Hallo liebe Kanada-Fans,
da ich das bei anderen jetzt auch schon gesehen habe, möchte auch ich mich nach meiner Reise noch einmal zurückmelden und mich noch einmal für die tollen Tipps bedanken, die wirklich SEHR hilfreich waren, vor allem die von Harry. Also an Dich noch einmal einen speziellen Dank. Es ging auf der Tour soweit, dass mein Mann und mein Sohn mich häufig fragten: "Fahren wir heute wieder auf einen CG mit Forums-Empfehlung?" oder "Hat Harry das empfohlen?" Wenn ich dann nicht mit "Ja" geantwortet habe, waren die beiden SEHR skeptisch und in einem Fall (dazu später) hat sich das dann auch als berechtigt erwiesen.
Zunächst zum Startpunkt: Wir hatten Calgary als Start gewählt (8 ½ Stunden mit Lufthansa von Frankfurt in einer A340 – SEHR zu empfehlen). Calgary hat aus meiner Sicht gegenüber Vancouver ein paar Vorteile:
- kürzerer Flug
- zunächst nur 8 Stunden Zeitunterschied statt 9
- sehr übersichtlicher Flughafen
- Gepäck und Einreise ging extrem schnell (20 Minuten)
- zumindest wenn man mit Cruise Canada das Womo hat, gibt es noch die weiteren Vorteile, dass die Vermietstation sehr nahe am Flughafen ist und außerdem in einer recht netten Gegend, man kann tatsächlich von dort ZU FUSS (!) zu einem netten Einkaufszentrum laufen, wenn man längere Wartezeiten hat (wie wir). Die Vermietstation in Vancouver, bei der wir zufällig vorbeigefahren sind, liegt in einer eher hässlichen Gegend.
Jetzt zu Cruise Canada: Kann ich NICHT empfehlen und war definitiv das letzte Mal, dass wir das Womo dort gebucht haben (obwohl schon zweimalige Erfahrung mit Cruise America).
Unser Wagen war schon recht alt (150.000 km gelaufen) und hatte diverse Macken (es gab nur 3 Gasflammen am Herd, an der Fliegenfenstertür fehlte ein großes Stück, das Abflussrohr in der Küche leckte etc.), außerdem mussten wir zweimal zur Reparatur, was im Urlaub immer lästig ist und außerdem viel Zeit kostet. Der Kühl-/Gefrierschrank war kaputt und wir mussten einige Lebensmittel wegwerfen. Besonders ärgerlich war die kostenlose Traveller Assistance Nummer, wo man ewig in der Warteschleife hängt und auch keinerlei Ansage bekommt, wie lange es denn wohl noch dauern wird. Einmal haben wir 25 Minuten gewartet und bekamen dann die Aufforderung, es doch später noch einmal zu versuchen. Das haben wir getan - direkt von der Werkstatt aus. Nach wiederum langer Wartezeit versprach man uns, zurückzurufen, was nach einer weiteren Stunde immer noch nicht geschah (auch später nicht).
Wir haben zwar bei Abgabe alle ausgelegten Kosten zurückbekommen plus einen Bonus von einem Miettag, allerdings hat das unseren Ärger nicht wettgemacht. Zusätzlich gab es endlose Wartezeiten am Anfang beim Abholen. Es war so, dass wir kein "Early Bird" hatten, insofern wussten wir, dass wir erst nach 13 Uhr drankommen würden. Unser Gedanke war: Wenn wir relativ früh, also vormittags kommen, sind wir zumindest die ersten ohne Early Bird und kommen gleich um 13 Uhr dran. Weit gefehlt. Die Uhrzeit, zu der man sein Fahrzeug bekommt, steht schon vorher fest und wird nach irgendeinem Schema festgelegt. Unsere Uhrzeit war dann 15.30 Uhr, wir kamen aber tatsächlich erst um 16.30 Uhr dran mit der Nachricht, dass unser Wagentyp leider nicht zur Verfügung steht. Nunja, zumindest das ist noch gut ausgegangen, da eine andere Familie den anderen angebotenen Wagentyp genommen hat (nach einigen Diskussionen). Erst deutlich nach 17 Uhr kamen wir dort weg, hatten glücklicherweise nur die Fahrt bis Banff geplant (2 Stunden).
Unterwegs haben wir immer bewundernd auf die Womos von CANADREAM geschaut, die sahen wirklich toll aus! Fraserway scheint auch nicht schlecht zu sein.
Jetzt zur Urlaubszeit: Wir hatten ja einige Diskussionen darüber, dass wir Juli/August unterwegs waren. Ich muss sagen, dass es uns nicht gestört hat. Sicher, an den touristischen Highlights war es recht voll, aber es gab auch immer wieder "Ruhezonen", wo man sich gefragt hat, wo die ganzen Touristen nun eigentlich geblieben sind, z.B. auf der Strecke zwischen Whistler und Wells Gray. Auch wenn man Trails ÜBER 2 km wandert, ist man schnell einsam.
Wir haben tatsächlich recht viele CGs vorgebucht, was auch bestens geklappt hat. Die Einschränkung der Flexibilität hat uns gar nicht gestört, wir hätten sowieso wohl eher nicht die Zeit gehabt, irgendwo länger zu bleiben. Dazu müsste man wohl noch mehr Zeit haben als 3 ½ Wochen. Es war angenehm, eine Anlaufstelle zu haben, und man weiß, man kommt auf einem schönen CG unter und muss nicht noch auf die Suchen gehen oder auf der Overflow-Area stehen, die meist nicht sehr schön ist (außer s.u.) und außerdem genauso viel kostet wie der Campground selbst. Die Vorbuchung war nicht in allen Fällen nötig, aber in den Nationalparks Jasper/Banff auf jeden Fall, wenn man nicht bis mittags da ist.
Mücken: Es war lange nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Die ersten 2 Wochen haben wir (bis auf Manning PP am Lightning Lake) fast keine gesehen! Aber in Jasper ging es dann los. Da waren dann doch recht viele. Die dortigen "Repellents" helfen aber toll (wir hatten "Muskol"-Spray). Außerdem haben wir abends am Camping-Tisch auch noch diese Spiralen abgebrannt, eine an jeder Tischseite. So ging es gut, auch in die Dämmerung hinein.
Jetzt zur Route: Die von Harry empfohlenen CGs, die wir dann auch hatten, waren allesamt BESTENS. Dazu gehören z.B. Crystal Cove in Tofino (SEHR gepflegt), Paradise Park in Parksville (wirklich ein Traum-Blick mit Strandzugang, wir konnten herrlich baden, denn in der Straight of Georgia ist das Wasser im Gegensatz zum offenen Pazifik herrlich angenehm – ein Vorteil der Reisezeit), Porteau Cove in Britannia. Zum letzteren muss ich sagen, dass das mit der Bahn schon eine Einschränkung ist. Die verfolgt einen ja mehr oder weniger auf der ganzen Tour. Nicht nur, dass die Züge ENDLOS lang sind, nein, sie müssen auch permanent tröten. Mitten in der Nacht schon gewöhnungsbedürftig. Wenn man dann zu denen gehört, die nicht unbedingt gleich wieder einschlafen können, kann das die Urlaubsfreuden schon etwas mindern. Beim Porteau Cove hat übrigens als einziges unsere Reservierung nicht geklappt (warum auch immer). Darum sind wir dort auf die Overflow Area. Das war aber klasse! Dort stand man noch viel näher am Wasser und der Campingtisch wirklich DIREKT am Wasser mit dem tollen Blick! Am Abend flog direkt ein Weißkopfseeadler vorbei und im Wasser schwamm eine neugierige Robbe. Eine tolle Stimmung!
Das Halcyon Resort am Upper Arrow Lake fanden wir übrigens sehr schön zum Übernachten. Mag sein, dass das nichts Besonderes ist, aber es war dort alles SEHR gepflegt und freundlich, toller Blick auf den See mit sehr schönem, allerdings nicht ganz billigen Restaurant (ebenfalls mit Blick).
Abraten muss ich vom Kinbasket Resort (hinter dem Glacier NP). Nunja, war ja auch kein Tipp. Es geht dort 4 km auf einer echt schlechten Schotterstraße an den Kinbasket Lake, der dort aber nicht besonders sauber war, der CG ist irgendwie schmuddelig und heruntergekommen, dafür recht teuer. Außerdem laufen mal wieder die Bahnschienen fast direkt durchs Womo. Also unbedingt Finger weg von dem Platz!
Am Okanagan Lake war es voll (da machen auch die Kanadier Urlaub) und da man Harrys Tip südlich von Peachland nicht reservieren konnte, haben wir Todd's in Peachland genommen. Kann ich auch nicht unbedingt empfehlen. Liegt zwar DIREKT am See (wir haben dort herrlich gebadet), aber ist eng und EXTREM überteuert (war mit Abstand der teuerste Platz der ganzen Reise). Es gab allerdings einen Vorteil: Man konnte von dort zu Fuß herrlich am See in ca. 30 Minuten zum Gasthaus on the Lake gehen, was tatsächlich total nett ist (ich war ja skeptisch). Muss man auf jeden Fall gesehen haben. Bayern in Kanada. Echt witzig. Nett und lecker und nicht teuer. Man sollte reservieren!
Den Osoyoos Lake fand ich nicht so toll. Das Wüstenklima war uns doch etwas zu heiß (über 30 Grad), hier haben wir das einzige Mal die Klimaanlage gebraucht. Der See brachte keine Abkühlung, wenn man auch beim Nk'mip CG direkt dran steht (eigentlich recht schön, aber der Platz war mir irgendwie zu riesig). Denn der See ist nur hüfthoch, man muss ewig weit über steinigen Untergrund waten, um überhaupt mal schwimmen zu können. Ohne Badeschuhe kein Vergnügen. Müsste ich nicht unbedingt nochmal haben. Besuch der kleinen Wüste bei den Temperaturen – gestrichen.
Bezüglich Manning sind wir von Harrys Tipp abgewichen und haben im Manning PP auf dem Lightning CG genächtigt (den kann man vorreservieren, was auch nötig war). Der Platz war einer der schönsten der Reise: Herrlich im Wald gelegen, total gepflegt, die kleinen Hörnchen hüpfen um einen herum, nettes Abendprogramm des Parkrangers, der See ist nur ein kurzes Stück zu Fuß, unbedingt die Wanderung um den See machen, toll! Es gibt auch traumhafte Badestellen! Aber Mückenmittel mitnehmen. Abends dann Lagerfeuer und Marshmallows – herrlich!
Beim Burnaby CG in Vancouver war ich dann angenehm überrascht. Nachdem, was ich so im Forum gelesen hatte, hatte ich Schlimmstes erwartet. Aber es ist alles sehr gepflegt, der CG hat einen hohen Standard (Schwimmbad, Spielplatz, Möglichkeiten zum Wäsche waschen etc.) und es war auch überhaupt nicht so laut wie ich dachte! Ich habe jedenfalls toll geschlafen. Und an der Rezeption sind die Leute total nett und hilfsbereit. Und der Anschluss an die Bahn ist nicht zu verachten. Übrigens lohnt sich die Tageskarte fast in jedem Fall, da man von der Station in die Stadt NICHT für den Einzeltarif von 2,50 $ kommt, da es mehr Zonen sind.
In Vancouver sollte man wirklich UNBEDINGT für 4 Stunden ein Fahrrad mieten, ich fand das eines der Highlights der ganzen Reise. Die gibt es zuhauf in der Denman Street. Immer am Wasser entlang fahren, Achtung, um den Stanley Park geht es nur GEGEN den Uhrzeigersinn. Dann am Wasser um die Bucht herum nach Granville Island (dort ist es auch echt klasse!), von dort kann man, wenn man möchte, mit dem Aquabus übersetzen, dann ist der Rückweg kürzer. Achtung, die normalen kleinen Fähren nehmen keine Fahrräder mit, nur der Aquabus. Ich muss allerdings zugeben, dass wir echt traumhaftes Sommerwetter in Vancouver hatten.
Man sollte unbedingt auch den Norden Vancouvers anschauen. Wir waren später mit dem Womo auch noch am Marine Drive, Höhe 25th Street gibt es einen Teil mit Läden und Cafes, ganz tolle Athmosphäre. Man merkt, dass hier die teure Wohngegend ist.
Wenn man Geld sparen möchte, fährt man nicht auf den Grouse Mountain, sondern mit dem Wagen die Cypress Bowl Road hinauf. Dort gibt es mehrere View Points mit traumhaftem Blick über Vancouver. Statt der Capilano Bridge gibt es die Hängebrücke im Lynn Canyon, die gar nichts kostet. Man kommt da auch wunderbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin (Bus ab der Nordstation des SeaBus), der Bus fährt ebenfalls durch total schöne Wohngegenden und der Fußweg zum Lynn-Canyon ist ebenfalls schön. Dort würde ich auch gern wohnen!
Restauranttipp hätte ich auch noch: Bei Joe Fortes (in einer Querstraße der Robsonstreet, ich glaube die Thurlow St.) kann man bei gutem Wetter göttlich schön auf der Dachterrasse sitzen. Ich meine, so schön kann man nirgendwo in Vancouver Downtown draußen sitzen (vorreservieren, sonst keine Chance). Zugegeben, der Laden ist teuer, aber es lohnt sich. Drinnen sieht es übrigens auch toll aus.
In Victoria waren wir im Fort Victoria CG, war auch ok, vor allem die Anbindung mit dem Bus in die Innenstadt. Die Whale-Watching-Tour haben wir von dort gemacht, wir haben den Anbieter nebem dem Wasserflugzeug-Startpunkt genommen und waren sehr zufrieden. Es ist dort etwas teurer, dafür hat das Zodiac Boot auch eine Toilette und sie fahren 3 ½ Stunden statt 3. Übrigens habe ich beim Zodiacfahren gemerkt, warum die sich vorher unterschreiben lassen, dass man nichts mit dem Rücken hat...... Also wenn man da Probleme hat, würde ich lieber einen anderen Bootstyp nehmen. Es ist nicht immer angenehm, wenn das Boot auf die Wellen knallt, am Anfang macht es noch Spaß, aber wir sind recht weit gefahren. Nunja, das sollte jeder selbst entscheiden. Wir haben jedenfalls viele Orcas und einen Grauwal gesehen und waren glücklich.
Butchart Garden war übrigens die einzige Attraktion, von der ich finde, dass man sie nicht UNBEDINGT gesehen haben muss. Ich fand es überteuert. Zwar sehr schön, aber hauptsächlich Blumen, die man in deutschen heimischen Gärten sieht (natürlich viel mehr, klar). Falls man auf Blumen steht und das Geld sparen will, kann man sich die Cascade Time Gartens am Museum in Banff anschauen und natürlich die Bepflanzungen im Crystal Cove Beach Resort CG in Tofino (kein Witz, die sind total schön). Oder man geht in Hamburg zu "Planten un Blomen"
, kostet auch nichts.
Ein Tipp für den Pacific Rim National Park: Man sollte unbedingt bei Ebbe an den Strand, die Tidezeiten bekommt man z.B. am CG. Dann auf die freigelegten Felsen klettern und herumstöbern. Man sieht dort hunderte von riesigen Seesternen in verschiedenen Farben, Anemonen, Krebse und Muscheln. Toll, vor allem auch mit Kindern. Bei Flut ist alles überspült, da sieht man nix.
Baden kann man da übrigens nicht (kalt!) und das Wetter ist meistens eher schlecht. Naja, bei uns hat es wenigstens nicht geregnet!
Ja, der Wild Pacific Trail in Ucluelet war wirklich schön, danke nochmal für den Tipp, Tami.
Wir haben noch den Schooner Trail und den östlichen Rainforest Trail gemacht. Alles toll. Empfehlenswert ist auch das kleine Informationszentrum ziemlich im Süden des Parks, dort, wo auch ein Restaurant ist. Das ist wirklich nett aufgemacht, mit Walschädeln, Tiermodellen und einer 3D-Karte der Gegend, beeindruckend.
Über Parksville habe ich ja schon kurz oben geschrieben. Der CG mit dem Minigolf vorne ist tatsächlich zunächst abschreckend, wir haben dann aber abends noch Minigolf gespielt und es hat echt Spaß gemacht, vor allem natürlich meinem Sohn !
In Whistler hatten wir dann Pech. In der Gegend gab es etliche Waldbrände und die ganze Luft war voller Rauch. Man konnte nichts sehen, keinen einzigen Berg. Echt schade.
Das war übrigens die nächsten beiden Tage bis Jasper immer noch so. Ich weiß nicht, ob das im Sommer öfters vorkommt. In Jasper hat es dann geregnet und am nächsten Tag war die Luft wieder klar.
Dutch Lake Resort in Clearwater kann ich auch sehr empfehlen. Man kann dort auch schön im See baden. Was mir vorher nicht verraten wurde (vielleicht ist es neu?): Ein total nettes Restaurant mit Terrasse und Blick auf den See mit Namen "Painted Turtle", gehört zum CG. Hätte ich nicht erwartet!
In Jasper haben wir auf dem Wapiti CG gewohnt. Hier fand ich es sehr nachteilig, dass es nur EINE Duschgelegenheit am Eingang gab. Wenn man irgendwo weiter hinten seinen Stellplatz hat, ist es eine halbe Tageswanderung dorthin. Wir haben dann erst gefrühstückt und haben dann auf dem Weg nach draußen bei den Duschen angehalten.
Die Fahrt zum Maligne Lake sollte man keinesfalls auslassen (auch nicht den Maligne Canyon am Anfang des Weges zum Lake), auch bei nicht ganz so gutem Wetter (wie bei uns). Wir haben den ganzen Urlaub nicht so viele Tiere gesehen, wie auf dieser Fahrt (Bighorn Sheeps, Hirsche, Murmeltiere – ganz zutraulich und sogar einen Coyoten). Die Fahrt AUF dem Maligne Lake mussten wir nicht haben, war uns zu touristisch. Wie gesagt, das Wetter war auch nicht so toll. Wir haben da lieber noch eine kleine Wanderung gemacht.
Der Icefield Parkway ist natürlich der Höhepunkt. Da möchte ich gar nicht weiter drauf eingehen, der ist einfach selbstredend. Auf jeden Fall haben sich ALLE Haltepunkte gelohnt, besonders die Athabasca Falls, der Gletscher (obwohl erschreckend weit zurückgegangen), der Peyto Lake usw. Einfach nur ein Traum. Zum Übernachten waren wir am Wilcox Creek, da waren wir tatsächlich mal früh da (keine Reservierung möglich).
Beim Icefield Center war ich nur entsetzt, dass die Kanadier (wie die Amerikaner) es einfach nicht schaffen, an einer solchen Örtlichkeit ein gemütliches Cafe hinzusetzen. Nur ein kantinenartiger Schnellimbiss und die Terrasse mit dem tollen Blick wurde gar nicht genutzt. Das hätten die Deutschen oder Österreicher aber besser hinbekommen!!!
In Lake Louise gibt es nur einen CG, da hat man keine Wahl. Wieder einmal fährt die Bahn dort lang..... Wir fahren früh am Lake Louise, was heißt 9.15 Uhr, da hatte man noch freie Auswahl bei den Parkplätzen und die Schar der Japaner war noch übersichtlich. Wir sind dann zum Lake Annette hoch gewandert, echt klasse. Dort oben beim Teehaus kam direkt eine Art österreichische Gemütlichkeit auf, das war jedenfalls ganz toll dort. Und dann sollte man den Abstecher zum Little Beehive nicht auslassen, der Blick von dort ist einer der schönsten, die ich je gesehen habe.
In Banff schließlich haben wir es nicht geschafft, am wunderschönen Two Jack Lakeside CG unterzukommen. Das ist wirklich einer der schönsten Plätze, die ich auf der Reise gesehen habe. Unbedingt trotzdem den Winnewanka-Loop abfahren (dort liegt der Platz). Außerdem auf den Sulphur Mountain fahren, fand ich absolut lohnenswert (Sportliche können auch hochwandern, ca. 600 Meter Höhendifferenz). Und die Hoodoos gegenüber vom Tunnel Mountain Village 1 CG. Und zwar nicht wegen der Hoodoos (das sind so ein paar etwas popelige Sandsteingebilde), sondern wegen des göttlichen Blicks von den Viewpoints in das Tal. Unbedingt alle Viewpoints ablaufen (dauert nicht lange).
Wir haben uns dann auch noch das Hotel angeguckt. Echt schick. Aber wohl eher nicht unsere Preisklasse..... Man kann unten an dem Parkplatz mit den Bow Falls parken (dort ist es auch total schön, außerdem starten dort die Rafting Boote) und zum Hotel am Golfplatz hochlaufen.
Achja, und Banff selbst ist sehr nett. Wirklich schöne Athmosphäre. Bloß nicht erwarten, dass es in Jasper oder Lake Louise ähnlich ist. Gerade letzteres besteht nur aus ganz wenigen Läden mit einem Parkplatz und einem kleinen, völlig überteuerten Supermarkt. Also besser vorher einkaufen (in Jasper ist es ok).
Tja, und unsere letzte Nacht haben wir auf dem Calgary West CG verbracht. Da kommt man direkt vorbei (Highway), es liegt aber weit genug von der Straße weg, um nicht so laut zu sein. Netter Platz mit Schwimmbad, sauber, hat alles, was man braucht. Sicher nichts Tolles. Von dort ist es dann nur noch eine halbe Stunde zu Cruise Canada in Calgary.
Ach ja, vielleicht noch kurz zu Calgary: Ich finde, die Stadt kann man total vergessen. Eignet sich gerade mal als Startpunkt. Downtown hat uns gar nicht gefallen, da sind wir gleich wieder abgehauen. Wir hatten uns für 24 Stunden einen Leihwagen gemietet, ist meist günstiger als Taxifahren und waren so flexibel. Etwas weiter südlich ist ein sehr schönen großes Einkaufszentrum. Da konnte man sich dann gut wachhalten (Ihr wisst schon, die Zeitumstellung). Eau Claire Market fand ich danach dann völlig enttäuschend. Nette Restaurants? Fehlanzeige.
Zum Einkaufen hätte ich dann noch einen Tipp. Wir waren gern bei Safeway. Dort gibt es z.T. erhebliche Discounts, wenn man die "Clubkarte" hat. Diese bekommt man ganz einfach vorn am Eingang bei der Information, wenn man einen Zettel mit seinen Daten ausfüllt. Einziger Trick: Man braucht eine Adresse in Kanada und da gibt man dann halt irgendeine an, z.B. die vom ersten Hotel oder was auch immer. Interessiert überhaupt nicht. Dann die Karte einsacken und SPAREN. Ist wirklich nicht wenig. Geht übrigens auch bei anderen Supermärkten, einfach fragen. Bei einer anderen Kette (weiß den Namen jetzt nicht mehr) wurde auf unser Nachfragen an der Kasse für uns die "Touristenkarte" registriert und wir bekamen den Discount.
Wir hatten übrigens ein kleines Notebook mit. Ich finde, das lohnt sich. Fast jeder CG hatte ein meist kostenloses WiFi (in den NPs allerdings nicht), außerdem gibt es an fast jeder Ecke Starbucks (schlimmer als in den USA!). Man kann mit seinen Lieben über Mail kommunizieren oder skypen. Oder nach dem Wetter gucken. Oder seine Fotos sichern. Oder... naja, Ihr wisst ja selbst.
Noch etwas: Nehmt Euch wirklich nicht zu viele Kilometer pro Tag vor. Für die gut 300 km von Victoria nach Tofino braucht man z.B. fast 6 Stunden, auch wenn man das gar nicht glauben will. Langsam geht's auch nördlich von Whistler voran, da ist es sehr bergig.
Falls Ihr Feedbacks oder noch Fragen habt, nur her damit. Ich hoffe, mein Bericht ist nicht zu lang geworden?
Viele Grüße
Conny