FTI Storniert Rückflug (Mexiko-Deutschland)
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Reise: Pauschalreise gebucht über Holidaycheck
Reiseveranstalter: FTI
Betrag: 4.660 EUR
Zeitraum: 14.04. - 24.04.2014
Urlaubsland: Mexiko
Fluggesellschaft: Delta Airline (Hin Düsseldorf-Atlanta-Cancun und Rück Cancun-Atlanta-Düsseldorf)
Reisende: 2 Erwachsene und 1 Kind 8 Jahre
Delta Airline verweigert Hinflug am 14.04. über Atlanta (USA) da der Kinderreiseausweis nicht Gültig sei für die USA. Benötigt wir ein Biometrischer Reiseausweis wie bei einen Erwachsenen.Es gab 3 Möglichkeiten:
-1 Zu Hause bleiben, Pauschalreise verfallen lassen
-2 neuen Flug buchen und dabei USA umfliegen Hin und Rück ca. 3000 EUR
-3 Einen Kinderreiseausweis besorgen und nachfliegen.Haben uns für Variante 3 entschieden. Sonder Express Reiseausweis beantragt der am nächsten Tag 15 Uhr abgeholt werden konnte. Kostet uns 450 EUR.
Der Hinflug nach Cancun wurde gebucht über Flüge.de direkt am 14.04. für 1050 EUR mit Air Berlin (Direktflug Düsseldorf-Cancun).
Am 16.04. sind wir nun in Mexiko angekommen und auch von FTI abgeholt worden am Flughafen da FTI und Holidaycheck Bescheid wussten.
Heute am 18.04. wurden wir von der Reiseleiterin vor Ort benachrichtigt das der Rückflug für den 24.04. nicht bestätigt wurde. In Klartext heißt es wir sollen bitte selber einen Flug buchen. Die billigste Variante kostet nun ca. 2200 EUR und ein Urlaubstag weniger da ab 24.04. ca 2800 EUR kostet.
Uns hat keiner gesagt das wir nun auch einen Rückflug buchen sollten bevor wir überhaupt nach Mexiko geflogen sind. Da wir den Hinflug nicht wahrgenommen haben ist der Rückflug ungültig. Wir sitzen praktisch ab 24.04. hier in Mexiko fest. Was können wir nun unternehmen das wir wieder nach Hause kommen? Sind über jeden Rat dankbar....uns hilft hier keiner wirklich weiter !!! -
Erstmal herzlich willkommen im Forum, auch wenn es ein nicht so netter Anlass ist!

Hmmm, vertrackte Situation, Ihr hättet Delta über das Nichtnutzen des Hinfluges informieren müssen, damit der Rückflug nicht verfällt und selbst dann hätten sie dem noch zustimmen müssen. Jetzt würde ich versuchen, nochmal direkt oder über/mit der Reiseleitung(nicht diese alleine!) ein Gespräch mit Delta zu suchen und an deren Verständis/Kulanz zu appellieren. Wahrscheinlich werden sie mit den strikten Einreisebedingungen kommen, aber vielleicht habt Ihr Glück und trefft auf einen verständnisvollen Mitarbeiter. Wichtig ist halt die ESTA, weiß nicht, ob die vorliegt, oder Ihr die neu beantragen müsstet aufgrund der Passprobleme, da solltet Ihr mal im USA-Forum hier nachhaken.
Wichtig, höflich und sachlich argumentieren, die Schuld liegt m.E. ganz klar bei Euch, der Reiseveranstalter hat garantiert irgendwo darauf hingewiesen, daß die Voraussetzungen für eine reibungslose Einreise (auch über die USA) beim Reisenden zu schaffen sind. Insofern wird es m.M.n. auch nix mit irgendwelchen Erstattungen im Nachhinein, die Du ja aber auch nicht im Sinn hast?!
Bleibt nur zu hoffen, daß Ihr es finanziell so günstig wie möglich halten und den Urlaub noch einigermaßen genießen könnt.
Wenn nix mit den Flügen über die Delta geht, schaut mal bei den Condor Fliegenpreisen und/oder Ltur nach günstigen Flügen. Schaut auch mal nach alternativen Flughäfen wie Frankfurt oder Amsterdam und dann weiter per Zug, das kann die Kosten niedriger halten.
Alles Gute!
Edit: Ich denke, der Threadtitel wurde falsch gewählt, da nicht FTI den Rückflug storniert hat, sondern Delta. Vielleicht sollte man das ändern, den Thread aber schon hier lassen und nicht auf bestehende hinweisen, da es ja doch ein wenig pressiert.
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Sofern der Hinflug nicht ordentlich gecancelled oder umgebucht wurde, ist eine Absage des Rückfluges leider noch rechtmäßig.
Diesbezüglich ist der Vortrag nicht ganz eindeutig - es sollte allerdings eine Einigung mir Delta angestrebt werden - selbstverständlich mit Unterstützung von HC als Vermittler bzw. FTI als Vertragsgeber ...
Edit: Die Sorgfaltspflicht für vollständige Ausweisunterlangen obliegt zweifellos den Reisenden, insofern besteht kein Anspruch auf Erstattung der ggf. höheren Auslagen zu deren Beibringung! -
Wie vonschmeling bereits schreibt, ist nicht klar ersichtlich, ob der HInflug ordentlich gecancelt bzw. umgebucht wurde.
Wir haben vor 5-6 Jahren mal unseren Hinflug (war aber "nur" Mallorca) um einen Tag verpasst :-). Unser Reisebüro hat uns dann noch für den Nachmittag einen neuen Flug gebucht und alles mit dem Reiseveranstalter geregelt. DIe Hotel-Zimmer und Rückflüge konnten somit wie ursprünglich bebucht, genutzt werden. Die Umbuchung hat uns um die 500€ (2 Erwachsene + 2 Kinder) gekostet. Ich denke, ein guter Vermittler sollte eine Einigung finden können.
Viel Glück.
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Amtsgericht München, Vergleich mit FTI Touristik GmbH. Az.: 122 C 17766/14
FTI zahlt 2550,00 EUR an den Kläger. -
Dies betrifft meine Reisebuchung nach Mexiko über Holidaycheck als Vermittler und FTI als Reiseveranstalter. Man sei zur Erkenntnis gekommen das man nicht so einfach den Rückflug Stornieren kann nur weil man die Hinreise nicht angetreten ist schon weil Holidaycheck und FTI am gleichen Tag noch wussten das 2 Tage später nachgeflogen wird auf eigene Kosten.
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..ich vermute mal das hier vor Gericht die Mitwirkungspflicht seitens RV zumindest in Frage gestellt wurde. Tenor vor Gericht ist grundsätzlich daß beide Seiten an der Erfüllung des Vertrages mitzuwirken haben. In vielen nicht eindeutigen Fällen schlägt das Gericht dann häufig einen Vergleich vor, genau so wird es hier geschehen sein. Wie schon vorher beschrieben sollte man sich immer bei Pauschalreisen, die einen Linienflug beinhalten Klarheit über die Beförderungsbedingunen der Airline verschaffen. Bei vielen Airlines muß das Ticket genau in der vorgegebenen Reihenfolge abgeflogen werden andernfalls erlischt der (weitere) Beförderungsanspruch.
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Allerdings ist im Falle einer Pauschalreise tatsächlich zu klären, inwieweit der Veranstalter mitwirken muss bei der Umgestaltung der Reise.
Zum einen hat der Kunde zwar das Versäumnis des Hinfluges zu verantworten, zum anderen war der Veranstalter zeitnah über die Änderung der Reisedaten informiert und hätte seinerseits die Wahrung des Anspruchs auf den Rückflug - vollkommen ungeachtet des jeweiligen Tarifs! - einsteuern können.
Immerhin bündelt er die einzelnen Leistungsträger, und selbst mit einer Nachberechnung kann der Kunde erwarten, seinen Rückflug organisiert vorzufinden.Hier werden sehr verschiedene Zuständigkeiten vermischt, Fakt ist jedoch, dass der Pauschalreisende keinen Einblick in den jeweiligen Tarif seines Tickets im Rahmen der Kombination verschiedener Leistungsteile hat und somit quasi auf das Mitwirken des Vertragsgebers (hier FTI) vertrauen muss.
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Lese heute erstmalig von dem spannenden Sachverhalt. Mich würde ja nochmal interessieren welche Argumente das Gericht von den Parteien jeweils für plausibel und begründet angesehen hat.
Insgesamt scheint aber die Klägerseite ganz gut bei weg gekommen zu sein. Freut mich zwar für MeliDeluxe, hätte ich aber nicht so erwartet.