Städtereise
Zürich in 24 Stunden: Diese Highlights lohnen sich wirklich
Mit rund 440.000 Einwohnern ist Zürich die größte Stadt der Schweiz – und zugleich kompakt. Vom Zürichsee bis in die Altstadt läufst Du keine zehn Minuten. Dazwischen liegen Zunfthäuser, Museen, Boutiquen, Bäder und Bars. Wir haben neun Tipps für Dich, wie Du die Stadt zwischen Wasser und Alpen an einem Tag erkunden kannst.
Altstadt und Lindenhof
Spaziergang durchs historische Zentrum
Die Zürcher Altstadt erstreckt sich beidseits der Limmat. Zwischen Grossmünster, Rathaus und dem alten Handwerks- und Schifferquartier Schipfe schlenderst Du durch Gassen mit Kopfsteinpflaster, vorbei an Zunfthäusern, Brunnen und Fassaden aus dem Spätmittelalter. Dazwischen: kleine Läden und gemütliche Cafés. Nimm den Weg hinauf zum Lindenhof. Von dort hast Du einen schönen Blick auf die Altstadt und den Fluss. Der Platz liegt leicht erhöht, ist autofrei und gilt als einer der ruhigsten Orte mitten in der Stadt – ideal für eine kurze Pause.

Michaelas Tipp
Schau Dir die historischen Fassaden der Häuser mal genauer an – manchmal findest Du alte Sonnenuhren oder steinerne Maskenköpfe über Türen und Fenstern.
Fraumünster und Chagall-Fenster
Farben und Lichtspiele
Das Fraumünster wurde im 9. Jahrhundert gegründet und zählt zu den bekanntesten Kirchen der Stadt. Wenn Du den Kirchenraum betrittst, wandern Deine Augen sofort zu den Glasfenstern von Marc Chagall. Sie zeigen Szenen aus der Bibel in leuchtenden Farben. Je nach Tageslicht verändert sich das Farbspiel – besonders am Vormittag wirkt der Raum mystisch. Gleich beim Eingang findest Du ein weiteres, faszinierendes Fenster: Das bunte Chorfenster stammt von Augusto Giacometti, einem Schweizer Pionier der Farbkünstler, und wurde 1945 eingesetzt.
Bahnhofstrasse
Von der City bis zum See
Die Bahnhofstrasse beginnt am Hauptbahnhof und endet am Bürkliplatz beim Zürichsee. Wenn Du hier entlangläufst, kommst Du an bekannten Modehäusern, Uhrenboutiquen, Banken und Confiserien vorbei. Auf Höhe des Paradeplatzes liegt das Traditionshaus Sprüngli. Seit 1836 werden hier Pralinen und die berühmten Luxemburgerli hergestellt – kleine, luftige Makronen mit cremiger Füllung, täglich frisch. Eine süße Wegzehrung für den Spaziergang bis zum See.
Kunsthaus Zürich
Sammlung mit internationalem Ruf
Das Kunsthaus Zürich zeigt Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wenn Du Kunst liebst, findest Du hier mittelalterliche Tafelmalerei, holländische Meister, Monet, Munch, Hodler sowie zeitgenössische Schweizer Kunst. Bedeutend ist die Sammlung von Alberto Giacometti. Der Erweiterungsbau von 2021 verbindet Alt und Neu auch architektonisch. Vom Zürichsee erreichst Du das Museum in rund zehn Minuten zu Fuß – bergauf durch die Altstadt zum Heimplatz.

Michaelas Tipp
Plane Deinen Besuch nicht für Montag – da ist das Kunsthaus geschlossen. Der Saal mit den Werken von Alberto Giacometti gilt als Höhepunkt der Sammlung.
Brunch im Café Bebek
Orientalisch frühstücken im Kreis 3
Das Café Bebek liegt direkt beim Bahnhof Wiedikon. Wenn Du gern ausgiebig und spät frühstückst, bekommst Du hier Hummus, Fladenbrot, Shakshuka und hausgemachte Aufstriche. Die Speisekarte ist von der orientalischen Küche inspiriert, serviert wird auf buntem Geschirr. Du sitzt in hohen Räumen mit viel Tageslicht oder bei gutem Wetter auf der Terrasse. Und blickst auf den Bullingerplatz, eine grüne Stadtplatzanlage mit Brunnen und Bäumen.
Uetliberg
Aussicht auf Stadt, See und Alpen
Der Uetliberg ist Zürichs Hausberg und liegt auf einer Höhe von rund 870 Metern, also rund 460 Meter höher als die Stadt. Wenn Du vom Hauptbahnhof die S-Bahn S10 nimmst, bist Du in rund 20 Minuten oben. Vom Bahnhof führt ein kurzer Weg zum Aussichtsturm. Dort eröffnet sich Dir ein weiter Blick über die Stadt, den Zürichsee und bei klarer Sicht sogar bis in die rund 80 Kilometer entfernten Alpen.

Michaelas Tipp
Wenn Du gerne wanderst: Der Planetenweg führt vom Uetliberg bis zur Felsenegg – rund sechs Kilometer über den Albisgrat mit Panoramablick auf Stadt und See. Zurück kommst Du mit der Seilbahn nach Adliswil und von dort per S-Bahn in wenigen Minuten in die Stadt.
Zürichsee und Seepromenade
Raus aufs Wasser
Am Bürkliplatz, dem Platz am unteren Ende der Bahnhofstrasse, beginnt die Zürcher Seepromenade. Von hier starten ganzjährig Kursschiffe – im Sommer mit großer Auswahl, im Winter als kurze Rundfahrten mit beheiztem Salon. Wenn Du bis zum Zürichhorn fährst, erwartet Dich eine große Parkanlage mit Seezugang. Im Sommer kannst Du dort auch baden oder Dich ins Gras legen und die Sonne genießen.
Dinner mit Aussicht oder Atmosphäre
Zwei Adressen fürs Abendessen
Wenn Du nach dem Spaziergang am Zürichhorn bleiben möchtest, reserviere Dir einen Tisch im Lake Side. Das Restaurant liegt direkt am Wasser und ist mit seiner Glasfassade kaum zu übersehen. Serviert wird eine moderne Küche mit raffinierten Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten – vom zarten Lachsfilet bis zum vegetarischen Rote-Bete-Carpaccio, alles kunstvoll angerichtet. Bei gutem Wetter sitzt Du auf der Terrasse mit Blick über den Zürichsee. Zentral in der City gelegen ist die Kronenhalle am Bellevue. Hier erwartet Dich klassische Küche in historischem Ambiente. Während Du Zürcher Geschnetzeltes oder Fisch bestellst, kannst Du an den Wänden Werke von Chagall, Miró oder Giacometti bestaunen.
Nachtleben rund um die Langstrasse
Bars, Clubs, Party
Du willst das Zürcher Nachtleben kennenlernen? Dann bist Du rund um die Langstrasse richtig. Zürich ist auch Universitätsstadt – über 60.000 Studierende leben hier. Abends trifft man sich in Bars, kleinen Clubs oder einfach auf der Straße. Die Langstrasse ist das Ausgehviertel der Stadt. Zwischen Helvetiaplatz und Limmatplatz liegen Bars, Clubs und Lokale dicht beieinander. Besonders an Wochenenden ist viel los – bis spät in die Nacht.
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