Besitzerwechsel Hotel - nun kein freies Tennisspiel mehr
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Vielleicht kann uns jemand weiterhelfen. Wir haben aus dem Sommerkatalog 2011 das Pajara Beach auf Fuerteventura gebucht. Waren schon öfter dort. Ein Grund dafür war, dass pro Zimmer und Tag eine Stunde Tennisplatznutzung beinhaltet war. Nun hat die Hotelleitung gewechselt und es gibt nach Winterkatalog keine freie Tennisplatznutzung mehr. Haben wir Anspruch darauf, da wir ja nach Sommerkatalog gebucht haben? Wenn ja und wir bekommen dort von Alltours kein entsprechendes Angebot, steht uns irgendeine Entschädigung zu? Vielleicht hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht.
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Sofern die Leistung zum Abschluss euer Buchung explizit vertraglich zugesichert war, ist ein Wegfall durch Betreiberwechsel ein Reisemangel.
Ggf. solltet ihr die Tennisstunde pro Tag als Minderung des Reisepreises geltend machen.
Als Vertragsgrundlage sind die objektiven Leistungsumfänge zu sehen, die bei der Buchung vereinbart waren. Hierzu gehört die freie Nutzung von Sporteinrichtung ebenso, wie detaillierte Verpflegungsmerkmale, eine Badewanne oder Meerblick. -
Nach dem o.g Sachverhalt ist es momentan gar nicht ersichtlich ob der neue Hotelbesitzer diese freie Tennisplatznutzung tatsächlich verwehrt. Ob er nun künftig das ganze anders managet ist ersteinmal unerheblich ..Ein Hotelier geht mit Übernahme eines Hotels einige Verpflichtungen ein.
Für den Anfang würde ich einfach mal empfehlen bei deinem Reiseveranstalter anzufragen ob du um diese Leistung die ja bei Buchung offenbar in Angebot includiert war bangen musst oder ob da kein Grund für sorge besteht. Ich bezweifel aber stark dass du ernsthaft Sorgen haben musst da der RV und der neue Hotelbesitzer dich wohl auch im Urlaub darauf nocheinmal sehen wollen (Davon geh ich jetzt mal aus).
Sollte der RV dir mitteilen dass diese Leistung tatsächlich nicht mehr zur Verfügung steht ,kannst du sofern im Vertrag diese kostenlose Tennisplatznutzung explizit festgehalten wurde ein Reisemangel melden.
Vonschmeling teilte dir dies ja bereits mit. -
Danke für die Antworten. Von unserem Reisebüro wurde schon mit Alltours telefoniert. Von dort haben wir auch die Mitteilung bzgl. Wechsel Management. Wir werden uns vor Ort noch mal mit der Reiseleitung auseinandersetzen. Wenn keine Einsicht, machen wir eben einen Reisemangel geltend. Wäre das erste Mal, aber irgendwann ist immer das erste Mal.
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@opeline
ich würde mir wegen sowas auf jeden fall nicht die urlaubslaune vermiesen lassen.
es ist ja so: der wechsel vom management muß ja nicht immer was negatives bedeuten.
oft kommt dadurch ein "frischer wind" ins haus.
es wird oft gewerkelt und gestrichen und verschönert.
sollte es so sein, dass der tennisplatz nun kostenpflichtig ist, hoffe ich, dass ihr auf jeden fall die katalogbeschereibung, auf dessen grundlage ihr gebucht habt, parat habt. (nehmt sie doch am besten mit vor ort).
dann würde ich das problem mit der reiseleitung besprechen und in jedem fall würde ich mir die kosten des platzes quittieren lassen.
dieso kosten könnt ihr dann ganz entspannt nach beendigung des urlaubs geltend machen. -
Nun ja, ein "Wechsel im Management" ist immer noch etwas anderes, als ein Betreiberwechsel; in der Regel sind im ersten Fall die Veränderungen nicht sonderlich einschneidend bezüglich "üblicher" Leistungen!
Ein Gespräch mit der Reiseleitung vor Ort halte ich allerdings für sinnlos - die Entscheidung der Kostenübernahme müsste die Incoming Agency auch mit dem Veranstalter klären, warum also sollte das vor Ort nicht einfach nur wesentlich komplizierter sein, als von hier aus? Die Entscheider sind dieselben ...
Meine Methode wäre, dem RV schriftlich mitzuteilen, dass diese zugesicherte (?) Leistung beansprucht wird. Sofern die Kosten vorzustrecken sind, sollte der RV sich zur Übernahme bereiterklären - schriftlich, mit der Bitte um ebenfalls schriftliche Benachrichtigung mit Terminsetzung.
Ich für meinen Teil hätte keine Lust, wertvolle Urlaubsstunden mit einem Reiseleiter zu vertun, der sowieso nichts dergleichen ohne Rücksprache entscheiden kann und überdies wohl kaum eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme beibringt!
:?
Sehr gescheit ist der Rat, mangels Regelung im Vorwege die Kosten einer Stunde Platzmiete quittieren zu lassen, m.E. aber nur die ultima ratio!

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@v.s.
ganz einfach.
den mangel muß man vor ort ja erstmal anzeigen, sich bestätigen lassen und um abhilfe bitten.
das kann man am besten bei der reiseleitung.
ob die tennisplätze wirklich nur gegen gebühr genutzt werden können, scheint mit ja nicht besonders gesichert zu sein.
sollte es aber so sein: siehe mein oben genanntes prozedere.
dann kann einer minderung auch nichts mehr im wege stehen. -
TO hat gebucht zur Bedingung (unterstellt!): 1h Nutzung Platz / Gast / Tag = inklusive.
Es ist nicht erkennbar, ob dies ein Zuvorkommen vom Veranstalter oder vom Hotel war.
TO besteht auf diesen Service, also klärt sie dies der Einfachheit halber möglichst vor der Abreise, anstatt mit einem RL über 12 Ecken vor Ort zu verhandeln.
Auch die Klarheit der Absage lässt sich schon vor der Reise am einfachsten regeln ... was um Himmels Willen soll ein RL vor Ort leichter vereinbaren können??

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opeline wrote:
...es gibt nach Winterkatalog keine freie Tennisplatznutzung mehr. ....ich habe gerade mal nach gelesen.
im winterkatalog steht:
bei buchung von alltours all inclusive:
"Täglich 1 Std. Tennisplatznutzung nach Verfügbarkeit."
insofern sehe ich dein problem noch gar nicht.
vielleicht ist es vor ort ja doch so, wie du es ursprünglich mal gebucht hast. -
@v.s.
zunächst geht man als pauschalreisender ja einen vertrag mit dem veranstalter ein, und nicht mit dem hotelier.
insofern sehe ich daher den veranstalter (und somit den reiseleiter als repräsentant des va) als ersten ansprechpartner.
ich würde mir vor abreise gar keine gedanken um vielleicht ungelegte eier machen, denn noch wissen wir ja nicht, wie es vor ort eigentlich ist.
ist der tennisplatz auf einmal doch kostenlos, hat der to sich vorher arbeit gemacht, die er gar nicht hätte machen müssen.
ist es vor ort nicht so, wie gewünscht, gilt das ganz normale prozedere, was bei jedem mangel im hotel durchzuführen ist:
mangel vor ort anzeigen, um abhilfe bitten, eine angemessene frist setzen, und wenn das alles nichts nützt, mangel bestätigen lassen und zu hause nach beendigung der reise dann geltend machen.
ich sehe eher deinen weg als den "um 12 ecken", wie du schreibst, da vorab mit dem hotelier irgenwas bekakelt werden soll, was vielleicht gar nicht andem ist.
aber jeder so, wie er mag.
ich denke, der to ist auf jeden fall "gewappnet" mit informationen und kann vor ort entscheiden, was zu tun ist. -
Ich habe überhaupt nicht von einer Unterredung mit dem Hotelier, sondern mit dem Veranstalter gesprochen. Ob das nun hier erledigt wird oder vor Ort (über zig Entscheidungsstationen) mag jeder für sich praktisch oder unpraktisch finden.
Mit Incoming Agencies hab ich so einige Erfahrung; wenn TO im Urlaub Lust hat, mind. 3 Tage auf ein Ergebnis zu warten, wird sie das tun. Wenn nicht, wird sie sich vorher zusichern lassen, dass die gebuchten Leistungen in vollem Umfang erbracht werden.
Im Übrigen geht es nicht um "freie Benutzung des Platzes", sondern um "eine freie Spielstunde pro Tag".

Ich für meinen Teil kläre meine Ansprüche lieber im Vorwege der Reise, hier mit dem RV, und das wären dann genau zero Ecken!

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Lexilexi wrote:
ganz einfach.
den mangel muß man vor ort ja erstmal anzeigen, sich bestätigen lassen und um abhilfe bitten.
das kann man am besten bei der reiseleitung.Noch einfacher: Wenn ein mutmaßlicher Mangel schon im Vorwege vermieden werden konnte, muss man ihn gar nicht erst akut anzeigen und damit einen Haufen Bürokratie in die Ferien verorten!
Zumal diese Freistunde auf dem Tennisplatz wohl eine abesehbare Abweichung von den gebuchten Leistungen zu sein scheint ...

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Liegt in der Natur einiger Menschen sich das Leben unnötig kompliziert zu machen .. Man kann ihnen nur seine eigene Sicht offerieren, wenn sie dennoch anders denken: Viel Spaß!
Im Alltag hat man schon genug Stress, da kommt es nicht auf ne Klärung vorab beim RV an .. Den Stress mach ich mir dann gerne .. Wenn ich Urlaub habe will ich keinen Stress und auf irgendwelche Reiseleiter warten und mit denen dann rumdiskutieren ..
Aber wer es mag sich das anzutun um etwas zu bekommen was er auch ohne so einen Stress haben hätte können der soll das machen.
Gehört villeicht für einige zum Urlaub dazu .. -
...wenn ich heute aus einem Katalog eine Leistung buche, und morgen erfahre,das sich der Leistungsumfang aus irgendwelchen Gründen geändert hat, dann hinterfrage ich das natürlich schon im Vorfeld meiner Reise..
Die Auflage der Kataloge findet ja bekanntlich schon sehr früh statt, und in dieser Zeit bis zum Antritt der Reise kann vor Ort noch ne Menge passieren....auch Reiseleiter sind in erster Linie verpflichtet auf Linie des VA zufahren..sprich ein zufriedenstellendes Ergebnis vor Ort könnte sich hinziehen..
Bin da kein Experte,aber das sagt mir mein Menschenverstand -
Im Winterkatalog steht:
Lexilexi wrote:
bei buchung von alltours all inclusive:
"Täglich 1 Std. Tennisplatznutzung nach Verfügbarkeit.".
Irgendetwas scheint die TO ja nun an dieser Ausschreibung gestört zu haben.
Hat sie vllt, nicht AI gebucht ? Keine Ahnung.
Vllt. macht sie sich tatsächlich zu viele Sorgen...
Allerdings - warum sollte man dieses nicht hier übers RB mit dem RV klären, der ganz gewiss eine präzise Antwort auf die Frage geben kann ?
Der RV hat seine Leute vor Ort, die im Vorfeld die Geschichte abklären können.
Und sollte es tatsächlich Probleme geben (keine kostenlose Nutzung), weiß man zumindest bereits, wie seitens des RV mit dieser geänderten / entfallenen Leistung umgegangen wird bzw. was man seitens des RV erwarten kann. -
irgendwie wird der "fall" gerade komplizierter gemacht, als er ist.
derzeit ist noch überhaupt nicht sicher, ob die änderung tatsächlich stattgefunden hat.
die katalogbeschreibungen weisen zumindest nicht drauf hin.
klar kann man in zweifel vorab mit dem hotelier, dem rv und auch dem reisebüro kontakt aufnehmen und sich bestätigen lassen, ob die gebuchten leistungen tatsächlich angeboten werden. die angeblichen änderungen kennt man scheinbar aber nur vom hörensagen.
also: warum nicht einfach entspannt in den urlaub reisen, sehen, was einen vor ort erwartet und dann ggf. reagieren.
WIE man dann zu reagieren hat (was eine erfolgreiche mangelanzeige betrifft) ist ja hier nun zur genüge geschildert worden. -
vonschmeling wrote:
Lexilexi wrote:
ganz einfach.
den mangel muß man vor ort ja erstmal anzeigen, sich bestätigen lassen und um abhilfe bitten.
das kann man am besten bei der reiseleitung.
Noch einfacher: Wenn ein mutmaßlicher Mangel schon im Vorwege vermieden werden konnte, muss man ihn gar nicht erst akut anzeigen und damit einen Haufen Bürokratie in die Ferien verorten!
Zumal diese Freistunde auf dem Tennisplatz wohl eine abesehbare Abweichung von den gebuchten Leistungen zu sein scheint ...

das ist wirklich ein interessanter sachverhalt.
wenn man VOR der reise schon einen mangel anzeigt und dieser dann ggf. vor ort immer noch anzutreffen ist.
erspart man sich dann das "normale prozedere" (anzeigen, um abhilfe bitten, bestätigen lassen, etc)?
oder muß man das dann trotzdem alles vor ort machen? -
@Lexilexi
Ich hätt' nicht die Bohne Lust, irgendetwas vor Ort zu klären.
OK, wenn mich die Umstände dazu zwingen, bleibt mir nicht anderes übrig. Kann ich dem aus dem Weg gehen, gehe ich dem aus dem Weg.
Auch glaube ich, dass ein kurzer Anruf beim RV sehr viel weniger zeitaufwendig ist als das andere Prozedere.
Aber jeder macht's halt, wie's ihm gefällt.
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Anbieten würde sich eine Kontaktaufnahme mit dem Hotel , per Mail, um das Problem abzuklären.
LG Elton
