Zum Frühstücken eignen sich viele Cafés in Wien. Oft ist das Angebot jedoch eintönig (Semmeln, angepackte Marmelade/Honig, 1 Ei, 08/15-O-Saft, je 2-3 Scheiben Wurst/Schinken und Käse aus dem Billigsupermarkt). Der Kaffee ist jedoch immer sehr gut.
Entscheidend ist das Ambiente. Und da gibt es viele kultige und urige Cafés mit dem morbiden Charme vergangener Jahrzehnte.
Sehr gut gefiel und das Café Prückel, Stubenring 24 ! Dort sollte man sich wenigstens mal auf den erlebnisreichen Weg zum WC machen.
Schon abgeranzt und versteckt das Café Jelinek und der Otto-Bauergasse (1060) - mit einem denkmalgeschützten Bollerofen.
Auf das Cafe Westend am Westbahnhof, das Café Drechsler (am Naschmarkt) verzichte ich beim nächsten Mal.
Und ins Café Leopold Hawelka kriegt mich keiner mehr rein! Dort ist es viel zu kleinn und zu eng. Besonders, wenn da noch Horden von Touristen reinströmen, die glauben mit 16 Mann noch einen freien Tisch ergattern zu können.
Oder andere (bayerische + japanesische) Touris, die zu acht das Café betreten und dann mit ihren fotografischen Apparaten eine Salve von 10 Schnappschüssen in jede Himmelsrichtung abfeuern, bevor sie fluchtartig den nachströmenden Artgenossen den Platz freimachen und wieder abmarschieren. Da kommt wahrlich keine kontemplative Erholung auf. Das Hawelka ist leider eine reine Touristen-Bude!!