Ich betrachte sie als hochinteressante Sozialstudie. Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr in Richtung: Alle Rechte für mich, keine für andere. Zunehmender Verbraucherschutz führt nicht zu mündigen Verbrauchern, sondern allgemeiner Volksverdummung, "Cash Back" in Form von Entschädigungs- oder Kulanzzahlungen zu erstreiten, scheint Volkssport zu werden, die Rechtsrisiken für Unternehmen (sei es nun in der Reise- oder einer anderen Dienstleistungsbranche) erscheinen kaum mehr kalkulierbar. Ich hatte mal Nachbarn, die unterhielten sich jedes Wochenende auf der Terrasse über nichts anderes, als was sie unter der Woche durch Beschwerden alles so rausschlagen konnten.
Früher rieten Anwälte von der Klage ab mit der Begründung "Sie wollen sich doch Ihre Dummheit nicht noch vom Richter bestätigen lassen?", heute lässt man es darauf ankommen, in der Hoffnung die "reichen" Unternehmen werden aus Zeit- und Kostengründen schon einlenken.
Diese "Nie wieder..." Postings zielen ja auf nichts anderes ab, als Unternehmen in Diskredit zu bringen, in der Hoffnung, für sich persönlich damit etwas raus schlagen zu können. Fragen haben diese Autoren ja nicht, sie suchen nur Beifall zur Durchsetzung ihrer höchst egoistischen Forderungen und reagieren auf sachliche Kritik oder gut gemeinten Rat extremst aggressiv, da dies ihren Plänen zu wider läuft. Da die Unternehmen hier leider (noch) nicht selbst Stellung nehmen können, kann ich mich meist nicht zurückhalten, die fadenscheinigen Argumentationsketten solcher Beitragsersteller ad absurdum zu führen.
Beeinflussen sie mich in meiner Urlaubsplanung? Vielleicht. Airlines oder Reiseziele, die besonders viele dieser *********** anzuziehen scheinen, sei es nun die Karibik oder das rote Meer, stehen schon eher auf meiner "no go" Liste. Da bin ich doch weiterhin lieber mit entspannten Asiaten unterwegs