Insolvenz Thomas Cook Gruppe (Neckermann, Öger Tours, Bucher Reisen)
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Da gebe ich dir unumwunden Recht, towi1802.
Allerdings ging es aktuell um die Befürchtung, die Regierung würde ihre Zusagen nicht einhalten, und dieser wird in der Wiedergabe der ministerialen Aussagen eindeutig entgegengetreten.Selbstverständlich ist die Bemerkung zur seinerzeit höchsten Schadenssumme haarsträubend und ein bedrückender Beleg dafür, wie unfassbar ignorant die Risikoeinschätzung gehandhabt wurde (fast möchte man sagen nach dem Prinzip "früher war mehr Lametta"!?).
Ferner gibt zu denken, dass man hinsichtlich der in der Haftungssumme beinhalteten Leistungen überhaupt von "unterschiedlichen Auffassungen" spricht ohne zuzugeben, dass die Ausgestaltung des gegenständlichen Paragraphen offenbar ein gewisses Präzisierungspotenzial birgt (bzw. schon immer barg?!).
Zudem wird bei aller Bedenklichkeit geflissentlich ignoriert, dass andere EU Staaten offenbar durchaus EU rechtskonforme Absicherungsmethoden vorhalten konnten ohne die Attraktivität der Pauschalreise an sich zu gefährden.Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Auswirkung ist die Entscheidung unbeachtlich ihrer erbärmlichen Klappentexte politisch tadellos - vermutlich geht das dem weit überwiegenden Teil der Betroffenen allerdings meilenweit an der Stirn vorbei.
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Besteht Uneinigkeit darüber, dass davon nur pauschalreisende Steuerzahler "profitiert" hätten?
Aber lassen wir das lieber, nützt hier nämlich zu gar nichts ...
@vonschmeling sagte:
Besteht Uneinigkeit darüber, dass davon nur pauschalreisende Steuerzahler "profitiert" hätten?
Die Formulierung "pauschalreisender Steuerzahler" bveantwortet Deine Frage von selbst.
Das wars. -
Die Betonung liegt aber auf "pauschalreisender" und da es mehr nicht pauschalreisende Steuerzahler gibt ist die Formulierung "vergurkt" sicher nicht ganz vergurkt ...
Genug.
Ich verstehe, wenn nicht Betroffene sauer sind und sich fragen, weshalb sie für die Mallorcareise von Trude H. aus E. aufkommen sollen, nur weil die Bundesregierung reichlich verschnarcht war hinsichtlich der Absicherung der Reisenden, nützt aber nix. -
Hallo zusammen,
ich habe einige Seiten durchgelesen aber bei weitem nicht alle - auf die Gefahr hin, dass es schon einen Austausch dazu gab (ich bin für jeden Hinweis dankbar!):
Hat schon jemand Rückmeldung von Kaera erhalten, der die Flüge eine Pauschalreise genutzt hat und sich selbst um alles weitere (Hotel, Transporte) gekümmert hat? Mein so gelagerter Fall wird schon seit einiger Zeit geprüft und ich bin neugierig, wie damit umgegangen wird.
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@ FL380
Was hast Du bei Kaera als Schaden gemeldet?
Von Kaera kannst Du 17,5% erwarten. + -
Für genutzte Tickets gibt's sicher kein Geld.
Du bist bei abgesagter Reise auf eigene Verantwortung gereist.
(Vielleicht erklärt es jemand besser?)MfG Teili
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Ich nehme an, FL380 hat die Differenz zwischen Zahlung und Ticketkosten geltend gemacht (Reisepreis - Ticketkosten = Forderung).
So haben es zumindest einige hier angekündigt.
Mich würde tatsächlich auch sehr interessieren wie die Zurich solche Fälle handhabt - ist ja rechtlich völliges Neuland, ebenso wie die Anrechnung der Rückholkosten. -
Das war hier schon längst Thema, einschließlich der Feststellung, dass es sich damals um einen komplett anderen Sachstand handelte.
Es geht auch keiner davon aus, der Bund handle aus "Nächstenliebe"?!?
Bei aller berechtigten Kritik an den Aussagen von Frau Lambrecht sollte inzwischen klar sein, dass die Maßnahme einer Schadensbegrenzung dient und allenfalls noch der Vertrauensbildung.
Den Betroffenen wird geholfen (zudem zeitnah und ohne Kostenrisiken), die rechtliche Klärung nimmt die Regierung vor.
Anstatt hier von "Nächstenliebe" und "schlechten Erfahrungen" zu fabulieren sollten Nutznießer verflixt nochmal einfach nur dankbar sein anstatt sich in halbgarem Gerechtigkeitsfantasmus oder gar Häme zu suhlen. -
Also ich für meinen Teil bin heil froh, dass ich mein Geld voll erstattet bekomme. Ob Schuldeingedtändnis oder nicht. Denn ganz im Ernst, hatten wir das Geld im Endeffekt abgeschrieben. Darum: Danke wer auch immer!
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Wieso Schuldeingeständnis. Wir haben uns nichts zu Schulden kommen lassen, nur weil wir eine Pauschalreise gebucht haben, die total unterversichert war. Es ist nun all das passiert, wo irgendwie wohl niemand mit gerechnet hat. Auch der Staat nicht. Denke, aus diesen Fehlern sollte jetzt gelernt werden, damit so etwas in diesem Ausmaß in Zukunft nicht mehr passieren kann. Und jetzt hört auf, dieses immer wieder hochzuschaukeln
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Ich nehme an, es ist ein Schuldeingeständnis der Regierung gemeint - auch ein solches kann ich nicht feststellen.
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Das Thema ist so ein wenig untergegangen:
Die GfR, also einer der verbliebenen Restposten aus der Cook Pleite ist nun auch verkauft worden.
Die Call-Center-Tochter "Gesellschaft für Reisevertriebssystem (kurz GfR) "mit ca.500 Beschäftigten geht an einen Fonds, der von der Münchner Beteiligungsgesellschaft Dubag beraten wird.Also an einen Investor.
Der Verkauf sei vor Weihnachten vollzogen worden, eine Zustimmung der Kartellbehörden war demnach nicht nötig. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.Quelle Brancheninfos mit Details bestätigt durchOnlinemeldung der FVW
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Und weiter gehts mit dem Verkauf der Cook-Reste, vermutlich der letzte Deal.
Die türkische Anex Group(ATG) hat nun auch die Markenrechte von Neckermann aus der Insolvenzmasse herausgekauft.
Der Veranstalter wird dem Vernehmen nach bald wieder aktiviert-
Ebenfalls gekauft wurden diverse Internet-Domains.
Das alles steht- wie zuletzt der Kauf von Bucher und Öger Tours durch die ATG-- natürlich noch unter dem Vorbehalt einer wettbewerbsrechtlichen Kartellprüfung.
Bucher und Öger sind inzwischen genehmigungstechnisch "durch" es geht jetzt nur noch um die Genehmigung des Neckermann-Deals.
Damit dürften wohl alle werthaltigen Vermögensteile von Ex- Cook D verkauft worden sein.
Bucher und Öger sollen , so der Anex Tourism Group-Chef Neşet Koçkar- schon im Januar wieder aktiv werden.Quelle Brancheninfos, bestätigt durch FVW Online von heute
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Günter,
Danke für die Infos!
Diese Verkäufe, ist das nun gut oder schlecht für die Gläubiger?? -
Günter,
Danke für die Infos!
Diese Verkäufe, ist das nun gut oder schlecht für die Gläubiger?? -
@AnnabellaDonna
Verkäufe bedeuten mehr Geld in der Masse und demnach mehr Geld um die Forderungen der Gläubiger zu berichtigen.
Du solltest jedoch nicht davon ausgehen, dass sich das merklich zu deinem Vorteil auswirkt ... leider. -
Ganz persönlich bin ich mal gespannt, wie die ATG die drei --besser vier(mit Anex D)-- ATG -Veranstalter im Markt überhaupt positionieren will...
Jeder Veranstalter muss schon ein eigenes Profil und eine bestimmte Zielgruppen-Ausrichtung haben, um erfolgreich zu sein.
Öger Tours und Anex sind beim Thema Türkei ähnlich angesiedelt, wobei Anex D mit knapp unter 100 Mio Umsatz und gemeldeten 160.000 Gästen eher der Zwerg unter den Vieren ist.
Bucher & Öger Tours kamen -nach internen Thomas Cook Informationen--- wohl zusammen in 2018 noch auf einen Umsatz von 850 Mio und rd.1,2 Mio Kunden.....zu NEC gibt es aktuell noch keine Zahlen.
Bucher als Restplatzvermarkter( Vor dem Crash sehr stark in Spanien/Griechenland)
Und was macht man dann mit Neckermann- der Marke die durch die Pleite momentan den grössten Imageverlust haben dürfte?
Positiv für ATG ist, dass sie mit Diek Berlinghoff einen total erfahrenen Touristik Manager als Berater für den Vorstand und die Anex D im Boot haben
Berlinghoff ist in der Branche angesehen--- und sicher ein grosses Plus für die weiteren Vorhaben.
Der Neustart von Bucher und Öger muss rasch und erfolgreich erfolgen, wenn man mit den Marken in 2020 Geld verdienen will..
Dann gibt es ja noch die TUI, DER,FTI,Schauinsland die sich alle vom früheren Cook -Kuchen ihr Stückchen abschneiden wollen.
Und dazu auch beste Voraussetzungen haben: Sie brauchen keinen zähen Anlauf in den Markt ---und sie kommen mit unbelasteten Veranstalter- Marken daher.
Spannend. -
Interessant in dem Kontext folgender Artikel: TUI verkauft Wolters
Kernaussage IMO, Zitat: "Mit dem Verkauf werde „die Abhängigkeit vom traditionellen Veranstaltergeschäft“ verringert."
Artikel ist schon ein paar Tage alt und wurde bestimmt schon irgendwo verlinkt, passt hier aber ganz gut rein. Ich glaube nicht, dass der Name Neckermann oder Cook auf dem deutschen Markt noch eine Zukunft hat. Das "klassische" Veranstaltermodell ist auf dem Rückzug, immer mehr Kunden verlangen individuelle Lösungen ihrer Urlaubsträume und keine von der Stange. TUI setzt ja schon längere Zeit auf eigene Hotels, eigene Airline und vor allem den Kreuzfahrmarkt.
Es bleibt in der Tat spannend wie sich der Reisemarkt weiter entwickelt. Ich glaube nicht, dass es in 3 oder 4 Jahren noch "Reisekataloge" mit den bunten Bildchen geben wird und die Branche wird sich darauf einstellen (müssen). Die einen schaffen das besser, z.B. TUI, die anderen sind verschwunden, aktuell Cook.
Zum Topic, es ging ja auch um Sicherungsscheine etc. - wenn die klassische Pauschalreise durch andere Reiseformen abgelöst wird müsste das "eigentlich" auch in die Debatte um den Sicherungsrahmen einfließen. Dass es nicht wenige Zeitgenossen, darunter auch mich, gibt die diese besondere Absicherung von Privatvergnügen für absurd halten steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Aber das Recht ist nunmal da und gehört dann eben entweder grundsätzlich geändert oder, falls dies nicht mehrheitsfähig ist, korrekt umgesetzt.
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Hallo alle zusammen,
erstmal wünsche ich ein gutes neues Jahr.
Heute las ich im Handelsblatt, dass Anex total überschuldet ist, so dass noch gar nicht raus ist, ob es für Neckermann jetzt gut laufen wird.Dass TUI Wolters abstößt, hab ich auch schon vor Tagen gelesen.
Condor entlässt die ersten Mitarbeiter!!!
Vom Geld hab ich noch keinen Cent auf unserem Konto!!!
Fazit:
Wir machen nur noch dieses Jahr unsere gebuchte Pauschalreise, ab nächstes Jahr wegen der ganzen Unsicherheiten und nicht Wirtschaftenkönnens der Unternehmen, Individualreisen.Schönen Abend wünscht Maggy
