Die Spielregeln sollte man schon vor Reiseantritt nicht nur kennen, sondern auch akzeptieren...man ist wie in jedem Urlaub auch als Gast dort, nicht als Stadthalter. Die Gepflogenheiten bspw. in der Türkei sind nun einmal so wie sie sind.
Es gibt wie immer mehrere Möglichkeiten.
Wer einen billigen Türkeiaufenthalt haben möchte, soll das ruhig "mitnehmen". Dann muss man eben täglich einen gewissen Druck aushalten und auf die eine oder andere Annehmlichkeit oder Freundlichkeit verzichten.
Wer sich vorstellen kann einen Reisepreis eben durch Konsum zu bezahlen und entspannt herangeht oder bleibt, der kann dabei sogar Spaß haben. Man muss nur klaren Verstandes handeln, denn wie hier schon mehrfach geschrieben, haben die Kaufleute auch dort nichts zu verschenken. "Leben und leben lassen" trifft's wohl am besten.
Das heißt natürlich, dass HANDELN nicht nur notwendig ist, sondern dazu gehört und sogar erwartet wird.
Wenn man gut ist und stets freundlich und entspannt bleibt, kann man Gegenstände zu realistischen Preisen erwerben, und manchmal ein Schnäppchen machen.
Es gibt eine Faustregel. Der Händler nennt Dir einen Preis, welcher i.d.R. doppelt so hoch ist, wie der letztlich aushandelbare Verkaufspreis.
Das heißt, wenn er bspw. 5.000 Euro sagt, sollte man ca. 2.500 zum Verhandlungsziel setzen. Ganz wichtig ist dabei, das angedeutete Kaufinteresse bei der Nennung des Einstiegspreises durch Resignieren oder Weitergehen auszudrücken. Die kommen Dir alle hinterher...
Unsere Erfahrung: Bei Schmuck haben wir sie ablaufen lassen. Bei Uhren haben sie scheinbar fast alle westlichen Nobelmarken. Ich habe ihm erzählt, dass ich aus dem Osten komme und für mich eine Uhr nur dann eine Uhr ist, wenn "Glashütte" drauf steht... Wer dort als Laufkundschaft einen Chronometer als Wertanlage für den Safe kauft, dem kann man eh' nicht helfen.
Bei Leder (3 Teile) lagen wir am Ende deutlich unter der Hälfte.
In der Teppichabteilung wurde es richtig spannend. Natürlich waren wir von dem ganzen Bamborium einigermaßen beeindruckt, wollten aber NIE einen Teppich kaufen.
Den Letzten, der ausgerollt wurde, entlockte uns allerdings ein BOAH, EY... und ich wollte ihn wenigstens mal anfassen. Das war der Einstieg in ein Verkaufsgespräch, an das wir uns noch heute gern erinnern, weil's auch einfach Spaß gemacht hat. Qualität, Preis, Zertifikat, Lieferung incl. Zoll bis hin zu Pflegetipps ... alles gut. Er liegt bei uns im Wohnzimmer direkt vor einer Glasfront und ist im Sommer auch direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Wir haben seit knapp 15 Jahren unsere Freude daran.
So kann's also auch gehen...
Es gehören immer mindestens 2 zu einem Geschäft und es ist immer dann ein Gutes, wenn alle Beteiligten zufrieden sind.
Viel Spaß ... oder eben Finger weg ...
Disco II
@Disco II
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