Tauch- & Schnorchelspots
Die schönsten Tauch- & Schnorchelspots auf den Seychellen – inkl. Karte
Granitfelsen, Korallenplateaus, steil abfallende Riffe: Die Seychellen zählen zu den vielseitigsten Tauch- und Schnorchelregionen des Indischen Ozeans – mit sehr unterschiedlichen Unterwasserlandschaften, die sich je nach Jahreszeit, Strömung und Insel deutlich unterscheiden. Manche Plätze sind ideal für entspannte Schnorchelausflüge, andere eignen sich nur für erfahrene TaucherInnen. Die folgenden zehn Spots geben Dir einen guten Überblick, was Dich jeweils erwartet – und warum sich ein Besuch lohnt.

Maries Tipp
Damit Du während Deiner Reise stets den Überblick behältst, habe ich Dir die schönsten Tauch- & Schnorchelspots in einer Maps Karte für Dich zusammengestellt.
Ideal für unterwegs: Du kannst die Karte ganz einfach in Dein Google Maps importieren. Klicke dazu auf das Stern-Symbol in der Kartenansicht und schon wird sie Deinen gespeicherten Karten hinzugefügt. Alle Empfehlungen findest Du so in Deiner Google Maps App wieder und kannst Dich direkt dorthin navigieren lassen.
Sainte Anne Marine National Park – Mahé
Geschützte Lagunen mit großer Artenvielfalt – ideal zum Schnorcheln
Der Sainte Anne Marine National Park liegt nur wenige Bootsminuten von Victoria entfernt und gilt als eines der wichtigsten Flachwasserhabitate der Seychellen. Die Mischung aus Seegraswiesen und Korallenfeldern schafft Lebensraum für viele Jungfische, was den Park für SchnorchlerInnen besonders interessant macht. Die ruhigen Lagunen erleichtern auch EinsteigerInnen den Start, da das Wasser häufig klar und die Strömung gering ist. Zwischen Mai und Oktober verbessert sich die Sicht zusätzlich, weil wegen der Trockenzeit weniger Schwebstoffe im Wasser sind. Die Anreise erfolgt per Boot, und da es sich um ein Schutzgebiet handelt, wird auf nachhaltiges Verhalten besonders geachtet (von Mahé aus mit organisierten Bootstouren).
Port Launay Marine Park – Nordwest-Mahé
Ruhige Strandbucht mit leicht zugänglichem Riff
Port Launay ist bekannt für seine geschützte Lage und eignet sich hervorragend, wenn Du direkt vom Strand aus ins Wasser möchtest. Das Riff beginnt nur wenige Meter vom Ufer entfernt und bietet mit Korallenblöcken, kleineren Rochen und Riff-Fischen einen abwechslungsreichen Einstieg. Dadurch eignet es sich sehr gut zum Schnorcheln. Da die Bucht von Hügeln eingerahmt ist, bleibt das Wasser auch während des Monsuns oft angenehm ruhig. BesucherInnen erreichen den Spot problemlos von Victoria aus mit den Buslinien 13 und 14 oder in circa 30 Minuten mit dem Auto, was ihn zu einem beliebten Tagesziel macht. Wer früh kommt, profitiert meist von einem fast leeren Strand.
Brissaire Rocks – nördlich von Mahé
Kompakte Granitformationen mit lebendigem Riff – geeignet für Schnorcheln und Tauchen
Die Brissaire Rocks bestehen aus zwei dicht beieinander liegenden Felsen, die unter Wasser ein strukturiertes Riffgebiet bilden. Die vorherrschende Strömung zieht zahlreiche Großfische an. In den flacheren Bereichen finden SchnorchlerInnen farbenreiche Riff-Fische, während TaucherInnen in größeren Tiefen auch Schildkröten oder Schwarmfische beobachten. Die Anfahrt erfolgt meist ab Victoria oder Beau Vallon und dauert etwa eine halbe Stunde. Die maximale Tiefe während der Tauchgänge beträgt 20 Meter. Wer gerne fotografiert, findet hier aufgrund der klaren Wasserlagen gute Voraussetzungen.
L’ilot – Nordwestküste Mahé
Steilwände und saisonale Großfische – gut für TaucherInnen, eingeschränkt zum Schnorcheln
L’ilot ist ein kleiner Granitfelsen, der in unmittelbarer Küstennähe eine überraschende Vielfalt an Lebewesen bietet. Rund um die Steilwände sammeln sich Riff-Fische, und in der Saison zwischen Oktober und März ziehen regelmäßig Walhaie vorbei. Die Strukturen unter Wasser erfordern etwas Erfahrung und Aufmerksamkeit, weshalb sich die Stelle vor allem für erprobte TaucherInnen eignet. Schnorcheln ist möglich, jedoch nur entlang der flacheren Abschnitte am Felsfuß. Dank der Nähe zur Küste lassen sich Ausfahrten flexibel planen. Die Bootsfahrt ab Beau Vallon ist kurz, was L’ilot zu einem beliebten Ziel macht.
Anse Lazio – Praslin
Strandriff mit guter Zugänglichkeit
Die Anse Lazio zählt zu den bekanntesten Buchten der Seychellen, und ihr Riff bietet eine sehr gute Möglichkeit, ohne Boot zu schnorcheln. Entlang der nördlichen Granitfelsen findest Du Papageifische, Falterfische und mit etwas Glück auch Schildkröten, die zwischen den Seegrasflächen nach Nahrung suchen. Die Bucht erreichst Du per Auto oder Bus, und der Einstieg ins Wasser geht ganz bequem direkt vom Sandstrand aus. Wer Geduld mitbringt, kann hier im ruhigen Wasser oft längere Beobachtungen von Einzeltieren machen. Zwischen Dezember und Februar kann die Dünung zeitweise höher werden.
Curieuse Island – vor Praslin
Naturinsel mit Lagunen, Mangroven und Riffbereichen
Curieuse ist berühmt für seine freilaufenden Riesenschildkröten, doch auch das umliegende Meer solltest Du nicht verpassen. Die Lagune der Baie Laraie eignet sich gut für längere Schnorchelgänge, während im südlichen Bereich offenere Riffstrukturen entdeckt werden können. Boote fahren Curieuse regelmäßig vom einen Kilometer entfernten Praslin aus an; die Überfahrt dauert nur wenige Minuten. Da die Insel ein geschützter Nationalpark ist, bleibt der Naturraum weitgehend unberührt und bietet vielen Arten wie Schmetterlings-, Doktor- und Papageienfischen stabile Bedingungen.
Coco Island – bei La Digue
Klares Wasser und Fischreichtum rund um Granitfelsen
Coco Island ist eine kleine, nur 18.000 Quadratmeter große Insel, bekannt für Granitfelsen, die viele Riff-Fische anlocken. Beim Schnorcheln entdeckst Du Krabben und Oktopusse, die zwischen den Felsen Schutz suchen. Mit etwas Glück schwimmen Meeresschildkröten und sogar Walhaie vorbei.
Die Insel steht seit 1996 unter Naturschutz, am besten lässt sie sich bei organisierten Touren erkunden. Die Anfahrt per Boot von La Digue aus dauert nur etwa 15 Minuten. Die Guides sind Dir gerade bei stärkerer Strömung eine große Hilfe, da sie wissen, wo es am sichersten für Dich ist. Für SchnorchlerInnen zählt Coco Island zu den verlässlichsten Spots der Region.
South Marianne – südlich von La Digue
Felsdurchgänge und Tiefenprofile
South Marianne bietet eine Topografie, die man auf den Seychellen in dieser Form nur selten findet. Felsbögen, enge Kanäle und steilere Abbrüche machen den Spot besonders abwechslungsreich, allerdings nur für TaucherInnen mit Erfahrung. Große Fischarten wie Adlerrochen und Barrakudas kommen regelmäßig vorbei, und je nach Saison ziehen auch Silberspitzenhaie durch das Gebiet. Die Anfahrt ab La Digue oder Praslin dauert bis zu zwei Stunden und wird nur bei passenden Bedingungen von Tauchbasen durchgeführt. In der Nordwestmonsun-Zeit zwischen November und April sind die Verhältnisse meist stabil.
Grande & Petite Sœur – bei La Digue
Korallenplateaus und ruhige Buchten
Die beiden Schwesterinseln bieten eine Mischung aus flachen Riffzonen und tieferen Felspartien, die sich für verschiedene Erfahrungslevel eignen. An vielen Stellen sind Schildkröten fast täglich zu sehen, was die Inseln besonders beliebt macht. Ausfahrten erfolgen ausschließlich im Rahmen geführter Touren, wodurch die Natur gut geschützt bleibt. In der Periode von Mai bis Oktober sind die Sichtweiten häufig besonders gut, da dann weniger Schwebstoffe im Wasser sind. Wer sowohl schnorcheln als auch tauchen möchte, findet hier ein sehr ausgewogenes Revier.