Sitzplatzreservierung als Schwerbehinderter
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Ganz einfach:Alle EU basierten Fluggesellschaften, die gem. VO(EG)1107/06 die entsprechenden Unterstützungsleistungen im Rahmen der Flugreise zu garantieren haben.
Tatsächlich halten auch etliche nicht EU basierten jedoch von dort operierenden entsprechende Sitzplätze vor, auch wenn sie nicht direkt reservierbar sind.
Je nach Art und Ausprägung des jeweiligen Handicaps kann allerdings die Platzwahl eingeschränkt sein. Der Hintergrund ist die Gewährleistung der Sicherheit aller Fluggäste an Bord. -
@Reisefuchs:
ich bin schwerbehindert mit einem GdB von 50 ohne Merkzeichen...Eine kostenlose Sitzplatzreservierung setzt eine eingeschränkte Mobilität des Fluggastes voraus. Im Schwerbehindertenausweis muss also das Merkzeichen G (erhebliche Beeinträchtigung des Gehvermögens) oder aG (außerordentliche Gehbehinderung) eingetragen sein. Ist eine Begleitperson erforderlich, was auch für Blinde ohne Gehbehinderung zutrifft, muss das Merkzeichen B vermerkt sein.
Der festgestellte GdB von 50 (ohne Merkzeichen) erlaubt es nicht einmal einen Behindertenparkplatz zu benutzen.
Wilfried
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Herrjeh - was fehlt einem denn mit 50% ohne M?
Das Urteilsvermögen??
Wie dem auch sei - für alle drüber gibt´s die VO ...
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vonschmeling: Herrjeh - was fehlt einem denn mit 50% ohne M?
**Das Urteilsvermögen?? ....**Wie wäre es z.B. mit Krebspatienten? Deren Behinderung sieht man halt nicht unbedingt. Da gibt es sogar bis 100%.Auch für diese Menschen gibt es "Herrjeh" (@vs zur Erweiterung des Urteilsvermögens
) einige Vergünstigungen wie kostenfreie Sitzplatzreservierung, Befreiung von Kurtaxe... Behindertenparkplätze dürfen allerdings nicht beansprucht werden.Und die Begleitperson ist nicht unbedingt, wie bei o.g. Ausweisformen, vergünstigt, zahlt also vollen Eintritt, Kurtaxe...
Dagmar
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Also wirklich??

Ich hab nix der Art, ich kann nur wiedergeben ...
Dass Vergünstigungen zuweilen für nicht Involvierte ziemlich schwer nachzuvollziehen sind haben andere hier vorgelegt.
Sollte ich also irgendwie betroffen rüberkommen?
Allerdings gibt es eine entsprechende Leitlinie im Bereich der EU - nicht mehr hab ich sachlich dargestellt ... -
@daggy1 & Heike68:
Wieso diese Empörung und die Angriffe auf VS? Wenn Euch mein Beitrag nicht gefällt solltet Ihr mich direkt ansprechen. Wie es eigentlich geht wurde bereits mitgeteilt.
zuleyka:
Buchen allerdings immer übers gute alte Reisebüro, welches auch die Reservierung vornimmt. Kopie SBA wird immer mitgeschickt (90% AG, H, B, G)Nun gut, für den der das mit den Voraussetzungen der eingeschränkten Mobilität noch einmal nachlesen möchte verweise ich (stellvertretend für andere Fluggesellschaften) auf den folgenden Link AIR BERLIN
Ungläubige sollten sich einmal ihren Bescheid ansehen, ach wie schrecklich durchlesen, oder aber ihr zuständiges Landratsamt kontaktieren...
Wilfried
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Einem Gehörlosen sieht man seine Behinderung auch nicht an ... :?
Was ist das denn für eine Diskussion?!
Sind Eltern ebenfalls irgendwie "gehandicapt" und kann man demlängst mit Lidzuckungen Ansprüche wie "kostenlose Sitzplatzreservierung + Begleitung" beanspruchen?
Wo bleiben bei dem ganzen Rummel um "eher geringfügig Versehrte" denn die Fluggäste, die tatsächlich ohne Hilfe nicht klarkommen?
Mal so drüber nachgedacht beim pauschalen Zuwendungsanspruch?

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Ich finde diesen Verlauf unmöglich.
Mir gehen diese Aussagen zu weit.Heutzutage eine Behinderung anerkannt zu bekommen,
ist mit einem großen Krankheitsbild verbunden.Niemand hat sich über einen Menschen mit einem Grad einer Behinderung zu äußern und ihn in Frage zu stellen,
- warum welches Merkzeichen...
- ob Beeinträchtigungen zu sehen sind oder nicht....
- warum die Begleitung auch kostenfrei Sitzplätze erhalten....
- wie wirkt es auf die Mitreisenden?....
Die Frage von @Reisefuchs lautete:
"Ich bin schwerbehindert mit einem GdB von 50 ohne Merkzeichen.Welche Fluggesellschften bieten eine kostenlose Sitzplatzreservierung für den Schwerbehinderten und seiner Begleitung an, hat schon jemand Erfahrungen gemacht?"
Diese Frage wurde mehrmals beantwortet und
@Heike68 hat ihre persönlichen Erfahrungen geschildert.Und @V.S. ist nie angegriffen worden.
Und kommt mir jetzt nicht mit...das habe ich so nicht geschrieben.....
das wäre auch auch nicht das Threadthema. -
@Mettigelmädchen: Danke ausdrücklich für Deinen Beitrag ! Es ist unerträglich und empörend, wie einige der User sich hier geäußert haben: Jemand hat von außen nichts erkennbar Einschränkendes, also ist derjenige auch nicht krank ! Ich wünsche Euch eine allzeit gute Gesundheit !
Ende OT! ( musste aber sein ) -
Noch einmal, ich habe kein Merkzeichen und ja ich bin die Behinderte, nicht die Begleitperson. Und habe bisher bei allen Airlines incl. Air Berlin (und werde jetzt ganz sicher nicht anfangen, eine Liste zu erstellen!) meine Sitzplätze kostenfrei reservieren können.
Und ich bin weder psychisch noch geistig eingeschränkt, ebenso nicht suchtkrank.
Und von meinem Avatar auf meinen Gesundheitszustand zu schließen, das halte ich für ziemlich gewagt. Allerdings werde ich auch ganz sicher hier nicht öffentlich meine Einschränkungen mitteilen. -
Das ist auch unter keinen Umständen gefordert, Heike.
Es ging nur darum, dass man Einschränkungen häufig nicht äußerlich erkennen kann und sich Außenstehende ggf. fragen, weshalb ein Fluggast rüstigen Schritts zum Priority Check-In strebt um mit seinem Schwerbehindertenausweis seinen kostenlos reservierten Sitzplatz zu verlangen.
Für Familien mit Kleinkindern wurde dieses Privileg weitestgehend abgeschafft.
Ich kann daran weder Diskriminierung oder gar ein "gänzlich unmögliches Verhalten" erkennen?Es ist gut, dass es inzwischen eine einigermaßen homogene gesetzliche Verpflichtung zu verschiedenen Hilfestellungen für Reisende mit Handicap gibt.
Etliche außereuropäische Fluggesellschaften bieten jedoch keine kostenlose Sitzplatzreservierung an - Fakt.
Hilfestellungen ja, Berücksichtigung am Check-In ja, kostenlose Reservierung ist jedoch nicht obligatorisch. -
Nochmal zum aktuellen Stand, Condor hat die kostenfreie Sitzplatzreservierung für Schwerbehinderte ab sofort eingeschränkt, sie ist nur noch für Personen mit schwerer Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer und unbegleiteten Kinder möglich. Und für Familien mit Kindern unter 2 Jahren.
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Bei Germania ist seit diesem Jahr keine kostenlose Reservierung mehr mit SBA möglich.
Das gilt für Schwerbehinderte sowie auch für Familien mit Babies, da die erste Reihe GAR NICHT MEHR vorab zu reservieren geht (ist jetzt eine Premium-Reihe mit Beinfreiheit für 60 EUR extra, wohl nur am Schalter buchbar).
Ach ja, und nicht nur Erwachsene können behindert sein sondern auch Kinder. Verstehen scheinbar auch viele nicht...
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Ich fliege oft zwischen München und Hurghada. Mit Condor direkt oder Egypt Air via Cairo.
meine Flüge Buche ich direkt bei den Airlines. Suche mir den Platz den ich gerne möchte und kriege den auch bis auf die gesperrten.
das ist in Verbindung mit der Buchung immer kostenlos, Meinen Behindertenausweis mußte ich noch nie vorlegen.
erst am Ende der Buchung kommt dann das Feld, in das ich eintrage, dass ich einen Rollstuhlservice benötige.Dann werde ich auf beiden Flughäfen von der Eingangstüre abgeholt, zu. Checkin gebracht und weiter bis zum Warteraum für das Boarding. Mit dem Hoghlifter ins Flugzeug und dort an den Sitzplatz gebracht. Ganz ohne Streß.
Für den Service im Flughafen allein schon bin ich unendlich dankbar. Den gibt es immer kostenfrei. Mich würde eine Reservierungsgebühr deshalb nicht stören. Bei soviel gutem Service wäre eine relativ kleine Selbstbeteiligung für mich völlig in Ordnung. Es wird super Hilfestelling geboten. Auch als Behinderte habe ich nicht das Anspruchsdenken, dass Alles kostenlos sein muß.
Und was Unverständnis anderer Reisender betrifft. Selbst im Rolkstuhl mit Geehstock wird man beschimpft oder abstrafend angeschaut wenn man die kurzen Wege hat und beim Boarding vorgezogen wird, weil man eigens mit dem Highlifter transportiert wird.
In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen mit einer Behinderung immer eine helfende Hand zur Seite und verständige Mitreisende. -
Ich fliege oft zwischen München und Hurghada. Mit Condor direkt oder Egypt Air via Cairo.
meine Flüge Buche ich direkt bei den Airlines. Suche mir den Platz den ich gerne möchte und kriege den auch bis auf die gesperrten.
das ist in Verbindung mit der Buchung immer kostenlos, Meinen Behindertenausweis mußte ich noch nie vorlegen.
erst am Ende der Buchung kommt dann das Feld, in das ich eintrage, dass ich einen Rollstuhlservice benötige.Dann werde ich auf beiden Flughäfen von der Eingangstüre abgeholt, zu. Checkin gebracht und weiter bis zum Warteraum für das Boarding. Mit dem Hoghlifter ins Flugzeug und dort an den Sitzplatz gebracht. Ganz ohne Streß.
Für den Service im Flughafen allein schon bin ich unendlich dankbar. Den gibt es immer kostenfrei. Mich würde eine Reservierungsgebühr deshalb nicht stören. Bei soviel gutem Service wäre eine relativ kleine Selbstbeteiligung für mich völlig in Ordnung. Es wird super Hilfestelling geboten. Auch als Behinderte habe ich nicht das Anspruchsdenken, dass Alles kostenlos sein muß.
Und was Unverständnis anderer Reisender betrifft. Selbst im Rolkstuhl mit Geehstock wird man beschimpft oder abstrafend angeschaut wenn man die kurzen Wege hat und beim Boarding vorgezogen wird, weil man eigens mit dem Highlifter transportiert wird.
In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen mit einer Behinderung immer eine helfende Hand zur Seite und verständige Mitreisende.@mama-rose sagte:
Dann werde ich auf beiden Flughäfen von der Eingangstüre abgeholt, zu. Checkin gebracht und weiter bis zum Warteraum für das Boarding. Mit dem Hoghlifter ins Flugzeug und dort an den Sitzplatz gebracht. Ganz ohne Streß.
Für den Service im Flughafen allein schon bin ich unendlich dankbar. Den gibt es immer kostenfrei.
Dazu sind alle EU Airlines per Richtlinie verpflichtet - trotzdem ist es schön, dass du dankbar bist.
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Danke vanschmelling, das ist mir bekannt. Freut mich, dass du auch dieses Thema beherrscht. Dabei wünsche ich dir von Herzen, nicht aus eigener Betroffenheit die Kenntnisse darüber erlangt zu haben.
Es gibt auch für die Bahn, öffentliche Verkehrsmittel und für Barrierefreiheit in den Kommunen so ein EU Gesetz. Doch es hält sich fast keiner daran. Versuch mal bei der Bahn ein Gleis weiter hinten zu erreichen oder zu wechseln.
bis Dundalk überhaupt das Hestz ansprechen kannst, ist der Zug längst abgefahren
Oder ein Amt zu erreichen. Oder so manche Arztpraxis.Die Airlines halten sich wenigstens strikt daran. Keine Ausreden, wir haben kein Geld usw. und sie greifen dafür auch nicht ins Portmonee der Reisenden.
Ja ich bin dankbar für jede Hilfestellung. Denn so selbstverständlich ist es leider nicht - trotz einschlägiger Gesetze. So viele Gesetze, die gebrochen oder ignoriert werden. Verläßlich ist die Einhaltung ansonsten nie.
Allen immer eine helfende Hand von Mama Rose -
Danke vanschmelling, das ist mir bekannt. Freut mich, dass du auch dieses Thema beherrscht. Dabei wünsche ich dir von Herzen, nicht aus eigener Betroffenheit die Kenntnisse darüber erlangt zu haben.
Es gibt auch für die Bahn, öffentliche Verkehrsmittel und für Barrierefreiheit in den Kommunen so ein EU Gesetz. Doch es hält sich fast keiner daran. Versuch mal bei der Bahn ein Gleis weiter hinten zu erreichen oder zu wechseln.
bis Dundalk überhaupt das Hestz ansprechen kannst, ist der Zug längst abgefahren
Oder ein Amt zu erreichen. Oder so manche Arztpraxis.Die Airlines halten sich wenigstens strikt daran. Keine Ausreden, wir haben kein Geld usw. und sie greifen dafür auch nicht ins Portmonee der Reisenden.
Ja ich bin dankbar für jede Hilfestellung. Denn so selbstverständlich ist es leider nicht - trotz einschlägiger Gesetze. So viele Gesetze, die gebrochen oder ignoriert werden. Verläßlich ist die Einhaltung ansonsten nie.
Allen immer eine helfende Hand von Mama Rose@mama-rose sagte:
Es gibt auch für die Bahn, öffentliche Verkehrsmittel und für Barrierefreiheit in den Kommunen so ein EU Gesetz. Doch es hält sich fast keiner daran.
Schade, dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Was die DB angeht, so kann man fürs Ein- und Aussteigen (und natürlich auch fürs Umsteigen) egal ob mit oder ohne Rollstuhl bei der Mobilitätservice-Zentrale um Hilfe bitten . Muss natürlich rechtzeitig angemeldet werden. Und ja, man kann den Zug verpassen, wenn die Umsteigezeit knapp bemessen ist.
Was die Öffis betrifft: Bus hält, Fahrer steigt aus, klappt die Rampe runter, fährt den Rollstuhl rein oder raus, klappt Rampe wieder hoch, steigt ein und fährt weiter.
Und kurz OT - wieso "vanschmelling" oder (in einem anderen Thread) "vansmeling" ?