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  • Karibik - Mietwagenrundreise - Tipps ?
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    Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte ich ohne wenn und aber Venezuela für eine Mietwagenrundreise empfohlen. Leider ist zurzeit mit nicht ganz unwesentlichen Problemen an den Tankstellen zu rechnen. Also Hände weg von Venezuela. Deshalb hier mein Tipp:

    Nebst Mexiko, Kuba und Kolumbien, empfehle ich euch, in der Dominikanischen Republik vor Ort einen Pkw (unbedingt 4-Rad) für die gesamte Feriendauer zu mieten. Bei mehr als einer Woche kann man den Pkw-Preis massiv drücken. Alles Verhandlungssache! Unterkunft und Verpflegung unterwegs, von einfach bis luxuriös (auch Privat), ist kein Problem.

    Ich empfehle euch weiter, den touristisch noch nicht erschlossenen Südwesten zu bereisen. Insbesondere die Gegend um den Lago Enriquillo hat es mir angetan. Ab dem Bootssteg von La Azufrada, zwischen La Descubierta und Postrer Rio gelegen, setzt man mit Fischerbooten (unbedingt Preis aushandeln!) zur Insel Cabritos über. Flora und Fauna, z.B. mit den Spitzkrokodilen und den Nashornleguanen sind einmalig. In den Dörfern rund um den See findet man überall einfache Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Bemerkenswert, die von den Einheimischen rege benutzten Naturpools, die auch in den kleinsten Orten nicht fehlen, sind eine herrliche Alternative zu den sterilen Poolanlagen in den Luxushotels an der Küste und laden immer wieder zu einem erfrischenden Bad ein.
     
    Je nach politischer Lage bietet sich beim Grenzort Jimani die Gelegenheit, kurz, auch ohne Visum Haiti zu besuchen. Ein kleines Trinkgeld für die Grenzsoldaten macht es möglich.
     
    Abenteuerlich sind auch die Küstenstrassen im Norden zwischen Puerto Plata und Monte Cristi. Am Wochenende sind an den Playas Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Merengue inmitten fröhlicher Einheimischer muss man erlebt haben.
     
    Unvergesslich auch das Rumfest in Miches, einer Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Rumfirmen aus der Region bieten ihre Erzeugnisse, die man wie Mineralwasser konsumiert rund um die Uhr an. Lebensfreude pur. Tipp: Pkw stehen lassen!
     
    Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen Besuch wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden
     
    Der Besuch von Santo Domingo ist ein “Muss” und das nicht nur am Tag. Von Einheimischen erhält man immer wieder Tipps, wo gerade etwas läuft und die in keinem Reiseführer enthalten sind.
     
    Die AI-Luxusanlagen im Osten um Punta Cana sind nicht so mein Ding. Mit Land und Leuten haben diese Ghettos nichts, aber auch gar nichts gemeinsam! Aber auch Boca Chica, die Hochburg des Massentourismus haben meine Frau und ich fluchtartig verlassen, obwohl auch ich Verständnis aufbringe für Touristen, die sich schlicht und einfach vom Alltagsstress erholen wollen.
     
    Im Südwesten und im Landesinneren sind Spanisch-Kenntnisse von Vorteil.
     
    Wenn ihr meinen Tipp befolgt, wünsche euch einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem Land, das einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und Traumstrände.
     
    Gruss Pesche

    Sonstige Karibik

  • Safaris
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    In grauer Vorzeit, genau genommen 1993, buchten wir in Mombasa eine Nord Kenia Safari. Nachstehender Minireisebericht ist als Anregung für einen erlebnisreichen Safari Trip zu verstehen. Also das war so: Unsere Reisegruppe bestand aus 4 Personen. Meiner Frau und mir, einem rüstigen Safari erfahrenen Rentner und einer aufgestellten Singlefrau, die wir im Hotel kennengelernt haben. Aufgebauschte Medienberichte bezüglich Überfälle auf Touristengruppen veranlassten damals viele Touristen von mehrtägigen Safaris mit längeren etwas strapaziösen Geländewagenfahrten abzusehen.

    Davon haben wir profitiert. Start unserer 8 Tage Flug/Geländewagen-Safari ab Mombasa. 1. Tag: Flug mit Safari-Kleinflugzeug (Twin Otter) zum Nairobi Nationalpark und Übernachtung in der Masai Safari-Lodge. 2. Tag: Morgens Fahrt über Naro Moru zum Samburu Park. Nachmittagspirschfahrt. Übernachtung in der Buffalo-Lodge. 3. Tag: Fahrt über das Leroghi Plateau zum Maralal Tierreservat. Übernachtung in der Maraial-Lodge. 4. Tag: Fahrt zum Baringo See und Weiterfahrt zum Nakuru See. Übernachtung in der Buffalo Springs-Lodge. 5. Tag: Frühpirsch am Nakuru See. Weiterfahrt zur Masai Safari-Lodge im Nairobi Nationalpark. Stadtrundfahrt in Nairobi. 6. Tag: Vormittags-Pirschfahrt. Mittag Weiterflug über das Rift Valley zum Masai MaraTierreservat. Nachmittagspirschfahrt und Übernachtung im Mara Buffalo-Camp. 7. Tag: Ganztags-Pirschfahrt in der Masai Mara. 8. Tag: Frühpirsch in der Masai Mara. Am Nachmittag Rückflug nach Mombasa.

    Diese Safari war eine der eindrücklichsten Reisen die meine Frau und ich bisher unternommen hatten. Ein Highlight und auch in Nord Kenia alles andere als üblich, war die Sichtung des scheuen Nachtjägers Leopard. Und das auf etwa 20m Distanz. Nicht nur wir waren aufgeregt -- auch die Affen retteten sich kreischend auf die Wipfel der umliegenden Bäume! Auch die Geparde und Löwen haben uns beeindruckt -- aber ein geschmeidiger Leopard ist schon etwas Besonderes!

    Auf der gesamten Rundreise mit unserem offenen Geländewagenwaren wir praktisch alleine unterwegs. Nord Kenia gehörte uns. Gut für uns, weniger gut für die Einheimischen, die auf den Tourismus angewiesen sind. Weit und breit keine weiteren Geländewagen mit Touristengruppen in Sicht. Und abends in den Lodges vor dem knisternden Kaminfeuer, ausser unserem aufgestellten Grüppchen und unserem sympathischen Guide gähnende Leere. Und ich muss etwas egoistisch gestehen: Die Abwesenheit weiterer Touristen haben wir nicht vermisst!

    Ok, das war 1993 unter etwas speziellen Bedingungen. Gleichwohl wünsche ich allen Safari Fans einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem landschaftlich traumhaften Land mit einer einmaligen Flora und Fauna.

    Gruss
    Pesche

    Kenia

  • Empfehlungen für erste Bali Reise
    PescheP Pesche

    Hallo Robse

    Deinem Profil entnehme ich, dass du 28 Jahre jung bist. Also in einem Alter, in dem man auf organisierte Touren verzichten kann und erlebnisreiche Trips auf eigene Faust kein Tabu sein sollten. „Zudem wollen wir eine 5 tägige Rundreise machen um Bali kennen zu lernen und übernachten dann in weiteren Hotels“ -- entnehme ich deinen Zeilen.

    Vorausgesetzt du und deine Begleitung sind unternehmungslustig und flexibel und nicht unbedingt Fans von abgeschirmten Touristenghettos, empfehle ich, Bali auf eigene Faust zu erkunden. 5 Tage sind kurz -- aber zum schnuppern in Verbindung mit „Stop-Over“ machbar.

    Bali auf eigene Faust, abseits der „Tourirouten“ mit einem Mietwagen zu erkunden hat schon seinen speziellen Reiz. Was man jedoch wissen muss: In Bali herrscht Linksverkehr und die etwas chaotische Fahrweise der Einheimischen ist, zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig. Aber es macht Spass, vorausgesetzt man entscheidet sich für einen neueren gut gewarteten 4x4-Jeep.

    Nebst Trips in die Berge bei Penelokan und in den West Bali National Park, haben wir auf mehr oder weniger guten Strassen die Insel umrundet. Ab Gilimanuk besteht die interessante Möglichkeit, inmitten von Lastern mit der Fähre nach Java überzusetzen. Muss man auch erlebt haben. In herrlicher Erinnerung habe ich auch noch die abenteuerliche Küstenfahrt von Kuta via Candi Dasa nach Amed. Für die letzten ca. 30 km benötigten wir allerdings fast einen Tag. Mehrmals nahmen meine Frau und ich an, vom Weg abgekommen zu sein. Hilfsbereite Einheimische klärten uns aber immer wieder auf, dass es sich bei den, mit Geröllhalden überwucherten Strecken und mit grossen Felsbrocken belegten Fahrrinnen um die Küstenstrasse handelt.

    Die Hauptstrassen sind relativ gut beschildert. Eine gute Strassenkarte und ein Kompass sind jedoch ein Muss, wenn man dieses paradiesische “Inselchen” auch auf Nebenstrassen, die den Namen Strasse eigentlich nicht verdienen, erkunden will. Sitzt man mal in der Patsche, bleibt stecken oder der Motor streikt und es geht nicht mehr weiter, helfen die sympathischen Einheimischen.

    Unterkunft und Verpflegung von einfach (Losmen) bis luxuriös und auch privat ist kein Problem. Wir haben rund um die Insel immer wieder kleine Perlen gefunden, die in keinem Reiseführer enthalten sind. Mir läuft heute nach das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an die variantenreiche und schmackhafte indonesische Küche und speziell an die herrlich zubereiteten fangfrischen Fische denke, sei es in einem von Familienmitgliedern geführten Losmen oder inmitten von aufgestellten Einheimischen auf einem Nachtmarkt.

    Mit ein wenig Abenteuergeist und einer Portion Flexibilität, kann Bali ohne weiteres auf eigene Faust mit einem Mietwagen bereist werden -- es lohnt sich und das in jeder Beziehung!

    Pesche

    Indonesien

  • Rundreise Costa Rica, was denkt ihr?
    PescheP Pesche

    Hallo Lars

    Mal abgesehen davon, dass Costa Rica eines der sichersten Länder Lateinamerikas ist, in einer vom Reiseunternehmer „RUF“ bis ins letzte Detail organisierten Rundreise und wohlbehütet inmitten einer Gruppe, musst du keine Angst haben!

    Pesche

    Sonstiges Mittelamerika

  • Reisebericht Costa Rica März/April 16
    PescheP Pesche

    Hallo Eileen

    Danke für die Blumen. Gratulation, dass Venezuelain deiner Pipeline steckt. Venezuela ist in jeder Beziehung immer wieder eine Reise wert. Unterwegs in Traveller-Hostels oder öffentlichen Transportunternehmen trifft man immer wieder gleichgesinnte Weltenbummler, mit denen man vieles gemeinsam unternehmen kann. Bei Trips auf eigene Faust sollte man nebst Englisch unbedingt über Spanischkenntnisse verfügen. Kein Problem entnehme ich deinem Profil.

    Noch etwas zur Sicherheit. Die Kriminalitätsraten haben, bedingt auch durch Misswirtschaft in den letzten Jahren zugenommen. Wobei, Überfälle auf Touristen werden meistens von den Medien aufgebauscht. Anlässlich Fiestas mit Speis, Musik & Tanz bis in die frühen Morgenstunden mitten unter aufgestellten Einheimischen, habe ich auch einige “Mini-Ganoven“ kennengelernt und festgestellt, dass diese Jungs nicht grundsätzlich schlecht sind. Und „Touris“, die mit Geld nur so um sich werfen und als wandelnde Schmuck- und Videosäulen in der Gegend “rumlatschen”, fordern diese, nicht auf der Sonnenseite des Lebens Geborenen geradezu heraus!

    Abschliessend noch ein kleiner Tipp. In Caracas und weiteren grösseren Städten findest du Zweigniederlassungen von renommierten Deutschen- und Schweizerunternehmen wie Mercedes, VW, ABB, Nestlé & Co. Melde dich unverbindlich beim Empfang. Mit Sicherheit kommst du dort mit Landsleuten in Kontakt, die dir mit Rat und Tat beistehen. Das war vor Jahren zu meinen Zeiten als Projektingenieur in Venezuela und weiteren lateinamerikanischen Staaten so und ist heute nicht anders.

    Viel Glück!

    Pesche

    Sonstiges Mittelamerika

  • Reisebericht Costa Rica März/April 16
    PescheP Pesche

    Hallo Eileen

    Chapeau zu diesem kleinen Reisebericht und dem eindrücklichen Video. Mit Genugtuung stelle ich fest, dass es auch heute noch aufgestellte unternehmungslustige „Mädels“ gibt, die mit einer Mietkarosse exotische Länder bereisen und von organisierten 08/15 Touren mit einem Leithammel und ich nehme mal an, von AI Bunkern mit Privatplayas und überlaufenen „Touri“ Orten nicht allzu viel halten.

    Mein Tipp: Bereist mal auf eigene Faust abseits der „Touri“ Routen Venezuela, das aus meiner Perspektive trotz Misswirtschaft abwechslungsreichste und schönste Land Südamerikas mit traumhaften Karibikstränden, alten Kolonialstädten, den Anden, den Savannen und nicht zuletzt, entsprechend ausgerüstet, die immer noch geheimnisvollen Urwälder mit ihren Ureinwohnern -- den Motilonen im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien und den Indios vom Stamme der „Yanomani“ im “Territorio Amazonas”.

    Buen viaje!

    Pesche

    Sonstiges Mittelamerika

  • Costa Rica - quer durch - 2016
    PescheP Pesche

    Na ja, Eindrücke eines „Möchtegern-Traveller“ der abgehoben, ein in jeder Beziehung faszinierendes Land mit Scheuklappen vor den Augen bereist. Die optimistische Gelassenheit der Ticos – wie sich die Einheimischen nennen -- steckt an! „Pura vida!“ ist ihr Spruch für alle Gelegenheiten.

    Obwohl ich meinen dritten Lebensabschnitt in der Schweiz und nie in einem anderen Land rund um die Kugel verbringen möchte, betrachte ich nun mal Süd- und Zentralamerika mit Ländern die ich beruflich und privat auf eigene Faust bereist habe, als meine zweite Heimat. Die Herzlichkeit und die Lebensfreude der Einheimischen mit Musik im Blut und die Nächte in einer Strandhütte oder in einer Hängematte unter Palmen an Karibischen „playas“, wenn man auf der richtigen Seite residiert, begeistern mich immer wieder aufs Neue. Und „Fiestas“ mit Musik und Tanz inmitten diesen sympathischen und hilfsbereiten Menschen bis in die frühen Morgenstunden muss man erlebt haben.

    Pesche

    Sonstiges Mittelamerika

  • Unterkunft Ferienanlage an der Cote D´Azur
    PescheP Pesche

    Kleiner Tipp aus einem anderen Thread:
     Alle 'Orte' an der Côte, egal ob an der Küste oder im Innern haben ihren speziellen Reiz. Einmalige Ferienanlagen in allen Preisklassen findet man problemlos. Auch hier gilt, dieses Fleckchen Erde ist fast zu schön um wahr zusein -- vorausgesetzt man meidet die grauenhaften Touristen-Invasionen im Juli/August! 😱

     
     Pesche

    Frankreich

  • Autotour an die Cote d Azur
    PescheP Pesche

    Hallo Sascha

    Mal etwas losgelöst vom Gebiet „Rhône-Alpes“ hier einige Tipps für Eure Reise:

    Auch wir fahren jedes Jahr ab Bern (CH) nach Südfrankreich. Zuerst mal auf dem schnellsten Weg via Autobahn in die Camargue. Entlang des Golfe du Lion geht es in das kleine Fischerdörfchen „Le Grau d‘Agde“, mein Geheimtipp in der Nähe der Touristenhochburg „le Cap d‘Agde“ und der sehenswerten Stadt Agde. In Le Graud‘Agde findet man direkt am Fluss L‘Hérault das kleine urgemütliche Hotel „L’Ephebe“ mit einem einmaligen Blick auf den Fluss und das offene Meer. Allein schon die langsam vorbei tuckernden Fischerboote zu beobachten ist einVergnügen. Und dann die fangfrischen Fische im Teller -- begleitet mit einemsüffigen Tropfen aus der Region -- oh, la, la!

    Via Marseille entlang der Küste des Département Bouches-du Rhône, mit dem weltbekannten Massif des Calanques geht es anschliessend weiter nach Cassis. Herrliche Bootstouren in die Calanques mit Bademöglichkeiten sind ab Cassis möglich. Und dann weiter zu dem kleinen pittoresken Fischerstädtchen Sanary, unweit von Toulon, hinein in dieProvence.

    Ein Leckerbissen für das Auge und die Nase ist auch der Markt von Toulon. Der Markt von „Cours Lafayette“ ist zu einer Institution geworden. Er ist ein Treffpunkt für Köche und Liebhaber der provenzalischen Küche.

    Die Anfahrt nach Toulon hat seinen speziellen Reiz, vorausgesetzt man fährt nicht in den brodelnden Verkehr in der City mit den obligaten Parkplatzproblemen. Parken am Hafen von La Seyne (ca. 15 Minuten ab Sanary) und dann mitten ins Zentrum von Toulon mit dem Bus oder mit dem Schiff (Ticket ist für beideTransportmittel gültig)

    Immer wieder einen Trip wert sind die kleinen Sandstrände in der "Corniche D'Or" zwischen Cannes und St-Raphael. Allein die Fahrt über die kurvige Strasse inmitten von roten Felsen ist ein Erlebnis.

    Auch die Altstädte von Menton und Nice mit ihren unzähligen gemütlichen Restaurantsund Bistros besuchen wir auch immer mit Vergnügen. Und das nicht nur am Tag!

    Alle Orte an der Côte, egal ob an der Küste oder im Innern haben ihren speziellen Reiz. Herbergen in allen Preisklassen findet man problemlos. Auch hier gilt, dieses Fleckchen Erde ist fast zu schön um wahr zu sein -- vorausgesetzt man meidet die grauenhaften Touristen-Invasionen im Juli/August!

    Zum Abschluss noch eine herrliche “Bouillabaisse“, begleitet mit einem süffigem Côtes de Provence und dann über die kurvige "Route Napoleon" via Castellane, Sisteron und Grenoble heimwärts.

    Sorry, meine Hommage an Frankreich ist etwas lang geworden. Frankreich ist nun mal mein Lieblingsferienland und das nicht nur kulinarisch!

    Gruss
    Pesche

    Frankreich

  • Feedback: Südamerika nächstes Jahr von april- ???
    PescheP Pesche

    Gratulation, dass du dich für eine Südamerika Backpacker-Reise entschieden hast. Sämtliche südamerikanische Staaten sind in jeder Beziehung immer wieder eine Reise wert. Unterwegs inTraveller-Hostels oder öffentlichen Transportunternehmen triffst du so sicher wie das Amen in der Kirche gleichgesinnte Weltenbummler aus heimischen oder weiter entfernten Breitengraden, mit denen du vieles während Tagen bis zu Wochen gemeinsam unternehmen kannst. Nebst Englisch solltest du unbedingt über Spanischkenntnisse verfügen. Noch ein kleiner Tipp. In den meisten grösseren Städten findest du Zweigniederlassungen von Schweizerunternehmen wie ABB, Nestlé & Co. Melde dich unverbindlich beim Empfang. Mit Sicherheit kommst du dort mit Landsleuten in Kontakt, die dir mit Rat und Tat beistehen. Das war vor Jahren zu meinen Zeiten als Projektingenieur in einigen lateinamerikanischen Staaten so und ist heute nicht anders. Viel Glück!

    Pesche

    Südamerika

  • Welches Ziel nach Kuba und Jamaika?
    PescheP Pesche

    Korrektur Darstellung!

    Hallo Reiselady

    Schön, dass du Venezuela als wunderschönes Land beschreibst. Einige Highlights habt ihr ja auch schon besucht. Zugegeben, die Kriminalitätsrate hat, bedingt auch durch Misswirtschaft in den letzten Jahren zugenommen. Wobei, Überfälle auf Touristen werden meistens von den Medien aufgebauscht und in der Regel sind die “Touris” mit ihrem Verhalten selber schuld. Wenn ich so an die fast täglichen Überfälle bei uns im ehemals sicheren Bern (CH) denke, fühle ich mich in Venezuela geradezu sicher. Und zu später Nachtstunde sollte man gewisse Quartiere und Lokale in Caracas und weiteren grösseren Städten meiden.

    Jetzt mal weg von den bösen Buben. Schmunzelnd erinnere ich mich an meine Trips in grauer Vorzeit zu den zivilisationsfeindlichen Indios vom Stamme der „Motilonen“ im beschwerlich zugängigen Grenzgebiet in der Nähe von Maracaibo zwischen Venezuela und Kolumbien. Damals nur mit Beziehungen und in Begleitung von Missionaren möglich.
    Auf einige weitere interessante Besuche zu den Indios vom Stamme der „Yanomani“ im “Territorio Amazonas” musste ich leider verzichten. Bedingt durch die Regenzeit, verzögerte sich die Rückreise in die Zivilisation manchmal bis zu zwei/drei Monaten. Für die Missionare und ihren Chef und "CEO" in Rom kein Problem, aber mein Arbeitgeber aus heimatlichen Gefilden, dem schnöden Mammon verpflichtet, sah das etwas anders! Kann sein, dass ich meinem Arbeitgeber Unrecht tue und er nur verhindern wollte, dass mir Böses angetan wird. Hin und wieder kam es vor, dass Missionare, Geologen und Abenteurer spurlos verschwanden und einige Jahre später als "Schrumpfköpfe" wieder auftauchten.

    In meinem Arbeitszimmer habe ich einen Schrumpfkopf aufgehängt. Muss allerdings gestehen, es handelt sich lediglich um eine erstklassige Imitation aus Ziegenhaut -- nehme ich mal an! Und wenn ich falsch annehme – na, lassen wir das!

    Nun, bezüglich Schrumpfköpfe und kriegerische Indios hat sich in der Zwischenzeit einiges geändert. Ob zu ihrem Vorteil sei mal dahingestellt! Die heutigen „halbnacktenWilden“ in ihren primitiven Urwaldbehausungen begeben sich nach dem Rückzug der mit Fotoapparaten und Videokameras bewaffneten Touristen-Invasionstruppen in ihre gut eingerichteten Bungalows und geniessen in Jeans und T-Shirt mit einem Bier aus dem Kühlschrank per Satellit das abendliche Fernsehprogramm!

    Pesche

    Sonstige Karibik

  • Welches Ziel nach Kuba und Jamaika?
    PescheP Pesche

    Hallo ReiseladySchön, dass du Venezuela als wunderschönes Land beschreibst. Einige Highlights habt ihr ja auch schon besucht. Zugegeben, die Kriminalitätsrate hat, bedingt auch durch Misswirtschaft in den letzten Jahren zugenommen. Wobei, Überfälle auf Touristen werden meistens von den Medien aufgebauscht und in der Regel sind die “Touris” mit ihrem Verhalten selber schuld. Wenn ich so an die fast täglichen Überfälle bei uns im ehemals sicheren Bern (CH) denke, fühle ich mich in Venezuela geradezu sicher. Und zu später Nachtstunde sollte man gewisse Quartiere und Lokale in Caracas und weiteren grösseren Städten meiden.
    Jetzt mal weg von den bösen Buben. Schmunzelnd erinnere ich mich an meine Trips in grauer Vorzeit zu den zivilisationsfeindlichen Indios vom Stamme der „Motilonen“ im beschwerlich zugängigen Grenzgebiet in der Nähe von Maracaibo zwischen Venezuela und Kolumbien. Damals nur mit Beziehungen und in Begleitung von Missionaren möglich.
    Auf einige weitere interessante Besuche zu den Indios vom Stamme der „Yanomani“ im“Territorio Amazonas” musste ich leider verzichten. Bedingt durch die Regenzeit, verzögerte sich die Rückreise in die Zivilisation manchmal bis zu zwei/drei Monaten. Für die Missionare und ihren Chef und "CEO" in Rom kein Problem, aber mein Arbeitgeber aus heimatlichen Gefilden, dem schnöden Mammon verpflichtet, sah das etwas anders! Kann sein, dass ich meinem Arbeitgeber Unrecht tue und er nur verhindern wollte, dass mir Böses angetan wird. Hin und wieder kam es vor, dass Missionare, Geologen und Abenteurer spurlos verschwanden und einige Jahre später als "Schrumpfköpfe" wieder auftauchten. In meinem Arbeitszimmer habe ich einen Schrumpfkopf aufgehängt. Muss allerdings gestehen, es handelt sich lediglich um eine erstklassige Imitation aus Ziegenhaut -- nehme ich mal an! Und wenn ich falsch annehme – na, lassen wir das!
    Nun, bezüglich Schrumpfköpfe und kriegerische Indios hat sich in der Zwischenzeit einiges geändert. Ob zu ihrem Vorteil sei mal dahingestellt! Die heutigen „halbnacktenWilden“ in ihren primitiven Urwaldbehausungen begeben sich nach dem Rückzug der mit Fotoapparaten und Videokameras bewaffneten Touristen-Invasionstruppen in ihre gut eingerichteten Bungalows und geniessen in Jeans und T-Shirt mit einem Bier aus dem Kühlschrank per Satellit das abendliche Fernsehprogramm!
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  • Welches Ziel nach Kuba und Jamaika?
    PescheP Pesche

    Hallo

     

    Für mich ist Venezuela, verglichen mit anderen Lateinamerikanischen Staaten, die ich auch geschäftlich bereist habe, immer noch das abwechslungsreichste Land Südamerikas. Individuelle Reisenauf eigene Faust mit dem gut ausgebauten Flug- und Bussystem oder mit einem Miet-Pkw sind mit ein wenig Flexibilität und einer Portion Abenteuergeist problemlos möglich. Traumhafte Karibikstrände, alte Kolonialstädte, die Anden mit einigen schneebedeckten „Hügelchen“, die Savannen, der Dschungel und die Tafelberge mitten im Urwald um nur einige Ziele zu nennen, faszinieren mich immer wieder.

     

    Und nicht zuletzt, eine Fiesta mit Musik und Tanz inmitten aufgestellten Einheimischen irgendwo im Innern des Landes oder an der Küste muss man erlebt haben. Südamerikanisches Flair in Reinkultur -- trotz wirtschaftlicher Misere!

     

    Pesche

    Sonstige Karibik

  • Rundreise und Baden Venezuela
    PescheP Pesche

    Ob man blauäugig ist, wenn man heute Venezuela bereist, sei mal dahingestellt. Auch das EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) schreibt: „Bei Reisen nach Venezuela ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Die politische Lage ist gespannt und Gewaltkriminalität weitverbreitet“.

    Vielmals sind Touristen die als wandelnde Video- und Schmucksäulen in der Gegend rumwatscheln und mit Geld um sich werfen selber schuld, wenn sie von Ganoven überfallen oder in gewissen Bars bis aufs Hemd ausgenommen werden. Man sollte sich strikte an die Anweisungen der Tour Operators halten, die mit den Gegebenheiten vor Ort bestens bekannt sind. Für Individualreisende sieht es etwas anders aus. Grosse Flexibilität und gute Spanischkenntnisse sind ein absolutes „MUSS“, wenn man das Land auf eigene Faust und ohne Guide mit Bus, Sammeltaxi, Flieger und Miet-Pkw bereisen will. Aber es lohnt sich in jeder Beziehung. Für mich ist Venezuela, verglichen mit anderen Lateinamerikanischen Staaten, die ich auch geschäftlich bereist habe, immer noch das abwechslungsreichste Land Südamerikas. Schneebedeckte „Hügelchen“ in den Anden, geheimnisvolle Urwälder, Savannen und nicht zuletzt die trotz Massentourismus immer noch einmaligen Karibikstrände. Und nicht zuletzt, eine Fiesta mit Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden, inmitten aufgestellten Einheimischen irgendwo im Innern des Landes oder an der Küste muss man erlebt haben. Südamerikanisches Flair in Reinkultur – trotz wirtschaftlicher Misere!

     
    Ich geniesse das Privileg, voraussichtlich nächstes Jahr ehemalige einheimische Geschäftsfreunde in Venezuela zu besuchen und mit ihnen das Land einmal mehr bis in die hintersten Winkel kreuz und quer zu bereisen. Und mit Sicherheit etwas wehmütig an alte Zeiten zurückdenken, als ich mit der Fähre inmitten „Eingeborenen“ die Bucht von Maracaibo oder den Orinoco bei Ciudad Bolivar überquerte, weil damals noch weit und breit keine Brücke vorhanden oder an Robinsonaden auf menschenleeren vorgelagerten „Inselchen“. Leider muss ich, sowie es aussieht, auf einen geplanten abenteuerlichen Landwegtrip von Venezuela nach Kolumbien verzichten. In ein Scharmützel zwischen Drogendealern und Polizisten zu geraten ist nicht so mein Ding.

     
    So oder so -- JederMann/Frau muss selber entscheiden, ob eine Reise nach Venezuela unter der heutigen politischen Lage verantwortbar ist. Auch in unseren Breitengraden gibt es vermehrt „böse Buben“ und spontane Demos, von denen man sich tunlichst fernhalten sollte!

     
    Pesche

    Südamerika

  • Rundreise und Baden Venezuela
    PescheP Pesche

    Hallo Susann

    Lass dich durch die negativen Feedbacks nicht verunsichern. Diese Schnupper-Rundreise ist dazu angetan, dieses landschaftlich einmalige Land mit liebenswürdigen Einheimischen noch mehrmals bis in die hintersten Winkel zu bereisen. Wie schon erwähnt wurde, während der organisierten Rundreise mit versierten Guides habt nichts zu befürchten. Und gewisse Quartiere in Caracas, die man nach Einbruch der Dunkelheit nicht unbedingt besuchen sollte, stehen mit Sicherheit nicht auf dem Tourprogramm.

     
    Noch etwas zu Puerto Ordaz: Ciudad Guayana wurde im Jahr 1961 als ein Projekt der Corporación Venezolana de Guayana gegründet, in dem die beiden Städte zu beiden Seiten des Caroní, nämlich San Félix und Puerto Ordaz vereinigt wurden. Die Stadt Ciudad Guyana ist das wirtschaftliche Zentrum des Bundesstaats Bolivar und das Zentrum der Stahlindustrie Venezuelas.

     
    Bedeutend und gleichzeitig eine der touristischen Attraktionen der Stadt ist das Guri-Wasserkaftwerk, das einen massgeblichen Teil des venezolanischen Bedarfs an elektrischer Energie produziert und zu den grössten Wasserkraftwerken der Erde zählt. Sollte dieses imposante Kraftwerk in einer einmaligen Gegend auf dem Programm stehen, lasse ich das Kraftwerk, das ich als Projektingenieur im Auftrag meiner Ch-Arbeitgeberfirma mit den drei grossen Buchstaben während Jahren mehrmals besuchte -- herzlich grüssen!

     
    Pesche

    Südamerika

  • Der Weg ist das Ziel!
    PescheP Pesche

    Oh, la, la, da geht aber die Post ab! Danke für die mehrheitlich positiven Feedbacks und dass ihr mich nicht zusammengestaucht habt. Meine in der Regel mit einem verschmitzten Lächeln verfassten etwas sarkastischen Beiträge kommen nicht immer bei allen Forenteilnehmern gut an. Ich habe Eingangs die etwas ketzerische Frage gestellt: Sind meine Frau und ich etwas verrückte Exoten? Hören wir doch aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder: Eine solch anstrengende Reise, ziemlich primitiv ohne jeglichen Komfortund, durchgeführt auf eigene Faust mit erheblichen Risiken macht man -- wenn überhaupt -- in Jugendjahren zwischen Schulabschlüssen und Berufseintritt und nicht im beruflichen Mittelalter und schon gar nicht als nicht mehr im Berufsleben stehende Rentner -- was wollt ihr damit beweisen? Meine jeweilige schüchterne Antwort: Wir wollen überhaupt nichts beweisen -- uns machen solche Reisen schlicht und einfach grossen Spass und solange unsere zunehmend etwas klapprigen Knochen und die restlichen noch einigermassen funktionierenden grauen Hirnzellen mitmachen, freue ich mich, interessierten Travellern, die gleiches im Sinn haben, Tipps abgeben zu können. Ich nehme es niemanden Übel, der das anders sieht. Deshalb habe ich diesen Thread eröffnet und war mal gespannt auf positive oder negative Feedbacks.

     
    „Der Apfel fällt nicht weit vom Baum“ sagt ein Sprichwort. Dem ist nicht immer so. Unsere beiden inzwischen auch mittelalterlichen Kinder haben für solch abenteuerliche Trips nur ein mitleidiges Lächeln. Sohnemann mit Freundin sagen kurz und bündig: In unseren wohlverdienten Ferien wollen wir rasch möglichst an unsere, in der Regel exotischen Feriendestinationen gelangen und uns in einem komfortablen Hotel am Pool mit Bar oder am Strand auf einer bequemen Liege bei „dolce farniente“ erholen. Tochterfrau mit Ehemann sehen das ähnlich und buchen hin und wieder eine organisierte Rundreise in ferne Landen oder eine Kreuzfahrt auf einem Luxusliner mit 3‘000 und mehr Passagieren und können nicht begreifen, dass uns „Gruftis“ das Bordleben auf kleinen Kreuzfahrtschiffen mit Maximum 300 Passagieren ohne entsprechenden Klamottenzwang etwas bis etwas mehr zusagt, obwohl wir uns noch nie auf einen Riesenliner verirrt haben.

     
    Und das ist gut so. Alle sollen dieReiseart und die Destinationen wählen die ihnen zusagen. Wieder zu Hause sollman sagen können – den wohlverdienten Urlaub haben wir in vollen Zügengenossen! 😄

     
    PS
    Ich höre auch immer wieder: Eine solche „Luxusreise“ muss man sich leisten können. Dazu, ohne auf Einzelheiten einzugehen nur so viel: Dieses „Reisli“, alles andere als eine Luxusreise, kam uns nicht teurer zu stehen als sogenannte zweiwöchige „Schnäppchenreisen“ in die Karibik!

     
    Und noch etwas: Im Gegensatz zu früher, als mein Arbeitgeber darauf bestand, dass ich aus Imagegründen in 4/5-Sterne Business-Hotels absteige, in die man Kunden für Besprechungen und anschliessende Dinners auch einladen konnte, bevorzuge ich heute einfache aber urgemütliche Backpacker-Hostels und schätze die Gespräche mit aufgestellten Jungs & Mädels, vielmals zwischen Matura und Studium aus aller Welt auf unseren Reisen. Wie schon gesagt -- wir sind halt Exoten und verhalten uns nicht so, wie es sich für Mitglieder der grauhaarigen Zunft geziemt! Sorry! 😱

     
    Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Der Weg ist das Ziel!
    PescheP Pesche

    Es stellt sich die Frage: Sind meine Frau und ich etwas verrückte Exoten? 😱 Interessiert konsumiere ich hin und wieder Reise-Threads in den HC Foren. Leider zählt heute für viele ”Weltenbummler“ nur noch das schnelle Reisen von A nach B. Und sie vergessen, dass der Weg vielmals um einiges interessanter ist als das Ziel. Ich höre in meinem Bekanntenkreis immer wieder: Wenn wir mal pensioniert sind, dann unternehmen wir auch längere Reisen rund um die Kugel. Es geht aber auch früher!

     

    Nachstehend ein kleines Müsterli:

     
    Vor Jahren während meinen beruflichen Zeiten, haben meine Frau und ich ein rund 15‘000 km langes “Reisli” mit der Bahn unternommen. Von Bern HB (CH) via Basel, Frankfurt, Dresden, Warschau, nach Moskau. Ab Moskau mit der Transsib nach Irkutsk und weiter via Ulan Ude, Ulan Bator durch die Wüste Gobi nach Peking. Und ab Peking via Shanghai, Kanton nach Hongkong. Die gesamte Bahnreise von insgesamt rund 15’000 Bahn-km dauerte mit “Stop-Over” in Moskau, Irkutsk, Ulan Bator, Peking, Hangzhou, Shanghai und Kanton rund fünf Wochen. Ziemlich strapaziös, aber ein einmaliges Erlebnis
     
    Bekannte von uns schwärmten damals von dem, zwischen Moskau und Peking verkehrenden Luxus-Sonderzug. Der Sonderzug, resp. die Kreuzfahrt auf Schienen bot jeden erdenklichen Luxus. An Bord standen dem Gast nebst einem privaten Abteil ein umfangreiches Service- und Unterhaltungsprogramm zur Verfügung. Und man ist unter sich! Mit anderen Worten: 99,9% der Gäste sind Touristen aus dem Ausland! Es werden viele Sprachen gesprochen -- nur nicht Russisch!! Der Zug wird während den Stopps in den Bahnhöfen von schwer bewaffneten Polizisten bewacht, die grimmig dafür sorgen, dass keine Einheimischen die Bahnpassagiere in ihrem goldenen Käfig belästigen.

     
    Obwohl ich während meinen beruflichen Tätigkeiten in fremden Landen zwangsläufig in 4/5-Sterne Luxusherbergen logierte, haben wir uns bewusst für einen Linienzug / 2. Klasse mit 4-Bett Abteilen entschieden und keine Minute bereut. Unvergesslich die Erlebnisse in dem Zug Nr. 2 “Rossija” ab Moskau: Bahnhof “Jaroslawer“. Ein Samowar auf dem Gang lieferte rund um die Uhr heisses Wasser für die Zubereitung von Kaffee oder Tee im Abteil. Viele Einheimische kochten in unserem Wagon in den Nachbarabteilen auch ihre Mahlzeiten. Die frischen Landprodukte aus der Region wurden von Bauernfrauen während den Stopps an den Bahnhöfen den Bahnkunden angeboten. Es gab nur noch ein kleines Problem: Ein Toilettenraum in unserem Wagen war meist geschlossen: Grund: Lagerraum für Schmuggelware! Auch die Sauberkeit in den Waschräumen liess etwas zu wünschen übrig. Dreimal täglich boten Angestellte im spartanisch eingerichteten Speisewagen den Fahrgästen warme Speisen an. Abenteuerlich auch die täglichen Trips von unserem Wagon in den Speisewagen via die klappernden nicht ganz ungefährlichen Übergänge zwischen den einzelnen Wagons. Die Küche sollte man nicht unbedingt inspizieren! Ein Gourmet-Menu muss man auch nicht erwarten. Ist aber kein Problem: Spätestens in Peking kann man das bei einem exzellenten chinesischen Mehrgang-Essen nachholen. Mit kleinen Geschenken --Kugelschreiber, Taschenlampen, Taschenmesser, CH-Schokolade (Werbegeschenke meiner Arbeitgeber-Firma) etc. war man König. Fast jeder Wunsch wurde vom freundlichen Bahnpersonal erfüllt. Trotz Alkoholverbot im Speisewagen, erhielt ich jeden Tag ein kühles Bier oder eine Flasche süffigen Wein “als Beilage!” zu den akzeptablen Speisen und nicht zu verachten, anstelle eines eigenen Schlafsackes frische Bettwäsche.

     
    Die Fahrt inmitten aufgestellten Einheimischen und die Kontakte zu mitreisenden Mongolen und Chinesen war ein einmaliges Erlebnis. Wir wurden praktisch permanent zu unseren russischen Mitreisenden eingeladen und erlebten eine unglaubliche Gastfreundschaft. Für Abstinenten allerdings nicht zu empfehlen! Nebst deutsch, englisch (zu später Stunde auch “Mattenenglisch!”) und manchmal auch etwas französisch oder spanisch, haben wir uns mit Händen und Füssen verständigt. Und mit Wodka anstossen kann man in jeder Sprache! 😉

     
    Ich habe viele Fotos aus dem fahrenden Zug geschossen. Leider waren die Wagonfenster immer wieder stark verschmutzt. Schmunzelnd haben unsere einheimischen Mitpassagiere zugeschaut, wie ich, bewaffnet mit einer kleinen Leiter aus dem Zug und einem Schwamm, jeweils an den Bahnhöfen unser Abteilfenster von aussen reinigte!

     
    Die Mongolei mit ihren stolzen Bewohnern hat uns beeindruckt. Ich glaube, bevor die Kinder laufen lernen, beherrschen sie bereits das Reiten. Lediglich mit der angebotenen Stutenmilch bei einer Nomadenfamilie in einer Yurte hatte ich einige Mühe. Aber die Gastfreundschaft ist heilig -- also Augen zu und runter damit!

     
    An der Grenze zwischen der Mongolei und China war auch für uns der Wechsel der Fahrgestelle, bedingt durch den Spurwechsel ein Highlight. Unglaublich welche Schwerarbeit die zierlichen chinesischen Arbeiterinnen leisteten. Lediglich die Grenzformalitäten bereiteten uns etwas Mühe. Ich weiss nicht mehr, wie viele Dokumente wir ausfüllen mussten. Das ganze Prozedere dauerte etwa zehn Stunden. Streckte man mal den Kopf aus dem Abteil, wurden wir von den sonst so freundlichen Provodnitsas (Zugbegleiterinnen) jetzt nervös, unterstützt von noch nervöseren Grenzbeamten hässig angeschnauzt. Nach etwa zwei Stunden -- Gelächter im und um unseren Wagon. Die Provodnitsas und die Beamten genehmigten sich einen Drink und luden uns dazu ein. Des Rätsels Lösung: Der Deal mit derSchmugglerware im geschlossenen Waschraum war zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen. Und einer Weiterfahrt nach Peking stand nichts mehr im Wege. Doch, kurz vor Peking blieben wir auf offener Strecke für einige Stunden stecken. Nichts ging mehr. Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass in China Güterzüge mit erster Priorität behandelt werden.

     
    Die Weiterfahrt von Peking nach Hongkong habe ich auch noch in bester Erinnerung. Wiederum haben wir 4- Bett Abteile gebucht. Luxus pur wenn man bedenkt, dass es noch eine sogenannte harte Klasse gab mit 6- Bett Abteilen, zusätzlich weiteren Passagieren, die locker vom Hocker in den Wagonkorridoren übernachteten. Wie schon auf der Transsib, liess auch in diesen Zügen die Sauberkeit in den Waschräumen etwas zu wünschen übrig. Kein Problem wenn man flexibel ist. Als Alternative für die Morgentoilette mit Zähne putzen, boten sich die obligaten Brunnen resp. Waschbecken auf den Bahnsteigen an, irgendwo unterwegs auf einem Provinzbahnhof. Auch die Mittag- und Nachtessen in den hoffnungslos überfüllten kitschigen Speisewagen muss man erlebt haben. Die schwitzenden und dampfenden chinesischen Passagiere, die Männer mehrheitlich mit nacktem Oberkörper und wild kommunizierend, entlockten uns immer wieder ein Lächeln, obwohl wir kein Wort verstanden. Aber die Mahlzeiten von Fisch bis zuSüss/Sauer, serviert von flinken Kellnern, die wie Bienen rumsausten, waren kulinarische Leckerbissen. Dank Drahtnetzen in den offenen Fensterrahmen flogen uns nicht permanent Plastikflaschen, Plastikteller und Becher um die Ohren, die Passagiere via die Abteilfenster entsorgt hatten. Meine Annahme, die Drahtgitter dienen als Sperre für Insekten, war also nur zum Teil richtig! Und dann war es soweit. Ankunft in Hongkong nach rund 15’000 Schienenkilometer und keine Minute von Langeweile! 😄

     
    Interessant wäre auch eine Bahnreise nach Hongkong -- jedoch quer durch Asien. Via die Türkei, Iran, Pakistan, Indien, Bangladesch, Burma, Thailand, Kambodscha, Vietnam und China nach Hongkong. Nach meinen Recherchen existiert eine fast durchgehende Schienenverbindung. Lediglich zwei Strecken in Burma müssten mit dem Bus zurückgelegt werden. Also je nach politischer Situation und einer gewissen Flexibilität ohne weiteres machbar. Und als Rentner mit noch einigermassen intakten grauen Hirnzellen haben meine Frau und ich jetzt viel Zeit! Vielleicht bleibt dieses “Reisli” ja ein Traum -- aber Träume gehen manchmal in Erfüllung.

     
    Abschliessend nur noch dies: Bahnreisen, egal ob man z.B. mit einer südamerikanischen Andenbahn (Sitzplatz für mutige auf dem luftigen Wagendach!), quer durch die USA mit dem “Chief” oder mit der Transsib unterwegs ist, keine Transportart bietet nach meinen Reiseerfahrungen idealere Möglichkeiten, Land und Leute intensiv kennenzulernen. Vorausgesetzt allerdings man vermeidet die, leider heute auf den meisten Strecken auch verkehrenden Ghetto-Luxuszüge.

     
    Allen die sich nicht entnervt aus diesem etwas lang gewordenen Thread rausgeklinkt und bis hier durchgehalten haben 😱 wünsche ich ein erlebnisreiches Reisen unter dem Motto: DER WEG IST DAS ZIEL!

     
    Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Fliegen macht keinen Spass mehr!
    PescheP Pesche

    Danke für die Feedbacks. Meinen etwas ketzerischen Beitrag habe ich mit einem verschmitzten Augenzwinkern in diesen Thread gestellt. Auch wenn mir das Reisen in luftiger Höhe über den Wolken keinen Spass mehr bereitet, Probleme habe ich deshalb nicht. 😉

     

    Gut, da wäre noch der Vorschlag von „cjmddorf“ mit First Class oder Privat Jet. Während meinen beruflichen Zeiten fand mein Arbeitgeber, ausgenommen einige wenige Reisen mit dem Firmen Privat Jet -- Business Class sei eine akzeptable Alternative. Und das war gut so. In der First Class hätte ich mich nicht wohl gefühlt, ausgenommen Hollywood "Girls" wie Liz Taylor & Co hätten ihre Aufmerksamkeit einem „nobody“ wie mir geschenkt! 😄

     

    Heute als etwas klappriger „Grufti“ mit noch einigermassen intakten grauen Hirnzellen, reise ich in der Holzklasse und lege die eingesparten „Fränkli“ wertvermehrend an. Damit man mich jetzt nicht missversteht -- unter wertvermehrend verstehe ich nicht Investitionen in Aktien, sondern in meinen Bauch und der weiss mir Speis & Trank zu danken. Böse Zungen sagen zwar, etwas weniger Bauch würde mir gut anstehen. Aber solange ich mit dem Sitzabstand in der Holzklasse klar komme, sehe ich keinen Grund, diesbezüglich etwas zu ändern. 😄

     

    Abschliessend nur noch dies -- dann schweige ich:

     

    Müllhalde im Flieger: 😱

     

    Je weiter hinten im Flieger, desto grösser auch die betroffene Fläche in Quadratmeter. Ergo präsentiert sich Passagieren wie mir, die auf den hintersten Sitzen Platz nehmen, eine wesentlich grössere “Müllhalde” als Passagieren auf den vorderen Sitzen.

     

    Stellt sich noch die ketzerische Frage: Gibt es Unterschiede zwischen der hinten im Flieger liegenden Holzklasse und der vorne im Flieger liegenden Teppichetage, respektive der Teppichklasse? Vor Jahren, als mein Arbeitgeber die horrenden Teppichklasse-Kosten berappte, hätte ich gesagt ja, -- ein Business Reisender schaut auf Ordnung und Sauberkeit. Und im Business Anzug mit dazu passender Krawatte hält man die Knigge Regeln eisern ein. Nun, diese Zeiten sind Schnee von gestern. Auch in dieser Klasse stelle ich heute eine “Schw...” fest. Nein, in dieser Umgebung spricht man dieses Wort nicht aus. Eigentlich logisch, wenn auf dem Boden lediglich angeknapperte Kaviarbrötchen und Champagnergläser entsorgt werden. Und sind wir doch ehrlich, eine Businesszeitung am Boden macht doch einen etwas anderen Eindruck als eine Boulevardzeitung! 😉

     

    Pesche

    Airlines

  • Fliegen macht keinen Spass mehr!
    PescheP Pesche

    Wehmütig denke ich an meine geschäftlichen Überseeflüge rund um die Kugel zurück. Verglichen mit den heutigen vollgestopften fliegenden „Kantinen“ mit gestresstem Servicepersonal in Uniform, waren die damaligen, manchmal nur zur Hälfte ausgebuchten DC 8 fliegende Gourmettempel und das nicht nur bei der Swissair, meiner Heimat-Airline & Co. Nicht ganz billig, aber zum Glück bezahlt von meinem Arbeitgeber. Nach einem hervorragenden Essen serviert auf Porzellangeschirr, begleitet mit süffigen dazu passenden Tropfen aus besten Lagen für die Vor- und Hauptspeisen, anstelle des heute bei den meisten Passagieren so beliebten Wassers mit oder ohne "Blöterli", qualmten wir jeweils unsere Pfeifen oder eine exzellente handgerollte Zigarre, begleitet mit einem gut gelagerten Cognac und diskutierten mit weiteren Fluggästen über Gott und die Welt. Und überstanden, eingehüllt in herrlich schmeckenden Rauchschwaden auch die obligaten Turbulenzen auf gewissen Flugstrecken. 😄

     Schmunzelnd denke ich auch an meine Flüge von den USA nach Venezuela zurück. Bei der Venezolanischen Fluggesellschaft „VIASA“ herrschen damals etwas spezielle Vorschriften bezüglich das Verhalten an Bord und das Reisegepäck. Rauchverbot war auch in diesen Maschinen selbstverständlich ein Fremdwort. Aber im Gegensatz zu den üblichen normierten Bord Gepäcktaschen, Beautycase, Rucksäcklein, und Köfferchen, kam es schon mal vor, dass Einheimische Venezolanische Passagiere ihre Weihnachtseinkäufe wie: Ständerlampe, Salontisch, Fernseher, Bettrost, Matratzen und weitere, zugegeben etwas sperrige „Artikelchen“ mit in die Kabine brachten und mit Hilfe des Bordpersonals irgendwo verstauten. Hin und wieder erlebte ich staunend, dass in den Kabinen-Gängen, auf den Sitzen und in der Bordküche zu virtuos vorgetragenen Gittarrenklängen eines Passagiers mit Stewardessen und weiteren Fluggästen getanzt wurde. Südamerikanisches Flair in höchsterVollendung.

     Nun, das ist leider alles Schnee von gestern und ich nehme mal an, bei heutigen Airlines nicht mehr üblich. Sollte ich falsch annehmen, bin ich für entsprechende Tipps dankbar!

     Pesche

    Airlines

  • 4 oder5 sterne Ai
    PescheP Pesche

    Andalusien an der ist immer wieder eine Reise wert. Allerdings sind für kulinarische Geniesser AI in 4 oder 5-Sterne Bunkern mit 08/15 Buffets und Speisen in den obligaten Wärmebehältern schon fast eine Sünde! 😱

     Überal in Andalusien findet man nebst landschaftlichen Schönheiten und viel Kultur, hervorragende Restaurants, die vorwiegend von Einheimischen besucht werden. Was man jedoch im Gegensatz zu unseren Gepflogenheiten wissen muss, vor 21 00 Uhr ist rundum tote Hose. Die Gäste trudeln zwischen 21 00 und 22 00 Uhr ein. Bis Mitternacht und später laufen die Spanier zu ihrer Höchstform auf. Bei exzellenten Andalusischen Spezialitäten inmitten von aufgestellten Einheimischen, mit denen man immer wieder ins Gespräch kommt und wertvolle Tipps erhält, die man in keinem Reiseführer findet, wird jeder Restaurantbesuch zu einem Erlebnis. 😄

     Pesche

    Andalusien
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