„Rost statt Glanz, Muff statt Frische, Abnutzung statt Eleganz – und dazu technische Pannen, die das Kreuzfahrt-Erlebnis zum Stottern bringen.“
Zustand des Schiffes – Ein Fall für die Werft, schon vor 5 Jahren
Schon beim ersten Rundgang fiel auf, dass sich die AIDAluna weit von ihrem ursprünglichen Glanz entfernt hat. Statt eines gepflegten Kreuzfahrtschiffes fanden wir eine sichtbar abgenutzte und ungepflegte Umgebung vor:
• Rostbefall an zahlreichen Stellen im gesamten Außenbereich.
• Abgenutzte Böden auf dem Pooldeck, die weder optisch noch funktional überzeugen.
• Handläufe und Bodenbeläge mit sichtbaren Schäden und Löchern.
• Mobiliar auf Deck 11, das wahllos zusammengestellt wirkt und den Charme eines improvisierten Biergartens versprüht.
• Mobile Bars, die eher an eine Dorffeier als an eine Kreuzfahrt erinnern.
Trotz all dieser Mängel preist AIDA das Schiff mit Hochglanzfotos an und verlangt Preise auf dem Niveau modernerer Schiffe. Wer von einer bekannten deutschen Marke erwartet, dass die Realität mit den Werbeversprechen übereinstimmt, wird hier bitter enttäuscht.
Nach einem Telefonat mit AIDA hieß es schlicht: „Das sind Beispielbilder, was nicht heißt, dass es wirklich so aussehen muss.“
Auch an Bord gab es als Antwort auf beschriebene Mängel das typische Zuckergussargument: „Sie geht ja bald in die Werft, unsere alte Lady. Sie hat ihre Ecken und Kanten, aber dafür lieben wir sie umso mehr.“
Sauberkeit & Hygiene – Mangelhafte Standards
Sauberkeit wird an Bord offenbar unterschiedlich gehandhabt:
• Der Poolbereich war durchgehend stark verschmutzt, mit Utensilien in den Pools, die tagelang herumtrieben.
• Regelmäßig stehende Pfützen, die nicht abgezogen wurden. Dies ist nicht nur unhygienisch, da sich bei warmen Temperaturen im Wasser Bakterien bilden können, sondern stellt auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da die rutschigen Flächen eine erhöhte Sturzgefahr mit sich bringen.
• Teppichböden im ganzen Schiff sind abgenutzt und fleckig; in der Kabine fanden wir sogar Hinterlassenschaften früherer Gäste.
• Handtücher rochen muffig, egal ob für den Pool oder das Badezimmer.
Die Versorgung seekranker Gäste – Kein Konzept, stattdessen fragwürdige Antworten
Während der Reise wurde meine Ehefrau seekrank und war nicht in der Lage, sich selbstständig auf dem Schiff zu bewegen. Natürlich ist es nicht der Reederei anzulasten, dass ein Gast unter Seekrankheit leidet. Doch auf meine Nachfrage an der Rezeption, wie ich meine Ehefrau mit Lebensmitteln versorgen könne, wurde mir mitgeteilt, dass es nicht erlaubt sei, Speisen aus dem Restaurant mitzunehmen – man empfahl mir jedoch, es „auf gut Glück zu versuchen“.
Das bedeutet im Klartext: Anstatt eine praktikable Lösung anzubieten, wurde ich als Gast von der Crew dazu ermutigt, bewusst gegen die Regeln an Bord zu verstoßen, um meine seekranke Ehefrau mit Nahrung zu versorgen. Eine professionelle und durchdachte Lösung für solche Situationen scheint es bei AIDA nicht zu geben – jeder seekranke Gast ist offenbar auf sich allein gestellt.
Reaktion von AIDA – Freundlichkeit sieht anders aus
Nach unserer noch nicht veröffentlichten Bewertung, die wir AIDA zunächst per Mail gesendet haben, wurden wir zu einem Gespräch gebeten.
Dort wurde uns sehr unfreundlich mitgeteilt, dass unsere Erwartungen zu hoch gewesen seien.
Und: Sollten wir unsere Bewertung so veröffentlichen, würden juristische Schritte gegen uns eingeleitet werden.
Warum?
Weil wir angeblich emotional bewerten anstatt sachlich.
Da wir uns in der Reisezeit vom 12. Januar bis 26. Januar an Bord befanden, dürfte es für AIDA ein Leichtes sein, eine Zuordnung zu den Passagieren vorzunehmen, die diese Bewertung geschrieben haben.
Die Aussagen aus unserem Gespräch mit der AIDA-Mitarbeiterin vom 14. Februar lassen daher leider nur eine Erkenntnis zu:
Nie wieder AIDA.