Der Computer hat viele Arbeitsplätze überflüssig gemacht, die Reisebranche bleibt da nicht ausgeschlossen. Warum auch?
Ja, Erika, da stimme ich Dir zu.Und das war erst recht bei der Reisenbranche zu erwarten, es ist ja alles viel einfacher für den Kunden geworden.Warum bei Regen ins nächste Reisebüro quälen, einen Parkplatz suchen und bezahlen, Zeit aufwenden..Es geht doch viel gemütlicher bei einer Tasse Kaffee von Zuhaus und die ganze Familie kann sich an der Auswahl aktiv beteiligen.Wenn man sich also ein Ziel ausgesucht hat, checkt man noch schnell die Klimadaten, schaut gegebenenfalls beim Auswärtigem Amt nach, die Gesundheits-Impfbestimmungen erklickt man sich auch mit links und dann schaut man noch kurz auf einer Hotelbewertungsseite nach dem hochgelobtem Favoriten.Buchen geht in 10 Min.
Das war abzusehen- und trotzdem- es ist nicht nur von Vorteil.Eine gute Beratung, ein gute Zielgebietskenntnis ist etwas recht wertvolles und auch das Vertrauen in die kleineren Betriebe einer Stadt.
Wenn man es ganz schwarz sieht, betreibt z.B. ein neuer "Plus"/Lidl/Schlecker in einem kleinem Stadtkern richtiggehend Diebstahl von Umsatz-alteingesessene können gegen solch zentralisierte Einkaufsmacht absolut nicht entgegensetzen.Wenn man sich manche "Geistercentren" großer Städte im Ruhrgebiet (Oberhausen/Duisburg) einmal ansiehst und vor allem, wieviel Betriebe schließen müssen, wieviel Ladenlokale mit gähnend leeren Fensterfronten glänzen, weil riesige Kauf-Centren (wie das Centro Oberhausen) die Städte leerfegen, dann wird einem Angst und Bange.Und die Städte zumindest reagieren-der zukünftige Bau von Einkaufscentren auf der "grünen Wiese" (Außerhalb) ist nun untersagt-um eben die Stadtkerne wirtschaftlich überlebensfähig(er) zu halten.
Den günstigsten Preis izu erhaschen, dass ist ja aus Sicht des Kunden verständlich, aber man stelle sich vor, ein jeder würde nur noch seine Elektogeräte aus dem Media Markt beziehen-eine grauselige Vorstellung.Und das die Kleinbetriebe nun nur noch ausgleichend die Beratung "spenden" und die Auszubildenden mit Mühe auf einen guten Weg schicken, das ist a) zuviel des erwarteten Altruismus und b) einfach nicht zu finanzieren.
La Digue

