Immer Ärger mit der Bahn?
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Hallo, mich würde interessieren, wie eure Erfahrungen mit der DB sind. Wir waren am ersten Oktoberwochenende als Gruppe mit der Bahn unterwegs und besonders die Rückfahrt am späten Sonntagnachmittag mit dem ICE war eine Zumutung! Der Zug kam schon mal mit 25 Min. Verspätung an, die sich im Laufe der Fahrt auf 70 Min. summiert haben. Dann war der Zug rappelvoll, man hatte Mühe, durch den Gang samt Gepäck überhaupt an die reservierten Plätze zu gelangen. Kofferablagen - fast alle belegt! Der Zugbegleiter sichtlich genervt und äußerst unfreundlich! Wir haben in den vergangenen Jahren schon häufiger Gruppenreisen mit der Bahn gemacht, aber so extrem war es noch nie. War das eine Ausnahme oder habt ihr auch schon ähnliches erlebt?
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Zur heißgeliebten :? Bahn hatte ich vor einiger Zeit schonmal etwas geschrieben >>>klick<<<.
Regelmäßige Pendelfahrten mutieren zu einem fast unkalkulierbaren Risiko. Verspätungen, spontane Gleisänderungen, Änderungen der Wagenreihenfolge (die an den Bahnhöfen schlecht oder falsch kommuniziert werden), verpasste Anschlusszüge, etc. sind leider an der Tagesordnung. Das Ganze bei steigenden Fahrpreisen. Senk ju vor träwelling... :? (Das einzig Erheiternde an Bahnfahrten sind die verkrampften englischen Bordansagen
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Ich fahre regelmäßig von Mainz nach Bielefeld und mache außerdem mehrmals im Jahr Dienstreisen mit der Bahn. Verspätungen habe ich oft, aber bei weitem nicht so oft, wie es immer dargestellt wird. Das eigentliche Problem sehe ich in der mangelnden Information der Kunden, in der oft schlechten Koordination zwischen Zugbegleitpersonal, Transportleitung und Bahnhofspersonal, sowie im schlechter werdenden Service im Nahverkehr und sogar in den ICs. Im ICE dagegen überschlägt das Personal sich vor (nicht selten erkennbar unechter) Freundlichkeit.
Noch erheblich mehr als diese Unzulänglichkeiten, mit denen man leben und auf die man sich einstellen kann, nerven natürlich die Mitreisenden. Letztes Wochenende habe ich sogar erstmals eine Watschen gekriegt: Ich schlief in meinem Sitz, als eine zappelige Oma von hinten um den Sitz griff und mir ins Gesicht langte. Das war ein Schreck, so aufgeweckt zu werden! Kennt ihr auch diese Leute, die ihre Arme immer um ihren eigenen oder den Vordersitz herumwickeln müssen? Argh!
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Bahn-Bashing ist ja in in Deutschland und die sehr einseitige Presse macht es vor.
Allerdings würde ich mir auch eine klarere Ansage wünschen, etwa wenn wieder mal irgendwelche Idioten über die Gleise gelaufen sind und dabei vom Gegenzug erfaßt wurden, so dass es (ausgerechnet Freitag nachmittag) zu mehrstündigen Verspätungen kommen muß (bis der Staatsanwalt da ist, die Leichenreste von den Gleisen geputzt wurden usw usf).
Obwohl das nach langer Zeit endlich angesagt wurde (Personenschaden) wurde von den Mitreisenden der Lokführer auf das Übelste beschimpft, obwohl er weder den Unfall verursacht hatte oder ihm evtl. auch sein Wochenende verhagelt wurde).Da mehrere Zenhtausend Angestellte entlassen wurden (von Managern, die oft keine Bahnausbildung haben und die Auswirkungen ihres Tuns nicht einschätzen können), hat sich, wie Kringel richtig beschrieb, auch die Koordination zwischen den verschiedenen Gewerken (wei0 nicht, wie das bei der Bahn heißt) verschlechtert. Und das wird noch "besser" werden, wenn die sogenn. Teilprivatisierung erstmal durch ist.
Ich würde mir mal eine Thread wünschen, Reiselady, in dem es über völlig rücksichtslose "Mitreisende" geht (übrigens auch in der 1. Klasse), die laut herumquaken, andere haben die Füße auf dem Sitz (mit Schuhen), andere nerven mit ihrem handygeplapper oder I-Pods, etc.
Ihr habt 'ne Gruppenreise gemacht? Nicht, dass ich ausgerechnet Euch was unterstellen möchte, aber vor Gruppen graut es mir immer ganz besonders. Man weiß nie, welche "Gruppendynamik" sich da entwickelt.
Was mich auch tierisch nervt, ist diese Ökolüge in unserem Staat. Wir sollen öffentliche Verkehrsmittel nutzen, weil sie angeblich so gut für die Ökologie sind. Und warum wird dann jede Erhöhung der Ökosteuer an Busse und Bahnen weitergleitet? Warum werden sie davon nicht befreit?
In diesem Sinne
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Mitreisende sind noch einmal ein ganz spezielles Thema....
Muß man sich unbedingt einen stark riechenden Döner, Mettbrötchen mit Zwiebeln, Currywurst, Brot mit Stinkekäse, o. ä. als Bordverpflegung in einen ohnehin gut gefüllten und oft stickigen Pendlerzug mitnehmen? Mal ganz abgesehen von anderen körperlichen Ausdünstungen, die so manch ein Fahrgast mit sich bringt
(Wer nach Schweiß o. ä. riecht, braucht sich übrigens keine Hoffnungen zu machen, den ggf. freien Platz neben mir zu bekommen. Den Grund bekommt er, wenn er es darauf anlegt, auch eindeutig mitgeteilt.)Kann man sich mit Kleinkindern nicht ein Abteil reservieren, wo die Kleinen nach Herzenslust mit Mama und Papa singen und spielen können? Nöööööööö - ist doch viel schöner im Großraumwagen. Da haben die Kinder auch viel mehr Platz, um Fangen und Verstecken zu spielen :?
Muß es wirklich sein, daß der Handyklingelton auf maximale Lautstärke gestellt wird, damit auch wirklich JEDER im Waggon mitbekommt, wann man angerufen wird (das lautstarke Telefonat dient dann ebenfalls als Zwangsunterhaltung aller Mitreisenden) oder eine SMS bekommt?
Ist es zuviel verlangt, seinen Müll im Mülleimer entsorgen und weder Kinder auf den Polstern zu wickeln noch seine Füße darauf abzulegen? Gerade wenn man die Füße hochlegen will (was bei langen Fahrten oder nach einem langen Tag ein verständlicher Wunsch ist), dürfte es doch kein Problem sein, zumindest eine Zeitung darunterzulegen.
Mal ganz zu schweigen von der Ferkelei, die einige Leute auf den Toiletten anstellen

Die Liste lässt sich beliebig (und wahrscheinlich bis ins Unendliche) fortsetzen...
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Hallo zusammen,
wie bei allen Dingen, gibt's natürlich auch bei der Bahn die verschiedensten Blickwinkel.
Aus Kundensicht gibt's reihenweise nervige Dinge, die allerdings in den seltenstens Fällen vom eigentlichen Bordpersonal zu vertreten sind. Das kann schließlich nichts dafür, dass z.B. in den ICE3 für jeweils vier Sitzplätze Platz für maximal zwei Koffer ist - was dann zur Folge hat, dass wenn der Zug voll ist, überall im Gang Gepäck rumsteht und man kaum noch durchkommt.
Die ständigen Verspätungen (die es zumindest zu Stoßzeiten wirklich ständig gibt) sind auch mehr als nur nervig, auch wenn man wenigstens den Vorteil hat, dass wenn der eigene Zug verspätet ist, die Wahrscheinlichkeit, dass der Anschlusszug mit Verspätung losfährt, wenigstens gegeben ist. Aber auch hier liegt's idR nicht am Bordpersonal, sondern an extrem engen Fahrplänen, die selbst an relativ großen Bahnhöfen wie z.B. Freiburg oder Augsburg ganze zwei Minuten Halt vorsehen - was zum Ein- und Aussteigen im Leben nicht ausreicht, wenn der Zug voll ist.
Aber auch beim Bordpersonal gibt es so manch einen, der einen auf die Palme bringen kann (wohlgemerkt, manch einen, und natürlich gibt's auch Reisende, die einen wahnsinnig machen können). Besonders schön ist es, wenn das Personal seine eigenen Bestimmungen nicht kennt. Wir benutzen für unsere Reisen RIT-Tickets (=spezielle Tourismustickets) und mit schöner Regelmäßigkeit komme ich an einen Schaffner, der die Dinger nicht anerkennen will, weil er sie einfach nicht kennt.
Na ja, und beim Thema Englisch ist "Senk ju vor träwelling..." eigentlich kaum noch was hinzuzufügen. Wir benutzen die Bahn ja für einen Teil unserer Sprachreisen, und gerade während der WM und der EM wurden unser Begleitpersonal von geradezu verzweifelten ausländischen Mitreisenden ständig nach Anschlüssen und anderen Infos gefragt, weil das "offizielle Bahn-Englisch" schlicht nicht zu verstehen war.
Aber: auch viele der Mitreisenden können die Bahnfahrt zu einem "Erlebnis" machen. Wenn denn die dritte Junggesellen-Abschieds-Gruppe mit irgendwelchen Schnäpsen durchkommt, andere Leute ihren MP3-Player so aufdrehen, dass selbst der Nachbarwaggon noch mithört oder der Herr mit der Nickelbrille und der Neuen Züricher von Koblenz bis Köln genüsslich auf einen Stück Apfel herumknautscht, dann kommt wirklich Freude auf.

Und: Gerade wenn man die Füße hochlegen will dürfte es doch kein Problem sein, zumindest eine Zeitung darunterzulegen. ... ja, und gewaschene Füsse und Socken wären auch noch wünschenswert.

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Hallo
Die Kritik an der Bahn ist in vielen Bereichen angebracht - aber weitaus nicht immer. Gerade die "Wenigfahrer" haben dann das Pech eine grössere Störung miterleben zu müssen. Die dazugehörenden Aussagen "dann nehm ich wieder das Auto" amüsieren mich immer wieder. Als ob man beim Auto die Ankunftszeit immer genau wissen würde und es nicht täglich Staus von mehreren Kilometer länge gäbe.
Im Zug lässt sich wenigstens schlafen, essen und trinken, manchmal funktionieren sogar die Toiletten - im vergleich zum Auto doch eher positive Aspekte oder?
Gruss Markus
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Na ja Markus, zumindest in vollen Zügen während der Ferien ist das so 'ne Sache...
schlafen - klar
essen und trinken - aber nicht im Bordbistro, weil sonst der Sitzplatz weg ist, bis man wiederkommt
Toilette - zumindest wenn man alleine ist, ganz schnell hinhetzen, und ganz schnell zurück, weil zum einen sonst auch der Sitzplatz futsch sein kann, zum anderen noch ganz andere Dinge wegkommen können.
Sitzplatzreservierung? Interessiert in so einem Fall die Platzräuber nicht

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Wir sind am Montag von Regensburg nach Wolfsburg gefahren. Mussten zweimal umsteigen und ich war überrascht und begeistert von der Bahn.
Es lief alles perfekt ab. Die Züge fuhren auf die Minute genau. Sie waren sauber. Die Kontrolleure alle super nett.
Im Verhältnis zum Flieger 2. Klasse.
Toller Fussraum, schöne große Klo´s.

Es geht auch alle paar MInuten jemand durch und frägt, ob man was zu trinken oder zum essen möchte und 2,- €uro für ein Sandwich, das einem jemand an den Platz bringt, ist in Ordnung.
Ich war voll und ganz zufrieden.
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@Sina1: Ich sehe schon, wir haben so ziemlich die gleichen Erfahrungen gemacht!

Ansonsten ziehe ich die Bahn vor allem bei langen Strecken jederzeit dem Auto vor. Mit BahnBonus wurde ja auch endlich mal eine ordentliche Belohnung für Vielfahrer eingeführt. Würde sagen: Die Bahn ist besser als ihr Ruf, aber nicht so gut, wie sie sein könnte!
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Hallo,
also ich kann die ganze Schelte zur Bahn nicht nachvollziehen. Ich bin ein recht häufiger Bahnfahrer, wenn auch nicht so oft auf weiten Strecken. Verspätungen habe ich nur selten erlebt und dann eigentlich nie solch gravierende, daß es irgendwie wirklich knapp wurde und ich Probleme hatte Termine zu erreichen.
Nicht vergessen sollte man, daß der überwiegende Teil der Verspätungen nicht durch die Bahn, sondern sehr oft durch deren Kunden verursacht wird. Wobei hier das Problem zweischneidig ist. Da ist das Beispiel mit dem Rappelvollen ICE eine sehr gutes. Hier das Passende von mir dazu und wie man die Lösung angehen kann.
Fahrt am Pfingstsonntag - nachmittags - mit dem ICE von Düsseldorf nach Heidelberg. Dort Umstieg in den IC. Mein Credo: Mit zusätzlicher Hinfahrt am Freitag zuvor, tue ich mir die zweite Klasse nicht an. Also erste Klasse gebucht und da ich einen Sparpreis nutzten wollte mit einer über einer Stunde Aufenthalt in Heidelberg zur Weiterfahrt. War frühueitg gebucht auch recht günstig.
Der ICE ist in Düsseldorf schon 20 Minuten verspätet. Alle Züge sind randvoll. Kein Wunder an diesem Tag. Ich steige in die erste Klasse ein und finde in meinem Wagen mit reserviertem Platz ganze drei (!) Personen; mich eingerechnet. Die Zugbegleiterin kommt zur Kontrolle und beglückwünscht mich zu meiner Wahl! Denn in der zweiten Klasse ist überhaupt kein durchkommen mehr! Folglich verliert der ICE mit jedem Halt weitere Minuten, weil entweder in diesem Zug, oder in dem vorausfahrenden, die Leute gar nicht in der sonst üblichen und einkalkulierten Zeit, ein- und aussteigen können. Die Ankunft in Heidelberg, mittlerweile bin ich der Einzige im ganzen Wagen, ist dann auch 40 Minuten später.
Macht mir aber nichts, da dadurch nur meine Wartezeit etwas verkrürzt wird. Jetzt werden die weniger eingeweihten Argumentieren, warum denn nicht zusätzliche Wagen eingesetzt werden, oder mehr Züge fahren. Soweit das möglich ist wird zumindest letzteres ja auch von der Bahn gemacht. Jedoch sind viele Strecken, dazu gehört gerade auch die am Rhein entlang, einfach komplett ausgelastet. Zusätzliche Züge können einfach in den Stoßzeiten nicht mehr bewältigt werden. Ein Teil davon mag über die Streckenveränderungen und Personaleinsparungen selbst verschuldet sein, jedoch bei weiten der geringste Teil davon.
Gleiches gilt für das Anhängen von zusätzlichen Wagen. Denn hier sind zum Einen über die Bahnsteiglängen Grenzen gesetzt und außerdem über die Fahrpläne. Zusätzliche Wagen bedeuten längere Fahrzeiten, da dieses sich wieder auf die Beschleunigung und auch auf das Bremsen auswirken. Also alles nicht ganz so einfach.
Da ich aber jetzt schon seit meiner frühesten Kindheit Bahnfahrer bin, sehe ich auch viele Verbesserungen. An einen Taktfahrplan war in früheren Zeiten nicht einmal zu denken. Vieles was heute möglich ist war damals noch nicht einmal vorstellbar.
Außerdem kommen dazu noch äußere Ereignisse, auf die die Bahn wirklich keine Einflußmöglichkeit hat. Meine Hausstrecke fürht recht nahe an einem Psychiatrischen Landeskrankenhaus vorbei. Allein die Anzahl der Suizide beläuft sich auf dieser Strecke auf mindestens 20 im Jahr. Wohlgemerkt immer auf einer Streckenlänge von ca. 50 km gerechnet.
Wichtig ist also bei einer Bahnfahrt vor allem die richtige Planung. Sollte man als Pendler ständig unter Verspätungen leiden, kann hier vielleicht auch anders organisiert werden. Doch die Bahn hat zum Auto einen entscheidenden Nachteil. Wenn es einen Stau wegen eines Unfalls gibt, ist nie das Auto schuld, sondern der "Depp" der nicht fahren kann. Bei der Bahn ist immer nur die Bahn Schuld.
Kommt man 20 Minuten zu spät, weil man in einem Stau steckt, dann fährt man, so dieser Stau jeden Tag auftritt, einfach 20 Minuten früher ab. Für Bahnfahrer scheint die gleiche Prozedur völlig undenkbar zu sein.
Fazit:
Sicher ist vieles nicht optimal, aber genau betrachtet ist die Bahn wesentlich besser als ihr Ruf. Und Zeitung lesen kann man im Auto einfach nicht............
Gruß
Berthold
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Gerade bei den ICE's ist mal eben 'nen Waggon dranhängen natürlich nicht möglich, und auch bei den "normalen" Zügen geht das häufig nicht, ganz abgesehen davon, dass man ja auch nicht unbedingt gerade da wo man ihn braucht noch 'nen Waggon rumzustehen hat.
Trotzdem ist noch viel Luft für Verbesserungen. Gerade bei den Fernzügen ist in Stoßzeiten das Gepäck eines der Probleme. Da frag ich mich im übrigen immer, warum unsere Bahn es nicht schafft, einen Service anzubieten, wie z.B. die kanadische VIA. Dort checkt man sein Gepäck (auf Mittel- und Langstrecken) wie beim Flugzeug ein, hat automatisch seinen festen Platz und bekommt ebenfalls wie im Flugzeug gratis Essen und Getränke an den Platz. Und die Tickets kosten auch noch deutlich weniger...
Die Sache mit der ersten Klasse ist gerade in den Ferien im übrigen ein guter Tipp - und manchmal sogar billiger, als die zweite Klasse (weil in der ersten die Spartickets nicht so schnell weg sind).
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Ja ja, ich kenne die Leiden der Bahnfahrer auch zu gut. 3,5 Jahre, fünfmal-wöchentlich, 2 mal täglich jeweils eine Stunde. So etwas prägt ganz schön
.Nein mal ehrlich, ich habe mich nie im Regionalexpress wohlgefühlt. Bei uns in Sachsen-Anhalt fährt auf der der Strecke noch die alten Waggons, im Winter heizen sie nicht bzw. es gibt einen Ein- und Aus-Knopf, im Sommer bist du in der Sauna mit Null-Lüftung und das für 190,- € monatlich, da kommt echte Freude auf.
Dazu kommen die täglichen Verspätungen und Ärgernisse mit dem in den meisten Fällen schlecht ausgebidlteden Bahn-Mitarbeitern.
Aber auf der anderen Seite benehmen sich die Gäste selbst wie die Axt im Walde. Wie Sina und Co. schon geschrieben haben muss es ja nicht sein, dass die Füße hochgelegt werden mit Schuhen, sich lautstark am Handy unterhalten werden muss usw. Da sind die Leute selbst Schuld. Aber die Preise sind trotzdem nicht gerechtfertigt.
Hier wurde angesprochen das zwei Minuten zum Ein- und Aussteigen zu knapp sind. In Japan hält jeder Shinkansen-Hichgeschwindigkeitszug für genau zwei Minuten und in der Zeit können ohne drängeln alle Leute ein- und aussteigen. Liegt einfach daran, dass es nur reservierte Plätze gibt und so nicht zu Überfüllungen kommt! Aber wenn es das bei uns geben würde, will ich nicht die Preise wissen

LG
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Hallo,
vieles ist schon gesagt worden, dem ich auch zustimme.
Ich fahre prinzipiell schon gerne mit der Bahn (trotz der ganzen Probleme...), wenn ich an Fahrten in meiner Kindheit zurückdenke, dann hat sich ja doch viel getan in Sachen Komfort und Freundlichkeit.
Besonders gerne nutze ich auch die Bahn, um zum Flughafen zu kommen, und hier liegt meiner Meinung nach ein besonders großes Manko (das ja auch schon angesprochen wurde): wohin mit dem Gepäck? Selbst wenn es Gepäckfächer am Ende eines Abteils gibt (was ja nun nicht immer der Fall ist), bin ich nicht bereit, meine Sachen dort, weit weg von meinem Sitzplatz, zu deponieren - mir ist schon einmal ein Koffer aus einem Zug gestohlen worden (war allerdings in England), daher passe ich nun besonders gut darauf auf. Aber es ist ja schlichtweg unmöglich, schwere Koffer auf die Ablagefächer über den Sitzen zu legen, also stehen sie immer im Weg und versperren den Mittelgang. Mir ist es wirklich ein Rätsel, warum man dies bei der Konstuktion der Züge überhaupt nicht bedacht hat.
Reisen mit der Bahn macht nur ohne Gepäck Spaß, und wenn man nicht, wie es mir in Regionalbahnen schon häufiger passiert ist, wegen Überfüllung während der gesamten Fahrt keinen Platz findet. -
soedergren wrote:
Sitzplatzreservierung? Interessiert in so einem Fall die Platzräuber nicht
Stichwort Sitzplatzreservierung: Ich wundere mich ja immer wieder wieviele Leute in einem voll besetzten Zug an einem Freitag nach einem Sitzplatz suchen ohne eine Reservierung zu haben. Sind diese Leute so naiv und glauben dass sie alleine auf Reisen sind? Oder wollen die einfach die Gebühr von 3-5 Euro sparen?
Würden alle Reisenden auf ICEs eine Reservierung vornehmen und sich dann noch am richtigen Ort auf dem Bahnsteig bereithalten könnten einige Minuten Verspätung verhindert werden.
Bei den Regionalbahnen ist das Platzangebot für die Reisenden und das Gepäck wirklich nicht genügend. Aber hier geben doch die Länder die Leistungen bekannt, die sie der Bahn bezahlen wollen. Da müssen wohl auch die Züge günstig sein, sonst erhält ein Privater den Zuschlag. Aber auch die Privaten kochen nur mit Wasser und keinen Deut besser.
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Leider kann man in vielen Zügen ja gar keinen Sitzplatz reservieren, gerade diese sind aber meiner Erfahrung nach oft besonders überfüllt, so dass es schon an eine Zumutung grenzt, dort überhaupt noch einzusteigen (doppelt so viele Passagiere wie Sitzplätze sind auf einer Strecke, die ich gelegentlich fahre, keine Seltenheit).
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Sitzplatzreservierungen sind auch ein Witz. Ich fahre zwar nur selten ICE - aber wenn dann regelmäßig mit dem selben Problem, reservierte Sitzplätze die ZWEIMAL belegt sind.
Den absoluten Horror hatten wir irgendwo auf dem Weg von Amsterdam nach Hannover - wo 4 (!!!) Leute eine Sitzplatzreservierung für den selben Platz mir gegenüber hatten - allesamt, und allesamt schriftlich in diesen Bahnumschlägen.
Gab ne sehr erheiternde Diskussion (für mich, ich hatte ja meinen - ebenfalls reservierten- Sitzplatz)
Da fragt man sich dann doch wieso man für diesen Service nur nen einzigen Cent ausgibt.Verspätungen: - Ich bin diesen Sommer sehr viel Regionalbahn gefahren- weil ich mir die Fahrten mitm Auto bei den Benzinpreisen nicht hätte leisten können, und wir so halt mit Regional- oder Wochenendtickets viel günstiger weggekommen sind. Und ich hab in keinem einzigen 'BAHN' Zug gesessen, der nicht (mindestens 5 Minuten) Verspätung hatte. Ich hab mich immer schon gefreut wenn ich den ME nach Hamburg nehmen musste, weil der normalerweise sehr pünktlich ist, oder war, die Baustelle aufm Weg nach HH (letzten Monat jedenfalls) hat auch dessen Fahrplan ausm Ruder geschmissen.
Es ist echt ärgerlich wenn man seine Anschlüsse verpasst- vor allem wenn man schon kein Umsteigen unter 20-30 Minuten plant und sein bestes tut mehr als das zu haben, da man doch weiss das eh kein Zug pünktlich sein wird.
Wir haben Stunden und Aberstunden auf Bahnhöfen verbracht weil wir immer auf lange Wartezeiten zwischen Anschlüssen gewartet haben und teils trotzdem den ne Stunde später nehmen mussten, weil unser Zug noch später war.Und von den Zuständen in den Regionalzügen grad in den Sommerferien wollen wir gar nicht reden, Sardinenbüchsen haben viel Platz im Vergleich dazu.
Und von den Schaffnern und ihrer Höflichkeit, naja einige waren ganz nett, andere haben grad ausländische Mitfahrer die Nachfragen auf Englisch getätigt haben gut angeblafft oder ignoriert, so dass ich das eine oder andere Mal auch spontan Übersetzt hab.
Fazit, wenn man das bezahlen könnt würd ich den nächsten Sommer lieber nen Auto nehmen und mehr Chancen haben pünktlich und entspannt am Ziel anzukommen -
mawota wrote:
soedergren wrote:
Sitzplatzreservierung? Interessiert in so einem Fall die Platzräuber nicht
Stichwort Sitzplatzreservierung: Ich wundere mich ja immer wieder wieviele Leute in einem voll besetzten Zug an einem Freitag nach einem Sitzplatz suchen ohne eine Reservierung zu haben. Sind diese Leute so naiv und glauben dass sie alleine auf Reisen sind? Oder wollen die einfach die Gebühr von 3-5 Euro sparen?
Vielleicht haben sie ja ihren gebuchten Anschluss verpasst?

Ich reserviere natürlich auch immer, aber wenn einer auf meinem Platz sitzt, dann vertreibe ich den nur, wenn ich meinen reservierten Platz wirklich brauche. Dann allerdings bin ich gnadenlos!

Umgekehrt fahre ich selbst auch manchmal mit anderen Zügen, denn es gilt die Regel: Wenn du früher am Bahnhof bist, dann nimm IMMER den Zug, der gerade kommt, und warte nicht auf deinen gebuchten Anschluss. Du könntest es sonst bereuen...