Zwei Taucher mit Ausrüstung laufen am Strand auf ein Boot zu
© stock.adobe.com - marabelo

Tauch- & Schnorchelspots

Die schönsten Tauch- & Schnorchelspots auf den Seychellen – inkl. Karte

Granitfelsen, Korallenplateaus, steil abfallende Riffe: Die Seychellen zählen zu den vielseitigsten Tauch- und Schnorchelregionen des Indischen Ozeans – mit sehr unterschiedlichen Unterwasserlandschaften, die sich je nach Jahreszeit, Strömung und Insel deutlich unterscheiden. Manche Plätze sind ideal für entspannte Schnorchelausflüge, andere eignen sich nur für erfahrene TaucherInnen. Die folgenden zehn Spots geben Dir einen guten Überblick, was Dich jeweils erwartet – und warum sich ein Besuch lohnt.

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Maries Tipp

Damit Du während Deiner Reise stets den Überblick behältst, habe ich Dir die schönsten Tauch- & Schnorchelspots in einer Maps Karte für Dich zusammengestellt.

Ideal für unterwegs: Du kannst die Karte ganz einfach in Dein Google Maps importieren. Klicke dazu auf das Stern-Symbol in der Kartenansicht und schon wird sie Deinen gespeicherten Karten hinzugefügt. Alle Empfehlungen findest Du so in Deiner Google Maps App wieder und kannst Dich direkt dorthin navigieren lassen.

Blick aus der Luft auf eine Inselgruppe
Saint Anne Marien National Park, Seychellen © stock.adobe.com - Iryna Shpulak

Sainte Anne Marine National Park – Mahé

Geschützte Lagunen mit großer Artenvielfalt – ideal zum Schnorcheln

Der Sainte Anne Marine National Park liegt nur wenige Bootsminuten von Victoria entfernt und gilt als eines der wichtigsten Flachwasserhabitate der Seychellen. Die Mischung aus Seegraswiesen und Korallenfeldern schafft Lebensraum für viele Jungfische, was den Park für SchnorchlerInnen besonders interessant macht. Die ruhigen Lagunen erleichtern auch EinsteigerInnen den Start, da das Wasser häufig klar und die Strömung gering ist. Zwischen Mai und Oktober verbessert sich die Sicht zusätzlich, weil wegen der Trockenzeit weniger Schwebstoffe im Wasser sind. Die Anreise erfolgt per Boot, und da es sich um ein Schutzgebiet handelt, wird auf nachhaltiges Verhalten besonders geachtet (von Mahé aus mit organisierten Bootstouren).

Blick aus der Luft auf eine Bucht bei Sonnenuntergang
Port Launay Marine Park, Seychellen © stock.adobe.com - Nick Fox

Port Launay Marine Park – Nordwest-Mahé

Ruhige Strandbucht mit leicht zugänglichem Riff

Port Launay ist bekannt für seine geschützte Lage und eignet sich hervorragend, wenn Du direkt vom Strand aus ins Wasser möchtest. Das Riff beginnt nur wenige Meter vom Ufer entfernt und bietet mit Korallenblöcken, kleineren Rochen und Riff-Fischen einen abwechslungsreichen Einstieg. Dadurch eignet es sich sehr gut zum Schnorcheln. Da die Bucht von Hügeln eingerahmt ist, bleibt das Wasser auch während des Monsuns oft angenehm ruhig. BesucherInnen erreichen den Spot problemlos von Victoria aus mit den Buslinien 13 und 14 oder in circa 30 Minuten mit dem Auto, was ihn zu einem beliebten Tagesziel macht. Wer früh kommt, profitiert meist von einem fast leeren Strand.

Riffhai und Fische unter Wasser
Ein Riffhai auf den Seychellen © stock.adobe.com - Pierluigi Leggeri

Shark Bank – zwischen Mahé und Silhouette Island

Offener Tauchplatz mit Schwarmfischen für TaucherInnen

Shark Bank liegt im freien Ozean und bietet durch die große Tiefe eine eindrucksvolle Weitsicht. Der Unterwasserberg zieht regelmäßig Riffhaie, Barrakudas, Makrelen und Adlerrochen an, die sich in Gruppen rund um die Felsstrukturen bewegen. Manchmal tauchen sogar Walhaie auf. Da Strömungen auftreten können, gehört dieser Spot zu den anspruchsvolleren auf Mahé und wird von lokalen Tauchbasen nur bei passenden Bedingungen angefahren. Die Ausfahrt dauert rund 30 Minuten und führt in ein Gebiet, das für SchnorchlerInnen zu tief ist. Taucher erreichen 18 bis 30 Meter Tiefe. Besonders zwischen Mai und September kann das Tieraufkommen stark zunehmen, was Tauchgänge dann besonders spannend macht.

Eine Meeresschildkröte und kleine Fische an einem Korallenriff im Meer
Meeresschildkröte an einem Korallenriff, Seychellen © stock.adobe.com - LeahCeline

Brissaire Rocks – nördlich von Mahé

Kompakte Granitformationen mit lebendigem Riff – geeignet für Schnorcheln und Tauchen

Die Brissaire Rocks bestehen aus zwei dicht beieinander liegenden Felsen, die unter Wasser ein strukturiertes Riffgebiet bilden. Die vorherrschende Strömung zieht zahlreiche Großfische an. In den flacheren Bereichen finden SchnorchlerInnen farbenreiche Riff-Fische, während TaucherInnen in größeren Tiefen auch Schildkröten oder Schwarmfische beobachten. Die Anfahrt erfolgt meist ab Victoria oder Beau Vallon und dauert etwa eine halbe Stunde. Die maximale Tiefe während der Tauchgänge beträgt 20 Meter. Wer gerne fotografiert, findet hier aufgrund der klaren Wasserlagen gute Voraussetzungen.

Zwei Taucher und ein Walhai im Meer
Tauchen mit einem Walhai © stock.adobe.com - Richard Carey

L’ilot – Nordwestküste Mahé

Steilwände und saisonale Großfische – gut für TaucherInnen, eingeschränkt zum Schnorcheln

L’ilot ist ein kleiner Granitfelsen, der in unmittelbarer Küstennähe eine überraschende Vielfalt an Lebewesen bietet. Rund um die Steilwände sammeln sich Riff-Fische, und in der Saison zwischen Oktober und März ziehen regelmäßig Walhaie vorbei. Die Strukturen unter Wasser erfordern etwas Erfahrung und Aufmerksamkeit, weshalb sich die Stelle vor allem für erprobte TaucherInnen eignet. Schnorcheln ist möglich, jedoch nur entlang der flacheren Abschnitte am Felsfuß. Dank der Nähe zur Küste lassen sich Ausfahrten flexibel planen. Die Bootsfahrt ab Beau Vallon ist kurz, was L’ilot zu einem beliebten Ziel macht.

Blick von oben auf zwei schnorchelnde Personen im Meer
Schnorcheln in Praslin, Seychellen © stock.adobe.com - Fokke Baarssen

Anse Lazio – Praslin

Strandriff mit guter Zugänglichkeit

Die Anse Lazio zählt zu den bekanntesten Buchten der Seychellen, und ihr Riff bietet eine sehr gute Möglichkeit, ohne Boot zu schnorcheln. Entlang der nördlichen Granitfelsen findest Du Papageifische, Falterfische und mit etwas Glück auch Schildkröten, die zwischen den Seegrasflächen nach Nahrung suchen. Die Bucht erreichst Du per Auto oder Bus, und der Einstieg ins Wasser geht ganz bequem direkt vom Sandstrand aus. Wer Geduld mitbringt, kann hier im ruhigen Wasser oft längere Beobachtungen von Einzeltieren machen. Zwischen Dezember und Februar kann die Dünung zeitweise höher werden.

Blick aus der Luft auf eine grüne Insel mit einem Sandstrand und türkisem Wasser
Curieuse Island, Seychellen © stock.adobe.com - Aliaksandr

Curieuse Island – vor Praslin

Naturinsel mit Lagunen, Mangroven und Riffbereichen

Curieuse ist berühmt für seine freilaufenden Riesenschildkröten, doch auch das umliegende Meer solltest Du nicht verpassen. Die Lagune der Baie Laraie eignet sich gut für längere Schnorchelgänge, während im südlichen Bereich offenere Riffstrukturen entdeckt werden können. Boote fahren Curieuse regelmäßig vom einen Kilometer entfernten Praslin aus an; die Überfahrt dauert nur wenige Minuten. Da die Insel ein geschützter Nationalpark ist, bleibt der Naturraum weitgehend unberührt und bietet vielen Arten wie Schmetterlings-, Doktor- und Papageienfischen stabile Bedingungen.

Luftperspektive auf eine kleine Insel im tiefblauen Meer
Coco Island, Seychellen © stock.adobe.com - MF1688

Coco Island – bei La Digue

Klares Wasser und Fischreichtum rund um Granitfelsen

Coco Island ist eine kleine, nur 18.000 Quadratmeter große Insel, bekannt für Granitfelsen, die viele Riff-Fische anlocken. Beim Schnorcheln entdeckst Du Krabben und Oktopusse, die zwischen den Felsen Schutz suchen. Mit etwas Glück schwimmen Meeresschildkröten und sogar Walhaie vorbei.

Die Insel steht seit 1996 unter Naturschutz, am besten lässt sie sich bei organisierten Touren erkunden. Die Anfahrt per Boot von La Digue aus dauert nur etwa 15 Minuten. Die Guides sind Dir gerade bei stärkerer Strömung eine große Hilfe, da sie wissen, wo es am sichersten für Dich ist. Für SchnorchlerInnen zählt Coco Island zu den verlässlichsten Spots der Region.

Felsige Küste
Insel Marianne, Seychellen © stock.adobe.com - Massimiliano Finzi/Wirestock

South Marianne – südlich von La Digue

Felsdurchgänge und Tiefenprofile

South Marianne bietet eine Topografie, die man auf den Seychellen in dieser Form nur selten findet. Felsbögen, enge Kanäle und steilere Abbrüche machen den Spot besonders abwechslungsreich, allerdings nur für TaucherInnen mit Erfahrung. Große Fischarten wie Adlerrochen und Barrakudas kommen regelmäßig vorbei, und je nach Saison ziehen auch Silberspitzenhaie durch das Gebiet. Die Anfahrt ab La Digue oder Praslin dauert bis zu zwei Stunden und wird nur bei passenden Bedingungen von Tauchbasen durchgeführt. In der Nordwestmonsun-Zeit zwischen November und April sind die Verhältnisse meist stabil.

Blick aus der Luft auf zwei Inseln im Meer
Grande & Petite Sœur, Seychellen © stock.adobe.com - thomathzac23

Grande & Petite Sœur – bei La Digue

Korallenplateaus und ruhige Buchten

Die beiden Schwesterinseln bieten eine Mischung aus flachen Riffzonen und tieferen Felspartien, die sich für verschiedene Erfahrungslevel eignen. An vielen Stellen sind Schildkröten fast täglich zu sehen, was die Inseln besonders beliebt macht. Ausfahrten erfolgen ausschließlich im Rahmen geführter Touren, wodurch die Natur gut geschützt bleibt. In der Periode von Mai bis Oktober sind die Sichtweiten häufig besonders gut, da dann weniger Schwebstoffe im Wasser sind. Wer sowohl schnorcheln als auch tauchen möchte, findet hier ein sehr ausgewogenes Revier.

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