Mal losgelöst von Englisch und Spanisch, die „Radreise Cuba Cycle XL“ erinnert mich als Radler auf Sparflamme in heimischen Breitengraden, an ein „Episödeli“ irgendwo in Lateinamerika.
Ich sitze in einem Schaukelstuhl auf der schattigen Veranda eines Tabakbauern, geniesse den offerierten 10-jährigen Rum und die feine handgedrehte Zigarre und diskutiere mit dem Bauer über Gott und die Welt. Das Thermometer zeigt 35 Grad im Schatten an. Plötzlich hören wir ein Schnauben. Eine Gruppe schweisstriefender Biker radelt auf der staubigen Strasse vorbei. Die teuren, in allen Farben leuchtenden Sportdesignerklamotten, die Formel 1 Helme und Brillen und die Hightech-Bikes verraten es, das sind nicht Einheimische, sondern aktive Touristen. Mein Tabakbauer schaut der Gruppe belustigt nach und murmelt zwischen zwei Zügen an seiner Zigarre -- sinngemäss aus dem spanischen übersetzt: ,,nur Esel und Weisse gehen in der Sonne!" -- was mich zu der etwas despektierlichen Bemerkung verleitet "ein Esel ist zu intelligent um freiwillig in der Sonne zu gehen!".
Mit “tengo hambre & tengo sed“ à la juanito hast du die Gewähr, auf dem Trip nicht zu verhungern und zu verdursten oder geschwächt vom Rad zu fallen. Viel Vergnügen auf eurem „Drahtesel“ Trip!
Pesche