• haity
    Dabei seit: 1130284800000
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    geschrieben 1201728801000

    Seit meiner ersten Cubatour 1989 ( noch über Ostberlin SXF und mit Cubana )hat sich das Touristische Wesen grundlegend geändert.Früher kam man fast überall flugtechnisch hin z.B. Santiago de Cuba,Ciego de Avila,Cayo Largo,Las Tunas usw.Heute werden Alle nach Varadero gekarrt.Ausnahme nur Condor mit Holguin.

    Dadurch sind Individualtouren sehr erschwert,weil weite Autoreisen.Localflights sind sehr teuer geworden und schwer zu buchen.Das ärgert mich um so mehr da auch die Gastronomieangestellten nur noch auf Propina und ******* aus sind.Da ich ein paar gute Freunde in Cuba habe weiss ich das das nicht durch die wirtschaftliche Lage allein zu erklären ist.Ich war seither noch 16 mal beim Maximoleader,aber jedes Jahr mit mehr Bedenken.

    Die früheren Ziele um Santiago,Trinidad und Baracoa sind für uns Germans nur noch erschwert zu erreichen obwohl dort die Möglichkeiten echtes Cuba zu erleben und Freundschaften zu schliessen am grössten sind und waren.

    Ich würde gerne wissen ob auch andere Cubareisende genau so denken.

    Saludos Amigos!

    Don Hermano de Maestra
  • openwater1
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    geschrieben 1201729714000

    Tiene razon ;) Liegt aber m.E. auch an der Nachfrage manipuliert durch die Veranstalter und Hotelketten. Der Flieger muss voll sein. Wöchentlich 340 Gäste im Direktflug DUS damals mit LTU nach Ciego de Avila ? Bereits 2000 hatten wir viel Platz im Flieger. :?

    Cuándo tiene el médico consulta ? Mi corazón quiere, pero ahora yo no puedo ir a Cuba
  • Dylan
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    geschrieben 1201733430000

    Zum Beispiel von Holguin nach Santiago zu kommen, fand ich eigentlich gar nicht sooo schlimm. Und die Provincia Santiago de Cuba konnte ich auch sehr gut durchforsten. Ein bisschen Engagement ist natürlich gefordert – und man sollte die Anforderungen nicht gar zu hoch stecken.

    Dies ist mein persönlicher Eindruck oder meine persönliche Meinung oder meine persönliche Erfahrung und muss nicht mit den Eindrücken oder den Meinungen oder den Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder entsprechen.
  • chris_aventoura
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    geschrieben 1201737636000

    @haity sagte:

    Seit meiner ersten Cubatour 1989 ... hat sich das Touristische Wesen grundlegend geändert. ...

    Dadurch sind Individualtouren sehr erschwert,weil weite Autoreisen.Localflights sind sehr teuer geworden und schwer zu buchen. ... Die früheren Ziele um Santiago,Trinidad und Baracoa sind für uns Germans nur noch erschwert zu erreichen obwohl dort die Möglichkeiten echtes Cuba zu erleben und Freundschaften zu schliessen am grössten sind und waren...

    Was verstehst du unter erschwert? Die von dir aufgeführten Ziele können doch problemlos ab Holguin mit Mietwagen oder z.B. VIAZUL erreicht werden. Trinidad und Baracoa wurden auch früher nicht angeflogen!

    Was ist für dich teuer? Ein Inlandsflug Havanna - Santiago kostet maximal 100 Euro, flieg doch mal z.B. innerhalb Deutschlands z.B. von München nach Berlin. Da zahlt man incl. Steuern vermutlich nicht viel weniger. Und wem das trotzdem noch zu teuer ist der nimmt die sehr zuverlässigen VIAZUL-Busse die kosten die Hälfte.

    Und um es noch einfacher zu machen: all das kann man sogar schon ab Deutschland bei auf Cuba spezialisierte Reiseunternehmen buchen.

    Aus meiner Sicht ist Cuba auch für Individualreisende durchaus problemlos zu bereisen, schwerer als z.B. 1989 ist es aus meiner Sicht nicht, eher einfacher.

    Saludos

    Chris

  • tropicuba
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    geschrieben 1201817603000

    Hallo ihr lieben. Also, wir sind bisher nach Kuba mit der Condor nach Holguin und der LTU nach Siego de Avila geflogen. Von dort aus gibts vom Reiseveranstalter die Möglichkeit, in alle Richtungen der Insel auszuschwärmen. Ob Santiago de Cuba, St. Lucia, Guardalavaca, Camaguey, Cienfuegos oder Pinar del Rio von Havanna aus. Selbst wenn man irgedwo im Niemandsland im Hotel untergebracht ist, gibts die Möglichkeit quer über die Insel zu gelangen. Also, wir fanden es nicht sehr schwierig, uns auf Cuba zu bewegen. Varadero haben wir absichtlich gemieden! Diese Touristenhochburgen sind eh nix für uns.

    Sicherlich ist auch Kuba im Umbruch. Die Kubaner sind ja nicht blöd und sehen ja auch, das der hochgelobte und verlogene Kommunismus von Maximo Fidel nicht funktioniert. Wer einmal am Dollar oder Euro geschnuppert hat, verändert seine Lebensphilosophie. Der Durchschnitskubaner kann mit seinem wertlosen Peso nichts anfangen. Mit Dollar und Euro bekommt man ALLES! Auch das, was angeblich mit der Einheimischen Währung nicht zu bekommen ist. Natürlich denkt sich der intelligente Kubaner.... Moment... das funktioniert? Die logische Folge ist, das jeder für sich, an so viel "Harte Währung" wie möglich heran kommen möchte. Und schon gibts "*******" Da wird die privat zusammengerollte Zigarre schon mal als echte Cohiba angeboten, Der Barkellner will schon mal wöchentlich mit 5 Euro bestochen werden, damit der Service wieder klappt, und nicht wie damals mit einem Dollar im Monat. Aber das hat man sicherlich Weltweit, und nicht nur auf Kuba. Es lebe die Globalisierung.

    Ich lasse mich überraschen, was aus dem Inselparadies nach Castro wird. Der Kommunismus hat ausgedient, weil, kann nicht funktionieren. Dann erst würde ich sagen, oh ja, Kuba ist im Umbruch.

    Liebe Grüße, Gaby und Torsten

  • openwater1
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    Zielexperte/in für: Nordosten Kubas
    geschrieben 1201897860000

    @tropicuba sagte:

    Ich lasse mich überraschen, was aus dem Inselparadies nach Castro wird. Der Kommunismus hat ausgedient, weil, kann nicht funktionieren. Dann erst würde ich sagen, oh ja, Kuba ist im Umbruch.

    Liebe Grüße, Gaby und Torsten

    Hola - ja auch ich mich lasse mich überraschen - aber ob der *US- Kapitlismus* = nicht so ganz ernst gemeint , das Leben so arg verbessert ??

    Zwischen Weiß und Schwarz gibt es viele Grautöne und die könnte man auch noch schaffrieren.

    Darüber, dass sich etwas zum GUTEN ändern muss, darüber sind wir uns wohl einig, aber ist das Ziel der Weg, oder der Weg das Ziel?? Für mich steht aber fest - die Änderung wird nur erfolgreich, wenn sie schrittweise , also ruhig erfolgt. Und ich glaube die Cubaner sehen es auch so.

    Saludos ;)

    Cuándo tiene el médico consulta ? Mi corazón quiere, pero ahora yo no puedo ir a Cuba
  • Pesche
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    geschrieben 1202392477000

    Hallo zusammen

    Fidel und sein Freund und Mitstreiter Che Guevara haben imponierende Leistungen erbracht. Leistungen, die von vielen Kritikern des Systems bewusst oder unbewusst unter den Tisch gekehrt werden. Wer in der Revolution Castros nichts anderes zu sehen mag als ihre terroristische und despotische Seite und die Gräueltaten unter dem Diktator Batista verdrängt, ist auf beiden Augen blind. Im vorrevolutionären Kuba vegetierten breiteste Bevölkerungsschichten auf dem Land dahin -- ein Bild, das sich dem Besucher in vielen Ländern Lateinamerikas noch heute bietet.

    Der Durchschnittskubaner sieht aus heutiger Optik lediglich die große Diskrepanz zwischen dem eigenen und dem Lebensstandard der Touristeninvasionen. Das ist verständlich. Kuba ist im Umbruch. Ob zum guten oder zum schlechten wird sich weisen.

    Tatsache ist, 97% aller Kinder besuchen die Schule und das ist für Lateinamerika alles andere als selbstverständlich. Der “Normtouri” besucht heute Massendestinationen zu Schnäppchenpreisen, bucht organisierte Rundreisen, logiert in 4/5-Sterne Herbergen, stellt sich überlebenswichtige Fragen wie: Ist der Pool sauber, hat die Dusche einen Vorhang, hat es einen Haartrockner, sind die Drinks gut, wo kann man billig Shoppen und verschließt seine Augen für die traurigen Verhältnisse in vielen Südamerikanischen Staaten. Wir haben in Kuba einige Schulen besucht und waren beeindruckt. Als Früchte des Bildungssystems suchen gutausgebildete Kubaner als sogenannte Flüchtlinge, resp. Wirtschaftsflüchtlinge ihr Heil in den USA und realisieren erstaunt, dass in diesem Wunderland lange nicht alles glänzt (inkl. dem Präsidenten!). Andere stellen sich uneigennützig in den Dienst des Landes und tragen dazu bei, dass Kuba weltweit eine Spitzenposition in der Biotechnologie und in der Medizin einnimmt. Diese nicht wegzudiskutierenden Tatsachen werden immer wieder verschwiegen und würden nicht in das Bild des Despoten Fidel passen.

    Diese imponierenden Leistungen auch nach dem Zerfall des Zwangsverbündeten UDSSR wegzudiskutieren wären genau so unsinnig, wie den politischen Druck auf Kritiker zu leugnen. Das Regime hat nicht nur Kräfte gefesselt, sondern auch Kräfte entbunden. Eben darum fühlt man sich dauernd hin- und hergerissen zwischen Ablehnung und Bewunderung von Fidel und Che, wenn man darangeht, die Umrisse des Systems zu analysieren. Für die Zeit nach Fidel habe ich so meine Bedenken. Der Kommunismus hat ausgedient. Das vorrevolutionäre von der Mafia kontrolliertes USA-Bordell lässt grüßen. Aber warten wir mal ab. Ich lasse mich gerne positiv überraschen.

    Gruß

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • Belicosos Finos
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    Beiträge: 491
    geschrieben 1202410633000

    Hola Pesche!

    Sehr gut geschrieben und auf den Punkt gebracht!

    Ich sehe das ähnlich wie du.

    Was nützen die schönsten Ohren, wenn nix dazwischen ist?
  • Dylan
    Dabei seit: 1184630400000
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    geschrieben 1202411563000

    Ich will meinen Beitrag hier noch einmal einstellen:

    @Dylan sagte:

    Der Exil-Kubaner Mauricio Tamargo, Direktor der "Föderalen Kommission für Forderungen" im Justizministerium der USA, die "Foreign Claims Settlement Commission" (FCSC), ist zuständig für die Verwaltung von US-Ansprüche auf Eigentum, welche einstmals von Feindesmächten beschlagnahmt wurden – und wird sie bei gegebener Zeit einklagen. Wenn die Castro-Ära zu Ende geht, gehören zu den Auftraggebern einige der größten US-Konzerne. "ExxonMobil", "Texaco", "IBM", "General Motors" und "Coca-Cola" wollen dann ihre Ansprüche geltend machen und ihre Besitzungen, die mittlerweile Milliardensummen wert sind, einfordern.

    Die Enteigneten setzen auf Castros Nachfolger. "Kubas Übergangsregierung könnte an einem Ausgleich der Forderungen interessiert sein, um die Beziehungen zu normalisieren", sagt Mauricio Tamargo in einem Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Wegen seiner Herkunft, fügt er hinzu, er habe selbst "ein besonderes Gespür für diesen Job".

    Seither hat die FCSC 5913 einzelne Rückübertragungsansprüche von Firmen und Privatpersonen beglaubigt, deren Gesamtwert sich heute, inklusive 6 % Verzinsung, auf fast 8 Milliarden Dollar beläuft.

    "United Fruit Sugar Company" (gehört heute zum US-Obstmulti "Chiquita") besaß vor der Enteignung auf Kuba Tausende Hektar Zuckerplantagen – heute fast 315 Millionen Dollar wert.

    Der Ölriese "Chevron" erhebt über seine Tochter "Texaco" Besitzansprüche auf eine Raffinerie im Wert von heute rund 185,3 Millionen Dollar.

    Der "Coca-Cola"-Konzern eröffnete seine erste kubanische Abfüllanlage 1906. Auf Kuba macht er rund 102 Millionen Dollar geltend, penibel aufgelistet in den FCSC-Akten: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Mobiliar, Inventar, Kühlboxen, Container, Bankkonten.

    Der Kupfergigant "Freeport-McMoRan" hält die US-Rechte an mehreren Nickel- und Kobaltminen auf Kuba, darunter die größte Mine in Moa. Allein für deren Verlust an "Umsätzen, Werk und Maschinen" hat ihm die FCSC heute fast 327 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Von den künftigen Gewinnaussichten zu schweigen.

    Der größte Einzelanspruch, knapp eine Milliarde Dollar, geht auf die "Cuban Electric Company" zurück, die Kubas Stromnetz betrieb: E-Werke, Leitungen, Guthaben. (314.866,90 Dollar für die "Umsiedlung von Angestellten" lehnte die FCSC dagegen ab.) "Cuban Electrics" Mutterhaus "Ebasco" ging 1969 in "Boise Cascade" auf, einem Papierkonzern. Der schluckte 2003 den Büromaterial-Einzelhändler "OfficeMax" und nahm dessen Namen an. Deshalb hält "OfficeMax", obwohl erst 1988 gegründet, heute in Kuba Besitzansprüche von 990.003.130 Dollar.

    Tausende andere liegen in Wartestellung. Die Liste reicht von Privatleuten, die Familienbesitz zurück haben wollen, bis hin zu der Crème de la Crème der US-Wirtschaft: "ExxonMobil" (265 Millionen Dollar), "Colgate-Palmolive" (53,7 Millionen Dollar) oder "IBM" (23,9 Millionen Dollar). Peanuts für die Konzerne. Doch für Kuba summiert sich das.

    Der zweitgrößte Anspruch ist zugleich auch der kurioseste: 484 Millionen Dollar im Namen des Hotelkonzerns "Starwood" ("Sheraton", "Westin"). Daran ist "Starwood" ebenfalls erst per Fusion geraten. 1998 kaufte das Unternehmen den Telefonkonzern "ITT", dem wiederum die "Radio Corporaçion Cubana" (RCC) gehört hatte. RCC wurde zunächst nicht enteignet, sondern durfte bis 1992 die Telefonleitungen zwischen Kuba und Florida weiter betreiben. Dann zerstörte der Hurrikan "Andrew" die US-Seite des Dienstes. Ein Jahr später beschlagnahmte Kubas Regierung RCC - die letzte Enteignung seit der Revolution. "Starwood" meldete seinen Anspruch erst 2005 bei der FCSC an. Dazu öffnete die ihr 1972 abgeschlossenes Kuba-Programm eigens noch mal und bewilligte dem Hotelriesen unter anderem 1200 Quadratkilometer Land am Flughafen "Jose Marti" im Wert von 36 Millionen Dollar, eine Immobilie in Havanna sowie weitere Liegenschaften im Strandort Guanabo – ideal für künftige Hotelprojekte. "Das Land gehört uns", erklärte Starwood-Anwalt Ignacio Sanchez. "Sie können es uns nicht abnehmen." Ob Kuba im Fall einer Klärung der Besitzfragen aber die Immobilien freigibt oder nur deren finanziellen Gegenwert, ist natürlich völlig offen. Es sei wohl zu erwarten, dass die Ansprüche mit den kubanischen Staatsgeldern verrechnet würden. Kubanische Staatsgelder sind seit 1963 bei US-Banken eingefroren.

    US-Außenministerin Condoleezza Rice versicherte erst im Juli in einem Bericht, Washington unterstütze keine "willkürlichen Bemühungen, Kubaner zur Räumung ihrer Häuser zu zwingen". Eric Watnik, ein Sprecher des State Departments, fügte jetzt auf Anfrage hinzu, man sei bei Bedarf bereit, "mit einer demokratisch gewählten Regierung Kubas ein faires und gerechtes Verfahren" auszuarbeiten.

    Mauricio Tamargo macht sich auf die Farm seiner Eltern in Holguín jedoch selber keine Hoffnungen, denn niemand in seiner Familie war zur Zeit der Enteignung US-Staatsbürger. Somit verfehlt er die Bedingungen seiner eigenen Kommission – und ist disqualifiziert.

    FCSC-Chef Mauricio Tamargo sagte: "Ich glaube fest an den Wert und die Bedeutung privater Besitzrechte". "Ohne deren Schutz werden wir zu Sklaven."

    Er stellte allerdings auch klar:

    "Das letzte Wort dazu hat Kuba selbst."

    (Inhalt und Textpassagen aus SPIEGEL ONLINE Wirtschaft und Privat)

    Dies ist mein persönlicher Eindruck oder meine persönliche Meinung oder meine persönliche Erfahrung und muss nicht mit den Eindrücken oder den Meinungen oder den Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder entsprechen.
  • Belicosos Finos
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    geschrieben 1202415075000

    Hola Dylan!

    Eine reine Horrorvision für Cuba!

    Sollte das eintreffen, dann würde der Imperialist mal wieder beweisen, daß er genau das ist wofür ihn die halbe Welt (oder drei Viertel?) hält!

    Was nützen die schönsten Ohren, wenn nix dazwischen ist?
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