Alice,
wie gesagt, ich bin nicht der Ansicht, dass hier keine Fehler auch seitens AIDA gemacht wurden. Ich hab auch nicht gesagt, dass die Story erfunden sei.
Für die Betreuung vor Ort ist primär die Fluggesellschaft zuständig. Und die kann eigentlich als erste sagen, ob und wann der Flug vielleicht doch noch durchgeführt wird.
Klar, hat die Kreuzfahrtgesellschaft die Telefonnummer der Passagiere, jedenfalls wenn sie direkt gebucht haben. Die Notfallnummer nützt nix, wenn man nur Angehörige erreicht. Hat der Passagier über ein Reisebüro gebucht, ist das meist der erste Ansprechparter und nicht der Passagier selbst. Hat er über einen Drittveranstalter gebucht, dann ist dieser primärer Ansprechpartner. Dennoch dauert das Anrufen von - gehen wir mal aus - 2000 Passagieren seine Zeit und nicht jeder wird erreicht.
Ich persönlich habe ein normales Handy ohne Web-Funktionen und hätte somit gar keinen Zugriff auf die Infos im Web gehabt. Außerdem weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich bei meinen Kreuzfahrten die Handy- oder die Festnetznummer angegeben habe. Bei letzterer wäre der Anruf auch ins Leere gegangen. Bei US Kreuzfahrtgesellschaften ist es noch komplizierter, da jetzt z.B. RCI Miami nicht für in Deutschland gebuchte Fahrten zuständig ist, sondern RCI Frankfurt. Frankfurt muss erst die Infos aus Miami bekommen. Ist die Abfahrt ab den USA sind die Kunden aber schon drüben. Nicht jeder hat da sein Handy eingeschaltet (bzw. wir nutzen eine Cellion Karte, deren Nummer RCI nicht hat).
Wie gesagt, wir waren weder in Bremen vor Ort noch in Rostock in der AIDA Zentrale. Aber verbessern lässt sich immer etwas.
Übrigens bei der Norwegian Jewel wurden zahlreiche, direkt über NCL gebucht habende Passagiere gar nicht verständigt, sondern lasen davon im großen US Forum. Andere erhielten (Abfahrt wäre am Sonntag gewesen) einen Anruf ihres Reisebüros als sie bereits am Pier standen. Am Pier war offensichtlich kein Personal vorhanden, das eine kompetente Anwort bzgl. Entschädigung oder Hotelübernachtung geben konnte. Erst langsam wurde den ca. 500 vor Ort wartenden Passagieren mitgeteilt, dass die aus der näheren Umgebung bitte nach Hause fahren sollten und für die anderen ein Hotel organisiert würde (plus wohl Mahlzeiten). In dem Fall ist NCL voll verantwortlich, da die Jewel - wohl wegen eines Kranunfalls - zu spät aus dem Trockendock rauskam. Pikant am Rande: Viele Passagiere waren eigentlich auf die Gem gebucht, die am 4.12. hätte starten sollen. Diese Reise wurde abgesagt und die Passagiere auf die Jewel umgebucht. Grund für die Reiseabsage: Die Gem ging (jetzt eben gestern) nach der Jewel ins Trockendock in Boston.
Ich plädiere immer für eine offene und ehrliche Kommunikation. Aber in Ausnahmesituationen werden natürlich Fehler gemacht und hinterher ist man schlauer. Wir sind uns alle einig, dass die Situation am Flughafen in Bremen sicherlich nicht optimal gehandelt wurde. Ob es jetzt allein der Fehler von AIDA ist oder auch anderen, sei mal dahingestellt. Auch Seetours ist ein zunächst mal ein Drittveranstalter (auch wenn eine Marke von AIDA und voll in AIDA Hand).
Gruß
Carmen