Sammelthread: Alle Fragen u. Szenarien zu Covid19 - Welche Rechte habe ich als Reisender?
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@candecor sagte:
Da kann sich die Reisebranche und auch dieses Forum nicht rauswinden.
Was deiner geschätzten Expertise zur Folge genau wie und wo versucht wurde?
Immerhin hat "dieses Forum" über die auch im Artikel erwähnten Aspekte aufgeklärt anstatt konzertiert in dein Prozesshanselgeheule einzustimmen ...
Davon abgesehen ist der Artikel tatsächlich sehr gut - mal abgesehen von der Headline.
Auch dort werden verschiedene Positionen dargelegt, die man hier auch mal akzeptieren könnte - nur so als Anregung.@vonschmeling sagte:
Was deiner geschätzten Expertise zur Folge genau wie und wo versucht wurde?
Um es auch für dich verständlich auszudrücken ... du machst den ganzen Tag nichts anderes, merkst es aber offensichtlich selber gar nicht mehr.
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Unter Vorbehalt, richtig. Aber für mich stellt es den entscheidenden Unterschied .
Lieber laufen die dem Geld (das ihnen ja eh nicht zusteht) nach als ich denen.
Jetzt muss ich doch mal was loswerden!
Liebe Leute, ich verstehe ja vollkommen, dass bei vielen die Nerven blank liegen. Das tun sie sicher auch bei den Kassiererinnen im Supermarkt, den Mädels beim Doc, den Leuten vom Gesundheitsamt, vom Ordnungsamt usw. etc. Schlangestehen bei Lidl oder Rossmann v o r der Tür macht auch keinen Spaß. Aber nirgends habe ich eine solche Aggressivität beobachtet wie hier in diesem Forum. Kommt doch bitte alle mal etwas runter und nehmt euch ein Beispiel an den vielen Menschen, die trotz dieser Sch...Situation immer noch ein freundliches Wort oder ein Lächeln übrig haben. Ich will mich da selbst nicht ausnehmen, ich neige auch dazu, verbal zu pieken. Aber das Quengelzonenverhalten, was hier teilweise an den Tag gelegt wird, ist beschämend und der Situation absolut nicht angemessen. Falls jemand nicht weiß, was eine Quengelzone ist: fragt bei Eltern oder Großeltern von Kindergartenkindern nach.
Danke fürs Lesen, und bleibt alle gesund! -
@Bienekind
Es wird immer brenzlig, wenn man sich im Recht fühlt und sich bewusst wird, dass die Möglichkeiten zur Durchsetzung nicht so plüschig sind wie gehofft. Ich verstehe das, zumal die Rechtslage ja eindeutig ist, was den Ärger noch verstärkt.
Mir geht es im Wesentlichen darum über diverse Irrtümer hinsichtlich des Gutscheins aufzuklären (sh. auch Artikel in der Welt) und damit vielleicht dem einen oder anderen Betroffenen die Entscheidung zu erleichtern.
Ich habe mich beispielsweise bewusst entschieden, der Gutscheinlösung näherzutreten und rechne felsenfest damit mir um seine Absicherung keinen Kopp machen zu müssen. Für mich ist das der Spatz in der Hand, ein gefühlter bevorstehender Urlaub.
Andernfalls hätte ich die Penunsen im Nu für dummes Zeug unters Volk gebracht, ich kenn´ mich!
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Um die Dimension und das Dillema der Branche mal etwas deutlicher zu machen:
Es gibt (endlich) eine aktuelle Schätzung des DRV, nach der in den nächsten Wochen 3,5 Milliarden Euro von den Reiseveranstaltern an die Kunden zurückbezahlt werden müss(t)en.
Hierzu erinnere ich auch an meinen Beitrag, der die Auswirkungen bei einer Rückzahlung auch auf die 10.000 Reisebüros in Deutschland
behandelt. Klick
Das Thema Gutschein wird ja nicht willkürlich in die öffentliche Debatte gebracht.
Und wir wären damit ja keine einsame Insel in Europa. Zur Erinnerung:
In Frankreich, Holland, Italien, Belgien gibt es keine andere Lösung, Spanien überlegt nachzuziehen und in Polen dürfte es in Kürze auch gesetzlich geregelt sein.
Ich bin auch kein Freund davon, aber wenn sie von der Regierung- wie auch immer abgesichert werden, dann wären Zigtausende Arbeitsplätze zunächst einmal gesichert.
Es gibt zur Gutscheinregelung auch ein aktuelles Gutachten ,das sich für diese Lösung ausspricht. Ich kläre mal ob wir das hier in Auszügen posten dürfen- das ist leider nicht so einfach. -
Es gibt aus Sicht der Reisebranche ganz sicher gute Gründe, diese Gutscheinlösung zu fordern. Es gibt aber auch aus Sicht der Verbraucher gute Gründe, diese nicht zo wollen.
Ich bin Verbraucher - ratet mal, welche Meinung ich habe.
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Ich bin auch Verbraucher, das scheintst du aber irgendwie ganz gern unter den Tisch zu fegen ...
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@Bienekind
Es wird immer brenzlig, wenn man sich im Recht fühlt und sich bewusst wird, dass die Möglichkeiten zur Durchsetzung nicht so plüschig sind wie gehofft. Ich verstehe das, zumal die Rechtslage ja eindeutig ist, was den Ärger noch verstärkt.
Mir geht es im Wesentlichen darum über diverse Irrtümer hinsichtlich des Gutscheins aufzuklären (sh. auch Artikel in der Welt) und damit vielleicht dem einen oder anderen Betroffenen die Entscheidung zu erleichtern.
Ich habe mich beispielsweise bewusst entschieden, der Gutscheinlösung näherzutreten und rechne felsenfest damit mir um seine Absicherung keinen Kopp machen zu müssen. Für mich ist das der Spatz in der Hand, ein gefühlter bevorstehender Urlaub.
Andernfalls hätte ich die Penunsen im Nu für dummes Zeug unters Volk gebracht, ich kenn´ mich!
@vonschmeling sagte:
Andernfalls hätte ich die Penunsen im Nu für dummes Zeug unters Volk gebracht, ich kenn´ mich!

Nun gibt es aber auch Haushalte, in denen beide Verdiener z.Z. in Kurzarbeit sind und nur ca 60 % des Haushaltseinkommens zur Verfügung haben. Hinzu kommen zusätzliche Verluste durch die Corona-Krise. Da wären die "Penunsen" schon willkommen, um über den Monat zu kommen. Und so "dummes Zeug" wie der nächste Urlaub muss vor diesem Hintergrund eben ausfallen.
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@vonschmeling sagte:
Andernfalls hätte ich die Penunsen im Nu für dummes Zeug unters Volk gebracht, ich kenn´ mich!

Nun gibt es aber auch Haushalte, in denen beide Verdiener z.Z. in Kurzarbeit sind und nur ca 60 % des Haushaltseinkommens zur Verfügung haben. Hinzu kommen zusätzliche Verluste durch die Corona-Krise. Da wären die "Penunsen" schon willkommen, um über den Monat zu kommen. Und so "dummes Zeug" wie der nächste Urlaub muss vor diesem Hintergrund eben ausfallen.
@dandy77 sagte:
Nun gibt es aber auch Haushalte, in denen beide Verdiener z.Z. in Kurzarbeit sind und nur ca 60 % des Haushaltseinkommens zur Verfügung haben.
und die in der Reisebranche allemal !
Hinzu kommen zusätzliche Verluste durch die Corona-Krise.
korrigiere mich wenn ich da nicht richtig liege - bei mir sind die Ausgaben jedenfalls niedriger wenn ich zu Hause bleibe....
Da wären die "Penunsen" schon willkommen, um über den Monat zu kommen. Und so "dummes Zeug" wie der nächste Urlaub muss vor diesem Hintergrund eben ausfallen.
Der Urlaub wäre in der Krise sicher auch bei Kurzarbeit nicht ausgefallen wenn er vom RV nicht abgesagt worden wäre ?
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@vonschmeling: und ich habe bewusst deine persönliche Meinung nicht kritisiert, sonder einen anderen Blickwinkel aufgezeigt. Deshalb sollten Gutscheine ja auch als Alternative zur Gelderstattung angeboten werden. Aber eben als Alternative. Und so auch dargestellt.
@jlechtenboehmer: für meine Aussage ist es irrelevant, in welcher Branche die Kurzarbeiter arbeiten. Es steht ca 40% weniger Haushaltseinkommen bei gleichen Fixkosten zur Verfügung. Da müssen dann andere Ausgaben niedriger ausfallen. Das ist der Unterschied.
Und die zusätzlichen Verluste, die ich meinte, sind Kapitalverlust, Streichung von Lohnsteigerungen, Risiko der Arbeitlosigkeit ...
Und deine letzte Anmerkung verstehe ich nicht. Wenn der Urlaub nicht ausgefallen wäre, bräuchte man sich über Alternativen keine Gedanken zu machen. Das Geld ist weg und danach tritt die Situation der Kurzarbeit ein. Jetzt haben wir aber Kurzarbeit. Und da würde ein Urlaub erst gar nicht gebucht werden, bzw braucht man das Geld jetzt notwendiger für etwas anderes, als für den nächsten Urlaub.
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Schön und gut, aber wollen wir bitte bitte bitte beim Thema bleiben.
Es ist zu weit vom eigentlichen Thema weg. Die privaten oder finanziellen Probleme haben viele, wenn ein Verbraucher sagt, der/die braucht das Geld, statt einen Gutschein, dann sollte dies schon einen Grund haben - nicht umsonst, sage ich auch, wenn ich Gutschein angeboten bekomme, dass ich lieber das Geld hätte. Aber dazu muss ich doch nicht erklären weshalb, wieso und warum......@Günter/HolidayCheck: Super interessanter Beitrag mit den Reisebüros und Gutscheinen bzw. den Ausmaß der Krise auf die Branche - eine kleine Perspektive von der anderen Seite =). Wenn es bis zu 10% vom Gesamtpreis geht und der Gutschein länger als einen Jahr gültig ist, da kann ich mir es nochmal überlegen.
Gruß,
holidaytripguy -
@vonschmeling: und ich habe bewusst deine persönliche Meinung nicht kritisiert, sonder einen anderen Blickwinkel aufgezeigt. Deshalb sollten Gutscheine ja auch als Alternative zur Gelderstattung angeboten werden. Aber eben als Alternative. Und so auch dargestellt.
@jlechtenboehmer: für meine Aussage ist es irrelevant, in welcher Branche die Kurzarbeiter arbeiten. Es steht ca 40% weniger Haushaltseinkommen bei gleichen Fixkosten zur Verfügung. Da müssen dann andere Ausgaben niedriger ausfallen. Das ist der Unterschied.
Und die zusätzlichen Verluste, die ich meinte, sind Kapitalverlust, Streichung von Lohnsteigerungen, Risiko der Arbeitlosigkeit ...
Und deine letzte Anmerkung verstehe ich nicht. Wenn der Urlaub nicht ausgefallen wäre, bräuchte man sich über Alternativen keine Gedanken zu machen. Das Geld ist weg und danach tritt die Situation der Kurzarbeit ein. Jetzt haben wir aber Kurzarbeit. Und da würde ein Urlaub erst gar nicht gebucht werden, bzw braucht man das Geld jetzt notwendiger für etwas anderes, als für den nächsten Urlaub.
@dandy77 sagte:
Da müssen dann andere Ausgaben niedriger ausfallen.
Richtig - und das tun sie ja gezwungenermaßen: die Fahrt zum Arbeitsplatz entfällt und damit Benzin- und Wartungskosten, der Restaurantbesuch und Shopping, der Besuch von Konzerten, Theater und Freizeitparks undundund.....
Und die zusätzlichen Verluste, die ich meinte, sind Kapitalverlust,
den habe ich auch - meine (bescheidene) Altersvorsorge ist über Nacht mal gut 20 % weniger Wert geworden. Doch ich mache mir da keinen Kopf; Verluste werden erst relevant wenn man sie realistisch. Im Depot dagegen stehen sie nur auf dem Papier.
Und deine letzte Anmerkung verstehe ich nicht. Wenn der Urlaub nicht ausgefallen wäre, bräuchte man sich über Alternativen keine Gedanken zu machen. Das Geld ist weg und danach tritt die Situation der Kurzarbeit ein. Jetzt haben wir aber Kurzarbeit. Und da würde ein Urlaub erst gar nicht gebucht werden, bzw braucht man das Geld jetzt notwendiger für etwas anderes, als für den nächsten Urlaub.
Ist doch ganz einfach : wäre der Urlaub trotz Krise nicht abgesagt worden, so wäre man verreist und hätte einen Urlaub ohne Erholungswert gehabt wegen des Gespenstes der Kurzarbeit vor Augen - oder aber ein kostenpflichtiges Storno. So dagegen hat man einen Gutschein den man später gegen eine Reise eintauschen kann - oder evtl. nach Ablauf der Gültigkeit in Bares.
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@dandy77 sagte:
Da müssen dann andere Ausgaben niedriger ausfallen.
Richtig - und das tun sie ja gezwungenermaßen: die Fahrt zum Arbeitsplatz entfällt und damit Benzin- und Wartungskosten, der Restaurantbesuch und Shopping, der Besuch von Konzerten, Theater und Freizeitparks undundund.....
Und die zusätzlichen Verluste, die ich meinte, sind Kapitalverlust,
den habe ich auch - meine (bescheidene) Altersvorsorge ist über Nacht mal gut 20 % weniger Wert geworden. Doch ich mache mir da keinen Kopf; Verluste werden erst relevant wenn man sie realistisch. Im Depot dagegen stehen sie nur auf dem Papier.
Und deine letzte Anmerkung verstehe ich nicht. Wenn der Urlaub nicht ausgefallen wäre, bräuchte man sich über Alternativen keine Gedanken zu machen. Das Geld ist weg und danach tritt die Situation der Kurzarbeit ein. Jetzt haben wir aber Kurzarbeit. Und da würde ein Urlaub erst gar nicht gebucht werden, bzw braucht man das Geld jetzt notwendiger für etwas anderes, als für den nächsten Urlaub.
Ist doch ganz einfach : wäre der Urlaub trotz Krise nicht abgesagt worden, so wäre man verreist und hätte einen Urlaub ohne Erholungswert gehabt wegen des Gespenstes der Kurzarbeit vor Augen - oder aber ein kostenpflichtiges Storno. So dagegen hat man einen Gutschein den man später gegen eine Reise eintauschen kann - oder evtl. nach Ablauf der Gültigkeit in Bares.
@jlechtenboehmer sagte:
So dagegen hat man einen Gutschein den man später gegen eine Reise eintauschen kann - oder evtl. nach Ablauf der Gültigkeit in Bares.
Du würdest also in der momentanen Situation einem Reiseunternehmen wie FTI einen Privat-Kredit - sagen wir mal von 2000 € - für ein Jahr geben? Ich nicht. Warum sollte ich das machen?
Der Verbraucher ist nicht dazu da, die Liquidität der Reiseanbieter sicherzustellen (denn das macht er mit der Akzeptanz eines Gutscheines), zu mal er dabei auch noch ein Risiko übernimmt. Fair wäre es, wenn der Gutschein a. eine freiwillige Alternative zur Gelderstattung ist und b. der Gutschein 10% höher ausfällt.
Mit aller Verständnis für die Situation in der Reisebranche: Ich als Verbraucher muss mich gegen alle möglichen Risiken absichern. Reiserücktrittversicherung, Auslandskrankenversicherung, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung etc. , weil der Reiseanbieter mich ansonsten im "Regen stehen" lässt.
Mein Reisevertrag wurde vom Anbieter einseitig wegen Nichtdurchführbarkeit gekündigt. Das war drei Tage vor der Reise und liegt über zwei Wochen zurück. Seit dem habe ich nichts gehört. Die Informationspolitik dieses Anbieters schon im Vorfeld war sehr schlecht. Warum sollte ich zu diesem Anbieter Vertrauen haben und ihm 2000 € ohne Sicherheiten leihen?
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@jlechtenboehmer sagte:
So dagegen hat man einen Gutschein den man später gegen eine Reise eintauschen kann - oder evtl. nach Ablauf der Gültigkeit in Bares.
Du würdest also in der momentanen Situation einem Reiseunternehmen wie FTI einen Privat-Kredit - sagen wir mal von 2000 € - für ein Jahr geben? Ich nicht. Warum sollte ich das machen?
Der Verbraucher ist nicht dazu da, die Liquidität der Reiseanbieter sicherzustellen (denn das macht er mit der Akzeptanz eines Gutscheines), zu mal er dabei auch noch ein Risiko übernimmt. Fair wäre es, wenn der Gutschein a. eine freiwillige Alternative zur Gelderstattung ist und b. der Gutschein 10% höher ausfällt.
Mit aller Verständnis für die Situation in der Reisebranche: Ich als Verbraucher muss mich gegen alle möglichen Risiken absichern. Reiserücktrittversicherung, Auslandskrankenversicherung, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung etc. , weil der Reiseanbieter mich ansonsten im "Regen stehen" lässt.
Mein Reisevertrag wurde vom Anbieter einseitig wegen Nichtdurchführbarkeit gekündigt. Das war drei Tage vor der Reise und liegt über zwei Wochen zurück. Seit dem habe ich nichts gehört. Die Informationspolitik dieses Anbieters schon im Vorfeld war sehr schlecht. Warum sollte ich zu diesem Anbieter Vertrauen haben und ihm 2000 € ohne Sicherheiten leihen?
@dandy77 sagte:
Du würdest also in der momentanen Situation einem Reiseunternehmen wie FTI einen Privat-Kredit - sagen wir mal von 2000 € - für ein Jahr geben?
Genau, würde ich.
Ich nicht. Warum sollte ich das machen?
- weil es ab heute so geregelt ist
- aus Solidarität mit den Menschen die sich für dich den A.... aufreißen
- um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen
Der Verbraucher ist nicht dazu da, die Liquidität der Reiseanbieter sicherzustellen (denn das macht er mit der Akzeptanz eines Gutscheines), zu mal er dabei auch noch ein Risiko übernimmt.
Nein, ist er nicht. Das Risiko ( sein eigenes) minimiert der Verbraucher dadurch allerdings.
Fair wäre es, wenn der Gutschein a. eine freiwillige Alternative zur Gelderstattung ist und b. der Gutschein 10% höher ausfällt.
Du hältst es ernsthaft für fair, wenn jemand der nichts als Kosten und Aufwand hat, noch Geld obendrauf legt ?
Mit aller Verständnis für die Situation in der Reisebranche:
warum habe ich nur das Gefühl das dies geheuchelt ist ?
Ich als Verbraucher muss mich gegen alle möglichen Risiken absichern. Reiserücktrittversicherung, Auslandskrankenversicherung, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung etc. , weil der Reiseanbieter mich ansonsten im "Regen stehen" lässt.
Du musst nicht. Du kannst auch darauf verzichten, DEINE Risiken abzusichern. Ansonsten : der RV erfüllt seine Pflichten, sofern er einen Einfluss darauf hat. Wäre es dir lieber man würde dich in ein Risikogebiet reisen lassen ?
Mein Reisevertrag wurde vom Anbieter einseitig wegen Nichtdurchführbarkeit gekündigt.
Die jedoch nicht in seinem Einflussbereich liegt.
Das war drei Tage vor der Reise und liegt über zwei Wochen zurück. Seit dem habe ich nichts gehört. Die Informationspolitik dieses Anbieters schon im Vorfeld war sehr schlecht. Warum sollte ich zu diesem Anbieter Vertrauen haben und ihm 2000 € ohne Sicherheiten leihen?
Aus dem Grunde , aus dem du es bislang auch getan hast ? Weil du ihn für den für deine Zwecke besten Anbieter gehalten hast ?
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@dandy77 sagte:
Du würdest also in der momentanen Situation einem Reiseunternehmen wie FTI einen Privat-Kredit - sagen wir mal von 2000 € - für ein Jahr geben?
Genau, würde ich.
Ich nicht. Warum sollte ich das machen?
- weil es ab heute so geregelt ist
- aus Solidarität mit den Menschen die sich für dich den A.... aufreißen
- um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen
Der Verbraucher ist nicht dazu da, die Liquidität der Reiseanbieter sicherzustellen (denn das macht er mit der Akzeptanz eines Gutscheines), zu mal er dabei auch noch ein Risiko übernimmt.
Nein, ist er nicht. Das Risiko ( sein eigenes) minimiert der Verbraucher dadurch allerdings.
Fair wäre es, wenn der Gutschein a. eine freiwillige Alternative zur Gelderstattung ist und b. der Gutschein 10% höher ausfällt.
Du hältst es ernsthaft für fair, wenn jemand der nichts als Kosten und Aufwand hat, noch Geld obendrauf legt ?
Mit aller Verständnis für die Situation in der Reisebranche:
warum habe ich nur das Gefühl das dies geheuchelt ist ?
Ich als Verbraucher muss mich gegen alle möglichen Risiken absichern. Reiserücktrittversicherung, Auslandskrankenversicherung, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung etc. , weil der Reiseanbieter mich ansonsten im "Regen stehen" lässt.
Du musst nicht. Du kannst auch darauf verzichten, DEINE Risiken abzusichern. Ansonsten : der RV erfüllt seine Pflichten, sofern er einen Einfluss darauf hat. Wäre es dir lieber man würde dich in ein Risikogebiet reisen lassen ?
Mein Reisevertrag wurde vom Anbieter einseitig wegen Nichtdurchführbarkeit gekündigt.
Die jedoch nicht in seinem Einflussbereich liegt.
Das war drei Tage vor der Reise und liegt über zwei Wochen zurück. Seit dem habe ich nichts gehört. Die Informationspolitik dieses Anbieters schon im Vorfeld war sehr schlecht. Warum sollte ich zu diesem Anbieter Vertrauen haben und ihm 2000 € ohne Sicherheiten leihen?
Aus dem Grunde , aus dem du es bislang auch getan hast ? Weil du ihn für den für deine Zwecke besten Anbieter gehalten hast ?
@jlechtenboehmer: "weil es ab heute so geregelt ist" - Das ist noch nicht in Kraft getreten. Verschiedene Medien schreiben, dass die EU-Kommission noch zustimmen muss.
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Jau. Jedoch wird m.E. niemand in der Lage sein, Wasser bergauf fließen zu lassen.
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Gutschein anstatt Geld ..... ist doch wohl die Oberfrechheit, oder ???
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Gutschein anstatt Geld ..... ist doch wohl die Oberfrechheit, oder ???
Keine Sorge ... da ist noch lange nix fix!
Corona hin oder her, Gesetzte lassen sich nicht so einfach aushebeln.
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@dandy77 sagte:
Du würdest also in der momentanen Situation einem Reiseunternehmen wie FTI einen Privat-Kredit - sagen wir mal von 2000 € - für ein Jahr geben?
Genau, würde ich.
Ich nicht. Warum sollte ich das machen?
- weil es ab heute so geregelt ist
- aus Solidarität mit den Menschen die sich für dich den A.... aufreißen
- um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen
Der Verbraucher ist nicht dazu da, die Liquidität der Reiseanbieter sicherzustellen (denn das macht er mit der Akzeptanz eines Gutscheines), zu mal er dabei auch noch ein Risiko übernimmt.
Nein, ist er nicht. Das Risiko ( sein eigenes) minimiert der Verbraucher dadurch allerdings.
Fair wäre es, wenn der Gutschein a. eine freiwillige Alternative zur Gelderstattung ist und b. der Gutschein 10% höher ausfällt.
Du hältst es ernsthaft für fair, wenn jemand der nichts als Kosten und Aufwand hat, noch Geld obendrauf legt ?
Mit aller Verständnis für die Situation in der Reisebranche:
warum habe ich nur das Gefühl das dies geheuchelt ist ?
Ich als Verbraucher muss mich gegen alle möglichen Risiken absichern. Reiserücktrittversicherung, Auslandskrankenversicherung, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung etc. , weil der Reiseanbieter mich ansonsten im "Regen stehen" lässt.
Du musst nicht. Du kannst auch darauf verzichten, DEINE Risiken abzusichern. Ansonsten : der RV erfüllt seine Pflichten, sofern er einen Einfluss darauf hat. Wäre es dir lieber man würde dich in ein Risikogebiet reisen lassen ?
Mein Reisevertrag wurde vom Anbieter einseitig wegen Nichtdurchführbarkeit gekündigt.
Die jedoch nicht in seinem Einflussbereich liegt.
Das war drei Tage vor der Reise und liegt über zwei Wochen zurück. Seit dem habe ich nichts gehört. Die Informationspolitik dieses Anbieters schon im Vorfeld war sehr schlecht. Warum sollte ich zu diesem Anbieter Vertrauen haben und ihm 2000 € ohne Sicherheiten leihen?
Aus dem Grunde , aus dem du es bislang auch getan hast ? Weil du ihn für den für deine Zwecke besten Anbieter gehalten hast ?
@jlechtenboehmer sagte:
Genau, würde ich.
weil es ab heute so geregelt ist
aus Solidarität mit den Menschen die sich für dich den A.... aufreißenBei meinem RV reißt sich niemand den A... auf, es sei denn du meinst die großen Anstrengungen bloß nicht mit den eigenen Kunden Kommunizieren zu müssen. Mein RV hat alle Telefonnummern von der Homepage gelöscht und auf eMail wird seit 14 Tagen nicht geantwortet. Die allgemeinen Infos auf der Homepage sind auch nichtssagend.
um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen
Nein, ist er nicht. Das Risiko ( sein eigenes) minimiert der Verbraucher dadurch allerdings.Nur augenscheinlich. Der Gutschein entspricht einer Schuldverschreibungen und unterliegt damit ohne 100% staatlicher Garantie einem Ausfallrisiko, damit sollte er auch der Bonität des RV entsprechend verzins werden. Nebenbei ist er auch ein Termingeschäft, der Reisende wettet darauf in der Zukunft zu gleichen oder ähnlichen Konditionen reisen zu können. Das wird er aber nicht. Reisen wird deutlich teurer werden (müssen), d.h. die RV dürfen hier sogar noch mit Gewinnen für Gebührenerhöhungen rechnen.
Du hältst es ernsthaft für fair, wenn jemand der nichts als Kosten und Aufwand hat, noch Geld obendrauf legt ?
Welche Kosten denn genau? Würde ich gerne offen gelegt bekommen. Denn wie es die Erfahrung der Vergangenheit gelehrt hat (Condor) haben die RV die Hotels, Vorort Dienstleister, Fluglinien ohnehin noch nicht bezahlt. Meine Anzahlung wird dafür verwendet den Laden am Laufen zu halten, Kosten der Vergangenheit zu decken. Ein gigantisches Schneeballsystem.
warum habe ich nur das Gefühl das dies geheuchelt ist ?
Du musst nicht. Du kannst auch darauf verzichten, DEINE Risiken abzusichern. Ansonsten : der RV erfüllt seine Pflichten, sofern er einen Einfluss darauf hat. Wäre es dir lieber man würde dich in ein Risikogebiet reisen lassen ?Die RV hätten sich gegen Pandemie versichern können. Laut den großen Rückversicherern wäre dies möglich gewesen. Sogar noch im Januar dieses Jahres. Das Risiko war jedoch recht gering, wenn man es aus der Vergangenheit ableitet, die Kosten wollten die RV aber sparen, auch, weil eine Pandemie Absicherung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Heißt, eine kaufmännische Fehlentscheidung führt zu den Liquiditätsproblemen und nicht höhere Gewalt.
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Um die Dimension und das Dillema der Branche mal etwas deutlicher zu machen:
Es gibt (endlich) eine aktuelle Schätzung des DRV, nach der in den nächsten Wochen 3,5 Milliarden Euro von den Reiseveranstaltern an die Kunden zurückbezahlt werden müss(t)en.
Hierzu erinnere ich auch an meinen Beitrag, der die Auswirkungen bei einer Rückzahlung auch auf die 10.000 Reisebüros in Deutschland
behandelt. Klick
Das Thema Gutschein wird ja nicht willkürlich in die öffentliche Debatte gebracht.
Und wir wären damit ja keine einsame Insel in Europa. Zur Erinnerung:
In Frankreich, Holland, Italien, Belgien gibt es keine andere Lösung, Spanien überlegt nachzuziehen und in Polen dürfte es in Kürze auch gesetzlich geregelt sein.
Ich bin auch kein Freund davon, aber wenn sie von der Regierung- wie auch immer abgesichert werden, dann wären Zigtausende Arbeitsplätze zunächst einmal gesichert.
Es gibt zur Gutscheinregelung auch ein aktuelles Gutachten ,das sich für diese Lösung ausspricht. Ich kläre mal ob wir das hier in Auszügen posten dürfen- das ist leider nicht so einfach.@guenter-holidaycheck sagte:
Ich bin auch kein Freund davon, aber wenn sie von der Regierung- wie auch immer abgesichert werden, dann wären Zigtausende Arbeitsplätze zunächst einmal gesichert.
Ja, die Meinungen sind sehr weit auseinander, aber eine Absicherung ist ein must have.
Du sagst es aber ja selber, die Reiseunternehmen nutzen die Kundengelder um erst einmal Arbeitsplätze zu sichern - soweit erst einmal so gut. Was im nächsten Jahr passiert, wenn in Europa hunderttausende Kunden mit Ihren Gutscheinen auf der Matte stehen kann sich jeder denken. Den Reiseunternehmen fehlt das Geld (die von den Kunden geliehenen 3,5 Milliarden sind lange weg) und der Staat hat dann die ehrenvolle Aufgabe die Kunden zufrieden zu stellen.
In meinem persönlichen Fall ist eine mögliche Gutscheinregelung totaler Quatsch.
Wir haben für dieses Jahr bereits 2 individuelle Urlaube gebucht, wonach wir unterm Strich Gutscheine von 3 Airlines und 3 Reiseveranstaltern (für Unterkünfte) bekämen.