Negative Erfahrungen mit LEITNER-Reisen
Wir waren kurz hintereinander zweimal mit LEITNER verreist. Nie wieder (die 2. Reise war schon vor Beginn der ersten gebucht).
Die Reise Lido di Jesolo & Venedig (ab 16.9.2017) begann mit einem Bus in katastophalem Zustand, der mit maroden Bremsscheiben am Flughafen Stuttgart mit einem lauten Krach seinen Geist aufgab. Nicht auszudenken, wenn dies auf der Autobahn passiert wäre.
Nach geschlagenen 7 Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen ohne jede belastbare Information ging es mit einem Ersatzbus weiter, der Fahrer hierfür war unvorbereitet aus dem Bett geworfen worden
und hatte die Hälfte der Reise mit Telefonaten (Handy am Ohr, Hand nicht am Steuer) zur Organisation zu tun. Der Bus hatte 51 Sitzplätze für die vorgesehenen 53 Urlauber. Gott sei‘s gedankt, dass für zwei Teilnehmer in Göppingen die 7 Stunden Wartezeit zu lang waren und sie deshalb nach Hause fuhren, sie hätten sonst auf dem Dach mitfahren müssen.
Da schon der erste Busfahrer großzügig mitgeteilt hatte, dass sich jeder hinsetzen könne, wo er wolle, waren die mit der Firma LEITNER vereinbarten reservierten Sitzplätze natürlich belegt, was bei den später mit Reservierung Zusteigenden zu größerem Unmut fast bis zur Tätlichkeit mutierte.
Durch den Busausfall war dann natürlich der Programmpunkt „Stadtführung in Salzburg“ nicht mehr machbar. Bis heute fehlt von LEITNER jeder Kommentar zum Hergang geschweige denn eine Entschuldigung bzw. Entschädigung für die Vorfälle.
Den eigentlichen Reiseleiter bekamen wir einmal in Jesolo bei der Aufteilung von vier Gruppen auf zwei Schiffe zur Überfahrt nach Venedig zu sehen. Auch von ihm kein Ton zum ersten Tag.
Bei unserer zweiten Reise (St. Petersburg & Moskau, Beginn 18.10.2017) bekamen wir erst die ganze Perfidität der LEITNER‘schen Reiseausschreibung zu spüren.
„Sie spazieren durch das Dostojewski-Viertel auf den Spuren des Schriftstellers. Anschließend besuchen Sie den Kuznechny Lebensmittelmarkt sowie die Wladimir-Kathedrale“. Hätten wir alles machen können, aber ohne Reiseleitung! Und nur, weil wir zufällig in diesem Viertel wohnten.
Anderer Tag. „Nachmittags besuchenSie die Christ-Erlöser-Kathedrale und fahren zur Schokoladenfabrik Roter Oktober“. An der Christ-Erlöser-Kathedrale sind wir vorbeigefahren,
die Fabrik haben wir vom anderen Ufer aus gesehen.
Soviel zur Reisebeschreibung und den Tatsachen, selbst der Reisebegleiter war verwundert, aber
er hatte offensichtlich die ursprüngliche Reiseausschreibung nicht gelesen.
Noch zu erwähnen, dass sich LEITNER nicht scheut, 90-jährige ohne Begleitung mitzunehmen (da LEITNER die VISA besorgt, mussten sie dies wissen). Dies führt dazu, dass sämtliche Besichtigungen deutlich verlangsamt wurden, insbesondere in den Museen musste erst immer ein Rollstuhl herbeigeschafft werden, in dem der Reisebegleiter die Dame durch die Räume schob.
In diese Bild passt dann auch, dass wir vor dem Abflug in Frankfurt (9:25 Uhr) fast 5 Stunden vorher im Flughafen waren. Begründung LEITNER: Es könnte ja ein Stau auf der Autobahn
sein (die gesamte Anfahrt war in der Nacht, Ankunft in Frankfurt 4:45).
Mehrere Mitreisende, die schon öfter mit LEITNER unterwegs waren, beklagten die Kundenorientierung. Bei Anrufen werde man auf schriftliche Eingaben verwiesen, diese landen dann im Papierkorb.