Tja Anika, ich bin hin- und her gerissen. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich Dich verstehen, Du sprichst das aus, was vermutlich sehr viele denken aber aus "Anstand" nicht sagen, jedoch u. U. einfach still praktizieren.
Eine Diskriminierung ist dieser Thread nicht, er mag unglücklich gestartet sein.
Ich lese hier von sehr vielen Erkrankungen, die eine "Behinderung" darstellen und die man sieht.
Einer oder zwei User schrieben: Was ist mit den Behinderungen, die man nicht sieht?
Wenn Ihr mich auf der Straße sehen würdet, im Büro, würdet Ihr vermutlich nicht merken, dass ich mit einem GdB von 80 (Gesamtgrad der Behinderung) den grünen Ausweis trage.
Es gibt sehr viele Erkrankungen, die man nicht sieht, aber Einschränkungen zur Folge haben. Diese Einschränkungen können sehr vielfältig sein. Ich würde zum Beispiel nie eine Gruppenreise mehr buchen... Ganz einfach deshalb, weil ich nicht ständig mich für fehlenden Alkoholkonsum und zu spät beim Bus erscheinen entschuldigen möchte, auch das ich mal etwas stiller oder sehr traurig bin.
Auf Ibiza bin ich kürzlich aus einem Lokal hinaus geflogen, weil ich keinen Alk wollte. Tja... ich würde vermutlich massive Probleme bekommen, wenn ich meine Medikamente mit Alkohol vermische. Doch das ist völlig irrelevant für das Umfeld, was kein Alkohol? Drei Stunden zum munter werden? Hilfe, was für ein ******... Schlafmütze. Schnarchnase.
Tja... Narkolepsie ist unsichtbar. Höchstens vielleicht, wenn man Kataplexien hat.
Dann der Bereich der psychischen Erkrankungen... Depressionen, soziale Phobie, Angststörungen und und und... das sind auch Behinderungen i.S. des SGB, wenn ein entsprechender Umfang besteht.
Was ist so schwer für die Hotelangestellten, ein zweites Gedeck wegzuräumen, wenn man allein ist? Oder für andere, mal zurückzugrüßen? Mich macht es sehr traurig auf Reisen, wenn ich merke, wie viele Menschen Alleinreisende schneiden.
Es sind Kleinigkeiten, die man sich als Behinderter wünscht. Vor allem, normal und menschlich behandelt zu werden.
Gute Nacht.
AdsonBerlin