ADEgi,
dass Dir daran liegt, Deine Kunden gut zu beraten und ihnen dabei auch die Katalogsprache verdolmetschst, glaube ich Dir unbesehen.
Weiter oben wurde beschrieben, was man unter der Umschreibung "naturbelassener Strand" verstehen k a n n. Dass es eine Müllkippe sein kann, aber nicht muss...
Diese Katalogsprache lässt für viele Begriffe mehrere Deutungen zu, der interessierte Urlauber neigt dazu, positiv zu denken - es geht ja schließlich um Ferien.
Der Reisebüromitarbeiter kennt ganz sicher nicht alle Anlagen und Orte, die er mit Hilfe seiner Kataloge verkaufen will. Er war nicht vor Ort und ist somit ebenfalls auf die Übersetzung der Katalogsprache angewiesen, womit er selbst natürlich keine Probleme hat.
Er weiß also auch nicht, was sich hinter dem naturbelassenen Strand verbirgt. Was erzählt er dem Kunden?
Die Hoteleinkäufer der Veranstalter waren vor Ort, sie wissen, wie es dort aussieht. Die Marketing-Leute verpacken es rosarot, ein Katalog ist ein Werbeinstrument.
Es ist Sache der Veranstalter, ihrem Angebot Transparenz zu veleihen, damit das Reisebüro weiß, was es verkauft, und der Kunde weiß, was er kauft.
Besonders nett finde ich die Allgemeinen Hinweise im Preisteil, allgemeiner geht es wirklich nicht:
Vereinzelt ist mit Bautätigkeit zu rechnen, vereinzelt können Kakerlaken gesichtet werden, einzelne Hotels haben kürzere Betten... es kann vorkommen, dass kein Wasser im Pool ist, weil er gerade gereinigt wird, es kann von heute auf morgen zu Renovierungsarbeiten im Hotel kommen usw. usw.