Filmen von Start und Landung???
-
Die Aufforderung “switch off all electronic devices” ist eindeutig. Dazu gehört in jedem Fall auch die Digicam. Keine Diskussion! Ebenso diskussionslos ist daher auch das Ausschalten des Herzschrittmachers, einer Insulinpumpe, eines cardialen Eventrecorders oder implantierten Defibrillators – gleiches Risiko, daher keine vernunftgerechte Ausnahme! Das ist alles elektronisches Teufelswerk mit einer noch gar nicht abschätzbaren Strahlenbelastung, die für die hochsensible Elektronik eines Flugzeuges das reinste Nervengift darstellt. Wer seine Digicam während des Starts der Maschine benutzt und damit das Leben vieler Mitpassagiere gefährdet, ist noch rücksichtsloser als der Wettergott, der statistisch jedes Flugzeug einmal pro Jahr vom Blitz treffen lässt. Dieses stürzt merkwürdigerweise aber selbst bei einem direkten Durchfluss von 300.000 Ampere und 100 Megavolt nicht zwingend ab und sogar der unzureichende Faradaysche Käfig ist bei Verkehrsmaschinen kein Grund, die Elektronik in die Knie zu zwingen. Digicams können das aber locker! Wegen der erheblichen Interferenz ist es ja auch verboten, digitale Bilder von Säuglingen anzufertigen, im Zug zu fotografieren oder eine Digitalcamera in Krankenhäusern zu verwenden, in denen allein der illegale Gebrauch von Mobiltelefonen jährlich bis zu 100.000 Patienten (persönlich geschätzte Dunkelziffer) das Leben kostet.
Nicht zu unterschätzen ist auch das Risiko einer „herumfliegenden Digicam“ bei einem Absturz. Bei Turbulenzen (eher sehr selten bei Start und Landung) würde sie wohl lediglich gegen die Kabinendecke donnern, bei einem Crash jedoch den Sitz des Vordermanns durchschlagen und schlimme Schäden anrichten können. „Absturz überlebt, durch sitzpenetrierende Digicam aber querschnittsgelähmt“ – ich alpträume diese bedrückende Schlagzeile eines bekannten Boulevardblattes.
Jeder ist doch von Natur aus mit einem Hirn ausgestattet und kaum jemand jammert laut, dass es in seiner Leistungsfähigkeit nicht den persönlichen Anforderungen genügt. Gitti 124, wünsche Dir viele schöne Bilder von Starts und Landungen und wäre nicht beunruhigt, dabei den Sitz neben Dir zu nutzen. -
Mag dein Text auch sarkastisch gemeint sein, so muss ich beider Textstelle was einwerfen.
LeRacou66:
Nicht zu unterschätzen ist auch das Risiko einer „herumfliegenden Digicam“ bei einem Absturz. Bei Turbulenzen (eher sehr selten bei Start und Landung) würde sie wohl lediglich gegen die Kabinendecke donnern, bei einem Crash jedoch den Sitz des Vordermanns durchschlagen und schlimme Schäden anrichten können. „Absturz überlebt, durch sitzpenetrierende Digicam aber querschnittsgelähmt“ – ich alpträume diese bedrückende Schlagzeile eines bekannten BoulevardblattesEine vernünftige Kamera mit Objektiv wiegt locker 2 Kilogramm. Der normale Mensch hat auch eine entsprechende Körpergröße, sodass sein Kopf über den Sitz raus ragt. Wenn es jetzt während Rollens eine Notbremsung gibt oder gar ein RTO (Startabbruch) dann legen sich nicht nur die FAs auf die Nase, sondern jede Menge nicht richtig verstauter Gegenstände machen sich selbstständig. Natürlich durchschlagen sie nicht die Sitze, aber denn Kopf können sie treffen wenn es dumm läuft.
-
Die genannten Einheiten neigen i.B. naturgemäß auch weniger dazu, die Aufmerksamkeit des Fluggastes massiv abzulenken oder durch die Kabine torpediert zu werden.
:?
Es mag altmodisch anmuten, aber Sicherheitsanweisungen des Kabinenpersonals und ihre Befolgung charakteterisieren auch Respekt, ergo ihre Ignoranz dessen Mangel.
Über die im Notfall resultierenden "Fehlpässse" mag sich ein jeder seine eigenen Gedanken machen.
Die Zuspitzung auf "Strahlung" und ihren möglichen Einfluss auf die Elektronik des Geräts ist längst obsolete.
Mehr möchte ich dazu aber auch nicht mehr beitragen, zumal der bestehende Thread zur Thematik schon längst verlinkt wurde ... -
Hallo
Also jetzt muß ich auch meinen Senf dazu geben .
Ich hätte bei einem Absturz von 10 000 M glaub ich andere Sorgen als das ich von einem Fotoaperat erschlagen werde.Wenn man mal auf einige Seiten geht wo Filme gezeigt werden ,sieht man sogar das der Pilot film aufnamen von der Landung macht .Und ich habe noch nie gehört das ein Flieger wegen Fotografieren runtergekommen ist .Mit dem Handy telefonieren finde ich auch nicht OK . Also bevor ich jemanden das Ding an den Kopf knalle ,denke ich mal darüber nach ob er nicht doch nach gefragt hat ,ich frage meist nach ob das OK ist zu Filmen an Bord und weren des Fluges. Also das mußte ich mal los werden . -
Als ich noch was richtiges gearbeitet habe hatte ich (allerdings auf dem Boden) mehrfach mit EMV Themen zu tun und was ich da an eigenartigen Phaenomenen erlebt habe war schon beeindruckend.
Deshalb bin ich mir nicht sicher ob Boing und Luftbus die EMV Thematik wirklich 100% im Griff haben.

