Weiter zum Inhalt
Bei HolidayCheck über 10 Millionen Bewertungen und Bilder für Hotels, Sehenswürdigkeiten und Reiseziele vergleichen und mit Preisvergleich und Tiefpreisgarantie Ihren Urlaub buchen!
  • Einloggen
winnie1178W

winnie1178

@winnie1178
  1. Startseite
  2. Übersicht
  3. winnie1178
  4. Beiträge
Über
Beiträge
275
Themen
7
Geteilt
0
Gruppen
0
Follower
0
Folge ich
0

Beiträge

Aktuell

  • Kurztrip mit Billigflieger
    winnie1178W winnie1178

    Darf man an dieser Stelle mal fragen was solche Kurztrips eigentlich bringen?

    Entspannung? Fehlanzeige. Fliegen ist für mich immer mit viel Streß und Hektik verbunden. Die ersten Male ist es ja vielleicht noch was aufregendes, aber irgendwann mal wirds nur noch ein nötiges Übel. Einchecken, rumsitzen, Gedränge beim einsteigen, 2 Stunden in der Luft, dann kurzer Klimaschock (15 Grad wärmer), anstellen beim Mietwagenverleiher oder 30 Minuten Busfahrt.

    Bis ich da langsam wieder locker werde, ist der erste Tag futsch. Und dann gleich wieder retour?

    Also, jeder so wie er es will. Mit Erholung hat das aber nicht viel zu tun. Aber welche Gründe sollte es denn sonst geben, um in den Urlaub zu fliegen?

    Was anderes sehen? OK. Aber kann ich in 1,2 Tagen überhaupt etwas wirklich sehen? Zum Shoppen? Kann ich auch zuhause. Und die Umwelt geht für solche "Ticks" auch irgendwie mit drauf.

    Ich sehe es ab einem verlängerten Wochenende schon ein, aber für 1,2 Tage - nein, wirklich nicht.

    Mallorca

  • Wo Urlaub machen in Spanien im September?
    winnie1178W winnie1178

    Hi san-dee,

    also, mal noch ein paar Gedanken dazu von mir. Das Wetter im September ist eigentlich superideal - nicht mehr ganz so heiss, aber noch warm genug für das "Sommerfeeling". Allerdings kommt es in der Zeit durchaus schon mal zu Regenfällen, die wirklich heftig sein können. Aber wenn ihr zwei Wochen geht, dann fällt das überhaupt nicht ins Gewicht, denn es sind nie tagelange Schlechtwetterperioden wie bei uns sondern meist nur von kurzer Dauer und oftmals dann auch sehr erfrischend.

    Nun zur Auswahl der Regionen. Die Costa de Luz ist wirklich sehr ursprünglich und ruhig, aber hat auch Nachteile. Das Wetter am Atlantik ist kühler und unberechenbarer, das Klima und die Natur rauher, und die gesamte Topografie auf Dauer langweilig weil eben fast alles flach wie ein Brett ist. Die Infrastruktur ist insgesamt gesehen schwach ausgebaut, was aber nicht von Nachteil sein muß wenn man "Ruhe sucht".

    Die Costa del Sol ist im Sommer eine echte "Costa del Voll". Hier wurde zuerst in Spanien die Küste zubetoniert, und das sieht man an fast allen Ecken und Enden. Ältere Hotelkomplexe und Appartementanlagen fast überall, dazwischen bleibt wenig Platz um dem Troubel ein wenig aus dem Weg gehen zu können. Das Meer ist zudem immer sehr unruhig, da hier die Strasse von Gibraltar für ständigen Wind und Wasseraustausch sorgt. Für Idylle bleibt da wenig Platz, ist echt nur der perfekte Urlaubsort für denjenigen, der Strand und Party sucht.

    Weiter östlich wird das alles wie ich finde wieder viel erfreulicher. Der Golf von Almeria ist wenig zugebaut, allerdings ist die Region staubtrocken und mit Gewächshäusern zugepflastert. Im Sommer wirklich nicht empfehlenswert wie ich finde, obwohl z.B. das Gata de Cabo wirklich interessant ist. Wirkliche Sehenswüridgkeiten gibts auch nicht, wenig Kultur, wenig Infrastruktur. Für den reinen Strandurlaub aber vielleicht ok.

    Die Costa Blanca find ich da schöner, wenn man weiß wo. Da gibts ganz fürchterliche Orte wie Benidorm, aber auch ganz tolle Orte wie Xabia oder Altea. Die Vegetation ist deutlich grüner und fruchtbarer, und es gibt tolle Möglichkeiten, Ausflüge zu machen. Die Infrastruktur ist top. Und das beste daran ist, dass man sich genau die Flecken suchen kann, die man möchte. Sucht man sich ein Hotel an einem Hotspot mitten drin, dann ist es vorbei mit dem Idyll und der Ruhe. Aber schon wenige Kilometer weiter an den Bergen und Hängen oder im Hinterland gibts tolle Ferienhäuser oder Hotelanlagen, die auch im Sommer Ruhe bieten. Und mit einem Mietwagen kann man schnell und komfortabel einkaufen fahren oder tolle Touren unternehmen, da dort Abschnitte mit langen, traumhaften Sandstränden wie in Calpe, San Juan oder Oliva und Abschnitte mit Bergen und Klippen wie bei Altea oder bei Xabia abwechseln. Ist also mit Sicherheit deutlich abwechslungsreicher als z.B. an der Costa de la Luz.

    Ja, und dann weiter nördlich wird erstmal wieder flacher und unspektakulärer, bis dann zur Costa Brava. Diese bietet auch viel Abwechslung zwischen langen Sandstränden und Bergzügen. Allerdings gibts auch hier Orte, die ich im Sommer komplett meiden würde, wie z.B. Lloret de Mar. Akzeptabel ist dort z.B. Tossa de Mar.

    Hotels gibts eigentlich in allen Regionen zum guten Preis-/ Leistungsverhältnis, wobei natürlich im Sommer Hauptsaison ist und die Preise deutlich anziehen. Ich reise inzwischen am liebsten in der Nebensaison, im Frühling oder im Herbst. Die Flora und Fauna zu dieser Zeit ist einfach spektakulär und das Klima immer 10-15 Grad wärmer als bei uns.

    Bei der Auswahl kommt es eben drauf an, was die oberste Priorität hat. Aber in manchen Gegenden findest Du auf kleiner Fläche alles auf einmal. Mallorca ist z.B. die mit Sicherheit abwechslungsreichste Insel im Mittelmeer, dort gibt es nichts was es nicht gibt. Totale Abgeschiedenheit in den Bergen, türkisfarbenes Meer in einer ruhigen Traumbucht, ebenso wie Partyhochburgen und eine Großstadt mit viel Kultur, aber auch viel Trouble. In Andalusien gibt es die hässlichsten Bettenburgen direkt in Nähe von totaler Bergeinsamkeit.

    Trotzdem ordne ich die Regionen in etwa so ein:

    Costa del la Luz. Flach, abgeschieden, kühler.

    Costa del Sol. Überlaufen, "älter", windig.

    Costa de Almeria. Wenig erschlossen, ruhig, heiß und staubig.

    Costa Blanca. Bergig und abwechslungsreich, von ruhig bis laut, tolles Klima und tolle Vegetation.

    Costa Dorada. Flach, unspektakulär.

    Costa Brava. Bergig und abwechslungsreich, von ruhig bis laut, etwas unbeständigeres Klima als an der Costa Blanca. Die tollste Stadt Spanien (Barcelona) in unmittelbarer Nähe.

    Balearen. Abwechlunsgreich hoch Zehn, alles und nichts kann man dort finden. Top im Frühling/Herbst.

    Meine persönlichen Highlights in Spanien sind also die Costa Blanca, die Costa Brava und Mallorca. Viel Erfolg bei der Suche nach Deinen Highlights, hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen, die Regionen einzuordnen.

    Spanisches Festland

  • Städtereise Prag, Rom, Helsinki oder Stockholm?? Wer hat Tipps??
    winnie1178W winnie1178

    Und ich empfehle Euch, wenn nicht schon gebucht, Barcelona. Hat alle genannten Vorzügen von Rom (vom Klima her eher noch etwas milder), aber hat für mich noch mehr Charme und ein besseres Preis- / Leistungsverhältnis.

    Wien und Prag sind einfach zu kalt jetzt im Dezember, nach einer Stunde an der frischen Luft hat man schon wieder das Verlangen nach einem warmen Raum. Und das sollte im Urlaub einfach nicht so sein. Daher sind diese Ziele eher was für den Sommer.

    Rom ist eine tolle Stadt, aber auch keine "Überstadt", so wie gerne von einigen immer dargestellt. Ist gerade mit Kind eher sehr hektisch. Die Nächte können dort durchaus bitterkalt sein, so tendenziell mit 5 Grad weniger als in Barcelona kannst Du rechnen.

    Barcelona hat alles was man für eine Städtereise braucht und noch viel mehr. Viele Sehenswürdigkeiten kompakt in der Innenstadt, eine gut funktionierende und günstige Metro, top moderne Hotels zu vernünftigen Preisen, das Meer, nette Menschen, und tolle Ferienorte in der Nähe der Metropole, die allesamt gut über den ÖPNV erreichbar sind. Für mich ganz eindeutig DAS Topziel Europas.

    Allgemeine Fragen

  • Augen in Istanbul gelasert
    winnie1178W winnie1178

    Als lebenslanger Brillenträger verstehe ich eh nicht, warum man das Risiko und die Geldausgaben überhaupt auf sich nimmt. Ich mein, man hat ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten, die abzuwegen sind:

    Entweder man läßt sich im Ausland behandeln, spart viel Geld, aber hat hohe Unsicherheitsfaktoren.

    Oder man läßt es hier in D machen und bezahlt eine Menge Geld, oft im fünfstelligen Bereich.

    Das alles wäre mir nur aus Eitelkeit nicht wert. Aber jeder denkt da sicher anders.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Mauterfassung Alicante
    winnie1178W winnie1178

    Und wenn Du es nicht ganz so eilig hast dann kannst Du auch gut über die N-332 gebührenfrei zu Terra Mitica fahren. Die Fahrt ist spektakulärer, dauert aber 15 Minuten länger. Einfach vom Flughafen die AP-7 nach Alicante ansteuern, der Autobahnring um Alicante vorbei ist gratis, und kurz nach dem Tunnel folgt dann ein Schild ab dem die AP-7 mautpflichtig wird. Hier geht es auch ab zur N-332 Richtung Valencia, ist gut ausgeschrieben. Und von dort ab einfach auf der N-332 bleiben. Richtung Benidorm kommen noch keine kleinen Orten, die durchfahren werden müssen, geht also sehr flott mit z.T. schönen Aussichten aufs Meer.

    Und noch ein Tipp, wenn ihr schon dort seit und noch etwas schönes sehen wollt: Fahrt von Terra Mitica erstmal Richtung Altea, an Altea vorbei (ein superschönes Örtchen), dann an den Steilhängen Richtung Calpe (tolle Aussichten!), und dann die erste Ausfahrt raus, durch Calpe durch Richtung Moraira, die Küstenstrasse entlang Richtung Xabia und zum Abschluss Richtung Cap de la Nou, um dort an einem der traumhaften Caps ein Picknick einzulegen. Diese Gegend ist landschaftlich zum Welten reizvoller als die Gegend um Benidorm.

    Spanisches Festland

  • Reportage RTL
    winnie1178W winnie1178

    Den Billigfliegern muss man aber schon zugute halten, dass sie das Fliegen für jedermann erschwinglich gemacht haben. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich für einen Flug nach Spanien zu zweit umgerechnet 500 € liegen lassen - in der Nebensaison. So etwas war für die allermeisten eben nur ein, zweimal im Jahr drin - inzwischen fliege ich im Jahr sechsmal in den (Kurz-) Urlaub.

    Dennoch, der Service ist bei Lufhansa, Swiss etc. natürlich ein anderer. Mir kommt es dabei immer gar nicht so sehr auf den Service an (denn wer brauch bei einem 2-Stunden-Flug schon ein Menu oder Rundumbetreuung), sondern auf das Flair im Flugzeug. Wie entspannt beginnt meine Reise, wie gut organisiert ist die Crew, wie ist die Stimmung allgemein?

    Und da gibt es auch bei Billigfliegern, so ähnlich sie aufgestellt sind, große Unterschiede. Meinen Erfahrungen nach bisher hat sich da Germanwings und Air Berlin recht positiv hervorgetan, dahinter rangiert HLX, und am Ende der Akzeptanzliste folgen dann Easy Jet und Ryan Air. Schlimmer als bei Ryan Air gehts nimmer, das hat mit stilvollem Fliegen ichts mehr zu tun. Man merkt der Crew an dass sie total unterbezahlt ist (und daher auch sehr jung!), das Flair mit Gewinnspielen und extrem engen Sitzplätzen erinnert eher an eine verrauchte Eckkneipe als einen Flieger.

    Ich bin nicht sonderlich anspruchsvoll und auch durchaus preissensibel, aber ehe ich mir das nochmal antue zahle ich lieber 100 € mehr.

    Airlines

  • Weihnachten - Öffnungszeiten der Geschäfte auf Mallorca
    winnie1178W winnie1178

    Hallo,

    kurze Frage, in der Hoffnung dass da irgendwer von Euch mehr weiß: Wie sind denn die Öffnungszeiten der Supermärkte/Geschäfte auf Mallorca über Weihnachten? Also am 24.12. und den Tagen darauf?

    Gruß

    winnie1178

    Mallorca

  • Fragen zu Estepona / Südspanienurlaub
    winnie1178W winnie1178

    Noch ein paar Gedanken weil ich erst im Sommer in Andalusien war...

    Also, Gibraltar ist was wo man sich eigentlich (bis auf den Felsen, aber den kann man sich auch gut von der Ferne anschauen) echt sparen kann! Okay, irgendwie hat es auch was interessantes an sich, wenn man die geschichtlichen Hintergründe, die vielen witzigen Sagen und die territorialen Besonderheiten bedenkt, aber an sich ist es dort nur streßig, stickig, voll und architektonisch häßlich. Ich habe mich dort keine Minute wohlgefühlt.

    Lustig ist dass die Spanier Gibraltar aufgrund der territorialen Streitigkeiten meiden die der ****** das Weihwasser. Bei der Anreise findet sich immer nur La Linea de la Conception und niemals Gibraltar auf den Strassenschildern ;=). Okay, billig tanken kann man in Gibraltar, nochmal billiger als in Spanien!

    Wenn ihr ein Hotel abseits des an der Costa Del Sol wirklich schrecklichen Massentourismuses sucht, dann bietet sich das andalusische Hinterland an. Wir waren z.B. für ein paar Tage in Ardales in den Apartamentos Ardales. Das ist ein schönes, weisses Bergdorf ca. 50 km entfernt von der Küste. Traumhaft ruhig dort.

    Die Costa Del Sol find ich wirklich nicht prickelnd, kein Vergleich wie ich finde mit der ebenfalls touristischen Costa Blanca, die ungleich schöner ist. Zum einen sind die Strände oft sehr nahe an der Autobahn, zum anderen ist es bedingt durch die Strasse von Gibraltar sehr windig. Und nette Autoausflüge direkt an der Küste gibt es auch nicht, da es keine kleinen Paßstrassen oder ähnliches gibt sondern immer nur riesige Strassen durch Betonschluchten.

    Das echte Highlight in Andalusien sind die tollen Städte, das Hinterland oder auch die Costa de la Luz. Wobei es dort eben sehr, sehr flach ist, was mir persönlich nicht so gefällt, da man dort keine atemberaubenden Passstrassen fahren kann und das ganze ein bisschen an die Nordseeküste optisch erinnert. Solche tollen Strassen gibt es an der Costa Blanca, an der Costa Brava oder auf Mallorca mehr!

    Jerez ist ein netter Ort, eine schmucke Stadtmitte, ein paar Bodegas, die Hofreitschule wens interessiert. Sevilla ist eine quirlige, stressige Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Granada mit der Alhambra und der Sierra Nevada hat mir am besten gefallen.

    Es gibt dort wahnsinnig viel zu entdecken, setzt aber ein Mietwagen vorraus, und Unternehmenslust. Für zwei Wochen Costa del Sol muß man schon streßresistent sein.

    Gruß

    Spanisches Festland

  • Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
    winnie1178W winnie1178

    @marina: Ich pauschaliere doch nicht oder zumindest nicht absichtlich. Ich habe nie davon gesprochen dass es sich ALLE Süditaliener nicht leisten können, dort Urlaub zu machen, sondern lediglich VIELE. Und dann habe ich versucht, meine eigenen sicher wenigen und subjektiven Erfahrungen zu konkretisieren, indem ich nach Statistiken wie Bruttonationaleinkommen, Tourismuspreise etc. gesucht habe.

    Um das mal auf einen einfachen Nenner zu bringen: Wenn ich Italien bereisen möchte, suche ich davor doch auch stundenlang nach brauchbaren Unterkünften, die für mich bezahlbar sind. Und da beginnts bei mir immer wieder dass ich das Gefühl habe, die Preise sind sehr hoch und die Angebote oft nicht meinen Kriterien entsprechend. Ich suche nach 3- bis 4-Sterne-Hotels, relativ neu, relativ modern, relativ komfortabel. Und das am besten für unter 100 € die Nacht im DZ, denn alles darüber empfinde ich als zu teuer. In Spanien oder Deutschland finde ich meist schnell etwas in dieser Kategorie.

    Also muß man sich doch zwei Punkte fragen: Warum ist ausgerechnet Italien soviel teurer? Und wer kann es sich leisten?

    Ich meine, dass die Schweiz z.B. gleich teuer ist macht ja Sinn, da dort die Lebenshaltungskosten allgemein deutlich höher sind als bei uns. In Italien ist sonst alles eher etwas ein bisschen billiger, nur ausgerechnet in den touristischen Bereichen empfindlich teurer.

    Da ich das immer nur als Bauchgefühl empfunden habe, habe ich eben mal nach einer Statistik geforscht, welche seriös ist. Und dort habe ich meine eigene Erfahrung bestätigt bekommen.

    Also, was hilft es auf London zu schimpfen? London ist ein Finanzimperium, welches in der ersten Liga spielt, und zählt zu den reichsten Städten der Welt. Inner London besitzt ein Durchschnittseinkommen von rund 67.000 €. Wenn ich dort hingehe, dann weiß ich eben was mich erwartet. Und das ich als Durchschnittsbürger aus Deutschland mit einem Einkommen, das nur ein Drittel so hoch ist, dort völlig überdrehte Preise bezahlen muß, die es mir vielleicht gar nicht wert sind.

    Aber Kampanien z.B. sollte noch ein vernünftiges Preis- / Leistungsverhältnis anbieten. Dort darf es niemals nicht so teuer sein wie in London. Und unter der Hand hört man oftmals, dass sie das gegenüber ihren eigenen Bürgern auch bieten. Aber Touristen werden oft über Gebühr abgezockt, viel an Infrastruktur wird nicht geboten - und wenn sich dann jemand beschwert, kommt entweder so etwas wie "ist halt nicht die Türkei", "eben nur etwas für elitäre Kreise" oder "du pauschalisierst alles ins Negative". Dabei müsste nach der Lehre des Einkommens die Preise durchweg um die Hälfte billiger sein als z.B. bei uns in Baden Württemberg. Ich wäre schon zufrieden, wenn die Hotels und Restaurants in etwa gleich teuer wären wie hier. D.h. eine Nacht im Nethotel im neuen 4-Sterne-Hotel würde mich etwa 80 € die Nacht kosten, und bei meinem Lieblingsitaliener esse ich für ca. 15-20 € sehr lecker und reichhaltig.

    Oder in Barcelona bekomme ich regelmäßig für 60-70 € moderne und komfortable Hotelzimmer. Auch da sind die Preise angestiegen, aber NOCH ist es ein vernünftiges Preis- / Leistungsverhältnis, es wird ja auch viel geboten.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ich empfinde das Preisniveau als zu hoch fürs Gebotene, Andere vielleicht nicht. Das muß letztendlich jeder selber entscheiden.

    Liebe Grüße

    Und, PS, Marina: Ich habe bestimmt nichts persönlich gegen Dich. Laß uns Meinungsverschiedenheiten am Thema entlang diskutieren, so bereichern wir doch unseren Verstand und auch dieses Forum.

    Ach so, und noch ein PS für unseren Ale: Nein, Studenten zählen natürlich nicht zur Arbeitslosenstatistik. Sie drücken natürlich das BIP, aber ich denke auch nicht dass es in Süditalien mehr Studenten gibt wie z.B. in Norditalien oder in anderen entwickelten Regionen in Europa.

    Italien allgemein

  • Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
    winnie1178W winnie1178

    @Marina: Na, Du wirst aber gleich persönlich.. Es muß doch möglich sein über Dinge anderer Meinung zu sein ohne gleich persönlich angegriffen zu werden, oder?

    Du redest von einer Wahrheit, die es zweifelslos gibt. Und ich rede von einer, die es eben auch gibt. Weder Du noch ich können für die Menschen einer ganzen Region reden. Ich kenne Leute die ernsthaft Probleme, gerade von sozialer Dimension, in Süditalien haben. Aber Du hast ja recht, die gibt es auch(wenn auch noch nicht ganz so vielfältig) in Deutschland zu beklagen. Wie Du schreibst, können sich immer weniger Leute auch mal gesalzenere Preise in der Gastronomie leisten. Und bleiben dann einfach zuhause.

    Ich bin ein Kind des rheinischen Sozialkapitalismus. Ich gebe keine Ruhe ehe man nicht zumindest dafür kämpft, einen Kapitalismus möglichst gerecht zu organisieren. In diesem Geist funktioniert ja auch die Umverteilung in Deutschland zwischen Ost und West und in Italien zwischen Nord und Süd. Aber das ändert doch nichts daran dass man die Dinge auch möglichst objektiv betrachtet. Und nochmals: Ich möchte damit doch keine Stigmatisierung erreichen sondern nur eine objektive Einschätzung der Lage.

    Und die besagt eben dass es in Süditalien ohne die finanziellen Zuschüsse aus dem Norden recht große Probleme geben würde. Genauso wie bei uns im Osten. Das muß nicht auf Ewigkeit in Stein gemeisselt sein, ist aber der aktuelle Stand der Dinge. Das hat nichts mit einem Dritte Welt-Land zu tun, dennoch muß doch jeder kritische Geist zur Kenntnis nehmen dass es in Süditalien durchaus Landstriche gibt, die sehr arm sind. Jetzt kann man das ja bestreiten, aber das würde doch nur heissen nicht den Finger in die Wunde legen und alles am besten so leiben lassen wie es bisher ist.

    Nehmen wir doch mal das Beispiel vom Ale. Es gibt viele junge Studenten und sehr kluge Menschen in Kampanien oder auf Sizilien. Das sind die zukünftigen Hoffnungsträger ihrer Region, die später einmal die intellektuelle Führungsschicht übernehmen soll und somit für Wohlstand und Jobs sorgen soll. Aber was passiert? Nach ihrem Abschluss finden sie nicht ausreichend Jobs und verlassen Kampanien um im Norden Karriere zu machen. Und nicht nur Akademiker verschwinden in den Norden, sondern auch bis vor kurzem noch Arbeiter, Angestellte, etc.. Zurück bleiben die Alten.

    Das ist doch auch, neben aller Schönheit und neben aller Gastfreundlichkeit der Menschen dort, die Realität. Ich wundere mich nur dass sobald man das anspricht gleich immer die typischen Reflexe kommen. Egal ob von Ostdeutschen oder von Süditalienfans. Dabei spricht man nicht mal schlecht über ein Land sondern nur über die soziale Realität. Aber anscheinend ist es in Deutschland einfacher, sein eigenes Land überzogen in Grund und Boden zu kritisieren als was negatives aus Italien zu berichten ;).

    PS: Ich benutze Statistiken nur, um etwas Objektivität reinzubekommen. Natürlich weiß ich auch dass Statistiken nie das ganze Bild darstellen können. Aber mit einem Bauchgefühl oder den Erfahrungen einiger Bekannten und Verwandten zu argumentieren ist eben auch nicht gerade "das ganze Bild". Rede ich z.B. über Arbeitslosigkeit, dann könnte ich denken so etwas gibt es gar nicht. Ich lebe im Großraum Stuttgart, wo es noch (!) ausreichend Jobs gibt, und kenne auch in meinem Umfeld nicht soviele Menschen, die jahrelang ohne Job waren. Aber ich weiß über die Medien und die Lehre, dass es natürlich ganz andere Regionen in Deutschland gibt, wo Arbeitslosigkeit ein grosses Problem darstellt.

    PPS 2: Zum Thema Renten. Du hast recht, die sind in Italien und Frankreich gemessen an der Produktivität erstaunlich hoch. Noch. Denn die jungere Generation wird durch soziale Reformen in Zukunft nicht mehr solche Renten geniessen dürfen, weder bei uns, noch in I oder F. Im übrigen, die hohen und vorallem frühen Renten in Italien belasten den Staatshaushalt noch in einem ganz anderen Maße als in D. Natürlich ist es schön für die italienischen Rentner, aber für die jüngere Generation wird das alles noch zu einem rießigen Problem.

    PPS 3: Ich gebe ja auch gerne zu, dass meine Einlassungen am Thema vorbei gehen und eigentlich nicht in ein Reiseforum gehören. Die meisten anderen Beiträge hier zielen eben nicht auf Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft eines Reiselandes ab, sondern es geht um All-inklusive, Ausflugsziele oder Restaurants. Darüber diskutiere ich aber natürlich auch gerne mit!

    Italien allgemein

  • Costa Brava
    winnie1178W winnie1178

    Hi Fransi,

    soviele Fragen auf einmal, dazu einige kurze Antworten.

    Also, persönlich finde ich Tossa de Mar sehr schön und angenehm. Liegt zwischen Felsvorsprüngen malerisch in einer Bucht, ist sehr sauber und hübsch herausgeputzt. Ist zwar in der Hauptsaison auch viel los, aber das Publikum sind eher Familien und Individualreisende. Kann ich also empfehlen.

    Lloret wiederum ist in der Hauptsaison die Hölle. Viel zu voll, dadurch sind die Einheimischen (solange die nicht eh schon alle geflüchtet sind) nicht gerade gut gelaunt, überall ist Junkgvolk was nur Party, Saufen und Sex möchte. Also nicht unbedingt etwas wenn man das Land kennen lernen will oder Kultur- / Erholungsurlaub sucht.

    Wenn Du nach der allgemeinen Mentalität frägst, dann mußt Du wissen dass Du an der Costa Brava nicht so richtig in Spanien bist sondern in Katalonien. Die Katalanen sind völlig anders als z.B. die Andalusier, und die sind völlig anders als die Basken etc.. In Spanien sind die Menschen nicht stolz auf ihre spanische Mentalität, sondern sie betonen vielmehr ihre regionale Herkunft.

    Mir persönlich gefällt es in Katalonien ganz ausgezeichnet. Die Menschen sind ruhiger, etwas schüchterner und zurückhaltender, was zunächst eher nach Holland klingt als nach Spanien. Aber feiern und das leben genießen können sie natürlich trotzdem, und das lange bis zum nächsten Morgen. Ja, ist jetzt so ne Floskel aus dem Reisehandbuch, aber ist echt so. Wenn Nachtleben dort dann richtig lange. Ansonsten gibts tolles Essen, sehr sehr nette Menschen (die am Anfang erst mal reserviert sind, aber danach sich als die besten Freunde herausstellen können, die man haben kann), und wirklich eine wunderbare Landschaft.

    Darfst unbedingt nicht vergessen, auch mal Barcelona besuchen zu gehen. Ist von der Costa Brava gut in einer Stunde mit Zug oder Auto zu erreichen.

    Zu den Preisen. Die Zeit, als man in Spanien noch für die Hälfte einkaufen konnte gegenüber unseren Preisen, ist vorbei. Spanien hat eine sehr hohe Inflationsrate in den letzten Jahren gehabt. Während die Spanier selber deutlich mehr verdienen als noch vor 10 Jahren, sind gerade viele deutsche Touristen und Residenten oftmals etwas verwirrt, warum ihre immer gleiche Rente und Gehalt plötzlich soviel weniger wert ist. Dann gibt es natürlich auch noch regionale Unterschiede - in Murcia lebt es sich günstiger als in Barcelona (wenn auch nicht mehr arg viel). Katalonien ist schon das teuerste Fleckchen Spaniens, dort darfst Du die Preise im Supermarkt gut mit unseren in Westdeutschland vergleichen.

    Ein entscheidendes ABER habe ich allerdings: Wenn Du auf hochwertige und frische Lebensmittel Wert legst, dann kommst Du in Spanien immernoch besser weg als bei uns. Die großen Supermärkte und die Wochenmärkte bieten eine sehr viel bessere Qualität als unsere deutschen Supermärkte. Das Obst, der Fisch und Joghurts z.B. ist deutlich frischer und in größerer Menge zu haben, und dazu auf jeden Fall noch billiger als in D. Wenn Du allerdings auf Dosen und Konserven umsteigen willst dort, wird es schnell teurer als bei uns.

    Sonst n bissle was zu den Lebenshaltungskosten. Mieten sind an der Küste schwer zu bekommen da das meiste verkauft wird. Wenn Du was nettes bekommst dann sind sie recht teuer, würde sagen an der Costa Brava in der Hochsaison leicht zu vergleichen mit Stuttgart oder Düsseldorf bei uns. Nebenkosten sind auch recht gesalzen, aber immernoch ein bisschen unter unseren Preisen. Benzin ist günstiger, der Liter Super kostet derzeit wohl so um die 1,05 € herum.

    Zu Hotels kann ich leider wenig sagen, hatte immer ein Hotel in Barcelona oder ein Ferienhaus dort. Aber für 2 Monate würde ich Dir eh kein Hotel empfehlen, da fährst Du mit einer Ferienwohnung auf jeden Fall besser. Das Wetter zu der Zeit ist normal sonnig und warm, Regen gibt es ganz selten. Allerdings war es dieses Jahr für spanische Verhältnisse sehr naß, ich war erst im August dort und es hat häufig geregnet oder war bedeckt. Also auch in Spanien gibt es nicht immer eine Sonnengarantie, aber in der Regel solltest da in 2 Monaten im Sommer nicht viel anderes sehen als bleuer Himmel und auch nachts angenehme T-Shirt-Temperaturen.

    Viel Spaß dort.

    Spanisches Festland

  • Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
    winnie1178W winnie1178

    Oh je, wieder unsere Lieblingsdiskussion hier ;).

    Tatsache ist dass z.B. die Region Kampanien mit 71 Prozent des EU-Durchschnitt beim BIP immernoch sehr arm ist. Fördergelder der EU und des italienischen Staats verbessern zwar kurzfristig die Situation, aber von Dauer wird das leider auch nicht sein.

    Natürlich ist dort nicht jeder arm. Aber der Rückstand der Region wird durch die Strukturen dort zementiert, und ähnlich wie bei uns der Osten scheint sich der Süden auf ewig auf Fördergelder - und dazu die Mafia als Hauptwirtschaftskraft - eingestellt zu haben.

    Und sorry, den grossen Limousinen einiger Reichen und ein bescheidener Kleinwagen der Mittelschicht stehen eklatante infrastrukturelle und auch private Versäumnisse entgegen. Die Krankenhäuser, Schulen, Strassen - allesamt in einem misserablem Zustand. Hilft doch nichts das immer zu leugnen.

    Im übrigen auch nicht bei uns in der BRD - ich finde es jedenfalls erschreckend wie sich auch hier der Zustand der öffentlichen Strukturen verschlechtert hat, zugunsten einiger Reichen, die den Staat immer mehr als "Erfüllungsgehilfen" ihrer Interesse sehen. vor zehn Jahren noch war unser Bildungssystem, unsere Verkehrsinfrastruktur und auch der Zustand der Häuser in einem guten Zustand - seitdem ist vieles aber stehen geblieben oder sogar Rückschritte gemacht worden.

    Italien allgemein

  • Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
    winnie1178W winnie1178

    Ja, es stimmt, die Italiener geben mehr für Lebensmittel aus als die Deutschen. Das weiß ich schon, aber ich glaube da geht es doch viel eher um den Einkauf im Lebensmittelmarkt als denn in einer "Touristenfalle", oder? Wir sollten schon genau trennen, sonst kommt vieles durcheinander. Im übrigen sehe ich auch in teuren Strandlokalen in anderen Ländern wie Spanien zumeist nur Ausländer, welche wohl doch aus irgendeiner Laune heraus bereiter sind, sich abkassieren zu lassen als die Einheimischen.

    Nein, Ale, ich habe noch keine 6 € für ein Getränk an der Amalfiküste gezahlt. Das liegt aber nicht daran dass ich dort noch nie war, sondern dass ich ein gesundes Misstrauen gegenüber Touristenlokale habe. Egal wo ich bin. Überhaupt bin ich auf Reisen eh nicht der klassische Tourist und kaufe viel wie die Einheimischen im Supermarkt oder in Markthallen, und gehe vielleicht nur ein, zweimal essen, und dann nicht unbedingt in Restaurants, wo das Essen in grossen Bildern angepriesen wird.

    Aber wir dürfen auch nicht so tun als gibt es das nicht. Andere User berichten ja darüber, warum sollen die alle lügen?

    Und noch etwas zum Thema Strand in Italien. Ich rede jetzt mal von der Adria und dem Mittelmeer in Norditalien (Toskana...). Die gepflegten Strandabschnitte und vorallem solche, die von Touristen angestrebt werden (warum auch immer...) , sind kostenpflichtig. Rund die Hälfte aller Strandabschnitte in Italien sind inzwischen gebührenpflichtig, und die Gebühren steigen dafür Jahr für Jahr. Mit Preisen zwischen 15 und 20 € pro Tag, wobei da die Kosten für Sonnenschirme und Liegen noch nicht eingerechnet wurden. In der Region Toskana z.B. sind 53 Prozent aller öffentlicher Tourismuseinnahmen Einnahmen aus der Strandgebühr. Die freien Strandabschnitte sind (natürlich von Region zu Region unterschiedlich) meist zwischen zwei solcher Badeanstalten eingequetscht.

    Sicher habe ich diese Zahlen aus Statistiken. Ich kann aber auch nicht die gesamte Küste Italiens abfahren, um mir erst dann einen Gesamtüberblick über die Sache zu machen. Ich zitiere mal die "La Repubblica":

    „Anders als in fast allen anderen Ländern der Welt werden die Strände in Italien immer teurer und immer weniger zugänglich“, brachte es jetzt die römische Zeitung La Repubblica auf den Punkt.

    PS: Ich habe ja nie abgestritten, dass die Italiener auch selber Urlaub in ihrem Land machen ;). Ich bezweifle nur dass ein "Durchschnitssüditaliener" sich die Preise leisten kann, die manche seiner Landsleute von den Touristen aus dem Norden in extremer Höhe abkassieren möchten. Ein "Durchschnittsschweizer" kann sich das. Nur soviel zum Thema, in London oder in der Schweiz ist es ja auch so teuer wie in Italien...

    Italien allgemein

  • Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
    winnie1178W winnie1178

    Die aber, wie Du sicher besser weißt als ich, oft nur sehr klein und unscheinbar sind, und auch oft nicht gepflegt. Diesen Sommer gab es in Italien von einer linken Organisation eine Initiative pro für jeden frei zugänglicher und gepflegter Strände; so etwas würde es doch nicht geben wenn alles in Ordnung wäre.

    Denke mir schon dass die Einheimischen einige Ecken "für sich" haben, wo man nicht abgezockt wird. Die für einen Touristen zu finden, ist aber oftmals sehr schwer und eigentlich nur realistisch wenn man länger dort ist und auch etwas die Sprache spricht.

    Die Einheimischen haben aber definitiv nichts von ihren küstennahen Bars und Restaurants mit den tollen Ausblicken aufs Meer. Das bleibt den "dummen" Touristen vorbehalten, welche bereit sind Mondpreise zu bezahlen und dann zuhause wieder zu Aldi zu gehen, damit diese Ausgaben wieder reinkommen. 😉

    Italien allgemein

  • Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
    winnie1178W winnie1178

    Ich sehe schon Probleme dabei:

    Zum einen sind die Preis z.B. im Vergleich zu London oder der Schweiz unverhältnismäßig überteuert, so dass sich die EIGENE mittel- und süditalienische Bevölkerung einen Urlaub dort gar nicht leisten könnte. Mal nur so als Denkanstoss: Bei 6 € für den halben Liter Bier muss ein durchschnittlicher Arbeiter dort 1 1/2 Stunden arbeiten, um sich mit seinem Nettolohn dieses Bier bezahlen zu können.Natürlich ist London oder die Schweiz nicht billiger, aber dort verdienen die Einheimischen auch das drei- vierfache und können selber eher davon profitieren.

    Daher riecht das einfach nach total überzogener Touristenabzocke. Jetzt habe ich ja auch zum Teil dafür Verständnis dass man weiß wo man es herbekommt und dann auch davon profitieren möchte. Aber solche eklatanten Differenzen wie hier finde ich in Westeuropa nirgends mehr, dafür muss man mit Sicherheit schon in bedeutend ärmere und rückständigere Länder reisen, um solch ein Gefühl der reinen Touristenabzocke zu bekommen.

    Ich glaube auch nicht dass die Leute sich das auf Dauer gefallen lassen, so schön es dort auch sein mag. Die Einbrüche im Fremdenverkehr in Italien sind schon eklatant und erst seit den Billigfliegern wieder etwas positiver. Es gilt eben auch in Italien dass es im Wettbewerb steht mit vielen anderen reizvollen Zielen in der Welt, die oftmals das deutlich bessere Preis- / Leistungsverhältnis haben. Sich auf Ewig darauf zu berufen, man sei ja sowieso besser, schöner, interessanter als alle Anderen wird nach hinten los gehen.

    Ich glaube aber auch dass wir uns einig darüber sind, dass Italien zum Glück nie ein Billigreiseland wird. Der Lebensstandard ist hoch in Italien, und das soll auch so bleiben. Alleine schon deshalb wird Italien nie so billig werden wie die Türkei oder andere Billigziele (die im übrigen ihre Touristen noch mehr abzocken im Vergleich zu den Lebensumständen ihrer Bürger vor Ort). Das ist auch gut so, nur sollten einige hier nicht das Maß verlieren. Es tun auch 3 € für den halben Liter Bier, um mit der dann gestiegenen Nachfrage gut leben zu können.

    Es stimmt schon, man muß wissen ob man es sich leisten möchte oder nicht. Früher habe ich sicher auch anders gedacht, aber inzwischen habe ich für mich eindeutig die Antwort gefunden dass ich keine 5 € mehr für eine Cola in einer chicen Bar liegen lasse. Da kaufe ich mir lieber eine gutgekühlte Cola aus dem Supermarkt für einen Euro und geniesse sie direkt am Strand. Dummerweise kostet der in Italien ja auch oft Eintritt...

    Italien allgemein

  • Wie heisst das Hotel ? und Wo kann man " günstig " essen ?
    winnie1178W winnie1178

    Hallo Markus,

    na klar hinken Vergleiche immer ein wenig. Zum Beispiel bei den Mieten: Welche Gegend? Welches Baujahr hat die Immobilie? Man kann eben schlecht die Mieten von Immobilien am Zürichsee mit Immobilien auf der Schwäbischen Alb vergleichen. Für ein Objekt im Umland von Stuttgart mit neuerem Baujahr und 4 Zimmer finde ich Dir auch leicht geforderte Mieten jenseits der 1000 €.

    Das ganze kann man auch sehr einfach kategorisieren, und zwar über die Statistik. Die Schweiz hat ein Bruttonationaleinkommen von rund 55.000 Dollar, und zahlt durchschnittlich bedeutend weniger Steuer und Sozialabgaben als die Bundesbürger, welche mit rund 30.000 Dollar nur fast halb soviel verdienen. Zudem gibt es in der Schweiz deeutlich weniger Arbeitslose als bei uns.

    Also müsste man, gemessen an diesen Differenzen, in der Schweiz im Schnitt gemittelt rund das Doppelte für den Konsum, Mieten, etc. bezahlen, um den ähnlichen Lebensstandard zu besitzen.

    Noch vor 10 Jahren kam mir das bei meinen Besuchen in ZH auch so vor, das alles doppelt so teuer ist. Auch als ich für ein Jahr in ZH lebte (noch zu DM-Zeiten), war es noch so. Aber die letzten Jahre beschleicht mich mehr und mehr das Gefühl, dass wir in Deutschland bei den Konsumentenpreisen dem schweizer Niveau näher kommen, während zugleich die Löhne stagnieren.

    Eine Bekannte von mir hat noch vor vier Jahren ihren Lebensmittelpunkt als ausgebildete OP-Schwester von Deutschland in die Schweiz verlegt und lebt seitdem besser.

    Deshalb haben die Schweizer nun auch mit der Öffnung ihrer Grenzen zur EU Angst vor Lohndumping. Denn diese gehen schnell, gerade für schlecht oder durchschnittlich ausgebildete Menschen, runter, während die Konsumentenpreise immer nur eine Richtung nach oben kennen.

    PS: Finde es gut dass die Schweizer die deutsche Geiz-ist-geil-Mentalität nicht übernommen haben und Aldis kaum eine Chance geben. Eine ganze Branche wurde bei uns damit kaputtgemacht, das Niveau der Lebensmittel ist immer weiter gesenkt worden, gutbezahlte Arbeitsplätze im Einzelhandel verschwunden - davon profitiert niemand!

    Schweiz

  • Wie heisst das Hotel ? und Wo kann man " günstig " essen ?
    winnie1178W winnie1178

    neoprenfisch und andere: Ich glaube, es geht eher nicht 0 zu 0 aus. Ich glaube wirklich inzwischen, den Schweizern bleibt am Ende mehr übrig als uns Deutschen.

    Reden wir nur über Restaurantbesuche? Klar, für Touristen das wichtigste Thema - und zweifelsohne ist da die Schweiz teurer. Wenn ich das Doppelte bei McDonalds bezahle, für einen kleinen gemischten Salat 15 Franken oder für eine Wurst am Zürichseeufer 8 Franken, dann glaube ich auch die spinnen die Schweizer.

    Aber welcher Schweizer geht denn täglich ins Restaurant? Das was Geld kostet ist das ganze andere Alltagsleben - und da glaube ich reden wir als Deutsche noch von einer Wirklichkeit, die es vor einigen Jahren noch gab, aber inzwischen so nicht mehr existent ist. Was sind die wichtigsten Alltagskosten also?

    Mieten & Immobilienpreise. Also ich wohne in der Region Stuttgart - und dort bezahlt man schnell mal 600 € und mehr für eine 2-Zimmer-Warmmiete. Das sind umgerechnet rund 1000 Franken. Entspricht das euren Mietpreisen, oder sind die bei Euch noch teurer?

    Wohnungseinrichtungen. Dank des niedrigen MWSt-Satzes in der Schweiz (7 Prozent) stelle ich da kaum mehr einen Unterschied fest - höchstens, man legt noch Wert auf ganz Exklusives. Aber ein IKEA in der Schweiz ist sogar faktisch (viele Preise verglichen) günstiger als bei uns. Verrückt - aber wahr. Auch in Baumärkten habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Benzin und Energie. Benzin ist in der Schweiz rund 30 Prozent günstiger, dank der niedrigen Steuersätze. Für Berufspendler wahrlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Auch die Automobile in der CH sind nicht mehr teurer zu erstehen als bei uns. Und die Energiekosten - nun, da kenne ich die Zahlen nicht so gut in der CH. Aber mal so als Hausmarke: Für einen 2-Personen-Haushalt fallen in BaWü so ca. 500 € Stromkosten und 600 € Gaskosten an. Vielleicht kann ein Schweizer mal Vergleichswerte nennen?

    Lebensmittel & alltäglicher Bedarf. Da ist es in der CH nach vielen eigenen Erfahrungen rund 20,30 Prozent teurer. Aber nur bei einem schiefen Quervergleich zwischen einem Coop und einem Lidl. Wenn man hier in Deutschland richtig gute Markenware möchte, dann geht man zumeist in einen Edeka z.B.. Und dort sehe ich diese 30 Prozent Ersparnis Richtung 0 schwinden. Zumindest habe ich für gefühlte 50 € nicht mehr im Korb als für gefühlte 85 Franken in einem Coop oder Migros.

    Unterm Strich sollte es in hier in Baden Württemberg schon noch etwas günstiger sein als in der CH. Aber die Relation zwischen dem Einkommen dort und unserem hier (rund die Hälfte beim Durchschnittseinkommen) und den Verbraucherpreisen spricht für mich eindeutig eine klare Sprache zugunsten der Schweiz. Oder was denkt ihr warum soviele Deutsche in die Schweiz zum arbeiten auswandern, aber so wenige Schweizer zu uns kommen?

    Nur bis es die Deutschen mal wieder merken, was alles falsch läuft bei ihnen und wie sie sich wehren können, ist es eh zu spät. Leider!

    Schweiz

  • Zurück aus Mallorca - begeistert!
    winnie1178W winnie1178

    Hallo Peter,

    siehst Du, wie verstehen uns ;).

    Das was ich geschrieben habe ist aber nicht selbstverständlich. Häufig erlebt im Ausland. Ich frage mich da immer nur: Warum lässt man sich auf das Abenteuer ein, wenn man überhaupt nicht bereit dazu ist, sich zu integrieren?

    Nur die Sonne allein kann es doch auch nicht sein...

    Wenn man von den Problemen hört, welche deutsche Residenten in der Türkei haben (völlig andere Kultur etc.)... Haben die das davor nicht gewusst?

    Na gut, da liegt uns Spanien von der Kultur her ja deutlich näher. Umso einfach sollte es gerade für die dortigen Residenten sein, sich ihrem neuen Heimatland etwas anzunähern.

    Gruß
    Sven

    Mallorca

  • Krankenversicherung
    winnie1178W winnie1178

    Hallo,

    nach eigenen Erfahrungen mit diesem Thema kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Vergiß diese ganzen Versprechungen, seit der EU ist alles toll und neu und unkompliziert. Gerade im Fall Krankenkasse ist daran gar nicht viel unkompliziert.

    Auf den gesetzlichen Krankenkassenschutz würde ich mich nur für wirkliche Notfälle verlassen. Einlieferung bei Notfall ins Krankenhaus, das bezahlt diese schon.

    Aber bei Behandlungen von Allgemein- und Fachärzten hilft dieser Schutz nicht allzuviel weiter. Theoretisch bekommst Du zwar anteilig den bezahlten Betrag wieder retoure, aber eben oft nicht in der vollen Höhe. Eine private Komplettbezahlung ist in jedem Fall immer nötig, da solltest Du eine detaillierte Rechnung einfordern.

    Dann zuhause gehts ans Einreichen. Ich hatte mal einen Besuch bei einem Privatarzt, dessen komplette Rechnung wurde mir anstandslos von meiner Auslandskrankenkasse bezahlt, ohne dass ich es bei der Gesetzlichen eingereicht habe. Kostet ja nicht viel, dieser Schutz (ca. 10 € im Jahr).

    Du erkennst oft an den Schildern, welche Formen der Krankenversicherung anerkannt werden. Zumeist steht da dann sowas wie "alle privaten Kassen" oder "ADAC-Versicherung" drauf. Allerdings bezieht sich das nur auf die Formalitäten, sprich der Arzt schreibt Dir eine konforme Rechnung für diese Kassen.

    Die Regelsätze sind aber gerade bei Privatrechnung immer deutlich höher als die Sätze der Gesetzlichen. Ist ja bei uns in Deutschland nichts anderes, da wird bei Privatpatienten schnell mal das 2-3 fache verlangt als bei Gesetzlichversicherten.

    Gruß

    Mallorca

  • Zurück aus Mallorca - begeistert!
    winnie1178W winnie1178

    @ urlaubsexperte: Jezt muß ich doch auch mal meinen Senf dazugeben. Natürlich hat niemand was dagegen, dass gerade Rentner ihren wohlverdienten Lebensabend unter südlicher Sonne geniessen. Aber ich frage mich dabei eins, wenn ich aus eigener Bekanntschaft die Beispiele sehe, wie es meist abläuft, und auch wenn ich auf Mallorca oder im spanischen Festland an einer deutschen Schunkelkneipe vorbeikomme:

    Warum versuchen es die älteren Herrschaften nicht mit ein bisschen mehr Integration?

    Mal ehrlich, wieviele versuchen es zumindest, die Sprache zu lernen? Wie viele gleichen sich im Lebensrhythmus mit der Zeit an ihre Gastgeber an? Das sind solche Kleinigkeiten wie eben zum einkaufen nicht gleich wieder zu Aldi zu rennen oder zum deutschen Bäcker, sondern eben in die Einkaufsläden, welche die Einheimischen benutzen.

    Warum nicht auch mit 60 mal zu spanischer Musik schunkeln?

    Das mit den Vorteilen eines deutschen Arztes kann ich ja noch absolut verstehen, aber es gibt so viele Bereiche, wo sich auch ein Einwanderer mit monatlichem Geldeingang zu integrieren versuchen sollte. Denn man reist nicht unter südliche Sonne, sondern in ein anderes Land, was trotz EU imemrnoch ein bisschen anders tickt. Und ich kenne einige Ältere, die das alles nicht interessiert, die nur unter sich leben, die höchstens an den "Spaniern" herummotzen (zu faul, langsam, bequem, etc.). Wenn diese Leute sich mal auf das land einlassen würden, würden sie schnell merken das es nicht "schlchter" ist als bei uns sondern einfach nur "anders".

    Natürlich weiß ich nicht ob Du zu dieser Gruppe gehörst. Vermutlich nicht. Aber die Ghettoisierung mancher Gegenden (und dabei spielt es keien Rolle ob Engländer, Deutsche, Niederländer..) geht mir im Urlaub oft genug auf den Geist. Selbst wenn ich nur drei Wochen im Urlaub dort bin, versuche ich im Takt des Gastlands zu leben. Ein wenig die Sprache sprechen (oder zumindest versuchen), abends erst zu Mittag essen, in einen Mercadona statt in einen Aldi zu gehen, dorthin einkehren wo die Mallorquiner auch hingehen, nicht auf meine deutsche Bratwurst bestehen sondern auf Tapas oder Fisch ausweichen. So habe ich festgestellt, welch nette Menschen die Spanier sind, aber auch wie große Vorbehalte sie (zurecht) gegenüber nicht integrationswilligen Einwanderer haben. Geld hin, Geld her.

    Ich brauche in Spanien keine Bild, kein Schweinebraten, keine deutsche Disko. Es gibt für alle Bereich ein spanisches Gegenstück, welches garantiert nicht schlechter sein muß!

    Mallorca
  • 1 von 1

  • Inhalte melden
  • Veranstalter AGB
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutz
  • Privatsphäre-Einstellungen
  • AGB
  • Impressum
© 1999 - 2026 HolidayCheck AG. Alle Rechte vorbehalten.
  • Erster Beitrag
    Letzter Beitrag