Sammelthread: Alle Fragen u. Szenarien zu Covid19 - Welche Rechte habe ich als Reisender?
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TUI ist erreichbar und zwar per Mail. Ich habe umgebucht. Hat zwar länger gedauert bis ich eine Antwort bekommen habe, aber die Kommunikation per Mail klappte einwandfrei. Geduld ist wohl das Stichwort.
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@sswiti: Dann auch für Dich noch mal, auch wenn ich das schon mehrfach erklärt habe: Liquidität TUI zu Beginn der Krise: Ca. 1,4 Mrd. € (Quelle), Liquidität Lufthansa 4,3 Mrd. (Quelle), mehr Liquidität zu halten wäre unternehmerischer Wahnsinn gewesen, vor allem in Zeiten negativer Zinsen. Das waren vor der Krise kerngesunde Unternehmen, Marktführer ihrer Branchen und natürlich lässt man da die Liquidität "arbeiten" und sind Kundenanzahlungen Teil der Finanzierung (wie auch überall sonst, wo Anzahlungen = Kredit gegeben werden). Von keinem Unternehmer kann erwartet werden, Liquidität für eine derartige Ausnahmesituation wie eine Pandemie vorzuhalten. Lufthansa hat mal angegeben in der Krise 1Mio. € pro Stunde zu verbrennen, TUI ist halt härter getroffen, als andere Reiseveranstalter, da sie eigene Hotels, Schiffe und Flugzeuge unterhält. Gut vor der Krise, tödlich während der Pandemie, die so niemand kommen sehen konnte. Daher hört bitte auf, hier ohne nicht einmal grundlegendes Basiswissen über wirtschaftliche Zusammenhänge zu besitzen den Armchair CFO zu spielen, hilft in der jetzigen Situation ohnehin niemanden.
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@vive-la-france sagte:
scheinbar bekleckert sich TUI nicht mit Ruhm bei Kunden und Hotels.
ob sie da vielleicht ganz einfach gelernt haben von den „Kunden“ denen es aktuell um nichts anderes mehr geht als „ihr“ Geld zu retten ?
@jlechtenboehmer sagte:
ob sie da vielleicht ganz einfach gelernt haben von den „Kunden“ denen es aktuell um nichts anderes mehr geht als „ihr“ Geld zu retten ?
Oh je Jürgen, immer die gleiche Leier! Trotz deiner wohl bewusst gewählten Forensignatur bleiben für dich die "Kunden" auch weiterhin die charakterlosen Egoisten, die es tatsächlich wagen, in dieser 'Covid 19 Krise' ihr Recht einzufordern. Die wochenlange Weigerung der TUI - trotz abgeschlossener Verträge - ihren finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber ihren treuen Kunden und zahlreichen Vertriebs-partnern endlich nachzukommen, war selbstverständlich absolut korrekt und in deinem Sinne Zeichen 'großen Charakters'...

Passend hierzu ein Auszug aus dem 'Integrity Passport' - dem TUI Verhaltenskodex - der für alle bei TUI, vom Auszubildenden bis zum Vorstandsmitglied gilt und Orientierung im Umgang mit den wichtigsten Integritäts- und Rechtsthemen in der täglichen Arbeit gibt:
"Wir bei Tui verpflichten uns, die Gesetze zu respektieren und integer zu handeln. Integrität bedeutet für uns, das Richtige zu tun, auch wenn niemand hinschaut. Und dass wir tun was wir sagen."
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Vollkommen korrekt, Wülfi71 - genau diese Aspekte werden überhaupt nicht berücksichtigt und im Handstreich definiert man "gut" und "böse". Daher ja auch meine Skepsis gegenüber den Prädikaten Ruhm bzw. Unruhm ...
Dessen unbeachtlich muss ich jenen zustimmen, die die Kommunikation seitens TUI als absolut grottig empfinden und das auch so vortragen.
Insbesondere in Krisen muss ein Dienstleister (wenigstens mit seinen Kunden!) auf Deibel komm raus kommunizieren - und wenn er es nicht tut, auch nicht 8 Wochen nach der Eskalation, dann ist das eine besch.issene Dientsleistungsperformance, nichts anderes. -
@alfredino
Ein wenig o.t. und ein ganz persönliches Anliegen:
Kannst du bitte deine Hervorhebungen auf ein normales Maß reduzieren? So inflationär angewendet wirkt das einfach seltsam auf mich.
Es ist auch ohne Fettschrift wohl den meisten klar, dass du mit Kunden Kunden meinst und mit Recht Recht ...
Ist nur eine Anregung, aber ich fühle mich beim Lesen immer wie in einer kontroversen Gemeinderatssitzung, in der die einen eine Kita bauen wollen während die anderen für ein Parkhaus votieren.

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@alfredino
Ein wenig o.t. und ein ganz persönliches Anliegen:
Kannst du bitte deine Hervorhebungen auf ein normales Maß reduzieren? So inflationär angewendet wirkt das einfach seltsam auf mich.
Es ist auch ohne Fettschrift wohl den meisten klar, dass du mit Kunden Kunden meinst und mit Recht Recht ...
Ist nur eine Anregung, aber ich fühle mich beim Lesen immer wie in einer kontroversen Gemeinderatssitzung, in der die einen eine Kita bauen wollen während die anderen für ein Parkhaus votieren.

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@vive-la-france sagte:
scheinbar bekleckert sich TUI nicht mit Ruhm bei Kunden und Hotels.
ob sie da vielleicht ganz einfach gelernt haben von den „Kunden“ denen es aktuell um nichts anderes mehr geht als „ihr“ Geld zu retten ?
@jlechtenboehmer sagte:
ob sie da vielleicht ganz einfach gelernt haben von den „Kunden“ denen es aktuell um nichts anderes mehr geht als „ihr“ Geld zu retten ?
Aus welchem Grund sollte ein Kunde auf sein Geld verzichten für eine Nichtleistung des Reiseveranstalters? Es ist das Geld des Kunden! Ich habe Tausende überwiesen und nichts dafür bekommen. Selbstverständlich möchte ich mein Geld zurückhaben und das völlig zurecht!
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@MichaElsa
Dem Grunde nach wird dieses Recht ja auch gar nicht bestritten, nur ist der Vorhalt, TUI säße beherzt auf Bergen von Geld das Leid von Gläubigern jeder Genese aus nicht gerechtfertigt.
Kein Mensch - auch jlechtenboehmer nicht! - verlangt ernsthaft von den Betroffenen, sie mögen ihre Verauslagungen quasi mildtätig spenden.
Wir versuchen hier ziemlich unermüdlich die Zusammenhänge zu erläutern, und kaum stehen die Tasten still fragt der nächste, ob denn schon Geld geflossen sei von Albatros Reisen bis Zampano travel - das ist irgendwie auch ermüdend.
Streng genommen predigen wir ebenfalls gegen Wände, ganz so wie es von vielen Betroffenen aus ihrem Blickwinkel gesehen wird. -
@sswiti
Ich habe mir jetzt mal den von dir verlinkten Arktikel in Ruhe durchgelesen und auch nochmal deinen emotionalen Beitrag zu der Situation der Hotels insgesamt.
Was mich enorm befremdet ist der Teil, in dem auf die angeblich neu unterbreiteten Verträge eingegangen wird.
Demnach wolle TUI 75% der Rückstände ausgleichen sofern für die restlichen 25% ein nicht exakt spezifizierter zeitlicher Rückzahlungsrahmen eingeräumt wird.
Und mit diesen 75% könne man dann angeblich den cashflow schlechter planen als mit jenen Veranstaltern, die eine klarere - wie auch immer?! - zeitlich strukturierte Vereinbarung treffen wolle?
Bedauerlicher Weise trifft das bei mir auf Unverständnis.
Mit 75% in der Kriegskasse und 25% "auf der Bank" muss man keine Massenentlassungen vornehmen oder die Hütte einreißen - man kann den cashflow planen.
Auf die weiteren vertraglichen Bedingungen wird nicht näher eingegangen (da hab ich auch noch so meine Zweifel!) - aber so vollkommen außerirdisch werden die vermutlich auch nicht sein.
Natürlich werden aus anderen Destinationen ähnliche Beschwerden kommen - TUI ist Marktführer in einigen umsatzstarken Quellmärkten - das muss weh tun!Alles in allem wird m.E. nicht die TUI schuldig sein am Niedergang vieler Hotels sondern der Täter Covid19.
Ich musste in DUS für eine Nacht in einem sehr durchschnittlichen 4* Hotel 485 Tacken für das EZ berappen (gewöhnlich 170!), nur weil zufällig die Drupa zu meiner Reisezeit stattfand. Keine Drupa 2020, keine Goldeselei.
Nur steht ja die Preispolitik von Hoteliers nie in Rede, der Schwarze Peter wird in aller Entschiedenheit dem Pack der Veranstalter aufgenötigt.
Solche Erlebnisse (und das ist nur ein Beispiel von vielen!) bremsen meine Bereitschaft zum Mitgefühl erheblich.Vermutlich haben die betroffenen Hoteliers in den vergangenen Boomjahren an den TUI Gästen sehr gut verdient, und jetzt sollen 75% / 25% plötzlich ursächlich für ihre existenzielle Bedrohung sein?
Sorry - aber so ganz schlüssig ist mir das alles nicht, Brandrede zur Solidarität mit den Semmelessern hin oder her.Noch ein Rat hinsichtlich deiner Beiträge:
Bitte nenne deine Quellen wenn du solche Statements wie "1,4 Milliarden liquide Mittel vorwiegend aus Krediten" bezüglich der TUI abgibst - du stehst soweit nicht im Verdacht deren Steuerberater zu sein ... -
@sswiti
Ich habe mir jetzt mal den von dir verlinkten Arktikel in Ruhe durchgelesen und auch nochmal deinen emotionalen Beitrag zu der Situation der Hotels insgesamt.
Was mich enorm befremdet ist der Teil, in dem auf die angeblich neu unterbreiteten Verträge eingegangen wird.
Demnach wolle TUI 75% der Rückstände ausgleichen sofern für die restlichen 25% ein nicht exakt spezifizierter zeitlicher Rückzahlungsrahmen eingeräumt wird.
Und mit diesen 75% könne man dann angeblich den cashflow schlechter planen als mit jenen Veranstaltern, die eine klarere - wie auch immer?! - zeitlich strukturierte Vereinbarung treffen wolle?
Bedauerlicher Weise trifft das bei mir auf Unverständnis.
Mit 75% in der Kriegskasse und 25% "auf der Bank" muss man keine Massenentlassungen vornehmen oder die Hütte einreißen - man kann den cashflow planen.
Auf die weiteren vertraglichen Bedingungen wird nicht näher eingegangen (da hab ich auch noch so meine Zweifel!) - aber so vollkommen außerirdisch werden die vermutlich auch nicht sein.
Natürlich werden aus anderen Destinationen ähnliche Beschwerden kommen - TUI ist Marktführer in einigen umsatzstarken Quellmärkten - das muss weh tun!Alles in allem wird m.E. nicht die TUI schuldig sein am Niedergang vieler Hotels sondern der Täter Covid19.
Ich musste in DUS für eine Nacht in einem sehr durchschnittlichen 4* Hotel 485 Tacken für das EZ berappen (gewöhnlich 170!), nur weil zufällig die Drupa zu meiner Reisezeit stattfand. Keine Drupa 2020, keine Goldeselei.
Nur steht ja die Preispolitik von Hoteliers nie in Rede, der Schwarze Peter wird in aller Entschiedenheit dem Pack der Veranstalter aufgenötigt.
Solche Erlebnisse (und das ist nur ein Beispiel von vielen!) bremsen meine Bereitschaft zum Mitgefühl erheblich.Vermutlich haben die betroffenen Hoteliers in den vergangenen Boomjahren an den TUI Gästen sehr gut verdient, und jetzt sollen 75% / 25% plötzlich ursächlich für ihre existenzielle Bedrohung sein?
Sorry - aber so ganz schlüssig ist mir das alles nicht, Brandrede zur Solidarität mit den Semmelessern hin oder her.Noch ein Rat hinsichtlich deiner Beiträge:
Bitte nenne deine Quellen wenn du solche Statements wie "1,4 Milliarden liquide Mittel vorwiegend aus Krediten" bezüglich der TUI abgibst - du stehst soweit nicht im Verdacht deren Steuerberater zu sein ...@vonschmeling sagte:
Ich musste in DUS für eine Nacht in einem sehr durchschnittlichen 4* Hotel 485 Tacken für das EZ berappen (gewöhnlich 170!), nur weil zufällig die Drupa zu meiner Reisezeit stattfand. Keine Drupa 2020, keine Goldeselei.
Das ist ganz normale Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. Ohne Bezug zu der jetzigen Situation.
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Eben. Nur funktioniert genau diese Marktwirtschaft mit Bezug auf die jetztige Situation so nicht mehr.
Und daran ist wahrlich kein Reiseveranstalter schuld!
Weder werden Hoteliers mutwillig von TUI liquidiert noch ist angesichts eines Kurzabeitergeldes von 70% eine Erfüllungsquote von 75% (zumal mit der Zusage der restlichen Zahlung!) ein Angebot mit mangelnder Bereitschaft zur Solidarität mit den Vertragspartner. -
Ferner ist es auch Marktwirtschaft, während der Saison in Warmwasserzielen doppelte Preise zu verlangen - darüber flippt der Pauschalreisende jedoch in schöner Regelmäßigkeit aus.
Die Übersetzungen Unternehmer -> Verbraucher: Marktwirtschaft -> Ab.zockeMir fehlt hier einfach sehr oft der Blick auf beide Seiten.
Die meisten Betroffenen kreisen nur um sich selbst und ihr Schicksal, dass auf der anderen Seite ebenfalls schicksalhafte Einwirkungen (vollkommen unverschuldet!) hinzunehmen sind übersieht man geflissentlich.
Da hat man Tausis in die Hand genommen und erhält dafür genau nichts - ja aber doch nicht weil die Vertragspartner mutwillig eine Leistung verweigert?
Der gesamte Tenor der Betroffenen ist der des Vorwurfs, unterfüttert mit thailändischen Heulsusen, pauschal raffgierigen Unternehmern und beharrlicher Ignoranz der Tatsache, dass es eher 5 nach als 5 vor 12 ist. -
Ferner ist es auch Marktwirtschaft, während der Saison in Warmwasserzielen doppelte Preise zu verlangen - darüber flippt der Pauschalreisende jedoch in schöner Regelmäßigkeit aus.
Die Übersetzungen Unternehmer -> Verbraucher: Marktwirtschaft -> Ab.zockeMir fehlt hier einfach sehr oft der Blick auf beide Seiten.
Die meisten Betroffenen kreisen nur um sich selbst und ihr Schicksal, dass auf der anderen Seite ebenfalls schicksalhafte Einwirkungen (vollkommen unverschuldet!) hinzunehmen sind übersieht man geflissentlich.
Da hat man Tausis in die Hand genommen und erhält dafür genau nichts - ja aber doch nicht weil die Vertragspartner mutwillig eine Leistung verweigert?
Der gesamte Tenor der Betroffenen ist der des Vorwurfs, unterfüttert mit thailändischen Heulsusen, pauschal raffgierigen Unternehmern und beharrlicher Ignoranz der Tatsache, dass es eher 5 nach als 5 vor 12 ist.Ich glaube dass es liegt an der Natur der Mensch ein Schuldiger zu finden, hier wird schnell Prozess gemacht, die *** wird durchs Dorf getrieben und sie heißt RV

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Einen Schuldigen finden... Ja. Obama sprach von "Feinddenken". Irgendwie traurig... so einiges zurzeit.
Ich pflichte Dich bei...
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Wobei einen Schuldigen zu finden nie einfacher war als gegenwärtig: Sars-CoV-2, das A.rschloch.
Traurig ist, dass sich der teutonische Verbraucher notorisch beduppt empfindet. Und dann kommt auch noch der Verbraucherschützer um die Kurve und findet den Verbraucher notorisch beduppt - seiner Ansicht nach.
Eine liegende 8 der Beduppung - nur leider bringt das nix außer vielleicht das Teilen ähnlicher Beduppungsszanarien mit der Erkenntnis, dass man aber jetzt wirklich so richtig beduppt wurde ...
Und jetzt sollen wir auch noch mit den thailändischen Hoteliers gemeinsam greinen?
Was ein hoffnungslos ödes Verhalten?
Nee, so wird das nix.Die Gutscheingeschichte ist vorerst vom Tisch, also Krone richten und weitermachen.
Wenn schon Veranstalter dezent drauf hinweisen, dass beharrliche Nachfragen den Fortschritt für alle sabotieren, könnte man doch mal die Pobacken zusammenkneifen und nicht alle 3,5 min fragen "Habt ihr schon eure Penunsen kassiert?"???
S´wird scho wern. Im Rahmen von Reisen wurden sicher signifikant weniger Verbraucher abgeledert als im Rahmen von hochverzinslichen Investments - dafür stelle ich mein rechtes Auge anheim! -
@vonschmeling
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-krise-reisekonzern-tui-beantragt-staatshilfe-16680924.html
XXXx Verlinken reicht--individulle Zitate sind hier nicht erlaubt, daher entferntXXX -
@sswiti
Mein Hinweis bezog sich allein auf die Forenregeln, die du im Rahmen deiner Mitwirkung hier im Forum bewilligt hast.
Ich denke nämlich beleibe nicht, dass "man" (= TUI Kunde) "schauen muss"(???) in welchem Rahmen die fälligen Verbindlichkeiten sich bewegen.
Schaust du auch bei Miele vor dem Kauf eines Spülers mal eben in die Unternehmensergebnisse der letzten 3 Jahre?
Sorry, aber so langsam wird´s wirklich bizarr ...
Wenn ich jetzt mal unterstelle du kannst die ganzen recherchierten Ergebnisse ökonomisch evaluieren - was ist dein Profit nach der Recherche?
Hast du erkannt, dass deine Buchung bei TUI ein vollkommen abwegiges Risiko darstellte?
Oder etwa, dass die Hoteliers bei ihrer Zusammenarbeit mit dem Veranstalter ein solches riskierten?
Warum glaubst du sind diese Geschäftsberichte öffentlich?
Etwa um zu verschleiern, auf was für einen Gurkenverein sich ein jeder einlässt - sei es ein rechtschaffener Pauschalurlauber oder aber ein fleißiger Hotelbetreiber/-besitzer?
Ohne Worte ...