Krankenhausaufenthalt Hospiten Bavaro
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Hallo zusammen,
da ich bisher noch keinen Thread zu dem Thema gefunden haben, hier mein Erfahrungsbericht.
Wir waren Ende Februar im Iberostar Punta Cana und bereits nach 2 Tagen bin ich mit dem Verdacht einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus Hospiten Bavaro gekommen.
Nach heftigen Bauchkrämpfen am Nachmittag und einem Besuch beim Hotelarzt wurde ich für dortige Verhältnisse ziemlich schnell mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ich von einer englischsprechenden Ärztin untersucht (Abtasten, Röntgen, Ultraschall) und dann kam die Gewissheit; ich musste so schnell wie möglich operiert werden. Sofort wurde das OP-Team zusammengetrommelt (es war Sonntag Abend). Nachdem das ganze bürokratische Zeug (Auslandkrankenversicherung, Unterschriften usw...) geklärt waren und zwischendurch noch ein schwerer Unfallpatient behandelt wurde, bin ich noch in der selben Nacht operiert worden.
Die OP und der gesamte Heilungsprozess ist sehr gut verlaufen, so dass ich nach vielen Infusionen bereits nach 3 Tagen wieder ins Hotel konnte.
Zum Krankenhaus selbst kann man sagen, dass dort eigentlich hauptsächlich Touristen behandelt werden. Das Krankenhaus war sehr sauber und entspricht meiner Einschätzung nach einem etwas einfachen europäischen Standard. Mein Frau konnte für 121,- USD pro Nacht ebenfalls im Krankenhaus bei mir im Zimmer übernachten (wurde allerdings nicht von der Auslandskrankenversicherung übernommen).
Die Ärzte und an der Rezeption (fast alle) können englisch und es gibt sogar eine deutsche Mitarbeiterin Stefanie, die sich um die Belange der Patienten kümmert. Die Krankenschwestern können nur sehr wenig englisch. Natürlich braucht alles etwas mehr Zeit (2 Stunden Wartezeit bei der Nachuntersuchung trotz Termin) als bei uns aber mit etwas Gelassenheit kann man alles gut überstehen.
Falls ihr noch mehr Fragen habt, kann ich gerne noch detaillierter Auskunft geben.
Einfach melden.
Ralph
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@carstenW.
Die Kosten für den Hotelarzt und den Transport vom Hotel ins Krankenhaus mussten wir sofort vor Ort bezahlen. Die Kosten für die Untersuchung, eine Infusion und den Transport haben 491,- USD betragen, wobei der Transport allein bereits ca. die Hälfte der Kosten ausgemacht hat. Diese Rechnung habe ich in D bei der Auslandskrankenversicherung eingereicht und auch bereits erhalten.Im Krankenhaus hat meine Frau vom Krankenhaus aus mit der Auslandskankenversicherung (ist bei meiner MasterCard dabei) gesprochen und die haben ziemlich schnell eine Kostenübernahme ans Krankenhaus geschickt. Aber erst als die Bestätigung der Krankenversicherung vorlag, wurde ich auch tatsächlich operiert. Vorher ging da gar nichts. Das Krankenhaus wollte eine Bestätigung von min. 10.000,-- USD für die OP haben. Ob der Betrag auch den tatsächlichen OP-Kosten entspricht, kann ich nicht sagen, da ich bis jetzt keine OP-Rechnung gesehen habe. Zum Glück musste ich bei diesem Betrag nicht in Vorkasse treten.
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@miralph1204
danke für die Info. 10000 $ ist natürlich ein stolzer Preis, heftig. Was mir an der Sache nicht gefällt ist, daß erst nach der Bestätigung der Kostenübernahme operiert wurde. Was wäre wenn ein Notfall vorliegt, wo von jetzt auf gleich operiert werden muß? Das würde mich mal interessieren. -
carstenW. wrote:
@miralph1204
Was mir an der Sache nicht gefällt ist, daß erst nach der Bestätigung der Kostenübernahme operiert wurde. Was wäre wenn ein Notfall vorliegt, wo von jetzt auf gleich operiert werden muß? Das würde mich mal interessieren.iss ganz einfach,wenn man nicht zahlen kann,ist der tod greifbar.
ohne moss nix los
was in D ein Notfall ist,muss dort kein Notfall sein...
deswegen mein Tip,immer ne gute credi-card dabei haben...
weil damit geht alles schneller,ist ja schon beschrieben worden
das ist nur meine Erfahrung
wünsche allen ,das sie dort nie krank werden,oder einen Arzt in Anspruch nehmen müssen..
buien viaje,y mucha broma alla
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Da sieht man wieder mal, wie wichtig eine gute Auslandskrankenversicherung wirklich ist! Blinddarm ist ja nun keine schwierige OP, aber wie man hier wieder merkt, kann auch sowas "simples" zum Verhaengnis werden.
Was lernt man daraus - NIE ohne Krankenversicherung auf Reisen gehen. -
Theoretisch ist beides möglich....
kommt auf den Arzt an,ob er genug Geld in der Tasche hat,wenn nicht,dann ist gerade der Slider für die Karte Kaputt " No Hay Systema "
Die eindeutige Aussage kann dadurch nicht staatfindenJede/r erlebt etwas anderes... es la vida alla ya
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@livegh
Im Ibero konnten wir problemlos direkt beim Hotelarzt mit Kreditkarte bezahlen.
Wie es bei anderen Hotelärzten abläuft weiß ich nicht.
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man kleinere Beträge auch in bar bezahlen muss.Wie bereits von Belinda erwähnt, ist eine Auslandskrankenversicherung ein absolutes MUSS. Wobei man zusätzlich noch auf die Leistungen achten sollte.
Meine übernimmt z.B. die Taxikosten vom Krankenhaus ins Hotel (nach der OP), die Taxikosten für den Besuch im Krankenhaus zur Nachuntersuchung, Telefonkosten und die Übernachtungen meiner Frau (ok kann ich verstehen, ist eine freiwillige Sache) nicht.Aber ich werde da nochmal nachbohren, vielleicht bekomme ich wenigstens die Taxifahrten noch erstattet.
Hat jemand Erfahrungen hierzu?
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@miralph1204
bei uns handelte es sich jeweils um 200 Dollar. -
....dann habt ihr wahrscheinlich nur in einen Seeigel getreten,weil für viel mehr reicht das geld nicht,zumindest nicht in PC
Lasse mich aber gerne des besseren belehren....
ich/wir kennen im prinzip nur ,die preise im campo,und die sind schon heftig...
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Hallo zusammen,
auch wir können über das Hospiten Bavaro berichten. Mein Mann musste letzten Urlaub im September zwei mal dort eingeliefert werden. Zuerst wegen einer Magen-Darm Infektion. Im Hotel sagte man uns auch, dass wir unsere Kreditkarte mitnehmen sollten. Während mein Mann untersucht wurde, habe ich unsere Reise-Krankenversicherung vorgelegt und wurde telefonisch mit der Versicherung in Deutschland verbunden. Da es schon spät abends war, habe auch ich im Krankenhaus geschlafen. Abends hat dann noch die Versicherung im Krankenzimmer angerufen und sich erkundigt, wie es meinem Mann gehen würde.
Wir fanden das ganz toll. Am nächsten Tag wurde mein Mann nachmittags wieder entlassen, bekam aber Medikamente mit. Drei Tage später musste er dann wieder eingeliefert werden, diesmal kam er direkt auf die Intensivstation. Auch hier wurde nicht nach unserer Kreditkarte gefragt. Während ich wieder Kontakt zur Versicherung aufgenommen habe, wurde mein Mann untersucht. Wir fanden die ganze Behandlung vorbildlich. Auch das Personal war super freundlich und hilfsbereit. Mein Mann hat 5 Tage auf der Intensivstation verbracht und wurde dann noch für einen Tag auf eine normal Station verlegt. Stefanie und ...., Name fällt mir leider momentan nicht ein, haben uns sehr geholfen, indem sie bei der Visite dabei waren und übersetzt haben, was die Ärzte sagten. Insgesamt hat die Behandlung ca. 10000 € gekostet, die Abrechnungen kamen dann zu uns nach Hause. Wir mussten keine Vorkasse leisten. Taxikosten wurden allerdings auch nicht erstattet, aber das war auch bei dieser hohen Summe nicht so schlimm.
Auch im Hotel Mélia Caribe Tropical hat man sich sehr um mich und dann später auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus um meinen Mann gekümmert.
Es war eine schlimme Erfahrung für uns, aber wer weiß, wie die Situation ausgegangen wäre, ohne die Ärzte vom Hospiten Bavaro. Wir können es nur empfehlen. Leider kennen wir immer noch nicht die Ursache für die Erkrankung.Viele Grüße
Petra -
Hallo,
in den USA ist es genauso, ohne Kreditkarte geht da gar nix. Die operieren einen auch nicht, wenn man nicht entweder cash vorlegt oder eben die Kreditkarte vorab zückt.Viele Grüße
Birgit -
Bei den meisten AKV's ist lediglich die Hinfahrt zum Behandler mitversichert. Auch Kosten von Begleitpersonen sind bei fast allen nicht Gegenstand des Versicherungsschutzes. Ab und zu gibt es natürlich gewisse Möglichkeiten innerhalb des Kulanzrahmens. Aber jeder Vers.-Fall ist individuell und wird daher auch in Bezug auf Kulanz individuell entschieden. Du kannst es ja mal versuchen. Mehr als nein sagen und auf die AGB's verweisen kann dein Versicherer nicht.
Eine AKV ist wirklich ein absolutes muss finde ich. In den USA z.B. ist es verdammt teuer. Da bezahlt man schon zig Dollar um dem Doc überhaupt guten Tag sagen zu können. Also liebe Leute, nicht am falschen Ende sparen, sonst kann der Traumurlaub einen ruinieren und evt. nicht nur finanziell.
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Hallo, ich möchte euch auch meine Erfahrungen mitteilen. Jetzt bin ich allein im Palladium Bavaro. Vor 4 Tagen ist meine Mutter in der Anlage sehr schwer gestürzt. Der linke Arm war 3mal gebrochen. Der Bruch war etwas offen. Das Restaurant hat dann einen Fahrer gerufen, um zum Arzt zu fahren. Der Arzt war eine ca. 21jährige von Hospiten. Es gab im Hotel nur eine große Flasche mit Sauerstoff und ein wenig Medikamente. Einen Zugang konnten sie nur mit großem Blutverlust legen. Anschließend wurde von einem Karton die Seitenwand ausgeschnitten und zu einem V geformt und der Bruch gestützt. Das hat 800 Dollar gekostet. Wir haben in Peso, Euro und Dollar bezahlt. Meine Mutter hatte innere Blutungen im Arm. Das Geld wurde ca. 10mal gezählt. Nun ist sie endlich in die Clinica gekommen mit ihrem 800 Dollar PappeArm. Mein Bruder ist mit zur Clinica und ich habe mit unserer Versicherung telefoniert und hatte gleich einen Arzt am Telefon von der A. Die A hat dann erstmal 10.000 Dollar bereit gestellt. Im Krankenhaus wurde deutsch gesprochen und es war ok. Innerhalb 48 Stunden wurde meine Mutter und mein Bruder nach Berlin geflogen. Die A. hat uns sehr, sehr geholfen. Die Flüge haben fast 4000 Euro gekostet, weil es Business war. Es wurde alles bezahlt. Eine Op in der RD wollten wir auf keinen Fall. Meine Mutter wurde sofort in Deutschland operiert. Wir kennen das Land 18 Jahre. Aber es gab hier keine echte Hilfe, außer unserer Versicherung. 1 Minute im Palladium telefonieren kostet 4 Dollar die Minute. Zum Glück hatte ich iPad und Skype dabei...
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Hallo Canario 1976, willkommen im Forum und schade, daß so ein schlimmer Unfall dich in dieses Urlauberforum führt.
Ich hoffe, daß deine Mutter mittlerweile wohlauf ist und daß du noch einige etwas unbeschwertere Urlaubstage im Palladium verleben konntest. Auch wenn alles nicht mehr so war, wie ursprünglich geplant.
Es ist schwierig zur Behandlung deiner Mutter etwas zu sagen. Denn hier berichten Urlauber auch immer wieder mal gegenteiliges, also von guter ärztlicher Versorgung. Daß die Behandlung von Touristen allerdings immer "kostspielig" ist, das scheint Standard zu sein. Die Dominikaner wissen durchaus, wo Geld zu holen ist. Bei den allermeisten Landsleuten ja leider nicht.
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Hallo zusammen,
also ich habe eine eher unschöne Erfahrung mit diesemKrankenhaus gemacht und wünsche Niemanden dort hinein zu müssen. Und wenn mandoch rein muss, am besten mehrere Kreditkarten mit hohem Limit mitnehmen.
Ich wurde mit starken Bauchkrämpfen dort eingeliefert undman kümmerte sich überhaupt nicht um mich. Lediglich ein paar unfreundliche Schwesternkamen wortlos ins Zimmer und nahmen Blut ab, spritzen mir Irgendetwas und gabenmir Medikamente. Und alles war mit Schmerzen verbunden, selbst dieBlutentnahme, das kenne ich nicht wirklich aus Deutschland. Als ich versuchtenachzufragen was das alles ist, wurde mir nur unfreundlich auf Spanischerklärt, dass sie kein Englisch sprechen. Vom Arzt keine Spur, auch nachmehrmaligen Nachfragen nicht.
Dann kam eine noch unfreundlichere Dame ins Zimmer undknallte mir ein Telefon auf den Bauch und sagte ich hätte 20 Minuten Zeit zuklären, dass die bisherigen Kosten durch meine Auslandskrankenversicherung auf dasKonto des Krankenhauses beglichen wird (bis dahin 1300 USD).
Ich habe daraufhin meine Versicherung angerufen und Siesagte mir sie hätten bereits alle nötigen Schritte eingeleitet und sogar einblanko-Schreiben zum Krankenhaus geschickt. Dies wurde allerdings kommentarlos nichtakzeptiert und ich wurde von 2 Leuten des Krankenhauses unter Druck gesetzt,worauf mir der Kragen platze, da ich bisher noch mit keinem Arzt gesprochenhatte, ich nicht wusste was ich habe und es mir übel ging und ich totalübermüdet war. Ich habe dann aus Verzweiflung meine Kreditkarte derunfreundlichen Dame gegeben, die mich dann erst mal in Ruhe ließ. Kurze Zeitspäter kam ein Kollege von ihr und es wurden aus den anfangs 1300 USD aufeinmal bis zu 3500 USD und es wurde nach meinem Kreditkartenlimit gefragt. Ichwusste immer noch nicht was mit mir los ist.
Ich bin dann mit Kanüle im Arm aus meinem Zimmer und habe erstmal selbst versucht einen Arzt aufzutreiben. Habe es dann geschafft und es kameine unfreundliche Ärztin mit einer Übersetzerin Spanisch-Englisch und erklärtemir, ich hätte eine leichte Infektion. Keine Ahnung was ich getan hatte dasalle so unfreundlich waren, aber ich wollte dort nicht länger bleiben alsnötig.
Ich habe dann nochmal mit Denisse der Hotelärztintelefoniert (die sehr freundlich und hilfsbereit war) und mich daraufhin selbstentlassen. Das Krankenhaus gab mir kommentarlos irgendwelche Medikamente, ichbezahlte die 1300 USD und fuhr mit Taxi ins Hotel. Habe mir dann die Medikamentevon der Hotelärztin erklären lassen und zum Glück ging es mir am nächstens Tagwieder besser und es blieb auch so. Konnte dann meinen Urlaub noch vollgenießen. Hier nochmal vielen Dank an die Hotelärztin Denisse C. vom Hotel Belive Collection Canoa in Bayahibe, die mir sehr geholfen hat. Habe Beschwerde beimeinem Reiseleiter eingereicht und hoffe, dass es etwas bewirkt undnachkommende Urlauber besser behandelt werden.
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Ja das Krankenhaus Hospiten Bavaro sind für Ihre Preise bekannt.
Völlige Abzocke, aber mit Touristen kann man es machen. Und ohne Kreditkarte oder Bargeld läuft nichts. Im Zweifel lassen die einen dort verrecken. Und wenn eine Leistung vollbracht worden ist und man kann diese nicht komplett bezahlen, dann wird man auch unter Gewaltandrohung festgehalten.Diese Preise die dort sind, gibt es in den Kliniken in Santo Domingo nicht. Wie schon vorher geschildet, Preis einer Blindarmoperation, kostet in einer guten Klinik in Santo Domingo ca 2000 Dollar
Also immer eine Auslandskrankenversicherung haben.