sich jeder normale Mensch - als Besitzer einer PRIVATFINCA, unter diesen Umständen verhalten?

    Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen (Abraham Lincoln)
  • gastwirt
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    gesperrt
    geschrieben 1269431116000

    Jeder normale Mensch wäre zurecht sauer! Aber leider kennt das von dir angesprochene Klientel keine Grenzen, auch nicht im deutschen Mittelgebirge, die meinen, eine grenzenlose Freiheit geniessen zu können. Und die meinen sogar noch, sie hätten Rechte, wenn sie über PRIVATGRUND latschen und der Weg nicht "ordnungsgemäss" geräumt ist! Leider im Winter wieder mehrfach selbst erlebt. LG Marcel

  • omali
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    geschrieben 1269447075000

    Stimmt, auch ich bin sauer, selbst ohne eine Finca zu besitzen, wenn ich dem von Bernat aufgeführten Personenkreis begegne oder auf deren hinterlassene Spuren stoße!

    Unter diesen unvernünftigen Bürgern haben die echten Wanderer ( Achtung vor der Natur und dem Besitz anderer) zu leiden, obwohl sie selbst sich vorbildlich verhalten.

    Schade, daß nur noch durch Verbote dieser Unart begegnet werden kann.

  • shatta
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    geschrieben 1269454191000

    Bernat, entweder hast du ohne Ende Zeit, oder du machst 120 Anschläge pro Minute

    ;)

    Ich habe natürlich selber keine Finca, kann aber die Leute voll verstehen, ich stelle mir gerade vor, in den Ferien würden Heerscharen von Urlaubern über mein Grundstück wabern und es hinterlassen wie die Schweine!

    Ich war selber schon oft in der Sächsischen Schweiz wandern und dort sah es auch teilweise aus wie ***!

    Es ist natürlich schade für die Wanderer und auch Insulaner die sich ordentlich verhalten, aber wie gesagt verstehen kann ich die Besitzer der Fincas.

  • Bernat
    Dabei seit: 1214956800000
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    Zielexperte/in für: Mallorca
    geschrieben 1269465835000

    shatta: Bernat, entweder hast du ohne Ende Zeit, oder du machst 120 Anschläge pro Minute

    ;)

    [/quote]

    Ha, ha ....weder noch, aber dieser Beitrag lag mir am Herz. Ich habe das Privileg auf Lebzeit Zugang/Nutzrecht der grössten Privatfinca Mallorcas zu haben, und kenne ausserdem einige andere Besitzer von grossen Privatfincas (unter anderem Mitglieder der im Spiegelbericht angesprochenen Familie March).

    Wenn man die 'selbe' Geschichte die im Spiegelbericht erwähnt wird in Version der angesprochenen Familie hört, klingt das ganze schon ganz anders.

     Was mir wirklich leid tut ist miterlebt zu haben (Entwicklung der letzten 30 Jahre), wie Fincabesitzer begeistert Besucher ihrer Fincas (Wanderer und Ausflügler) zu Kaffee oder 'Hierbas' eingeladen haben und ihne gerne über die Geschichte der Finca erzählt haben. Heute versuchen die selben Besitzer (natürlich nicht alle) ALLES rechtlich mögliche um diese 'Eindringlinge' aus ihrer inca rauszuhalten.

    Mit Geschichten über Vorkommnisse zwischen Fincabesitzern (und/oder deren Angestellten) und 'Wanderern'  könnte ich ganze Bänder füllen.

    Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen (Abraham Lincoln)
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