Was Berthold leider nicht berücksichtigt ist die Veränderung in der Struktur des Publikums bei ALDI, Lidel + Co. Ebenso in den Baumärkten. Die Kundenstruktur in diesen Vertriebsformen hat sich verändert. Hier kauft nicht mehr alleine die Unterschicht (schlimmes Wort). Dort sind auch Zielgruppen vorhanden, die z.B. Kreuzfahrten buchen (vielleicht zum ersten Mal).
Insofern können hier inzwischen auch höherwertige Produkte verkauft werden. @cruiserfan hat das klar erkannt.
Lieber Berthold, noch ein Satz zu "älteren, klassischen Stammkunden". Genau die werden immer mehr das Problem sein - warum ? Sie sterben weg. Klingt hart, ist aber so. Insofern muß ich neue Zielgruppen ansprechen, Menschen für Kreuzfahrten begeistern, die bisher noch kein Schiff betreten haben. Und wo und wie erreiche ich diese Menschen. Natürlich nicht über die bisherige Kommunikation, sondern über andere, neue Vertriebswege. Und gehe dorthin wo ich diese Menschen schnell und effektiv erreiche.
Neue Schiffe mit neuen Auftritten, anderen Angeboten werden immer mehr gebaut. Die angebotenen Kapazitäten steigen weiter. In Folge muß ich auch immer mehr neue ("Ersttäter") gewinnen. Mit den Klassikern (Beispiel Berthold, Wechsler von MS Europa zur Deilmann Deutschland) erziele ich keine ausgebuchten Schiffe mehr.
Kommunikation, Marketing und Vertrieb lieber Berthold, ist viel mehr als die Aussengestaltung und der Name eines Schiffes. Deine Einzelbeispiele ("Aufzug", "Schiffswechsler") sind vielleicht nett zu lesen, spiegeln aber nicht die Realität. Die Menschen in diesem Markt verhalten sich mehrheitlich anders. Und nur mit der Mehrheit generiere ich Umsätze.
Aber man kann es auch sehr vereinfacht auf eine Formel bringen:
Neue Schiffe = neues, verändertes Publikum erforderlich = neue, alternative Vertriebswege.
Gruß
Hans