• Senoravita
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    geschrieben 1122561143000

    Hallo,

    da gerade wieder ein Hurrikan über die Karibik drüber ist, dachte ich an "meinen Hurrikan" den ich letztes Jahr miterlebt habe. Ich war in der DomRep und habe IVAN voll erlebt.

    Wir wurden nicht evakuiert während des Sturms. Wir harrten in unseren Zimmern aus.

    War wirklich sehr unheimlich. Diese absolute Finsternis draussen, als wäre es Nacht. Und der Dreck und das viele Wasser. Ich konnte dieses Geräusch nicht mehr hören. Hab es jetzt noch im Kopf. Uns hats die Scheiben zerhauen und wir hockten da 2 Tage ohne raus zu können. Essen gabs aber in "Fresspaketen" vom Personal 2 x täglich.

    Nach dem Sturm war die Informationspolitik sehr schlecht. Das Hotel war wüst, die Anlage war zerstört, die Lobby überflutet. Wir wussten nicht wie wir jetzt weitermachen sollten? Urlaub abbrechen? Aufräumen helfen? Oder werden wir umgesiedelt?

    Die Angestellten, die schon aufräumten, verwiesen uns auf unsere Reiseleitungen. Aber unsere Dame ließ sich nur zur "kurzen Schadensübersicht" blicken und verspräch bald wieder zu kommen. Sie müsste erst alle Hotels anschauen um dem Veranstalter das Schadensausmaß mitzuteilen.

    Das war schon ziemlich heftig. Wer hat auch sowas mitgemacht?

    Wie war es bei euch? Wurdet ihr evakuiert? Habt ihr den Urlaub dann weitergeführt?

    Was ging euch im Kopf vor, als draußen die Welt unter ging?

    Find ich sehr interessant mal drüber zu reden.

    Viele Grüße

    Maria

    Senoravita
  • Sendlhofer
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    geschrieben 1124716737000

    hallo maria!

    ich war gerade in mexiko (17.07.05) als hurrican emily genau über uns drüber zog.

    ich kann verstehen wie schlimm das damals für dich war. diese entsetzliche angst schon stunden davor, das bange warten bis es so weit ist, dann der ohrenbetäubende lärm, die angst, daß die tür eingedrückt oder das fenster zerbrochen wird oder daß eine kokosnuss oder irgendein anderes abgebrochenes teil durchs zimmer fliegt ... einfach entsetzlich. hier mein bericht dazu:

    also, ich war gerade im bahia principe tulum, als der hurrican emily kam. wir waren genau im zentrum.

    es war wirklich schlimm! wir waren im zimmer zwar sicher, aber die tage danach waren der horror! umgeknickte palmen, entwurzelte bäume und sträucher, herumliegende kokosnüsse, umgeworfene und geknickte laternen, masten, sonnenschirme, überall zersplittertes glas, eingestürzte dächer, ...

    der hurrican selbst dauerte von ca. 20.00 uhr - 6.00 Uhr (Sonntag, 17.07.05). um ziemlich exakt 1.00 uhr nachts befanden wir uns für ca. 10 minuten genau im auge des hurricans. das war eine unglaublich unheimliche und gespenstische atmosphäre. dadurch daß wir auf dem zimmer relativ sicher waren (die badezimmerdecke ist in unserem zimmer zwar eingestürzt), haben wir das ganze ausmaß erst am nächsten tag so richtig mitbekommen, als wir um 7.30 uhr das erste mal das zimmer verließen!

    alle hochachtung gilt dem hotel bahia principe tulum. denn obwohl in der region riviera maya der notstand ausgerufen wurde und alle anderen hotels die leute evakuiert haben, hielt unser hotel offen und war stets bemüht für den gast alles zu machen. wir wurden zwar die ersten 2 tage wie in einem flüchtlingslager versorgt, aber die qualität der speisen hat in keinster weise gelitten. im gegenteil, die auswahl und die qualität waren trotzdem noch top! die kleinen mexikaner arbeiteten tag und nacht, um den schutt und die herumliegenden teile so schnell wie möglich aufzuräumen! ich wünsche diesen leuten, daß sie nicht unter dem rückgang des tourismus leiden müssen!

    leute, ihr könnt ruhig wieder in diese region fahren, denn als ich am donnerstag nach hause fuhr (4 tage nach dem hurrican), da war schon wieder fast alles aufgeräumt und irgendwie, wenn auch professorisch, hergerichtet. nur gegen die geknickten palmen kann man leider nichts tun, ausßer abwarten bis sie wieder wachsen ...

    das mexikanische volk hat wirklich unser aller hochachtung verdient. so nette, hilfsbereite, immer lächelnde menschen, die selbst nach so einer katastrophe alles für den gast tun, das verdient wirklich anerkennung!

    dafür, daß wir bis zu unserer abreise kein warmes wasser hatten, die klimaanlage nicht funktionierte und die telefone nicht gingen, kann ja schließlich das hotel auch nichts dafür. es wurde ja tag und nacht daran gearbeitet. ich bin mir sicher, daß mittlerweile wieder alles funktioniert!

    auch ich würde jeder zeit wieder nach mexiko fliegen.

    liebe grüße

    aida

  • Sternedieb
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    gesperrt
    geschrieben 1124717558000

    @ Senoravita

    darf ich fragen, wo du während Ivan in der DR untergebracht warst?

  • mellygirl
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    geschrieben 1124720020000

    Das war doch letztes Jahr Hurricane Jeanne nicht Ivan, Ivan ist über Florida drüber.

    Also wenn Ihr vom selben Hurricane spricht, wie ich :D

    Ich hab nämlich letztes Jahr wegen Jeanne meinen Urlaub umgebucht, da es soviele Verwüstungen in der Dom.Rep. gab.

    Gruß

    Melly

  • Sternedieb
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    geschrieben 1124733541000

    @ melanie

    genau deshalb habe ich gefragt. ;-)

    Ivan hat in der DR nur in Santo Domingo Schaden angerichtet.

    d.h. 2 Kinder in den Tod gerissen, die sich die Wellen angeschaut haben.

  • mellygirl
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    geschrieben 1124733709000

    Eben....aber an der Ostküste war da nix weiter zu merken, nicht mal in Mexiko. Da zog er vorbei.

    Es war Jeanne!

    Gruß

    Melly

  • relo1980
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    geschrieben 1124811213000

    War letztes Jahr im September in Florida, erst Ivan, da waren wir aber noch in Miami, als dieser bei Talahasse auf Land traf. Wetter war etwas windig, sonst haben wir davon nicht viel mitbekommen. Haben unsere Reiseroute mit dem Mietwagen entsprechend angepaßt, wobei wir immer wieder durch Gegenden kamen, die durch die zwei vorangegangenen Hurrikane in Mitleidenschaft gezogen wurden.

    In der letzten Urlaubswoche kam dann Jeanne auf uns zu, sind gerade von den Key´s nach Miami zurückgekommen. Wurden von Miami Beach evakuiert. Wir waren noch gut dran, weil wir ein Auto hatten, ohne Auto war man auf Busse und Taxi´s an der "Evacuation Road" angewiesen. Da wir auf eigene Faust unterwegs waren mußten wir uns selbst ein Hotel im Landesinneren suchen. Leider bekammen wir immer die gleiche Antwort "ausgebucht". Um 20 Uhr haben wir unsere Suche eigentlich schon aufgegeben und hätten uns auf den gesperrten Flughafen in Miami zurückgezogen. War ein gespennstisches Bild, Menschen die in der Abflughalle ihr Quartier aufschlagen und zwischen den ganzen Koffern schlafen. Da wir am nächsten Tag abfliegen sollten standen wir zusätzlich unter Druck.

    Haben aus Juxx noch im Hilton Airport Hotel angerufen, die uns unterm Tag schon mal abgewiesen hatten. Diesmal hatten wir Glück und bekamen ein Zimmer für 120 USD. Als wir dann am nächsten Morgen aufwachten war unser erster Blick auf den Flughafen. Dann irgendwann nach 11 Uhr hob wirklich der erste Flieger ab. Waren ziemlich erleichtert, da wir nun auch pünklich unseren Heimflug antreten konnten.

    Vom Hurrikan selbst haben wir außer den stürmischen Ausläufern nichts mitbekommen. Im Nachhinein betrachtet bin ich sehr glücklich darüber, daß alles so glimplich abgelaufen ist.

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