Langstreckenflüge
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Hallo,
ich will mich hier nochmal "zu Wort" melden und muß Erika in einem Punkt wiedersprechen... es müssen NICHT unbedingt die Stützstrümpfe sein, die bis zum Oberschenkel reichen. Wichtig ist nur, dass man darauf achtet, dass die Kompressions-Stärke hoch genug ist (die kann man beim Hausarzt oder einfach im Sanitätshaus erfragen). Es werden auch medizinische Stützstrümpfe im Fachhandel angeboten, die nur bis zum Knie reichen und sind lt. Auskunft von meinem Arzt vollkommen in Ordnung wenn man in der Vergangenheit noch keine Probleme mit Thrombosen hatte und die Strümpfe zur Vorbeugung getragen werden. Wie gesagt... es ist nur wichtig, dass die Kompression stark genug ist - und ob die günstig angebotenen Strümpfe in den Drogerien das erfüllen, sollte man vor'm Kauf überprüfen.
Was Heiko's Aussage bezüglich der Einnahme von ASS (Aspirin) angeht, kann ich auch nicht gänzlich zustimmen... sicherlich vermeiden 1 bis 2 Aspirintabletten die Thrombosegefahr nicht. Man sollte schon einen Tag vorher mit der Einnahme beginnen und dann am Flugtag selber auch noch 2 - 3 Tabletten einnehmen (je nach Flugdauer auch während des Fluges). Auch hier habe ich diese Empfehlung von meinem Hausarzt, der aber auch zusätzlich zu reichlich Flüssigkeitsaufnahme (zur Not lässt man sich eine Flasche Wasser von den Stewardessen geben !) und "Waden-Gymnastik" (an- und abspannen der Muskulatur, mit den Zehen drehen, usw.) geraten hat. Wer auf "Nummer sicher" gehen möchte, lässt sich die Heparin-Spritzen verschreiben... die machen wirklich nur einen kleinen Piks und sind von jedermann zu handhaben.
Gruß

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...Heparin-Spritzen, Stützstrümpfe, Aspirin...
Noch vor ein paar Jahren war das alles überhaupt kein Thema. Plötzlich wurde vor Thrombosegefahr bei Langstreckenflügen gewarnt, obschon die wirkliche Anzahl der Thrombosen sich in engen Grenzen hielten. Ist das alles nicht ein bißchen übertrieben? Ich kenne Menschen, die sitzen Tag für Tag bis zu 14 Stunden im Büro, höchstens mal kurz unterbrochen durch Toilettengänge, und kein Mensch käme je auf die Idee, daß sie Heparin-Spritzen, Stützstrümpfe etc. brauchen.
Haben womöglich mal wieder die Pharma-Industrie oder die Sanitätsbranche ihre Finger im Spiel? -
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@salvamor
Ja, es werden nicht allzu viele Todesfälle publiziert, es sei denn, das Mädel ist 26 Jahre alt und stirbt Tage nach dem Rückflug vom Griechenland-Urlaub (nur ein Beispiel). Andererseits: ist nicht jeder Todesfall beklagenswert, nur weil er auf Grund mangelnder Information geschehen ist? Klar sind diese Unglücksfälle gefundenes ******* für z.B. Pharmaindustrie und Sanitätshäuser .... aber die profitieren doch sowieso von jeder beliebigen Mißbefindlichkeit, die nicht lebensbedrohlich werden kann (Vitamin-, Zink-, Eisenmangel etc.). Dabei unterstützen sie sich selbst mit ihren lobbyeigenenen Publikationen....es ist halt so, wir werbegewohnten Verbraucher müssen eben irgendwie damit umgehen.
Gruß Erika -
@ Erika
Natürlich hast Du Recht. Selbst nur ein Todesfall durch eine Embolie wäre einer zuviel, wenn er durch entsprechende Maßnahmen hätte verhindert werden können. Aber nicht jede Thrombose führt zur Embolie und einem möglichen Tod.
Ich habe ja auch gar nichts dagegen, daß gefährdete Personen Prophylaxe betreiben. Man hat nur den Eindruck, daß die Wickelei und Heparin-Spritzerei inzwischen zu einer regelrechten Manie ausgeartet sind.
Wenn ich überhaupt keine genetische Veranlagung zu Thrombosen und auch keine entsprechende Vorgeschichte habe, ist es doch blödsinnig, diesen Aufwand zu betreiben.
Inzwischen erzählen einem schon 20jährige, daß sie noch dringend Stützstrümpfe kaufen müssen, weil sie nach USA o.ä. fliegen.
Ich habe auch dicke Beine und dicke Füße nach einem langen Flug. Das haben aber auch Menschen, die im Büro stundenlang am Schreibtisch festgenagelt sind, weil sie über einem Projekt brüten und kaum Zeit finden, zur Toilette zu gehen. Niemand käme dann auf die Idee, Stützstrümpfe oder ähnliches anzuziehen.
Ich meine, man sollte es nicht übertreiben! -
Hallo,
seitdem wir auf einem Flug nach Punta Cana dick angeschwollene Füße hatten - mein Mann konnte noch eine Woche danach keine Schuhe anziehen - haben wir uns beraten lassen, wie man so etwas in Zukunft vermeiden kann.Im letzten Jahr haben wir Reisekniestrümpfe angezogen. Man muss darauf achten, dass die Strümpfe die richtige Größe haben und auch dem Fesselumfang angepasst sind - an den Fesseln muss der Druck am stärksten sein, nach oben hin abnehmend.
Zusätzlich nehmen wir nun auch VENORUTON INTENS Tabletten ein - drei Tage vor Reisebeginn bis einen Tag nach dem Flug, jeweils 2 x 1 Tabl. am Tag.
Jetzt haben wir keine Beschwerden mehr gehabt und freuen uns schon auf unseren nächsten Flug nach Punta Cana - am Dienstag, dem 12.04. geht es los !!!!!!!!!!!
Allen eine gute und gesunde Reise,
Lifegh -
Wednesday:
Hi,also ich hab ein bisschen gegoogelt und es gibt "mediven"-Reisestrümpfe für € 36.- , die den Druck auf die Fesseln ausüben, was anscheinend das wichtigste ist.....
Liebe Grüsse ,
DeniseHi Denise, das finde es etwas teuer. Habe natürlich auch gegoogelt und Skysocks gefunden für nur 15,95 € kenne jedoch den unterschied nicht zwischen den beiden?
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Huhu,
mal eine Frage an die " Risikofaktoren-Mädels", nämlich die genussfreudigen Raucherinnen unter euch, die über 30 sind und tapfer die Pille schlucken:
Setzt ihr euch einfach für 10 stunden in den Flieger, ignoriert euer schlechtes gewissen, dass man ja zur "Risikofaktoren-Gruppe" gehört so zwecks Thrombose, und hofft, dass nix passiert, oder schafft ihr Abhilfe, indem ihr in die Apotheke rennt und euch "Stützstrümpfe" holt.
(Allein das Wort Stützstrümpfe macht einen 20 Jahre älter und somit noch gefährdeter....
)Ausserdem hab ich gelesen, dass man die noch 2 Tage nach dem Flug tragen soll, ich renn doch nicht mit den Dingern am Strand rum ...

Also, ein schlechtes gewissen hab ich ja schon....
