Hallo,
das was Dylon hier ausgedrückt hat, kann ich nur unterstreichen!
Bei einem Film ISO 100 kannst Du eigentlich fast nichts falsch machen, das ist ein sehr guter Allround-Film.
Gegeben ist der Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser durch die unterschiedliche Dichte und den damit verbundenen unterschiedlichen Brechungsindex und die Streuung des Lichtes. Dadurch wird der Kontrast in Salzwasser auch merklich geringer.
Alles das hat aber nur eine Gültigkeit bis etwa 1-3 Metern Tiefe bei hoher Helligkeit. Darunter tritt ziemlich schnell eine Farbverfälschung ein, weil der Rotanteil im Wasser rapide abnimmt, vom Wasser absorbiert wird. Das heißt, dass Du sehr bals blau-grünstichige Bilder bekommst. Denn der Blauanteil im Spektrum hat eine viel kürzere Wellenlänge und dringt demnach auch bis in die tieferen Zonen.
Alles das setzt ein klares und sauberes Oberflächenwasser voraus; sonst wird es nichts.
Bei Digitalkameras ist das alles noch viel gravierender, denn ein Film hat einen relativ großen Farb- und Belichtungsspielraum. Den hast Du ohne Beabeitung digital nicht zur Verfügung.
Damit will ich nur ausdrücken, dass unser Auge (Gehirn) uns etwas vorgaukelt, was gar nicht da ist. Aber die Kamera hat kein Gehirn, das diesen Missstand kompensiert. Da liegt das Problem!
Je tiefer Du tauchst, umso blaustichiger werden die Bilder, bis dann in größeren Tiefen auch dieser Farbanteil durch die Absorbtion verschwindet.
Deswegen sind Unterwasserlampen in ihrem Farbspektrum (Farbtemperatur) auch darauf ausgelegt.
Gruß Dieter