Guten Morgen, Lisschen und Holzmichel!
Bitte versteht meinen Beitrag nicht falsch!
Selstverständlich soll jeder sein Bioprodukt genießen und auch kaufen!
Ich suche hier keinen Schuldigen, oder erlaube mir Schuldzuweisungen, schon überhaupt nicht bei den Produzenten, den Erzeugern. Wenn dann wohl eher im Dschungel der Vermarkter hinter diesen. Da sind die Genossenschaften, Großabnehmer, Importeure, und wie sie alle heißen mögen, die einfach die Erzeuger unter Druck setzen mit eben diesen Vorderungen nach entsprechender Behandlung ihrer Produkte. Und wer nicht spurt, ist weg vom Fenster! Teilweise ist es ja auch so, dass diese Vermarktungsorganisationen den Erzeugern diese Behandlungsmöglichkeiten sogar noch finanzieren.
Und sie verschanzen sich immer schön hinter dem Vorschriften-Wirrwar der Qualitäts- und Gütenormen. So bleibt letztlich den Erzeugern keine Chance. Nur sie werden im Ernstfall als die Prügelknaben hingestellt.
Insofern finde ich es gut und legitim, das immer mehr Landwirte dazu übergehen Hofverkäufe zu praktizieren. Dann sind sie nämlich auch eigenverantwortlich für ihre Produkte, und das scheint mir deutlich überzeugender und zuverlässiger zu sein als all die ganzen Vermarktungsorganisationen.
Selbst achte ich oft beim Kauf auf ein Produkt aus "deutschen Landen", weil ich subjektiv davon überzeugt bin, und mehr Vertrauen habe, dass all die Vorschriften und Verbote hier noch etwas strenger eingehalten werden als wer weiß woanders.
Gewiss gibt es bei der Einfuhr von Importen auch Kontrollen nach den gleichen Kriterien und Richtlinien, aber es sind doch halt nur Stichproben und demzufolge lückenhaft. Was oder wem nützt es, wenn von einem Bananendampfer etwa 10 Exemplare analysiert werden? Es hat praktisch keine Aussagekraft, schon überhaupt nicht statistisch.
Die erlaubten Konzentrationen an Rückständen chemischer Behandlungen oder Bodenqualitäten liegen ohnehin schon nahe der Nachweisgrenzen der benutzten Analysegeräte, also in Bereichen von ppb (parts per billion) oder ppm (parts per million), oder auch mikro- bzw. nanogramm pro Gewichtseinheit.
Das sind außerordentlich kleine Werte, die dann auf große Gewichtseinheiten hochgerechnet werden, um die Zahlen etwas "handlicher" und alarmierender zu machen, je nach Tageszeitung. Denn wem sagt ein Wert von z. B. 0,0000005 gr/kg oder noch kleiner schon etwas? Nur große Zahlen habe Bedeutung und erwecken Aufmerksamkeit! Damit kann man dann auch richtig schöne fette Schlagzeilen machen! Die Fehler der gemessenen Werte liegen sehr oft in der gleichen Größenordnung wie die Werte selbst.
Damit will ich nichts weiter sagen, als dass eben der Schummel und die dafür Verantwortlichen an ganz anderer Stelle zu suchen sind!
Gruß Dieter