Zwei Jungs blicken auf die Berge in Südtirol
© Julia Adler

Reisebericht

Wasserfälle, Kronplatz und ein Familienhotel zum Verlieben: Unser Kurzurlaub in Südtirol

Südtirol hatte ich bei der Urlaubsplanung lange nicht auf dem Schirm. Nachdem ich aber so viel Positives gehört und gesehen hatte, buchten wir im Winter mit Freunden ein verlängertes Skiwochenende in den Dolomiten – und, was soll ich sagen: Wir waren begeistert. So begeistert, dass wir uns dazu entschieden, Südtirol auch im Sommer zu besuchen. Und so kam es dann auch: Wir machten uns in den Pfingstferien auf den Weg von München nach Südtirol für einen kleinen, feinen und unglaublich beeindruckenden Kurzurlaub …

Meine Karte zeigt Dir Hotel und Ausflugstipps in der praktischen Übersicht

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Blick auf die Gondel Hochserles und die Sommerrodelbahn in Mieders
Mit der Gondel hoch, mit dem Bob rasant runter ... Die Sommerrodelbahn in Mieders ist ein echtes Highlight. ©Shutterstock-2591712761_huhsfg

Anreise: Ein kleiner Stopp mit großer Wirkung

Der ADAC hatte bereits vorgewarnt, dass rund um Pfingsten die Autobahnen Richtung Süden besonders voll sein würden. Dementsprechend machten wir uns bereits um 8 Uhr von München aus auf den Weg. Wir kamen recht gut voran, auf der Brennerautobahn staute es jedoch wie erwartet. Da wir in unser Hotel ohnehin erst ab 15 Uhr einchecken konnten, hatten wir einen Zwischenstopp eingeplant – und der hat sich voll gelohnt.

Die schlaueste Stau-Pause

Mitten im Stau auf dem Brenner haben wir also die Autobahn verlassen. Unser Ziel, keine zehn Minuten von der Ausfahrt entfernt: die Sommerrodelbahn Serlesblitz (Alpine Slide) in Mieders im Stubaital. Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen der Reise. Die 2,8 Kilometer lange Strecke zählt zu den längsten und steilsten Alpen-Achterbahnen der Welt und führt von der Bergstation Koppeneck auf 1.620 Metern mit bis zu 42 Kilometer pro Stunde rasant und kurvenreich ins Tal.

Blick vom Gipfel auf den Serlespark.
Blick vom Gipfel auf den Serlespark. ©Julia Adler

Doch nicht nur die Rodel-Fahrt selbst hat uns begeistert. Rund um die Bergstation wartet ein überraschend vielseitiges Familienangebot mit Panoramawegen, dem Serlespark mit Wasser- und Spielstationen (unser Highlight: das Krötenzählen), großzügigen Spielplätzen und gemütlichen Almhütten mit Sonnenterrassen und Bergblick. Wer auf dem Weg nach Südtirol oder an den Gardasee eine abwechslungsreiche Pause sucht, findet hier deutlich mehr als nur eine Sommerrodelbahn. Für Erwachsene kostet die Kombination aus Gondelauffahrt und einer Fahrt mit dem Serlesblitz je nach Ticket rund 20 bis 25 Euro, Kinder fahren günstiger (zu viert haben wir 80 Euro gezahlt). Für uns war es die perfekte Mischung aus Bewegung, Bergluft und Adrenalin – und eine willkommene Alternative zum Stillstand auf der Autobahn.

Zurück auf die Strecke

Nach dem tollen Zwischenstopp – die Kids feiern noch heute die Achterbahn-mäßige Rodelbahn – bogen wir also wieder auf die Brennerautobahn ein. Und siehe da: Freie Fahrbahnen. Die aktive Pause hat nicht nur Spaß, sondern auch staufreie Straßen garantiert. 


Einfahrt Hotel Falkensteiner Family Resort Lido, Südtirol.
Herzlich willkommen im Hotel Falkensteiner Family Resort Lido, Südtirol. ©Julia Adler

Von einem Highlight zum nächsten: Unser Hotel

Weiter ging’s also auf freien Straßen ins Pustertal. In Ehrenburg/Kiens steuerten wir unser Hotel an, das Falkensteiner Family Resort Lido.

Schon beim Ankommen hatten wir das Gefühl, dass uns hier etwas ganz Besonderes erwartet. Im Falkensteiner Family Resort Lido wurden wir herzlich mit einem Welcome-Drink empfangen, die Kinder waren sofort on fire – und dieses Gefühl sollte uns während des gesamten Aufenthalts begleiten.

Zimmer © Falkensteiner Family Resort Lido
Zimmer © Falkensteiner Family Resort Lido

Als wir unser Premium Suite Falkynest betraten, war schnell klar: Hier wird wirklich an Familien gedacht. Modern, hochwertig, gemütlich und mit vielen liebevollen Details, die den Urlaub mit Kindern entspannter machen. Die Kinder liebten das Hochbett "Falkennest" und wollten nur noch oben schlafen. Alle Zimmer sind nach einem in der Gegend lebenden Tier benannt, das als Kennzeichen vor der Tür zu sehen ist. Bei uns war es das Häschen. Das Adler-Zimmer ist leider nur für drei Personen vorgesehen, sonst wäre es ein Perfect Match gewesen (wegen unseres Nachnamens Adler), aber wir waren ja zu viert. Beim Hasen haben wir uns aber auch super wohl gefühlt :-)

Was uns besonders beeindruckt hat: Das Hotel meistert mühelos den Spagat zwischen Familienparadies und hochwertigem Resort. Dank Vollpension Plus waren Frühstück, Mittagessen, Nachmittags-Snacks und Abendessen sowie zahlreiche Getränke inklusive – von Wasser und Säften bis hin zu regionalen Limonaden. So konnten wir den Urlaub genießen, ohne ständig ans Portemonnaie denken zu müssen.

Gastro © Falkensteiner Family Resort Lido
Gastro © Falkensteiner Family Resort Lido

Ein echtes Genusserlebnis war für uns das gastronomische Konzept mit hochwertigen Zutaten, kreativen Gerichten und mehreren Live-Cooking-Stationen, an denen Speisen frisch zubereitet wurden. Gleichzeitig blieb das Angebot jederzeit familienfreundlich. Während Erwachsene regionale Spezialitäten, frische Fisch- und Fleischgerichte oder raffinierte Vorspeisen genießen konnten, fanden die Kinder ebenfalls eine große Auswahl an Gerichten, die ihnen schmeckten. Dabei wirkte das Buffet nie beliebig oder typisch für ein Kinderhotel. Genau diese Mischung aus Qualität und Familienorientierung hat uns überzeugt.

Hotel mit schönem Poolbereich
4,0 / 6

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Jana (31-35) März 2026
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Gerhard (36-40) Oktober 2025

Noch mehr Hotel-Highlights

Und dann wären da noch die unzähligen Freizeitmöglichkeiten: die längste Hotel-Wasserrutsche Südtirols, mehrere Pools (vom Kleinkindpool bis zum Infinity-Outdoor-Pool), ein eigener Trampolinpark, Indoor- und Outdoor-Fußballplätze – die bei unseren fußballverrückten Jungs sofort zum Lieblingsort wurden. Außerdem gibt es zahlreiche Spiel- und Bewegungsangebote für jedes Alter.

Das absolute Highlight kam on Top, wortwörtlich: Das Hotel hat mit dem Rooftop-Erlebnisbereich eine Attraktionswelt geschaffen, die bei unseren Kindern sofort für offene Münder sorgte. Spielplatz, Bobbycar-Rennstrecke, Zipline, Eislaufbahn und das Herzstück: die hoteleigene Skipiste, die auch im Sommer mit Skiern, Mountaincarts, Rutschreifen und weiteren Attraktionen genutzt werden kann.

In Badehose auf die Sommerskipiste ... Möglich macht's das Hotel Falkensteiner Family Resort Lido in Südtirol.
In Badehose auf die Sommerskipiste ... Möglich macht's das Hotel Falkensteiner Family Resort Lido in Südtirol. ©Julia Adler

Skifahren im Sommer

Haben wir natürlich ausprobiert. Ehrliches Feedback: Für SkianfängerInnen ist das bestimmt auch im Winter ein gutes Trainingsareal. Für meine Skifahrer-Jungs war's halt einfach mal nur ein Spaß – und so ging’s doch eher schneller als gedacht von der Piste in den Pool.

Selten haben wir einen Hotelbereich erlebt, der Freizeitpark-Feeling mit Designanspruch und Bergpanorama so gekonnt verbindet. Allein dieser Rooftop-Bereich hätte unseren Kindern vermutlich schon für einen kompletten Urlaub gereicht.

Südtirol im Sommer

Ja, und so war es dann auch tatsächlich schwierig, die Kids für Ausflüge außerhalb des Hotels zu begeistern – eine herrliche und abwechslungsreiche Zeit hätten sie im Falkensteiner Family Resort Lido definitiv haben können.


Blick auf die Reinbach-Wasserfälle in Spdtirol
Berauschend: Die Reinbach-Wasserfälle haben uns super gefallen. © Julia Adler

Ausflugstipp 1: Die Reinbach-Wasserfälle und eine rasante Rückkehr ins Tal

So verlockend aber das Angebot im Falkensteiner Family Resort Lido auch war – wir wollten die Umgebung natürlich trotzdem erkunden. Zugegeben: Unsere Jungs mussten wir zunächst etwas überzeugen, das Hotel für einen Ausflug zu verlassen. Rückblickend waren sie aber mindestens genauso begeistert wie wir.

Unser erstes Ziel waren die Reinbach-Wasserfälle bei Sand in Taufers. Eigentlich hatten wir geplant, uns nur den ersten Wasserfall anzuschauen. Die Kinder waren von der Vorstellung einer längeren Wanderung nämlich wenig begeistert. Doch wie das manchmal so ist, wurde aus dem kurzen Abstecher eine richtige Tour. Nachdem wir den ersten Wasserfall gesehen hatten, wollten wir auch den zweiten entdecken. Und da wir schon so weit gekommen waren, liefen wir natürlich auch noch bis zum dritten weiter.

Wasserfall im Reinbachtal.
Echt eindrucksvoll: Die Reinbach-Wasserfälle. ©Julia Adler

Die Entscheidung hat sich mehr als gelohnt. Jeder der drei Wasserfälle beeindruckt auf seine eigene Weise. Tosende Wassermassen, spektakuläre Ausblicke und die Kraft der Natur machen die Wanderung zu einem echten Erlebnis. Besonders an warmen Sommertagen sorgt die Gischt zudem für eine angenehme Abkühlung.

Übrigens: Die Reinbach-Wasserfälle bei Sand in Taufers zählen zu den beeindruckendsten Naturschauspielen Südtirols. Entlang des Franziskuswegs erreichst Du insgesamt drei große Wasserfälle. Der erste Wasserfall stürzt rund 10 Meter, der zweite etwa 20 Meter in die Tiefe. Das eigentliche Highlight ist jedoch der dritte und höchste Wasserfall: Hier fällt das Wasser spektakuläre 42 Meter senkrecht über die Felswand in die Schlucht und sorgt für ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Los geht's ... mit der Fly-Line Wasserfall im Reinbachtal, Suedtiro
Los geht's ... mit der Fly-Line Wasserfall im Reinbachtal, Suedtirol. © Julia Adler

Zip, Zip, hurra – der rasante Rückweg

Das eigentliche Highlight wartete jedoch auf dem Rückweg: Anstatt den gesamten Weg wieder hinunterzulaufen, entschieden wir uns für die Fly-Line an den Reinbach-Wasserfällen. Über eine rund 850 Meter lange Strecke gleitest Du dabei durch den Wald zurück ins Tal – mit spektakulären Ausblicken auf die Schlucht und die umliegende Berglandschaft. Anders als bei klassischen Ziplines steht hier weniger die Höchstgeschwindigkeit im Vordergrund, sondern das besondere Gefühl, beinahe lautlos zwischen den Bäumen durch die Natur zu schweben – ein Riesenspaß für Kinder und Erwachsene.

Wichtig zu wissen: Vor Ort ist nur Barzahlung möglich. Die Preise liegen je nach Alter und Saison meist bei 12 Euro pro Erwachsene und 10 Euro für Kinder bis 14 Jahre, Familienkarten sind ebenfalls erhältlich.

Julia Adler mit Sohn Noah am Strad von Mexiko.

Julias Tipp

Meine persönliche Empfehlung: Vor dem Flug ins Tal lohnt sich wirklich eine Einkehr im Restaurant & Gasthof Toblhof. Hier wurden wir unglaublich freundlich empfangen und waren prositiv überrascht, wie fair die Preise im Vergleich zu vielen anderen Ausflugszielen in Südtirol sind. Das Essen war bodenständig, frisch und richtig lecker – genau das Richtige, bevor es mit der Zipline wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wasserfall-Wanderung geht.

Ausblick vom Kronplatz, Südtirol
Ausblick vom Kronplatz, Südtirol. ©Julia Adler

Ausflugstipp 2: Mit der Guest Card kostenlos auf den Kronplatz

Ein weiterer Ausflug, der sich während unseres Aufenthalts absolut gelohnt hat, führte uns auf den Kronplatz, den wohl bekanntesten Aussichtsberg Südtirols. Besonders praktisch: Dank der vom Hotel bereitgestellten Guest Card war die Auffahrt mit der Seilbahn für uns kostenlos. Allein das macht den Ausflug für Familien besonders attraktiv.

Oben angekommen erwartete uns weit mehr als nur ein schöner Ausblick. Auf 2.275 Metern Höhe eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama auf die Dolomiten, die Rieserfernergruppe und zahlreiche weitere Gipfel Südtirols. Ein besonderes Highlight ist die Concordia 2000, eine der größten freischwingenden Friedensglocken Europas. Zu jeder vollen Stunde erklingt ihr tiefer Klang über den Gipfel und sorgt für einen Gänsehautmoment vor spektakulärer Bergkulisse.

Der Kronplatz zählt zu den beliebtesten Ausflugsbergen der Region und ist im Winter eines der größten Skigebiete Südtirols mit über 120 Pistenkilometern. Im Sommer verwandelt sich der Berg dagegen in ein Paradies für Familien, WandererInnen und MountainbikerInnen.

Außenansicht © Falkensteiner Family Resort Lido
Außenansicht © Falkensteiner Family Resort Lido

Ein Hotel für unvergessliche Familienmomente

Nach unseren Ausflügen zu den Reinbach-Wasserfällen und auf den Kronplatz war für uns klar: Südtirol rund um das Falkensteiner Family Resort Lido hat unglaublich viel zu bieten. Gleichzeitig mussten wir aber auch feststellen, dass es fast ein bisschen schwerfällt, das Hotel überhaupt zu verlassen. Dafür ist das Angebot vor Ort einfach zu gut.

Die restliche Zeit haben wir dann also ganz bewusst im Hotel verbracht und die zahlreichen Angebote noch einmal ausgiebig genutzt. Die Jungs wechselten zwischen Fußballplatz, Trampolinpark, Pool und Rutsche hin und her, während wir Eltern zwischendurch tatsächlich auch mal durchatmen konnten. Und auch die Rooftop-Erlebniswelt sowie das täglich neue Animationsprogramm für Kids und Teens sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam – ganz im Gegenteil: Die Kinder hätten problemlos noch eine weitere Woche dranhängen können.

Auf dem Rooftop Sky Aventure Park des Hotels gibt es auch eine Spothalle zum Fußballspielen, Basketball & Co.
Auf dem Rooftop Sky Aventure Park des Hotels gibt es auch eine Spothalle zum Fußballspielen, Basketball & Co. ©Julia Adler

Besonders schön war, dass wir jeden Tag neu entscheiden konnten, wonach uns gerade war. Noch mal ins Schwimmbad? Klar. Eine Runde Fußball? Sowieso. Etwas Leckeres essen, einen Kaffee trinken, draußen sitzen und einfach die Bergkulisse genießen? Unbedingt. Dieses Gefühl, nicht ständig planen zu müssen, sondern einfach im Urlaub anzukommen, hat uns sehr gutgetan.

Fußballplatz Hotel Falkensteiner Family Resort Lido, Südtirol
Highlight für unsere Jungs: Der Fußballplatz im Freien. © Julia Adler

Rückweg: Und dann überkam uns die Rodel-Lust ...

Auf dem Rückweg konnten wir uns dann einen letzten Stopp nicht verkneifen: die Sommerrodelbahn Serlesblitz in Mieders. Nachdem sie uns schon auf der Hinfahrt so begeistert hatte, war schnell klar, dass wir dort noch einmal halten würden. Und ja – es war wieder genauso großartig. Noch einmal ging es mit der Gondel hoch, noch einmal genossen wir die Bergluft, noch einmal spürten wir dieses Kribbeln vor der Abfahrt und dann sausten wir die 2,8 Kilometer ins Tal hinunter.

Fazit: Ein Familienrundumsorglosactionurlaub der Extraklasse

Für uns war es der perfekte Abschluss dieser Reise: erst Familienluxus in Südtirol, dann zum Abschied noch eine Portion Adrenalin in den Bergen. Genau solche Momente bleiben in Erinnerung – nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei uns.

Nach unseren Ausflügen zu den Reinbach-Wasserfällen und auf den Kronplatz war für uns klar: Die Region rund um das Falkensteiner Family Resort Lido bietet die perfekte Mischung aus Natur, Abenteuer und Familienurlaub. Die beeindruckenden Wasserfälle, die Fahrt mit der Zipline, das Panorama vom Kronplatz und der Moment, als die riesige Concordia-2000-Glocke über die Bergwelt hallte, gehören definitiv zu den Eindrücken, die uns von dieser Reise besonders im Gedächtnis bleiben werden.

Unsere Urlaubs-Highlights auf den Punkt gebracht: Hotel auskosten, Bergluft schnuppern und noch einmal rodeln.

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