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  • Infos zur Touristenkarte
    PescheP Pesche

    „juanito“ bringt es auf den Punkt!  Und einmal mehr gilt: Das spannende an Kuba sind nicht die traumhaften Landschaften und die schönen Strände, sondern die Geschichte und die Menschen. Wer sich auf sie einlässt, der wird unglaublich bereichert. Wer einfach nur Strandurlaub, verbunden mit Shopping und bis ins letzte organisierte 08/15 Ausflüge machen möchte und sich nie die Mühe nahm, die spanische Sprache zu erlernen, wird enttäuscht werden!

    Pesche

    Kuba

  • Amazonasgebiet bereisen
    PescheP Pesche

    Hallo joaq
     Solltest du dich nochmals einschalten, nachträglich noch einen Typ, den ich schon einmal in einen HC-Thread gestellt habe und der immer noch Gültigkeit hat:
     In Lateinamerika findest du in den Haupt- und weitern grösseren Städten Zweigniederlassungen von renommierten Deutschen- und Schweizerunternehmen wie Mercedes, VW, ABB, Nestlé & Co. Melde dich unverbindlich beim Empfang. Mit Sicherheit kommst du dort mit Landsleuten in Kontakt, die dir mit Rat und Tat beistehen und dir Kontakte zu Familienreiseunternehmen ermöglichen -- nicht selten Aussteiger aus heimischen Gefilden, die mit Erfolg alles andere als 08/15 Trips anbieten.  Das war vor Jahren zu meinen Zeiten als Projektingenieur in einigen lateinamerikanischen Staaten so und ist heute nicht anders.

     Viel Glück!

    Südamerika

  • Aida oder Mein Schiff!
    PescheP Pesche

    Aida oder Mein Schiff!
     Als nicht mehr ganz taufrischer Traveller, der alle Kontinente auf unserer Kugel geschäftlich und privat bereist hat, konsumierte ich diese Woche mit Interesse den ZDF Kreuzfahrt-Check „Aida oder TUI Cruises / Mein Schiff“. Als sturmerprobter Seebär, der in grauer Vorzeit mit der legendären "SS QUEEN MARY I“ von New York nach Southamton unterwegs war, denke ich etwas wehmütig an diese Seereise zurück.

     Die erste und die zweite Klasse mit ihren „NOBLESSE OBLIGE!“ Kleidervorschriften waren für mich unerschwinglich. Und das war gut so. In der "Tourist Class" war Jubel, Trubel, Heiterkeit bis in die frühen Morgenstunden angesagt. Nach Mitternacht gesellten sich jeweils mehr oder weniger heimlich die gelangweilten hübschen bis sehr hübschen Töchter der gutbetuchten Passagiere aus der ersten Klasse zu uns und dann ging die Post ab. Das Vorurteil von den prüden Amerikanerinnen mussten wir schnell begraben. Diese „Mädels“ waren wirklich nicht zu beneiden. Inmitten verschrumpelten, mit Dollars vollgestopften Greisen und Greisinnen eine fünftägige Seereise mit Blick auf Meer und noch einmal Meer zu verbringen war nicht unbedingt der Höhepunkt einer Europareise. Auf Kaviar und Champagner mussten die „Girls“ in unserer Gesellschaft allerdings verzichten!

     Nun, leider bin ich in der Zwischenzeit auch in die Kategorie "Gruftis" aufgestiegen, resp. aus Sicht der heutigen Teenagers abgestiegen, aber träumen von vergangenen Zeiten und einer einmaligen zweiwöchigen Kreuzfahrt auf dem Indischen Ozean mit einem „Riesenpot!“ mit rund 160 Passagieren an Bord sei erlaubt, als es zum Glück noch keine schwimmenden Ferienressorts à la „AIDA“ & „MEIN SCHIFF“ gab! Vergleichbar mit den heute so beliebten AI-Bunkern!

     Der langen Rede kurzer Sinn: Nach Konsumtion der ZDF Reportage, werde weder Aida noch mein Schiff mit einer Buchung beglücken und wünsche allen Kreuzschifffahrt-Fans „Leinen los und gute Fahrt!“

     Pesche

    Kreuzfahrten

  • Das 1. Mal Karibik - aber wo?
    PescheP Pesche

    Hallo

     Hier mein Tipp: Dominikanische Republik -- den ich schon mal in einen DR Thread gestellt habe und für interessierte Traveller immer noch nachahmenswert ist:

     Vor Ort einen Pkw oder Roller für die gesamte Feriendauer mieten. Die Flexibilität im Vergleich mit dem öffentlichen Bussystem macht sich bezahlt. Obwohl auch Busreisen inmitten von fröhlichen Einheimischen ein einmaliges Erlebnis sind. Das Problem ist nur, man muss Zeit haben. Bei mehr als einer Woche kann man den Pkw-Preis massiv drücken. Unterkunft und Verpflegung unterwegs, von einfach bis luxuriös (auch Privat), ist kein Problem.

     Ich empfehle weiter, den touristisch noch nicht erschlossenen Südwesten zu besuchen. Insbesondere die Gegend um den Lago Enriquillo hat es mir angetan. Ab dem Bootssteg von La Azufrada, zwischen La Descubierta und Postrer Rio gelegen, setzt man mit Fischerbooten (unbedingt Preis aushandeln!) zur Insel Cabritos über. Flora und Fauna, z.B. mit den Spitzkrokodilen und den Nashornleguanen sind einmalig. In den Dörfern rund um den See findet man überall einfache Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Bemerkenswert, die von den Einheimischen rege benutzten Naturpools, die auch in den kleinsten Orten nicht fehlen, sind eine herrliche Alternative zu den sterilen Poolanlagen in den Luxushotels an der Küste und laden immer wieder zu einem erfrischenden Bad ein.

     Je nach politischer Lage bietet sich beim Grenzort Jimani die Gelegenheit, kurz, auch ohne Visum Haiti zu besuchen. Ein kleines Trinkgeld für die Grenzsoldaten macht es möglich.

     Abenteuerlich sind auch die Küstenstrassen im Norden, Richtung Monte Cristi. Am Wochenende sind an den Playas Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Merengue inmitten fröhlichen Einheimischen muss man erlebt haben. Bleibt man mal bei einer Flussüberquerung oder im Sand stecken, findet man immer wieder hilfsbereite und freundliche Einheimische, die einem aus der Patsche helfen.

     Auch eine Fahrt mit der Fähre von Samana nach Sabana de la Mar habe ich noch in bester Erinnerung. Insbesondere bei Sturm und hohem Wellengang ist bei der Ausschiffung Abenteuer pur angesagt. (Für Nichtschwimmer nicht geeignet!)

     Unvergesslich auch das Rumfest in Miches, einer Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Rumfirmen aus der Region bieten ihre Erzeugnisse, die man wie Mineralwasser konsumiert rund um die Uhr an. Lebensfreude pur. Tipp: Pkw stehen lassen!

     Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen Besuch wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

     Der Besuch von Santo Domingo ist ein “Muss” und das nicht nur am Tag. Von Einheimischen erhält man immer wieder Tipps, wo gerade etwas läuft und die in keinem Reiseführer enthalten sind.

     Die AI-Luxusanlagen im Osten um Punta Cana haben mir nicht zugesagt. Mit Land und Leuten haben diese Ghettos nichts, aber auch gar nichts gemeinsam! Aber auch Boca Chica, die Hochburg des Massentourismus haben meine Frau und ich fluchtartig verlassen, obwohl auch ich Verständnis aufbringe für Touristen, die sich schlicht und einfach vom Alltagsstress erholen wollen.

    Individuelles Reisen ist zwangsläufig mit kleineren und grösseren Strapazen verbunden. Und ein gewisses, nicht immer kalkulierbares Risiko geht man immer ein. Aber das Risiko lohnt sich.

     Im Südwesten und im Landesinneren sind Spanisch-Kenntnisse von Vorteil.

     So oder so, ich wünsche euch einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem Land, das einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und Traumstrände.

     Pesche

    Sonstige Karibik

  • Benötige bitte Hilfe bei Rundreiseplanung
    PescheP Pesche

    Hallo

     Kurz und bündig: Weniger ist mehr!

     Aus der Perspektive eines „Grufti“ empfehle ich euch, dieses paradiesische “Inselchen“ auf eigene Faust mit einem Mietwagen zu erforschen.

     Wir haben rund um die Insel immer wieder kleine Perlen gefunden, abseits der obligaten von „Touris“ überlaufenen  Sehenswürdigkeiten, die in keinem Reiseführer enthalten sind.

     Mit ein wenig Abenteuergeist und einer Portion Flexibilität, kann Bali auch im taualter von 26 Jahren ohne weiteres auf eigene Faust mit einem Mietwagen bereist werden -- es lohnt sich und das in jeder Beziehung!

     Gruss

    Pesche

    Indonesien

  • Venezuela heute!
    PescheP Pesche

    Hallo cinnamonVB
     Noch eine kleine Hommage: Wie schon gesagt, verbrachte ich Im Auftrag meiner Arbeitgeberfirma längere Zeit in Venezuela. Ein venezolanischer Führerausweis war deshalb obligatorisch. Profis informierten mich, dass ohne einheimische Prüfungshelfer, die vor dem Prüfungsgebäude in Caracas ihre Dienste anboten, nichts gehe. Mein Prüfungshelfer begleitete mich in das Theoriezimmer und stellte mir den Experten vor. Nach dem Zufallsprinzip kreuzte ich auf den Prüfungsunterlagen die Antworten an. Bedingt durch meine damaligen minimalen Spanischkenntnisse verstand ich von den Prüfungsfragen mehrheitlich nur “Bahnhof”! Der Experte prüfte stirnrunzelnd meine Arbeit und sagte kurz und bündig: “DURCHGEFALLEN!” Jetzt folgte der grosse Auftritt meines Prüfungshelfers. Gemeinsam mit dem Experten begaben wir uns in ein Hinterzimmer. Einige Geldscheine wechselten den Besitzer und oh Wunder, der Experte teilte mir freundlich lächelnd mit: “SIE HABEN DIE THEORETISCHE PRUEFUNG BESTANDEN!” Dann sagte er: “Jetzt müssen sie nur noch die praktische Prüfung absolvieren. Wo haben sie ihren Wagen parkiert?” Meine schüchterne Antwort: “Ich besitze noch keinen Wagen, aber meine Firma wird mir einen besorgen” -- beantwortete er wiederum kurz und bündig: “DANN SIND SIE DURCHGEFALLEN!” Nun folgte das bekannte Prozedere. Hinterzimmer, Besitzerwechsel von Geldscheinen und die freudige Information: “SIE HABEN AUCH DIE PRAKTISCHE PRUEFUNG BESTANDEN!”.

     Glücklich und zufrieden verliess ich mit meinem Prüfungshelfer das Gebäude und bei einem Drink in seinem Büro, resp. in einer nahegelegenen Kneipe, wechselten wiederum einige Geldscheine den Besitzer.

     PS

    Den venezolanischen Führerausweis, bestückt mit wunderschönen Stempeln und noch schöneren Unterschriften, inkl. einer grauenhaften Foto mit Nummer ( vergleichbar mit Aufnahmen von Verbrechern!) besitze ich heute noch und ist jeden Franken, resp. jeden Bolivar wert!

     Gruss

    Pesche

    Südamerika

  • Südamerika Rundreise: Empfehlungen?
    PescheP Pesche

    Hallo Lis
     Obwohl du aus Sicht eines „80-plus“ Globetrotters noch ein „Grünschnabel“ bist, auch mit 65 Jahren kann man unsere Kugel allein oder in Kleinstgruppen mit Gleichgesinnten mehr oder weniger abenteuerlich bereisen.
     Mein Tipp an reisegewandte Traveller wie dich: Organisiere Trips vor Ort. Auch in Lateinamerika findest du in grösseren Städten Zweigniederlassungen von Schweizerunternehmen wie ABB, Nestlé, Novartis & Co. Melde dich unverbindlich beim Empfang. Mit Sicherheit kommst du dort mit Landsleuten in Kontakt, die dir mit Rat und Tat beistehen und auch Schweizer-Aussteiger kennen, die im Gastland eine neue Existenz aufgebaut haben und losgelöst von den üblichen 08/15 Angeboten, Touren anbieten, die man in keinem Reiseführer findet. Das war vor Jahren zu meinen Zeiten als Projektingenieur in einigen lateinamerikanischen Staaten so und ist heute nicht anders.

     PS

    Ein Problem besteht allerdings: Aus eingeplanten ein bis zwei Wochen bei einer sympathischen Gastfamilie, kann der Aufenthalt ohne jegliche Vorwarnung plötzlich ein bis mehrere Monate dauern!

     Viel Glück!

     Pesche

    Südamerika

  • Strand Andalusien
    PescheP Pesche

    Kleiner Erlebnisbericht als Tipp: Wir besuchten unseren Sohn, der in Marbella arbeitete. Meine Frau und ich waren begeistert von Marbella, dem Ort der Schönen & Reichen! Wobei auf mich trifft nur das erste zu. Böse Zungen sagen zwar, auch das erste treffe auf mich nicht zu. Ich kann mir das nur mit „NEID“ erklären! Na, lassen wir das.

     Die Altstadt und die vielen urgemütlichen Bodegas und Restaurants hat es uns angetan. Die unzähligen kleinen, vorwiegend von Einheimischen besuchten und von Familien geführten Speiserestaurants in den Quartieren. Was da an andalusischen Spezialitäten und herrlich zubereiteten fangfrischen Fischen mit dazu passender Tranksame aufgetischt wurde war einsame Spitze.

     Marbella ist aber nicht nur Kulinarisch ein Highlight sondern auch ideal als Ausgangspunkt zu Trips kreuz und quer durch das herrliche Hinterland Andalusiens mit einem Besuch von Ronda, das reizvolle „Pueblo Blanco“ in den Bergen. Sehenswert die Altstadt, die Kathedrale Santa Maria la Mayor, die Plaza de Toros mit der Stierkampfarena, und ein Abstieg in die Schlucht von Ronda. Anschliessend zur Abwechslung Erholung an einer der schönen Sandplayas mit gemütlichen Strandrestaurants zwischen Marbella und Malaga.

     Was man jedoch im Gegensatz zu unseren Gepflogenheiten wissen muss, ausgenommen in 08/15 „Touri“ Restaurants und AI Bunkern, vor 21:00 Uhr ist rundum tote Hose. Die Gäste trudeln zwischen 21:00 und 22:00 Uhr ein. Bis Mitternacht laufen die Spanier zu ihrer Höchstform auf. Bei exzellenten andalusischen Spezialitäten inmitten von aufgestellten Einheimischen, mit denen man immer wieder ins Gespräch kommt und wertvolle Tipps erhält, die man in keinem Reiseführer findet, wird jeder Restaurantbesuch zu einem Erlebnis. Einen Besuch wert sind auch die unzähligen urgemütlichen Tapas-Bodegas. Ein herrliches 5- bis 10- gängiges “Tapas” Essen, also „die Kunst der kleinen Portionen“ geniessen, begleitet mit einem süffigen Rioja. Buen provecho y salud! Lasst Euch überraschen.

     PS

    Aus den eingeplanten zwei Wochen Marbella, wurden ohne jegliche Vorwarnung zwei Monate, zusätzlich zwei Wochen für die Heimreise entlang der Küste bis nach Nizza und dann über die „Hügelchen“ heim in unser CH-Ländli!

     Pesche

    Andalusien

  • Bali in 16 tagen !
    PescheP Pesche

    Bali -- Müllhalde oder Paradies? Mein Tipp für flexible Traveler kurz und bündig! Bucht als Stützpunkt eine günstige Herberge ohne Mahlzeiten, stellt die Koffer rein und dann ab mit Kleingepäck und einem Miet-PKW ohne Guide, kreuz und quer durch das „Inselchen“, inklusive einen kurzen Abstecher nach Java mit der Fähre. Stoppt  wo es euch gefällt. Unterkunft und Verpflegung, auch privat ist kein Problem. Fazit: Bali ist eine traumhafte Insel mit liebenswürdigen Einheimischen, vorausgesetzt man meidet die überlaufenen Pauschaltouristen Destinationen! 😠

     Viel Vergnügen auf einem "Inselchen" das mehr zu bieten hat als Sonne Meer und Strand!

     Pesche

    Indonesien

  • Mit dem Roller die Westküste Balis
    PescheP Pesche

    Hallo
     Als etwas exotische “Touris” haben wir das "Inselchen" kreuz und quer mit einem Miet-Jeep erkundet. Wenn man im brodelnden Strassenverkehr von Kuta, wie die Einheimischen links und rechts in Millimeter Abständen Pkw’s überholt und die Rückspiegel dieser Fahrzeuge immer wieder touchiert und verstellt und das alles ohne zu stürzen, hat man den Bali-Rollertest bestanden. Viel Vergnügen auf einem Roller-Trip.
     Pesche

    Indonesien

  • Côte d'Azur im März
    PescheP Pesche

    Die Côte d’Azur ist zu jeder Jahreszeit, ausgenommen die Invasionsmonate Juli bis Mitte September immer wieder eine Reise wert. Meine Tipps:

     Unseren Stützpunkt Nr. 1 schlagen wir jeweils im kleinen malerischen Städtchen Sanary sur Mer (Strandhotel „Bel Azur“) bei Toulon auf.

     Ein Leckerbissen für das Auge und die Nase ist auch der Markt von Toulon. Der Markt von „Cours Lafayette“ ist zu einer Institution geworden. Er ist ein Treffpunkt für Köche und Liebhaber der provenzalischen Küche.

     Die Anfahrt nach Toulon hat seinen speziellen Reiz, vorausgesetzt man fährt nicht in den prodelnden Verkehr in der City mit den obligaten Parkplatzproblemen. Parken am Hafen von La Seyne (ca. 15 Minuten ab Sanary) und dann mitten ins Zentrum von Toulon mit dem Bus oder mit dem Schiff (Ticket ist für beide Transportmittel gültig)

     Nebst der traumhaften näheren Umgebung von Sanary ist auch die “Calanque”, einer Klippenlandschaft zwischen Marseille und Cassis mit dem Boot ab Cassis oder Sanary oder auf steilen Wanderwegen immer wieder einen Trip wert. Und die vielen kleinen Badebuchten, die von den Booten für einen kurzen oder längeren Badestopp angelaufen werden sind ein Highlight.

     Unser Stützpunkt Nr. 2 ist Le Lavandou (Strandhotel) Ausgangspunkt für Trips rund um die Halbinsel von Saint-Tropez.

     Unser Stützpunkt Nr.3 ist Saint-Aygulf (Strandhotel „Saint Aygulf“). Immer wieder einen Trip wert sind die kleinen Sandstrände in der Corniche D'Or zwischen Cannes und St-Raphael. Allein die Fahrt über die kurvige Strasse inmitten von roten Felsen ist ein Erlebnis.

     Die Altstädte von Menton und Nice mit ihren unzähligen gemütlichen Restaurants und Bistros besuchen wir auch immer wieder mit Vergnügen. Und das nicht nur am Tag.

     Viel Vergnügen in einer der schönsten Gegenden der Welt. Und wenn der Magen knurrt: Ein "Muss" -- Die berühmteste Spezialität der provenzalischen Küche "die Bouillabaisse", begleitet mit einem in der Region gekelterten trockenen Rosé oder Weisswein!

     Bon appétit!

     Pesche

    Frankreich

  • Safari in Kenia und Hotelerfahrungen
    PescheP Pesche

    Hallo instrucable 1985
     Ich antworte dir mal mit einem bereits etwas vergilbten Reisebericht aus dem Jahre 1993. Zugegeben aus grauer Vorzeit, aber immer noch als Tipp anwendbar. Wenn ich richtig orientiert bin, existiert Kenia noch, die Traumstrände mit aufgestellten Beach Boys sind auch noch da und die wilden Tiere freuen sich auf die Besuche von Grosswildjägern, bewaffnet mit Foto- und Videokameras. Mit anderen Worten -- Kenia ist immer wieder eine Reise wert!
     Der Zeitpunkt war günstig. Aufgebauschte Medienberichte bezüglich Überfälle auf Touristengruppen in Kenia veranlassten damals viele Touristen von längeren etwas strapaziösen Geländewagenfahrten durch Gebiete mit “bösen Menschen!” abzusehen.
     Nach einer Anklimatisierungswoche in der Nähe von Malindi  hiess es für uns: Ab auf Safari! Unsere Riesengruppe bestand aus 4 Personen. Meiner Frau und mir, einem rüstigen Safari erfahrenen Rentner und einer aufgestellten Singlefrau aus Deutschland.

     Start unserer 8 Tage Flug/Geländewagen-Safari ab dem privaten African Safari Flugfeld “Bamburi” in der Nähe von Mombasa. 1. Tag: Flug mit Safari-Kleinflugzeug (Twin Otter) zum Nairobi Nationalpark und Übernachtung in der Masai Safari-Lodge. 2. Tag: Morgens Fahrt über Naro Moru zum Samburu Park. Nachmittagspirschfahrt Übernachtung in der Buffalo-Lodge. 3. Tag: Fahrt über das Leroghi Plateau zum Maralal Tierreservat. Übernachtung in der Maraial-Lodge. 4. Tag: Fahrt zum Baringo See und Weiterfahrt zum Nakuru See. Übernachtung in der Buffalo Springs-Lodge. 5. Tag: Frühpirsch am Nakuru See. Weiterfahrt zur Masai Safari-Lodge im Nairobi Nationalpark. Stadtrundfahrt in Nairobi. 6. Tag: Vormittags-Pirschfahrt. Mittag Weiterflug über das Rift Valley zum Masai Mara Tierreservat. Nachmittagspirschfahrt und Übernachtung im Mara Buffalo-Camp. 7. Tag: Ganztags-Pirschfahrt in der Masai Mara. 8. Tag: Frühpirsch in der Masai Mara. Am Nachmittag Rückflug nach Mombasa resp. Bamburi Flugfeld!

     Diese Safari war eine der eindrücklichsten Trips die meine Frau und ich bisher unternommen hatten. Mein Vorurteil: “Die Tierreservate in Kenia sind etwas grössere Zoos” musste ich korrigieren! Auf den vielen Pirschfahrten zu verschiedenen Tageszeiten erlebten wir hautnah Tierherden und Einzeltiere, die man sonst nur hinter Gittern oder hinter massiven Abschrankungen bewundern kann. Ein Highlight und auch in Nord Kenia alles andere als üblich, war die Sichtung des scheuen Nachtjägers Leopard. Und das auf etwa 30m Distanz. Nicht nur wir waren aufgeregt -- auch die Affen retteten sich kreischend auf die Wipfel der umliegenden Bäume! Die Warnung unseres “Guide”: Den Geländewagen unter keinen Umständen zu verlassen! -- haben wir strikte befolgt, obwohl die 30 m Distanz zum Leopard eigentlich schon Grund genug waren, das Raubtier nicht auf dumme Gedanken zu bringen! In der Not verspeisen Tiere, wenn sie der Hunger quält -- auch friedliche, nur mit Kameras bewaffnete Menschen!! Auch die, in der Regel immer etwas müden Geparde und Löwen haben uns beeindruckt -- aber ein geschmeidiger Leopard, vorausgesetzt er verspeist nicht gerade als Leckerbissen einen wohlgenährten Menschen, ist schon etwas besonderes!
     Auf der gesamten Rundreise mit unserem offenen Geländewagen waren wir im Gegensatz zu den vielgeschmähten, in Staubwolken gehüllten grossen Konvois praktisch alleine unterwegs. Nord Kenia gehörte uns. Gut für uns, weniger gut für die Einheimischen, die auf den Tourismus angewiesen sind. Weit und breit keine weiteren Geländewagen mit Touristengruppen in Sicht. Und abends in den Lodges vor dem knisternden Kaminfeuer, ausser unserem aufgestellten Grüppchen und unserem sympathischen “Guide” gähnende Leere. Und ich muss etwas egoistisch gestehen: Die Abwesenden “Touris” haben wir nicht im Geringsten vermisst. Leider musste auch unser “Guide” nach diesem Trip wieder auf unbestimmte Zeit nach Hause zu Frau und Kind und das ohne Salär.

     Ok, das war 1993 unter etwas speziellen Bedingungen. Gleichwohl wünsche ich euch einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem landschaftlich traumhaften Land mit einer einmaligen Flora und Fauna und einer liebenswerten Bevölkerung, ausgenommen  “einige böse Buben!” und damit meine ich nicht die Beach Boys auf der Jagd nach blonden „Mädels“!

     Gruss

    Pesche

    Kenia

  • Kuba auf eigene Faust?! Sinnvoll?!
    PescheP Pesche

    Hola Patrick
     Mit Fragen betreffend Kuba individuell bist du bei juanito an der richtigen Adresse. Noch etwas zu deinen zwei Brocken Spanisch. Kein Problem -- vorausgesetzt du schmierst deine Stimmbänder permanent mit Rum pur oder verdünnt mit Cuba Libre oder Mojito!

     Funktioniert auch in Italien -- obwohl ich kein Italienisch spreche, palaverte ich stundenlang mit Italienern über Gott und die Welt. Ich auf Spanisch, meine Gesprächspartner/Innen auf Italienisch. Anstelle Rum pur oder verdünnt, schmierte ich in Italien meine Stimmbänder mit Grappa oder Barolo. Und es funktionierte!

     SALUD!

    Kuba

  • Mit Rucksack durch die Dom Rep.
    PescheP Pesche

    Hallo Backpackerin
     Mit Vergnügen habe ich deinen interessanten Erlebnisbericht konsumiert. Es gibt sie also noch, die jungen aufgestellten „Mädels“, die nach dem Motto: „Selber Reisen, nicht gereist werden!“ exotische Länder abseits von überlaufenen „Touri“ Destinationen mit AI Bunkern auf eigene Faust bereisen.

     Erfahrungsgemäss erhält man den Ratschlag: Die DR nicht auf eigene Faust zu erforschen! Wer bereist heutzutage diese faszinierende Insel schon auf eigene Faust. Man könnte ja überfallen werden oder das “Mägeli” bei dieser exotischen Einheimischen-Kost verderben! Und dann die schlechten Strassen, der grauenhafte Strassenverkehr -- Hände weg! Im Gegensatz zu unzähligen Touristen liebe und schätze ich den, zugegeben etwas chaotischen Fahrstil von vielen Einheimischen in südamerikanischen Ländern, der sich aber wohltuend von der sturen “ich bin im Recht!” Fahrweise in unseren Breitengraden unterscheidet.

     Ich empfehle allen interessierten Travelern vor Ort einen Pkw (empfehlenswert 4-Rad) für die gesamte Feriendauer zu mieten. Die Flexibilität im Vergleich mit dem öffentlichen Bussystem macht sich bezahlt. Obwohl auch Busreisen inmitten von fröhlichen Einheimischen ein einmaliges Erlebnis sind. Das Problem ist nur, man muss Zeit haben. Bei mehr als einer Woche kann der Pkw-Preis massiv gedrückt werden. Unterkunft und Verpflegung unterwegs, von einfach bis luxuriös (auch Privat), ist kein Problem.

    Interessant ist auch, den touristisch noch nicht erschlossenen Südwesten zu besuchen. Insbesondere die Gegend um den Lago Enriquillo hat es meiner Frau und mir mir angetan. Ab dem Bootssteg von La Azufrada, zwischen La Descubierta und Postrer Rio gelegen, setzt man mit Fischerbooten (unbedingt Preis aushandeln!) zur Insel Cabritos über. Flora und Fauna, z.B. mit den Spitzkrokodilen und den Nashornleguanen sind einmalig. In den Dörfern rund um den See findet man überall einfache Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Bemerkenswert, die von den Einheimischen rege benutzten Naturpools, die auch in den kleinsten Orten nicht fehlen, sind eine herrliche Alternative zu den sterilen Poolanlagen in den Luxushotels an der Küste und laden immer wieder zu einem erfrischenden Bad ein.

     Je nach politischer Lage bietet sich beim Grenzort Jimani die Gelegenheit, kurz, auch ohne Visum Haiti zu besuchen. Ein kleines Trinkgeld für die Grenzsoldaten machen es möglich.

     Abenteuerlich sind auch die Küstenstrassen im Norden zwischen Puerto Plata und Monte Cristi. Am Wochenende sind an den Playas Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Merengue inmitten von fröhlichen Einheimischer muss man erlebt haben. Bleibt man mal bei einer Flussüberquerung oder im Sand stecken, findet man immer wieder hilfsbereite und freundliche Einheimische, die einem aus der Patsche helfen. Der Ehrlichkeitshalben muss ich allerdings gestehen, dieser Trip funktionierte erst im zweiten Anlauf. Etwas beunruhigend waren bei unserer ersten Reise, die brennenden Pneus, die in immer kürzeren Abständen die Strasse teilweise blockierten und die am Strassenrand nicht sehr freundlich dreinblickenden Menschen. Die Fahrer entgegenkommender Fahrzeuge machten uns ausserdem mit Gesten darauf aufmerksam, umzukehren. Das haben wir auch getan. Aber was war los?

     Wir entschlossen uns bei einer Tankstelle zu halten und im Restaurant nachzufragen. Im Restaurant war es dunkel wie in der Nacht. Wir tappen uns an einen Tisch und schauen uns um. Nachdem sich unsere Augen an das Dämmerlicht gewöhnt haben, realisieren wir eine lange Bar, gut frequentiert mit jungen Mädchen und LKW- Chauffeuren, die hin und wieder gemeinsam durch eine Türe entschwanden. Messerscharf realisiere ich: „Wir sind in einem P...! Eine nette Serviererin mit Doppeljob klärt uns dann auf, dass es sich bei den Strassenblockaden um aufgebrachte Bauern handle, die gegen neue Bestimmungen der Regierung protestieren. Es sei ratsam diesen Trip um eine Woche zu verschieben, damit wir nicht ungewollt in ein Scharmützel zwischen Bauern und Polizisten geraten. Den Tipp haben wir befolgt!

    Auch eine Fahrt mit der Fähre von Samana nach Sabana de la Mar habe ich noch in bester Erinnerung. Insbesondere bei Sturm und hohem Wellengang ist bei der Ausschiffung Abenteuer pur angesagt. Wenn der Anlegesteg nicht angelaufen werden kann, müssen von der Ankerstelle der Fähre die restlichen 100 bis 200m mit schmalen Auslegebooten zurückgelegt werden. (Für Nichtschwimmer nicht geeignet!) Was uns niemand gesagt hat, dass die Rückfahrt nur bei genügend Passagieren durchgeführt wird und so wie es aussah, erst am nächsten oder übernächsten Tag stattfinden wird. Kein Problem, für solche Fälle gibt es ja Hotels. Nur, das einzige Hotel im Ort ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Zimmer, resp. Löcher in einer angebauten Ruine mit Wellblechdach und ausgerüstet mit einer Matratze direkt auf dem Steinboden entsprechen einem 4- Sterne Komfort minus etwa 50 Sterne. Alternativ ist auch eine Busfahrt via Santo Domingo nach Samana möglich, informiert uns der freundliche Hoteldirektor. Fahrtdauer mit Umsteigen rund einen Tag. Etwas länger als die etwa einstündige Fahrt mit der Fähre. Während wir bei einem Drink das weitere Vorgehen diskutieren, erscheint plötzlich ein Engel in Gestalt des Fähren-Käptens und teilt uns mit, dass sich noch weitere Passagiere eingefunden hätten und der Kahn in einigen Minuten mit Kurs nach Samana in See steche. Einmal mehr: Irgendwie klappt es immer!!

    Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen Besuch wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Speis & Trank, Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Im Zentrum ist auch das „Cuerpo de Bomberos“ (Feuerwehr) in einem herrlichen Kolonialgebäude mit Kommandoturm (früher ein Glockenturm) und Rundblick auf eine quirlige Stadt stationiert. Das sehen wir uns an. Stolze Angestellte schleusen uns durch die Räume und Werkstätten, führen uns die Löschfahrzeuge und Ausrüstungen vor und freuen sich an unserem Interesse. Die diametralen Unterschiede zwischen der kolonialen Architektur, auch im inneren des Gebäudes und den relativ modernen Feuerwehrausrüstungen und Löschfahrzeugen sind frappant.

     Auch der Besuch von Santo Domingo ist ein “Muss” und das nicht nur am Tag. Von Einheimischen erhält man immer wieder Tipps, wo gerade etwas läuft. Veranstaltungen, die in keinem Reiseführer enthalten sind.

     Unvergesslich auch das Rumfest in Miches, einer Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Rumfirmen aus der Region bieten ihre Erzeugnisse, die man wie Mineralwasser konsumiert rund um die Uhr an. Lebensfreude pur. Tipp: Pkw stehen lassen! Folgende kleine Episode habe ich noch in bester Erinnerung. Meine Frau und ich schlendern inmitten von ebenfalls mit Rum gefüllten Einheimischen durch die engen Gassen von Miches. Ohne Vorwarnung werden wir plötzlich durch ein heftiges Tropengewitter überrascht. Flucht ist angesagt. Rein in die Häuser oder unter die Zeltblachen der Verkaufsstände. Nur, wo ist meine Frau? Spurlos verschwunden. Ich starte eine Suchaktion. Blick in die ebenerdigen Wohnzimmer der Anwohner. Überall dasselbe Bild. Kunstledersofa in allen Farben, riesiger Fernsehapparat, Heiligenbilder an der Wand und die Bewohner, vom Säugling bis zur Großmutter -- überall dasselbe Bild? Nicht ganz. In einem Wohnzimmer sichte ich auf dem Sofa inmitten von Jungs einen Fremdkörper, der sich aus der Nähe als meine Frau entpuppt. Ohne wenn und aber wurde meine Frau von den sympathischen und hilfsbereiten Bewohnern eingeladen, das Gewitterende im geschützten Raum abzuwarten.

    Die AI-Touristenghettos im Osten um Punta Cana kann man getrost auslassen. Mit Land und Leuten hat dieser langweilige Ort am Ende der Welt nichts, aber auch gar nichts gemeinsam! Aber auch Boca Chica, die Hochburg des Massentourismus mit den obligaten Bars und Discos haben meine Frau und ich fluchtartig verlassen. „Touris“, die sich schlitzohrigen Miniganoven als wandelnde Schmuck- und Videosäulen präsentieren, permanent mit Geld um sich werfen und wie Gänse ausgenommen werden und dann herum posaunen wie gefährlich die DR sei, sind auch an der Tagesordnung.

      Sorry, mein Erlebnisbericht, ist etwas lang geworden. Ich wünsche dem blonden „Mädel“ bei einem weiteren DR- & HAITI-ABSTECHER Trip und interessierten Forenusern -- ein erlebnisreiches Reisen in einem Land, das einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer, Traumstrände und AI Herbergen -- und für "Girls" glutäugige Domijungs, die blonden „Mädels“ den Kopf verdrehen können -- habe ich mir sagen lassen!!

    Gruss
    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Nach Bali und Mexiko im Juni wo jetzt hin?
    PescheP Pesche

    Hallo Danny
     Du bist noch im taufrischen Alter von 34 Jahren und liebst Welt- und Fernreisen entnehme ich deinem Profil. Warum nicht mal eine Reise nach dem Motto: „DER WEG IST DAS ZIEL!“
     Mein Tipp:

    Mit der Bahn von Frankfurt oder … via Warschau, nach Moskau und ab Moskau mit der Transsib via Ulan Bator (Mongolei) nach Peking und ab Peking weiter via Shanghai, nach Hongkong. Man kann dieses rund 15‘000 km lange „Reisli“ auch mit einem Anlauf in Angriff nehmen -- mit anderen Worten ab Lissabon via Paris nach Frankfurt oder … und dann weiter s/oben.

     Die Fahrt inmitten von aufgestellten Einheimischen und die Kontakte zu mitreisenden Russen, Mongolen und Chinesen war ein einmaliges Erlebnis. Meine Frau und ich wurden praktisch permanent zu unseren russischen Mitreisenden eingeladen und erlebten eine unglaubliche Gastfreundschaft. Für Abstinenten allerdings nicht zu empfehlen! Nebst deutsch, englisch und manchmal auch etwas französisch oder spanisch, haben wir uns mit Händen und Füssen verständigt. Und mit Wodka anstossen kann man in jeder Sprache!

     Retour dann mit dem Flieger oder wenn es die Zeit zulässt, von Hongkong via Vietnam, Kambodscha, Thailand, Burma, Bangladesch, Indien, Pakistan, Iran, Türkei zurück in heimatliche Gefilde. Nach meinen Recherchen existiert eine fast durchgehende Schienenverbindung. Lediglich zwei Strecken in Burma müssten mit dem Bus zurückgelegt werden. Also je nach politischer Situation und einer gewissen Flexibilität ohne weiteres machbar.

     Als Rentner mit noch einigermassen intakten grauen Hirnzellen haben meine Frau und ich jetzt viel Zeit! Vielleicht bleibt dieses “Reisli” ja ein Traum -- aber Träume gehen manchmal in Erfüllung.

     Abschliessend nur noch dies: Bahnreisen, egal ob man z.B. mit einer südamerikanischen Andenbahn (Sitzplatz für mutige auf dem luftigen Wagendach!), quer durch die USA mit dem “Chief” oder mit der Transsib unterwegs ist, keine Transportart bietet nach meinen Reiseerfahrungen idealere Möglichkeiten, Land und Leute intensiv kennenzulernen. Vorausgesetzt allerdings, man benutzt fahrplanmässige Linienzüge und vermeidet die leider heute auf den meisten Strecken verkehrenden golden Käfige, sprich Ghetto-Luxuszüge!

     So oder so -- viel Vergnügen auf euren Weltreisen!

     Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Provence Rundreise
    PescheP Pesche

    Einiges ist schon gesagt. Was man wissen muss: Im Juli/August die Provence mit dem Auto zu bereisen hat es in sich. Herrlich der langsame Verkehr auf den Küstenstrassen. Während man im obligaten Stau steht, kann man in aller Ruhe die Gegend betrachten und die Schilder vor den Hotels „Hôtel complet“ zur Kenntnis nehmen. Kein Problem. Als Alternative gibt es ja Campingplätze. Das Problem sind nur die Schilder „Camping complet“. Was jetzt? Übernachten im Auto und Waschen, Zähneputzen & Co irgendwo an einem Bach oder Fluss. Und dann ab ans Meer. Wenn man das grosse Glück hat, einen freien Parkplatz in der Nähe des Meeres zu finden, muss man nur noch das Badetuch an der prallvollen plage deponieren. Das ist allerdings noch etwas schwieriger, als zu noch nachtschlafender Zeit in einer Hotel-Poolanlage einen noch nicht mit Badeutensilien als besetzt markierten Liegestuhl zu finden. Der langen Rede kurzer Sinn: Frankreich ist eines der schönsten Ferienländer der Welt – aber nicht im Juli/August!

    Pesche

    Frankreich

  • 1. Mal DomRep.....
    PescheP Pesche

    Schmunzelnd habe ich mich mal diagonal durch die 574 Tipps zwischen 2009 und 2017 der Domi-Profis ab 2009 in diesem Thread durchgelesen. Das „Inselchen“ ist immer wieder einen Besuch wert und wer sich informiert findet mit Sicherheit eine Herberge zwischen 0 bis 5 Sternen, mit oder ohne Abendunterhaltung von niveaulos bis zu Klasseveranstaltungen, Speis & Trank von ungeniessbar bis exzellent, Exkursionen von 08/15 Angeboten, angeführt von einem Leithammel bis zu Trips in Kleinstgruppen oder auf eigene Faust und natürlich Sonne Meer und Strand von überfüllt bis zu einsamen Playas.

     Hier mein Tipp, den ich schon mal in einen DR Thread gestellt habe und für interessierte Domi Besucher immer noch nachahmenswert ist:

     Ich empfehle weiter, den touristisch noch nicht erschlossenen Südwesten zu besuchen. Insbesondere die Gegend um den Lago Enriquillo hat es mir angetan. Ab dem Bootssteg von La Azufrada, zwischen La Descubierta und Postrer Rio gelegen, setzt man mit Fischerbooten (unbedingt Preis aushandeln!) zur Insel Cabritos über. Flora und Fauna, z.B. mit den Spitzkrokodilen und den Nashornleguanen sind einmalig. In den Dörfern rund um den See findet man überall einfache Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Bemerkenswert, die von den Einheimischen rege benutzten Naturpools, die auch in den kleinsten Orten nicht fehlen, sind eine herrliche Alternative zu den sterilen Poolanlagen in den Luxushotels an der Küste und laden immer wieder zu einem erfrischenden Bad ein.

     Je nach politischer Lage bietet sich beim Grenzort Jimani die Gelegenheit, kurz, auch ohne Visum Haiti zu besuchen. Ein kleines Trinkgeld für die Grenzsoldaten macht es möglich.

     Abenteuerlich sind auch die Küstenstrassen im Norden zwischen Puerto Plata und Monte Cristi. Am Wochenende sind an den Playas Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Merengue inmitten fröhlichen Einheimischen muss man erlebt haben. Bleibt man mal bei einer Flussüberquerung oder im Sand stecken, findet man immer wieder hilfsbereite und freundliche Einheimische, die einem aus der Patsche helfen.

     Auch eine Fahrt mit der Fähre von Samana nach Sabana de la Mar habe ich noch in bester Erinnerung. Insbesondere bei Sturm und hohem Wellengang ist bei der Ausschiffung Abenteuer pur angesagt. (Für Nichtschwimmer nicht geeignet!)

     Unvergesslich auch das Rumfest in Miches, einer Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Rumfirmen aus der Region bieten ihre Erzeugnisse, die man wie Mineralwasser konsumiert rund um die Uhr an. Lebensfreude pur. Tipp: Pkw stehen lassen!

     Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen Besuch wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

     Der Besuch von Santo Domingo ist ein “Muss” und das nicht nur am Tag. Von Einheimischen erhält man immer wieder Tipps, wo gerade etwas läuft und die in keinem Reiseführer enthalten sind.

     Die AI-Luxusanlagen im Osten um Punta Cana haben mir nicht zugesagt. Mit Land und Leuten haben diese Ghettos nichts, aber auch gar nichts gemeinsam! Aber auch Boca Chica, die Hochburg des Massentourismus haben meine Frau und ich fluchtartig verlassen, obwohl auch ich Verständnis aufbringe für Touristen, die sich schlicht und einfach vom Alltagsstress erholen wollen. Individuelles Reisen ist zwangsläufig mit kleineren und grösseren Strapazen verbunden. Und ein gewisses, nicht immer kalkulierbares Risiko geht man immer ein. Aber das Risiko lohnt sich.

     Im Südwesten und im Landesinneren sind Spanisch-Kenntnisse von Vorteil.

     Ich wünsche allen einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem Land, das einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und Traumstrände.

     Pesche

    Dominikanische Republik

  • Mietwagen in Tunesien
    PescheP Pesche

    @ponyprincess sagte:

    Wow,danke für die konkreten Tips 😀 das klingt ja alles gut und halb so wild!
    Wie sieht es denn mit der Stadt Sfax und mit Tunis aus, sehenswert im Vergleich mit den sonst genannten ?

    Sfax und Tunis sind immer wieder einen Besuch wert. Die obligaten Sehenswürdigkeiten sind das eine, das andere sind die unzähligen kleinen, vorwiegend von Einheimischen besuchten Kneipen, manchmal auch etwas gewöhnungsbedürftige Spelunken, die in keinem Reiseführer aufgeführt sind. Schmunzelnd habe ich zu vorgerückter Nachtstunde festgestellt, dass in diesen Lokalen, vorwiegend am Freitagabend, sorry, gesoffen wird bis zum geht nicht mehr obwohl das Gebot Moslems den Alkoholgenuss verbietet.

    Kann sein, dass die feurige Gewürzpaste Harissa als zusätzliche Beilage zu herrlichen lokalen Spezialitäten der Grund war, dass permanent Bier oder süffigen Wein nachbestellt wurden in der Annahme, dass Allah ein Auge zudrückt!

    Inmitten diesen trinkfesten aufgestellten Gästen, leider waren Frauen die Ausnahme, haben meine Frau und ich herrliche Stunden mit Gesprächen über Gott, respektive Allah und die Welt geführt.

     Pesche

    Tunesien

  • Mietwagen in Tunesien
    PescheP Pesche

    Hallo ponyprincess

     Hier noch einige Erfahrungstipps:

     Vor Ort für die ganze Feriendauer einen PKW mieten. Je nach Mietdauer können die Preise massiv (bis zu 50%) gedrückt werden. Alles Verhandlungssache -- begleitet mit einem Tee und gemeinsames schmauchen einer Wasserpfeife. Die Flexibilität zahlt sich in jeder Beziehung aus.

     Ok -- der Strassenverkehr, vor allem in grösseren Städten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Mehr oder weniger ist etwa alles erlaubt was bei uns verboten ist. Verkehrsregeln gelten nur auf dem Papier und nicht in der Praxis! Bei Rot über eine Kreuzung oder kurz vor der Kreuzung von der rechten Abbiegspur brüsk über die Mittelspur auf die linke Abbiegspur wechseln und das alles unter den „wachsamen!“ Augen von freundlichen Polizisten ist keine Seltenheit. Würden alle Regeln eingehalten -- der Verkehr käme glatt zum erliegen!

     Empfehlenswert ist aber auch das bereisen von Zentraltunesien mit einem Besuch der Insel Kerkennah bei Sfax. Die Überfahrt mit der Fähre ist ein Erlebnis. Auch das Einschiffen, rückwärts über zwei schmale Stahlplatten hat es in sich. Ich glaube, auf diesem “Kahn” waren wir die einzigen Touristen!

     Und in Sachen Sicherheit -- wir fühlten uns auf unseren Individualtrips nie, auch zu später Nachtstunde in kleinen und grösseren Städten oder unterwegs auf manchmal etwas abenteuerlichen Strecken bedroht. Überall haben wir freundliche und hilfsbereite Einheimische und „Hüter des Gesetzes!“ angetroffen. Szenario zu später Nachtstunde irgendwo unterwegs: Eine Polizeistreife stoppt uns mit einer roten Alarmlampe. Als die Beamten realisieren, dass wir „Touris“ sind, entschuldigen sie sich in aller Form und lassen uns unkontrolliert weiter fahren. Sonderbar: Das ist mir in unserem „CH-Alpenländli“ noch nie passiert!

    Pesche

    Tunesien

  • Zug von Santiago nach Santa Clara
    PescheP Pesche

    Hallo juanito
     Anschliessend an eine Geschäftsreise nach Venezuela, bei der mich meine „esposa“ begleitete, besuchten wir 1989 erstmals Kuba. An das Hotel Internacional in Varadero erinnere ich mich noch gut. In einem weiteren Hotel mit einer urgemütlichen Strandbar, der Name ist mir entfallen, habe ich einen kubanischen Architekten kennengelernt, der mit seiner Frau auf Staatskosten wie er mir stolz mitteilte, zwei Flitterwochenferien verbrachte und mit dem ich unzählige Cuba Libres, Daiquiris & Mojitos hinter die Binde goss, selbstverständlich ehrfürchtig im Andenken an Papa Hemingway!

     Lange ist es her und leider auch nicht mehr alles abrufbar in meinen restlichen noch einigermassen funktionierenden grauen Hirnzellen. Hängengeblieben ist mir noch mein „schwarzes“ Geldwechsel Abenteuer in Pinar del Rio, bei der mir ein junger Geldwechsler in einem Seitengässchen ein Bündel Noten in die Hand drückte mit den Worten: „Wir müssen schnell machen, weisst du, die Polizei!“ Meine Antwort: „So nicht mein Lieber, an ungültigen vorrevolutionären Geldscheinen und an mexikanischen Pesos, die ihr gutgläubigen „Touris“ andreht bin ich nicht interessiert und die Polizei, dass ich nicht lache, steckt doch mit euch Schlitzohren unter einer Decke!“ Schmunzelnd schaut mich der Junge an und sagt: „Hombre – du kennst die Spielregeln – und wir schliessen einen für beide Seiten akzeptablen Deal ab“.

    Die Tipps die ich von diesem Jungen erhalten habe waren unbezahlbar und in keinem Reisführer zu finden!

     So, genug der Schreibe – vamos a tomar un Cuba Libre. Salud!

     Gruss Pesche

    Kuba
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