Der Hotelstandard in China ist gut, bei 3 oder 4 Sternenkann man schöne saubere Zimmer mit TV und allem Komfort erwarten. Nur sind die Hotels meistens Massenabfertigung und recht gesichtslos, Englisch wird kaum verstanden und gesprochen, und beim Frühstück ist die Auswahl an westlichen Speisen natürlich beschränkt. Für einen ordentlichen Kaffee kann man ja aber immer zu Starbucks oder Costa.
Die chinesische Küche ist sehr abwechslungsreich und lecker, solange man auf Frosch und ähnliche Spezialitäten verzichtet. Hund gibt es entgegen aller Gerüchte nur selten. Lecker an kalten Tagen ist Hotpot, eine Art Fondue. Sehr praktisch ist, dass es meistens bebilderte Speisekarten gibt. Daher unbedingt auch mal ohne Reiseleiter in ein Restaurant gehen und sich selbstdurchwurschteln. Trinkgeld ist ausserhalb von Peking noch recht unbekannt, wir haben Kellnerinnen in Verzweiflung gestürzt, weil sie überhaupt nicht verstanden,wieso wir ihnen mehr Geld „aufdrängen“ wollten, als auf der Rechnung stand.
Wenn Ihr allein unterwegs seid: Immer (wirklich immer) dran denken, eine Business-Card vom Hotel mit der Adresse drauf einzustecken, weil es die einzige Möglichkeit ist, einem Taxifahrer verständlich zu machen wo Ihr hinwollt, bzw Passanten nach dem Weg zu fragen. Chinesen sprechen keine Fremdsprachen.
Der Nachtreisezug ist okay, die Toiletten naja…., Packt auf jeden Fall was zu essen ein, es gab keinen richtigen Speisewagen. Eine Besonderheit ist, dass man die Koffer nicht mit ins Abteil nimmt, sie werden gesondert in einem Gepäckwaggon transportiert. Es werden immer Koffer aufgebrochen, daher alles wertvolle ins Handgepäck nehmen.
Unser Reiseführer hat im Laufe der Reise durchaus auch mal informelle Infos im Flüsterton gegeben. Kommt sicher drauf an. Man hat eh immer2 Reiseführer, einen ständigen, und dann noch an jedem Ort einen Local Guide. Manche machen nur Dienst nach Vorschrift, andere unterhalten sich auch gern mal über dies und das.
Auf der Tour müssen die Guides eine bestimmte Anzahl an Souvenirgeschäftenund Manufakturen anfahren. Dies müssen sie per Stempel nachweisen. Deswegen nicht meckern, wenn Ihr Zeit an einer langweiligen Porzellanfabrik oder ähnlichem verplempert – der Guide kann nichts dafür, er muss diesen Stop machen.
Nehmt nicht zuviel Klamotten mit. Für Eure Jahreszeit Zwiebelprinzip, Nächte werden noch kalt sein, aber grad in Shanghai kann es tagsüber schon warm sein. Man kann eh überall günstig Klamotten kaufen, wenn man was vergessen hat.
Toiletten heissen in China „Hallen der Harmonie“. Stellt Euch darauf ein, dass es noch durchaus noch alte Harmoniehallen mit nur hüfthohen Wänden und ohne Türen gibt. Bei Kabinen schliessen Chinesen nie ab,das sind sie nicht gewohnt, daher Türen erstmal immer nur einen Spaltbreit öffnen.