Wir waren mit der A-Rosa Mia vom 21.-28.05.26 von Passau nach Budapest unterwegs. Stationen waren Wien-Esztergom-Budapest-Bratislava-Krems-Emmersdorf-Passau.
Der Empfang auf dem Schiff war zunächst recht angenehm. Das Schiff ist bereits in die Jahre gekommen und könnte mal auf den aktuellen Standard gebracht werden. Insgesamt wirkt das Schiff recht „altbacken“, teilweise waren Sonnensegel und Sonnenschirme kaputt, was bei 32 Grad Außentemperatur echt ungünstig ist. Positiv zu bewerten ist, dass in jeder Kabine eine Glaskaraffe für Wasser steht, die man auf dem Deck an dafür vorgesehenen Zapfstellen befüllen kann. Negativ war allerdings, dass es in der Kabine lediglich eine Steckdose gab. Da wird es schon schwierig, wenn man zwei Handys laden, ein Tablet und sich dann auch noch die Haare föhnen muss. Das ist auf jeden Fall alles andere als zeitgemäß.
Das Essen insgesamt war ganz ordentlich. Aber leider gab es nur ein Buffetrestaurant und das Buffet war so unglücklich aufgebaut, dass man erst das Dessert hatte, dann eine Vorspeise, dann die Hauptspeisen und dann wieder Vorspeisen und Salat. Das hat dazu geführt, dass es ewig lange Schlangen an dem Buffet gab und die warmen bereits auf dem Teller befindlichen Speisen zum Verzehr bereits kalt waren.
Besonders negativ war, dass man sich Plätze reservieren konnte und diese dann auch noch bezahlen sollte (5 € pro Tag). Das ist unseres Erachtens absolute Abzocke. Außerdem hatte man dann kaum noch die Möglichkeit einen guten Platz zu erlangen, weil bereits am ersten Tag die meisten Plätze reserviert wurden. Das haben andere Reedereien erheblich besser geregelt, da muss man kein Geld für eine Platzreservierung bezahlen. Auch ist die Art der Speisengabe in Buffetform nicht mehr zeitgemäß.
Ärgerlich war auch das teilweise unverschämte Verhalten der Angestellten, angefangen vom Rezeptionsmanager, dem Hotelmanager oder auch die Hilfsarbeiter auf dem Sonnendeck. Auch verstanden viele überhaupt kein Deutsch, obwohl die Tour als „deutschsprachig“ angekündigt war. Einzig die Personen hinter dem Buffet, die Bedienung und auch die Zimmerkräfte waren absolut nett und freundlich.
Besonders negativ ist die ständige Sperrung des Sonnendecks aufgrund „niedriger“ Brücken gewesen. Zum einen hatte unser Kapitän die Angewohnheit das Sonnendeck übertrieben früh zu sperren, da war weder das Schwesterschiff noch wir bereits abgelegt, also keine Brücke in Sicht und zum anderen hatte man dann nur noch die Möglichkeit auf dem Achterdeck draußen zu sein. Leider aber nur für die Raucher, denn für Nichtraucher gab es dann keine Möglichkeit mehr, draußen zu sitzen, ohne eingequalmt zu werden.
Höhepunkte waren für uns Wien und Budapest. Wien hatte auch funktioniert, allerdings wurde uns dann während der Reise mitgeteilt, dass man Budapest aufgrund von „Niedrigwasser“ nicht anfahren könne. Budapest war am 24. und 25.05.2026 geplant, so dass man am ersten Tag die Stadtrundfahrt machen konnte und den nächsten Tag noch bis 15 Uhr zur freien Verfügung gehabt hätte. Anstatt in Budapest wurde in Kormano angelegt und dann von dort einen Tag nach Budapest mit dem Bus gefahren. Die Stadtrundfahrt fand dort statt und dann hatte man noch 1 ½ Stunden um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Das dies unmöglich ist, versteht sich von selbst. Der zweite Tag fand gar nicht statt, da man in Kormano lag. Eine zweite Bussfahrt war auch nicht geplant. Für die entgangene Möglichkeit, den zweiten Tag in Budapest zu nutzen, wurde auch keinerlei Entschädigung geboten.
In dem Zusammenhang interessant ist noch, dass in Budapest viele Schiffe angelegt hatten so zum Beispiel von Viking, TUI oder auch von Phönix. Diese Schiffe hatten wir in Bratislava wieder gesehen. Das hatte uns dann schon stutzig gemacht und wir haben mal recherchiert, ob es überhaupt ein „Niedrigwasser“ in Budapest gab. Und siehe da, es gab gar kein Niedrigwasser, sondern die Flussschiffe konnten uneingeschränkt fahren.
Interessant ist auch noch, dass der Mitteilungsbrief den wir bekommen hatten, bereits am 21.05. also, am Anfang der Reise, ausgestellt war. Alles in allem hat das Ganze auf jeden Fall ein „Geschmäckle“ und wir vermuten, dass die Liegeplätze der Reederei A-Rosa zu teuer waren und sie deshalb lieber mit den Bussen dahingefahren sind. Vermutlich sind die erheblich kostengünstiger. Möglich wäre auch, dass diese vergessen haben, Liegeplätze zu reservieren. Wir fühlen uns auf jeden Fall verschaukelt!
Im Übrigen haben wir in den Rezensionen, die wir leider erst nach unserer Reise gelesen haben, diese Vorgehensweise von A-Rosa immer wieder gelesen und zwar egal auf welchem Fluss gefahren wurde, irgendwas war dort immer. Einfach mal vor Buchung in den einschlägigen Portalen googeln, bei einem Reisepreis von fast 4.000 € für zwei Personen, lohnt es sich.
Unser Fazit: NIE WIEDER A-ROSA!!!