• 2extreme4U
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    Hallo zusammen,

    als kleines Dankeschön für die zahlreichen Tipps und Ratschläge bei unserer Reiseplanung stelle ich mal hier einen ausführlichen Reisebericht ein. Evtl. hilft er ja wiederum anderen bei ihrer Vorbereitung?!?

    SA, 10.3.: wir flogen mit Korean Air ab Frankfurt zuerst ca. 10,5h nach Seoul, bevor es nach 6h Aufenthalt nochmals ca. 10,5h nach Sydney weiterging. Beides waren Nachtflüge und dementsprechend angenehm. Die Zeit am Flughafen ging recht schnell vorbei, da es u.a. kostenloses WLAN gab.

    MO, 12.3.: Inkl. 10h Zeitverschiebung landeten wir morgens um 7h und waren dann per Airport Shuttle bereits vor 9h an unserem Hotel (Y Hotel Hyde Park). Da wir die frühe Ankunft bei der Buchung angekündigt hatten, konnten wir unser Zimmer sogar schon beziehen. Wir waren überraschend fit und machten uns daher gleich auf Erkundungstour, schließlich hatten wir ja nur 3 Tage ;)      Wir fuhren mit einer Fähre nach Watson Bay wo wir einige Zeit an der Küste wanderten. Abends trafen wir uns mit einer Bekannten und aßen in The Rocks Pizza mit Känguru- bzw. Krokodilfleisch. Sowas habe ich bei uns noch nicht auf der Pizzeria-Karte gesehen :shock1:

    DI, 13.3: Wir waren in der Innenstadt unterwegs und besichtigten u.a. das Sydney Wildlife und das Aquarium. in ersterem hat man die Möglichkeit die typischen australischen Tiere wie Koala, Känguru, Emu, Krokodil, ... anzuschauen. Gerade wenn man nicht so viel Zeit hat, eine tolle Möglichkeit diese Tiere dennoch mal zu sehen. Nachmittags schauten wir uns dann noch das Opernhaus und die Harbor Bridge an, das darf natürlich auch nicht fehlen ;)

    MI, 14.3.: Mit dem Bus ging es nach Bondi Beach, wo wir den Sydney Coastal Walk machten, eine 12km-Wanderung an der Steilküste entlang vorbei an zahlreichen Stränden. War echt klasse, da wir (wie schon die Tage davor) sonnige 25-30 Grad hatten. Nach einem Abendessen im Hafen fuhren wir noch auf den Sydney Tower, von wo man nochmals einen super Blick über die Stadt hatte.

    TIPP: Wildlife, Aquarium & Tower gibt es als Kombipaket zu deutlich vergünstigtem Preis, Online sogar nochmals mit 10% Rabatt.

    DO, 15.3.: Mit dem Airport Shuttle ging es zum Flughafen und nach 3h Flug landeten wir in Christchurch wobei nochmals 2h Zeitverschiebung hinzukamen. Das Wetter war zwar einiges kühler, aber immerhin regnete es nicht. Wir übernahmen unseren Mietwagen von Ace Rental (die Variante "Super Saver/well traveled" ist fast unschlagbar günstig) und checkten in unserem Motel ein. Nachmittags wollten wir uns die Innenstadt anschauen um uns persönlich ein Bild von den Erdbebenschäden zu machen. Wir erwarteten schlimmes, waren dann aber über das Ausmaß der Zerstörung dennoch geschockt, da ein Großteil der Innenstadt immer noch gesperrt ist. Sieht echt übel aus!!!

    FR, 16.3.: In Anbetracht der Schäden war es gut, dass wir eine Tour über die vorgelagerte Halbinsel nach Akaroa (kleines französisch-geprägtes Städtchen mit schönem Hafen) geplant hatten. Nachdem wir dort einige Zeit gewandert waren, entschieden wir uns bei sonnigem Wetter beim Rückweg für etwas Freestyle, da zweimal der gleiche Weg ja langweilig wäre ;)    Dank zahlreicher enger und/oder steiler Schotterwege waren hier außer uns keine anderen Touriautos unterwegs (Strecke via Port Levy). Als Afrika-erprobte Fahrer war es aber kein all zu großes Problem und die tolle Aussicht war es allemal wert! Lyttelton/Sumner waren leider ebenfalls recht stark vom Erdbeben beschädigt.

    SA, 17.3.: Bei Sonnenschein und fast leeren Straßen ging es zuerst zum Lake Tekapo, der in einem schönen azurblau leuchtete. Der darauffolgende Lake Pukaki war aber nochmals eine Steigerung, da dessen blau einfach unbeschreiblich aussah! Die weitere Strecke zum Mt. Cook verläuft coolerweise lange am See entlang, so dass man diesen Anblick ausführlich genießen kann. Dort angekommen machten wir eine 2h Wanderung zum Kea Point. Übernachtet haben wir im nahen Twizel im Mountain Chalets Motel.

    SO, 18.3.: Es ging weiter nach Dunedin mit Zwischenstopp in Oamaru, welches den Namen "die weiße Stadt" zurecht träge, da die zahlreichen Kalksteingebäude absolut sehenswert sind. Die kleine Wanderung am Shag Point war nett, Robben haben wir allerdings keine zu Gesicht bekommen. Ein Halt an den Moeraki Boulders war natürlich ebenfalls Pflicht, da diese Riesenmurmeln wirklich witzig aussehen. Kurz vor der Ankunft in Dunedin kamen wir dann erstmals mit "Wasser von oben" in Kontakt, da es leicht regnete. Es hörte aber recht schnell wieder auf, so dass wir uns nach Unterkunftsbezug (Arcadian Motel) abends die Innenstadt mit dem tollen Bahnhofsgebäude und der St. Paul's Cathedral anschauen konnten.

    MO, 19.3.: Zum Glück war dieser Tag wieder sonnig, da wir vormittags die Halbinsel erkundeten, z.B. das einzige Schloss in Neuseeland Larnach Castle. Das Gebäude an sich war jetzt nicht ganz so beeindruckend wie man bei "Castle" vielleicht erwarten könnte, die Aussicht allerdings schon. Nachmittags hatten wir eine geführte Tour bei Elm Wildlife gebucht, welche um 15h losging. Man wurde mit einem Kleinbus am Hotel abgeholt und fuhr zuerst zur Königsalbatros-Station am Taiaroa Head. Die beiden Guides hatten ein unglaubliches Wissen über die örtliche Tierwelt und man merkte, wie sehr ihnen das Thema am Herzen liegt. Mit spontanen Stopps und Erklärungen zu z.B. schwarzen Schwänen, den verschiedenen flugunfähigen Vögeln,... ging es über ein Privatgrundstück zu einer Robbenkolonie. Danach wanderten wir am Strand entlang zu einer Gruppe Seelöwen, welche man aus 1-2 Metern eine ganze Zeit lange beobachten konnte. Anschließend ging die Wanderung weiter zu mehreren Unterständen von denen aus man die aus dem Meer zurückkehrenden Gelbaugen-Pinguine beobachten konnte. Gegen 21h waren wurden wir dann wieder am Hotel abgesetzt. Der Preis von 99 NZD ist mehr als gerechtfertigt, da ich selten eine so interessante, abwechslungsreiche und engagierte Tour mitgemacht habe!

  • 2extreme4U
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    DI, 20.3.: Da die Verkehrslage an den bisherigen Tagen sehr angenehm war (sehr wenig los und dank Automatikgetriebe und Navi wirklich entspanntes Fahren), entschlossen wir uns bei Sonnenschein via Southern Scenic Route an der Südküste entlang nach Te Anau zu fahren. Klar ist diese Strecke deutlich länger als der direkte Weg, aber wir hatten für diesen Tag nichts anderes eingeplant und entsprechend viel Zeit. Ich muss sagen, dass es absolut die richtige Entscheidung war, da es eine superschöne Strecke ist. Unterwegs machten wir häufiger Stops wie z.B. am Nugget Point-Leuchtturm, verschiedenen Wasserfällen (Purakaunui Falls sind schön, die etwas später folgenden Mc Lean Falls haben uns aber mehr beeindruckt) und Stränden. Auch Invercargill schauten wir uns etwas an und tranken dort einen Nachmittags-Kaffee. Wenn man mehrere Tage Zeit hat, kann man in den Catlins und anderen Orten mit Sicherheit tolle Wanderungen machen, aber auch unsere Variante gab uns einen guten Eindruck, eben nur mit zahlreichen kürzeren Wanderungen.

    Am späten Nachmittag checkten wir im Anchorage Motel ein und schauten uns dann noch etwas Innenstadt und See an.

    MI, 21.3.: An diesem Tag folgte dann ein absolutes Urlaubs-Highlight: kurz vor Sonnenaufgang fuhren wir zum Milford Sound. Die Strecke alleine war schon toll und da auch hier wenig Verkehr war, erreichten wir den Parkplatz bereits in weniger als 2 Stunden. Daher konnten wir noch etwas die Gegend anschauen, bevor wir um 10:15h eine Tour mit Southern Discoveries machten. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Anbieter, unsere Wahl war begründet, dass diese Fahrt mit 2,25h Dauer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hatte. Außerdem wird hier ein kleineres Boot verwendet, mit dem man z.B. unter einen Wasserfall fährt und wer will, kann sich mit Regenjacke darunter stellen. Auch an diesem Tag schien die Sonne, wodurch die Zahl der Wasserfälle natürlich weniger als bei Regen war, aber damit konnten wir gut leben ;)    Wir genossen die beeindruckende Fahrt durch die über 1000m hohen Schluchten und es ging sogar ein Stück hinaus aufs Tasmanische Meer. Auf dem Rückweg nach Te Anau machten wir häufig Stopps/Wanderungen, z.B. bei den Humboldt Falls, The Devide und den Mirror Lakes.

    DO, 22.3.: Unsere Fahrt ging weiter auf der Southern Scenic Route bzw. später auf der Alpine Scenic Route nach Wanaka mit Zwischenstopps in Queenstown und Arrowtown. Da in Queenstown ungewohnt viel Trubel war und wir eh keines der vielen Adrenalinangebote machen wollten, blieben wir nicht sooo lange. Arrowtown wiederum war witzig und hier wanderten wir noch eine Zeit. Die Strecke nach Wanaka durch die Berge war sehr cool und es gab tolle Aussichtspunkte. In Wanaka wohnten wir im Bella Vista Motel und nach dem Einchecken nutzen wir das schöne Wetter aus, indem wir noch 2 Stunden am See entlang wanderten.

    FR, 23.3.: Eigentlich hatten wir für diesen Tag die Weiterfahrt nach Franz Josef geplant um am SA eine Gletschertour zu machen. Da unsere Wetter-App (absolut empfehlenswert: WeatherPro) dort allerdings strömenden Regen für diesen Tag voraussagte, änderten wir kurzfristig unsere Reiseroute: wir fuhren FR früh um 6h ca. 3 Stunden zum Fox Glacier wo um 10:15h eine Ganztages-Gletschertour losging. Entsprechend unserer bisherigen Erfahrung reichte die Zeit für die Strecke problemlos aus, da der Verkehr auch weiterhin sehr gering war, lag wohl wirklich an der Nachsaison?!? Bei sonnigem Wetter waren wir bis etwa 17:30h unterwegs, davon etwa 5h mit Steigeisen an den Schuhen auf dem Eis! Das Besondere an den Gletschern hier ist nämlich, dass sie auf nur 200m Meereshöhe beginnen während diejenigen in Österreich oder der Schweiz mind. 2000-3000m hoch liegen. Dadurch wandert man hier erst mal ca. 1h über Schotter und durch Regenwald um zum Gletscheranfang zu kommen, wirklich komisch aber sehr cool! Bis zur Mittagspause (= Punkt an dem die Halbtages-Tour endet) war das Eis jetzt nicht ganz so beeindruckend, danach wurde es aber wirklich klasse. Daher mein Tipp: macht auf alle Fälle die Ganztagestour, ist zwar schon etwas anstrengend, aber noch gut machbar. Wegen Ausrüstung muss man sich auch keine Sorgen machen, falls man nichts dabei hat, kann man dies kostenlos ausleihen (Schuhe, Mützen, Fleece, Hosen, Stöcke,...), wirklich sehr komfortabel!

    Nachdem wir die beiden geplanten Übernachtungen in Franz Josef ja storniert hatten, gönnten wir uns im nahegelegenen Ort eine schöne Unterkunft inkl. Whirlpool (Lake Matheson Motel). Reinhold Messner macht das sicher auch so ähnlich wenn er vom Mount Everest Heim kommt :laughing:

    SA, 24.3.: An diesem Tag erlebten wir dann zum ersten Mal was der neuseeländische Regen kann, denn es schiffte fast den kompletten Tag wie aus Kübeln. Da wir an diesem Tag nach Westport weiter fuhren (Bella Vista Motel), war es nicht ganz so schlimm, zumal es vor beiden Zwischenstopps immer aufhörte zu regnen. Der Wettergott meint es wirklich sehr, sehr gut mit uns :D    Beim ersten Halt schauten wir uns die Stadt Greymouth an (war jetzt nicht sooo der Bringer) und beim 2. die tollen Pancake Rocks. Da ein Großteil des Weges an der Küste entlang führte, war das Unwetter sogar ganz gut, da dadurch die Wellen nochmals beeindruckender waren. Man muss eben immer das Beste aus jeder Situation machen *g*

    SO, 25.3.: An diesem Tag war das Wetter wieder besser, daher konnten wir vor der Weiterfahrt die Nahe Westport gelegene Robbenkolonie am Cape Foulwind besuchen. Anschließend ging es weiter zum Abel Tasman Nationalpark wo wir 3 Übernachtungen direkt in Murahau hatten. Unsere Unterkunft (Ocean View Chalets) war der Wahnsinn: ein in den Waldhang gebautes Holz-Chalet von dessen Terrasse man direkten Blick auf die Bucht und den Strand hatte. Ebenso von den großen Fenstern im Wohn- und Schlafzimmer, einfach nur genial!!! Bei einer kleinen Wanderung entdeckten wir "The Fat Tui", eine in einem bunt bemalten Bauwagen untergebrachte "Imbissbude". Spontan aßen wir hier zu Abend und buchten anschließend noch das Wassertaxi für den nächsten Tag.

    MO, 26.3.: Mit dem Wassertaxi ging es nach Vorbeifahrt am Split Apple Rock ca. 1h die Küste hoch vorbei an der Robbenkolonie nach Onetahuti/Tonga. Ab hier wanderten wir die Küste entlang bis nach Anchorage Bay wo wir nachmittags von einem Wassertaxi zurück nach Murahau gebracht wurden. Die sonnige Wanderung war der absolute Wahnsinn, da die Strecke vorbei an tollen Sandstränden, Wasserfällen, Hängebrücken, kleinen Seen,... führt. Einfach nur wunderschön und absolut empfehlenswert!!!

    DI,27.3.: Wir mieteten uns ein Zweierkayak, mit welchem man dann nach einer ca. 1 stündigen Einweisung den ganzen Tag frei herumpaddeln konnte. Das ganze ist ein riesen Spaß, da man nach Lust und Laune in küstennähe herumfahren kann und sich z.B. Adele Island und Fisherman Island aus der Nähe anschauen kann. Will man Pause machen, landet man einfach einem einem der zahlreichen Sandstrände und genießt so wie wir die (hoffentlich auch bei euch vorhandene) Sonne ;)

    MI, 28.3.: Leider endete unser Aufenthalt in diesem Paradies schon, daher fuhren wir nach Picton um mit der Fähre in ca. 4h auf die Nordinsel überzusetzen. Auf der Strecke liegt die Pelorus Bridge wo wir bis zur Hängebrücke gewandert sind und zahlreiche Lookouts. Der Queen Charlotte Drive ist wirklich schön, aber seeeeehr kurvenreich. Da wir unseren Mietwagen mit auf die Nordinsel nehmen durften, checkten wir am Bluebridge Terminal 1,5h vor Abfahrt ein. Da auch an diesem Tag die Sonne schien, war die Überfahrt super toll: auf dem Aussichtsdeck sitzend konnte man die wunderschöne Aussicht auf den Marlborough Sounds bzw. die Cook Strait genießen. Nach ca. 3,5h kamen wir gegen 17:30h in Wellington an, wobei es hier ziemlich bedeckt und windig war. Wir sahen uns noch etwas die Innenstadt inkl. The Beehive an, dann gingen wir in unser Hotel (Mercure Willis Street).

  • 2extreme4U
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    DO, 29.3.: Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Cable Car zum Wellington Botanical Garden und schauten uns diesen an. Von dort oben aus hatte man bei wolkenlosem und sonnigen Wetter eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Danach fuhren wir dann entspannt Richtung Tongariro Nationalpark, wobei die Strecke speziell ab Wanganui traumhaft schön war, so dass wir hier einige kürzere Stopps und Wanderungen machten. Gegen Nachmittag erreichten wir National Park wo wir ein Chalet in der Discovery Lodge hatten. Der Tipp hier zu übernachten war absolut richtig, da man einen wunderschönen Blick auf die Vulkane hatte.

    FR, 30.3.: An diesem Tag ging es ans Eingemachte, denn wir absolvierten den Tongariro Alpine Crossing :D    Wir hatten bei der Lodge Plätze im ersten Shuttle um 6:15h gebucht, wodurch wir die ersten waren die vom Mangatepopo Parkplatz aus starteten. Die ersten Minuten wanderten wir noch mit Taschenlampe, wobei es nach kurzer Zeit anfing hell zu werden. Der Aufstieg zum South Crater war durch die vielen Treppenstufen etwas nervig, die Aussicht und ungewohnte Atmosphäre entschädigte aber mehr als dafür. Beim Abzweig zur Spitze des Mt. Ngauruhoe überlegten wir kurz, ob wir die 2-3 Stunden zusätzlich machen sollen, entschieden uns dann aber dagegen, da wir es nicht übertreiben wollten. Daher ging es weiter zum Red Crater von wo aus wir bei strahlendem Sonnenschein einen fantastischen Blick auf die Emerald Lakes hatten. Genau dieser Moment war für mich unten den vielen Urlaubs-Highlights wohl der schönste. Einfach unbeschreiblich, wenn man auf der Kuppe steht und von einem auf den anderen Moment die in einem unnatürlichen blau leuchtenden kleinen Seen sieht :shock1:

    Beim steilen und ziemlich rutschigen Abstieg waren wir froh, dass weit und breit keine anderen Wanderer unterwegs waren, denn das Geröll war wirklich tückisch. Nach einer Rast und vielen Fotos ging es dann weiter zum Blue Lake, der ebenfalls tolle Aussichten auf den Rotoaira See und Lake Taupo bietet. Der Weg von dort zur Ketetahi Hütte war abfallend und befestigt, so dass es keine große Anstrengung mehr war. An der Hütte aßen wir noch was, bevor wir uns auf den restlichen Weg machten. Dieser zog sich dann aber ziemlich, wobei es gegen Ende im Wald einen netten kleinen Wasserfall gab. Etwas verwirrend ist die fehlende Streckenangabe auf den letzten Kilometern, da es vom Schild "3km" bis zum tatsächlichen Ende am Ketetahi Parkplatz deutlich weiter ist. Also nicht verunsichern lassen, der Weg paßt schon...

    Alles in allem war es das erhoffte Urlaubs-Highlight, wobei das tolle Wetter & der frühe Start (und damit verbunden keine anderen Touris) sicherlich einen entscheidenden Anteil hatten. Die Wanderung war zwar teilweise schon anstrengend, aber dennoch recht problemlos machbar.

    Da wir kurz vor 12:30h am Parkplatz ankamen, nehmen wir das erste Shuttle zurück zur Discovery Lodge und fuhren die kurze Strecke zum Lake Taupo weiter, wo wir wir direkt am See in der Caboose Lodge wohnten. Gegen Nachmittag besichtigten wir noch die Huka Falls.

    SA, 31.3.: Es ging weiter nach Rotorua, wo wir zwei Tage im Sport of Kings-Motel wohnten. Da es von Lake Taupo aus nur etwa 1 Stunde ist, waren wir schon gegen 9:45h da. Daher entschlossen wir uns noch vor dem Einchecken eines der Geothermiegebiete anzuschauen. Wir hatten uns im Vorfeld Wai-O-Tapu Thermal Wonderland oder Whakarewarewa herausgesucht. Da zu ersterem gerade zahlreiche große Touribusse abbogen, probierten wir es in Whakarewarewa. Wir hatten Glück, denn der Parkplatz war noch fast leer und außerdem startete um 10h eine der stündlichen Führungen. Das Besondere hier ist nämlich, dass es sich um ein bewohntes Dorf handelt. Die Führung war interessant, da man einen kleinen Einblick in das Leben, die Geschichte und die Kultur erhielt. Natürlich sind solche Sachen immer ein schmaler Grat zum Touri-Kitsch, die Guide vermittelte aber einen natürlichen und authentischen Eindruck. Die etwa 1 stündige Führung endete kurz vor der zwei Mal täglich stattfindenden Tanz-/Gesangsvorführung. Danach konnte man noch alleine herumwandern und die Geysire, kochenden Wasserbecken und blubbernden Schlammlöcher bestaunen.

    Der immer erwähnte Geruch nach Schwefel/faulen Eier in der ganzen Region war zwar zu riechen, jedoch bei weitem nicht so schlimm wie wir es befürchtet hatten ;)

    SO, 1.4.: Morgens schauten wir uns die tollen Government Gardens an, nicht unbedingt der typisch deutsche Stadtgarten *g*

    Da wir nachmittags in eine Therme wollten, hatten wir eigentlich das Polynesian Spa ins Auge gefaßt. Wir erhielten jedoch von mehreren Leuten den Tipp, lieber die günstigeren und deutlich entspannteren Waikite Valley Thermal Pools zu besuchen. Diese liegen zwar wieder 30km Richtung Taupo, was aber okay war, da das Waimangu Volcanic Valley ebenfalls in dieser Ecke liegt. Beides hat sich wirklich gelohnt, da das Volcanic Valley wirklich beeindruckend ist. Nachdem wir 2-3h herumgewandert waren, ging es anschließend zum Entspannen zu den Thermal Pools. Für 14 NZD Eintritt gibt es mehrere Becken in denen das Wasser auf 36 bis 42 Grad heruntergekühlt wird. Man hat dabei einen schönen Blick aufs grüne Valley und kann zwischendurch auch einen kleinen Wanderweg laufen, der am dampfenden und brodelnden Fluß entlang führt.

    MO, 2.4.: Nachdem am Vortag noch die Sonne schien, war es an diesem Morgen ziemlich grau und bedeckt. Dadurch war der Besuch des Blue & Green Lake nicht so berauschend. Auf der Fahrt nach Whitianga auf der Coromandel-Halbinsel regnete es wie aus Kübeln, aber kurz nach der Ankunft hörte es schlagartig auf. Da für DI weitere schwere Regenfälle gemeldet wurden, absolvierten wir nachmittags die beiden Hauptattraktionen: die Wanderung zur Cathedral Cove (aufgrund des rauhen Wetters ziemlich wild und spektakulär) sowie den Besuch des Hot-Water-Beach. Da hier die Ebbe erst gegen 20h einsetzte, waren zum Glück keine Tourihorden unterwegs. Zusammen mit einer Gruppe Holländer buddelten wir uns das obligatorische Loch, kühlten das wirklich heiße Wasser mit Meerwasser herunter und setzten uns dann einige Minuten hinein. Das ist doch mal Völkerverständigung (wobei sie bei der kommenden EM aber dennoch gegen Deutschland verlieren sollen :laughing:

    DI, 3.4.: Wie im Wetterbericht gemeldet regnete es anfangs, jedoch nur bis 10h. Somit konnten wir unsere Halbinsel-Rundfahrt mit mehreren Wanderungen ergänzen anstatt nur im Auto zu sitzen. Die kleineren Küstenstädtchen auf der Strecke waren echt schön, da schmeckte der Kaffee mit Ausblick auf den Pazifik gleich doppelt so gut! Zurück nach Whitiange ging es über die Route 309 auf der wir bei inzwischen richtig gutem Wetter ebenfalls noch mehrmals Zwischenstopps machten.

    MI, 4.4.: Über die Pacific Coast Route ging es an der Küste entlang Richtung Auckland. Unterwegs hatten wir nochmals wunderschöne Aussichten auf Strände, Klippen & Meer. Wir parkten unseren Wagen in der Innenstadt und fuhren anschließend erstmal auf den Sky Tower um uns einen Überblick zu verschaffen. Da die Sonne schien und es fast keine Wolken hatte, war die Aussicht grandios. Danach erkundeten wir die Innenstadt inkl. Hafen. Da unser Flug am nächsten Tag recht früh ging, hatten wir uns ein Hotel direkt am Flughafen gebucht (Formule 1 Auckland Airport). Der Vorteil war, dass wir so unseren Mietwagen bereits abgeben und am nächsten Tag entspannt das kostenlose Airport-Shuttle nutzen konnten.

    DO, 5.4.: Nach 11,5h Flug hatten wir in Seoul/Incheon eine Zwischenübernachtung. Dies war im Korean Air-Preis enthalten und perfekt organisiert: vom Flughafen wurde man per Shuttle zum Hotel (in unserem Fall das Harbour Park Hotel) gefahren. Man bekam einen Voucher für Abendessen sowie Frühstück und am nächsten Morgen fuhr das Shuttle wieder zum Flughafen.

    FR, 5.4.: Nochmals 11,5h Flug waren angesagt, wobei es dieses Mal im neuen A380 war. Das Flugzeug war maximal 50% belegt, dementsprechend konnte man sich richtig gemütlich ausbreiten ;)

    Abschließender Eindruck: ohne Zweifel war dies einer meiner schönsten Urlaube, da die Natur/Landschaft in Neuseeland einfach unglaublich vielfälltig ist. Das fast durchgehend tolle Wetter hat dabei natürlich sehr geholfen, da wir alle Aktivitäten wie geplant machen konnten. Der Zeitraum März/April sorgte wohl dafür, dass das Touri-Aufkommen sowohl in den Städten als auch auf den Straßen deutlich niedriger als in der Hauptsaison war, was natürlich ebenfalls recht angenehm ist.

    In meiner internen Urlaubs-Hitparade liegt es ganz knapp hinter Südafrika auf Platz 2, da die Landschaft dort zwar nicht ganz so spektakulär war, aber dafür gab es einfach viel mehr Tiere...

  • Reiselady
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    geschrieben 1334487699000

    Danke für den ausführlichen Bericht. So ähnlich haben wir 2010 auch Neuseeland erlebt. Unsere Reisezeit war Februar. Auch wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Den einzigen komplett verregneten Tag hatten wir ebenfalls an der Westküste. Regen ist dort an der Tagesordnung.  Neuseeland ist landschaftlich unglaublich schön und abwechslungsreich.

  • goofy68
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    geschrieben 1334512804000

    Auch von mir gibt es ein dicken Lob für den tollen Bericht.

    Neuseeland zu bereisen ist einfach nur klasse,und jeder der es sich noch überlegt ob er mal dort hin soll,den kann ich nur sagen mach es.

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