Kulinarik
So lecker ist Zürich: 10 Orte, die Du nicht verpassen solltest
Zürich und gutes Essen? Das gehört längst zusammen. Zwischen historischen Zunfthäusern, modernen Cafés und kleinen Patisserien zeigt die Stadt, wie vielseitig ihre Gastro-Szene geworden ist. Manche Adressen verstecken sich hinter alten Fassaden, andere mitten im Industriequartier zwischen Containern und Ateliers. Hier kommen zehn Orte, die Du bei Deinem Zürich-Trip auf die Liste setzen solltest.
Bauernschänke
Kraftwerk
Café, Bar und Co-Working unter einem Dach
Das Kraftwerk gehört zu den Orten in Zürich, die sich nicht auf eine einzige Funktion festlegen wollen. Tagsüber sitzen hier Menschen mit Laptop zwischen Pflanzen und Betonwänden, abends verwandelt sich der Raum in eine entspannte Bar mit vegetarischer Küche und Cocktails. Über dem offenen Gastraum schweben Container, die als Co-Working-Büros genutzt werden. Trotz des industriellen Looks wirkt alles erstaunlich gemütlich. Wenn Du eine Pause vom klassischen Sightseeing brauchst, kannst Du hier mehrere Stunden verbringen, ohne dass es langweilig wird.
Sphères
Buchhandlung trifft Café
Im Industriequartier hat sich das Sphères längst zu einem festen Treffpunkt entwickelt. Das Konzept verbindet Café, Bar, Bühne und Buchhandlung in einer ehemaligen Lagerhalle. Morgens holen sich viele ZürcherInnen hier Kaffee und Gipfeli, mittags stehen Schweizer Klassiker wie Ghackets mit Hörnli – das ist Hackfleisch mit Hörnchennudeln und Apfelmus – auf der Karte. Besonders angenehm ist die entspannte Atmosphäre: Manche Gäste lesen zwischen den Bücherregalen, andere sitzen stundenlang draußen beim Apéro. Regelmäßig gibt es außerdem Lesungen, kleine Konzerte oder Diskussionen, die das Lokal zusätzlich beleben.
Gelati Tellhof
Pause mit hausgemachtem Eis
Vor Gelati Tellhof bilden sich an warmen Tagen oft lange Schlangen, doch das gehört hier fast schon zum Erlebnis. Die kleine Gelateria an der Tellstrasse produziert rund 30 Eissorten aus regionalen Zutaten und serviert sie in einem ruhigen Innenhof. Neben Klassikern wechseln saisonale Sorten regelmäßig durch das Angebot. Besonders beliebt: Jeder Gast bekommt zusätzlich eine kleine Kugel einer weiteren Sorte zum Probieren. Eine clevere Art, Stammkunden zu machen – und Einheimischen wie Gästen den Tag zu versüßen.
Haus zum Rüden
Zürichs Geschichte auf dem Teller
Direkt an der Limmat empfängt das Haus zum Rüden seine Gäste seit dem 14. Jahrhundert. Schon beim Betreten fällt die große geschnitzte Holzdecke im gotischen Saal auf, die zu den bekanntesten historischen Innenräumen der Stadt gehört. Auf der Speisekarte stehen Schweizer Klassiker wie Zürcher Geschnetzeltes mit Pilzen in Rahmsauce, ergänzt durch moderne Gerichte mit regionalen Zutaten. Besonders mittags ist das Restaurant interessant, weil viele Menüs deutlich günstiger angeboten werden als am Abend. So kannst Du das historische Ambiente auch ohne großes Dinner erleben.
Studio Zürich
Retro-Vibes und asiatische Fusionküche
Du gehst eine Treppe hinunter und plötzlich fühlt sich Zürich ein bisschen wie ein Filmset der Siebziger an. Dunkles Holz, Samtpolster und gedimmtes Licht prägen das Studio Zürich im Kreis 4. Die Küche kombiniert asiatische Einflüsse mit modernen Cocktailideen, serviert werden viele Gerichte zum Teilen. Am Wochenende entsteht eine lebhafte Stimmung, wenn DJs Vinyl auflegen und der Abend langsam in eine Bar-Nacht übergeht. Trotz des stylischen Konzepts wirkt das Restaurant nicht abgehoben, sondern eher wie ein entspannter Treffpunkt für lange Abende mit FreundInnen.
The Bite
Burger mit ungewöhnlichen Kombinationen
The Bite an der Langstrasse gehört längst zu den festen Burger-Adressen der Stadt. Neben klassischen Varianten landen hier Kombinationen mit Jalapeños, Sauerkraut, Guacamole oder Daikon-Rettich auf dem Teller. Das Fleisch stammt aus der Schweiz, viele Zutaten werden hausgemacht. Auch vegetarische Optionen spielen eine große Rolle: Besonders der gebackene Portobello-Burger hat sich einen Namen gemacht. Wer am Wochenende kommt, kann zusätzlich brunchen. Durch die Lage mitten im lebhaften Ausgehviertel eignet sich The Bite gut für eine Pause vor oder nach einem langen Abend
DRAFT Coffee
Espresso-Pause im Seefeld
Im Zürcher Seefeld reiht sich zwar eine Kaffeebar an die nächste, doch DRAFT Coffee hat sich mit Specialty Coffee und minimalistischer Atmosphäre einen festen Platz erarbeitet. Hier treffen sich Studierende, Kreative und Menschen aus der Nachbarschaft auf Espresso, Matcha oder den bekannten Jamu Tonic mit Ingwer und Kurkuma. Der Innenraum wirkt bewusst reduziert, ohne kühl zu sein. Dazu gibt es Croissants, Cookies und kleine Snacks. Besonders vormittags lohnt sich ein Besuch, wenn das Viertel langsam in den Tag startet und draußen die ersten Sonnenplätze besetzt werden.
Milchbar
Innenhof mitten in der City
Nur wenige Schritte vom Paradeplatz entfernt versteckt sich die Milchbar hinter einer schmalen Passage. Tagsüber trinken Gäste hier Kaffee oder treffen sich zum schnellen Lunch, später entwickelt sich die Atmosphäre Richtung Apéro-Bar. Besonders beliebt ist der begrünte Innenhof im hinteren Bereich, der überraschend ruhig wirkt, obwohl rundherum das Zentrum von Zürich liegt. Im Winter wird die Passage mit Lichtern dekoriert und bekommt fast etwas Kleinstädtisches. Wer länger bleiben möchte: Über der Milchbar gibt es sogar ein einzelnes Hotelzimmer, gestaltet vom Künstler Max Zuber.
Garde-Manger
Französische Patisserie in Wiedikon
Im Quartier Wiedikon verbindet Garde-Manger französische Patisserie-Handwerkskunst mit Zutaten aus der Schweiz. Hinter dem Projekt stehen die Geschwister Lucie und Rémy Bailloux, die ursprünglich aus der Finanzbranche kommen. Heute entstehen in ihrer kleinen Backstube Tartes, Choux und saisonale Desserts mit eher zurückhaltender Süße. Viele Zutaten stammen direkt aus dem Engadin oder von kleinen regionalen Höfen. Da täglich nur begrenzte Mengen produziert werden, sind viele Kreationen bereits kurz nach Mittag ausverkauft. Früh vorbeikommen lohnt sich also besonders.