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Ausbliack auf einen See und Berge in Süddeutschland im Herbst.
© Getty Images / rusm

Die beste Zeit für den Mietwagen

Diese 5 Roadtrips machen Lust auf Herbst

Im Sommer mittags einen Parkplatz am Strand finden und abends hoffen, dass im beliebten Küstenort noch irgendwo ein Tisch frei ist. Diesen Nervereien kannst Du im Herbst gekonnt aus dem Weg gehen.

Und nicht nur das: Auch die Temperaturen werden angenehmer, Ruhe kehrt ein und sogar die Preise für ein und dieselbe Unterkunft können es deutlich besser mit Dir meinen als in der Hochsaison. Ein besonderer Charme begegnet Dir auch auf den Wochenmärkten in verschiedenen Regionen, auf denen sich Kürbisse, Äpfel und Kastanien stapeln. Mit einem leckeren warmen Getränk in der Hand kannst Du entspannt zwischen den Locals schlendern, Dich von ihren Einkäufen inspirieren lassen und direkt fürs Abendessen eindecken. Wenn sich das nicht ganz schön verlockend anhört, wer weiß, was dann. In diesem Artikel findest Du fünf Roadtriprouten die sich im Herbst besonders lohnen.

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Blick auf die Promenade La Corniche, Luxemburg-Stadt © Sergey Novikov - stock.adobe.com
Blick auf die Promenade La Corniche, Luxemburg-Stadt © Sergey Novikov - stock.adobe.com

Luxemburg: Klein, aber fein

Route: Luxemburg-Stadt → Echternach → Müllerthal → Vianden → Esch-sur-Sûre
Ideal: Ende September bis Ende Oktober
Zeit: etwa 4 bis 5 Tage

Luxemburg ist so klein, dass man die Stadt bei der Roadtripplanung schnell mal übersieht. Dabei ist die überschaubare Größe häufig sogar ein großes Plus. Während Du morgens noch durch Luxemburg-Stadt geschlendert bist, kannst Du wenige Stunden später mitten zwischen Felsen, Wäldern und kleinen Burgen stehen. Nach einem Start in der Hauptstadt geht es zunächst Richtung Echternach. Von dort bist Du direkt in der Region Müllerthal, die wegen ihrer Wälder und tiefen Schluchten auch als „Kleine Luxemburger Schweiz“ bekannt ist.

Im Herbst eignet sich hier eine kleine Wanderung wunderbar. Der bekannte Mullerthal Trail ist insgesamt 112 Kilometer lang, allerdings muss man sich natürlich nicht direkt auf eine Mehrtagestour begeben. Rund um die Region gibt es auch deutlich kürzere Rundwege. Danach kannst Du weiter nach Vianden fahren. Über dem kleinen Ort thront das Schloss Vianden, während unten die Our durch das Tal fließt. Gerade wenn morgens noch etwas Nebel über den bewaldeten Hügeln liegt, erwartet Dich ein besonders schöner Anblick.

Für den letzten Stopp geht es nach Esch-sur-Sûre. Der kleine Ort liegt in einer engen Schleife der Sauer und wird von den Überresten einer Burg überragt. Rundherum wartet der Naturpark Obersauer mit viel Wald und dem größten Stausee Luxemburgs. Und weil die Distanzen in Luxemburg so überschaubar sind, muss man sich keinesfalls stressen. Lieber noch einen Kaffee mehr trinken, eine kurze Wanderung dranhängen oder spontan anhalten, wenn die Straße plötzlich mitten durch einen besonders schönen Waldabschnitt führt.

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Traditionelle Fachwerkhäuser am Kanal in Colmar bei winterlicher Abendstimmung.
Bunte Fachwerkhäuser und kleine Kanäle prägen das Winterbild von Colmar im Elsass © stock.adobe.com - santosha57 -

Elsass: Der Weinstraße hinterher

Route: Straßburg → Obernai → Ribeauvillé → Riquewihr → Kaysersberg → Colmar → Eguisheim
Ideal: September und Oktober
Zeit: etwa 4 bis 5 Tage

Für einen guten Roadtrip ist es gar nicht nötig, immer hunderte Kilometer am Tag zurückzulegen. Das Elsass zeigt, wie abwechslungsreich ein Roadtrip durch Frankreich auch auf kurzen Etappen sein kann. Die Elsässer Weinstraße zieht sich auf etwas mehr als 170 Kilometern durch Weinberge, kleine Orte und entlang der Vogesen. Klingt erst einmal überschaubar. In der Realität kannst Du hier aber problemlos mehrere Tage verbringen, weil gefühlt nach jeder Kurve wieder ein Ort auftaucht. Nach einem Start in Straßburg geht es Richtung Süden. Obernai eignet sich als Zwischenstopp, danach folgen Ribeauvillé, Riquewihr und Kaysersberg. Die Orte liegen teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Zum Abschluss bieten sich Colmar und Eguisheim an. Gerade im Herbst passt die Gegend perfekt zur Jahreszeit. Die Weinlese läuft, in den Orten wird neuer Wein ausgeschenkt und auf den Speisekarten tauchen wieder etwas deftigere Gerichte auf. Wenn Du irgendwann genug von Fachwerk und Weinbergen hast, kannst Du mit dem Mietwagen außerdem ganz einfach einen Abstecher in die Vogesen machen. Innerhalb kurzer Zeit verändert sich die Landschaft komplett und aus Weinreben werden Wald und Berge.

Welche Roadtrip-Route empfiehlst Du im Herbst?
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Ein Fluss mit Bäumen auf einer Seite und Häusern auf der anderen
Prule, Ljubljana, Slowenien © stock.adobe.com - Lucas

Slowenien: Von Ljubljana durch die Weinberge

Route: Ljubljana → Ptuj → Jeruzalem → Maribor
Ideal: September bis Anfang November
Zeit: etwa 4 bis 6 Tage

Beim Gedanken an einen Slowenienroadtrip landen viele automatisch bei Bled, Bohinj und der Soča. Diese Stopps sind wunderschön, keine Frage. Im Herbst lohnt es sich aber, einmal in die andere Richtung zu fahren. Östlich von Ljubljana ziehen sich kleine Straßen durch Hügel, dazwischen liegen Weinberge und kleine Orte. Besonders schön ist die Gegend rund um Ptuj und Jeruzalem. Starte in Ljubljana und nimm Dir zunächst Zeit für die Hauptstadt. Danach geht es weiter nach Ptuj, einer der ältesten Städte des Landes. Die Stadt ist überschaubar und eignet sich wunderbar für eine Übernachtung.

Am nächsten Tag wartet dann der vielleicht schönste Teil der Route. Rund um Jeruzalem schlängeln sich kleine Straßen durch die Weinberge, was Deine Fahrt zu etwas Besonderem macht. Im Herbst dreht sich in Sloweniens Weinregionen vieles um die Weinlese. Ein besonderer Termin ist der 11. November: Am Martinstag wird traditionell gefeiert, dass aus dem Traubenmost der junge Wein geworden ist. Rund um dieses Datum finden in vielen Weinorten Feste mit regionalem Essen, Musik und natürlich dem neuen Wein statt. Falls Du Deinen Roadtrip im November planst, lohnt es sich also, vorher nach Veranstaltungen entlang Deiner Route zu schauen. Zum Abschluss geht es nach Maribor. Dort kannst Du Dir die Alte Rebe anschauen, die mehr als 400 Jahre alt ist und als älteste bekannte Weinrebe der Welt gilt.

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Bad Wildbach im Schwarzwald © globetrotter1 – stock.adobe.com
Bad Wildbach im Schwarzwald © stock.adobe.com - globetrotter1

Schwarzwald: Herbstfarben auf der Schwarzwaldhochstraße

Route: Baden-Baden → Mummelsee → Freudenstadt → Triberg → Freiburg
Ideal: Oktober
Zeit: etwa 4 bis 5 Tage

Ideales Wetter und wunderschöne Landschaften erwarten Dich auf Deinem Herbstroadtrip durch Deutschlands Schwarzwald. In Baden-Baden lohnt sich zum Einstieg zum Beispiel ein Spaziergang durch die Lichtentaler Allee oder ein Besuch der Caracalla Therme, falls das Wetter nicht mitspielt. Am Mummelsee startet der Mummelsee-Hornisgrindepfad. Die rund sieben Kilometer lange Rundtour führt hinauf zur Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds, über einen Bohlenweg durch das Hochmoor und am Hornisgrinde-Aussichtsturm vorbei. Für die Tour sollte man circa zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen.

In Freudenstadt kannst Du anschließend über den großen Marktplatz schlendern, bevor es weiter nach Triberg geht. Dort lohnt sich ein Besuch der Triberger Wasserfälle. Statt sie nur von unten anzuschauen, kannst Du auf den Wegen entlang der Wasserfälle nach oben laufen und so direkt eine kleine Wanderung daraus machen.
Freiburg bildet einen schönen Abschluss der Route. Hier kannst Du durch die Altstadt zum Freiburger Münster laufen, entlang der kleinen Bächle spazieren und den Roadtrip anschließend bei einem Abendessen ausklingen lassen. Falls Du noch einen zusätzlichen Tag hast, bietet sich von Freiburg ein Abstecher ins Markgräflerland an.

Und falls es regnet? Auch nicht schlimm. Die Caracalla Therme in Baden-Baden oder ein längerer Café-Stopp in Freiburg passen mindestens genauso gut zu einem grauen Herbsttag.

Urlaub im Herbst
Herbsttipp

Eine Thermoskanne kann unterwegs Gold wert sein. Gerade nach einer kühlen Wanderung wärmt ein heißer Kaffee oder Tee kalte Finger schnell wieder auf.

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Luftbild einer Stadt mit Fluss und mit Bergen im Hintergrund.
Luzern, Schweiz © stock.adobe.com - xbrchx

Schweiz: Herbststimmung zwischen Seen und Gipfeln

Route: Luzern → Andermatt → Engadin → St. Moritz
Ideal: Ende September bis Mitte Oktober
Zeit: etwa 5 bis 7 Tage

Wer die Schweizer Alpen hauptsächlich aus dem Sommer kennt, bekommt im Herbst plötzlich eine ganz andere Landschaft zu sehen. Im Engadin färben sich die Lärchen und auf den Gipfeln kann bereits der erste Schnee liegen. In Luzern lohnt sich zum Start ein Spaziergang entlang der Kapellbrücke und durch die Altstadt. Wenn Du noch etwas mehr Zeit hast, kannst Du am Seeufer entlanglaufen oder mit dem Schiff eine kurze Runde auf dem Vierwaldstättersee drehen. Weiter geht es nach Andermatt. Hier bietet sich zum Beispiel eine Wanderung durch die Schöllenenschlucht zur Teufelsbrücke an. Die Strecke ist nicht besonders lang, führt aber durch eine beeindruckende Felslandschaft und lässt sich gut als kurzer Zwischenstopp einbauen.

Im Engadin kannst Du anschließend mehrere Nächte an einem Ort bleiben. Rund um Sils eignet sich der Weg entlang des Silsersees gut für einen längeren Spaziergang. Wenn Du etwas höher hinaus möchtest, kannst Du je nach Wetter und Betriebszeiten mit einer Bergbahn Richtung Corvatsch oder Muottas Muragl fahren und von dort auf die Seenplatte hinunterblicken. Auch St. Moritz lohnt sich nicht nur als Übernachtungsort. Eine schöne Runde führt einmal um den St. Moritzersee. Wenn Du lieber etwas mehr Natur möchtest, kannst Du nach Pontresina fahren und von dort einen Spaziergang ins Val Roseg einbauen.

Etwas mehr Aufmerksamkeit braucht im Herbst allerdings das Wetter. Auf höher gelegenen Straßen kann es bereits schneien und einzelne Alpenpässe können vorübergehend oder saisonal gesperrt sein. Prüfe deshalb vor längeren Etappen noch einmal die aktuellen Straßenverhältnisse und plane bei Bedarf lieber noch eine alternative Route ein, um auf Nummer sicher zu gehen.

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Eine Person packt einen Koffer auf dem Bett.
Alles drin? Mit einer gut durchdachten Packliste wird das Kofferpacken zum Kinderspiel © stock.adobe.com - K Abrahams/peopleimages.com

Packliste für Deinen Herbst-Roadtrip

Vor allem wechselhaftes Wetter, kühlere Abende und kürzere Tage spielen beim Packen für einen Roadtrip im Herbst eine Rolle. Hier findest Du ein paar Dinge, die sich unterwegs noch als nützlich erweisen können:

  • 🍂 Pullover oder Fleecejacke: Gerade morgens und abends kann es deutlich kühler werden.
  • 🌧️ Regenjacke: Praktischer als ein dicker Mantel und schnell übergezogen, wenn das Wetter umschlägt.
  • 🥾 Feste, wasserfeste Schuhe: Besonders wichtig, wenn Du Wanderungen oder Spaziergänge durch Wald und Weinberge einplanst.
  • 🧦 Ersatzsocken: Nach nassen Wegen oder einer längeren Wanderung überraschend wertvoll.
  • ☂️ Kleiner Regenschirm: Für Stadtstopps bei Regen unkompliziert und platzsparend.
  • ☕ Thermosflasche: Ein warmer Kaffee oder Tee tut nach einer kühlen Wanderung besonders gut.
  • 🧴 Sonnencreme und Sonnenbrille: Auch im Herbst kann die Sonne noch kräftig sein, besonders in den Bergen.
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Zwei Frauen sitzen lachend nebeneinander auf einer Holzschaukel unter einem Baum; sie sind barfuß, umgeben von grün-gelbem Herbstlaub und Sonnenlicht.
Genieße unbeschwerte Momente in der Natur © Alpe Cimbra

September, Oktober oder doch erst November?

September ist ideal, wenn Du noch etwas Wärme möchtest. Gerade in südlicheren Regionen kannst Du mit Glück noch draußen essen oder einen Tag am Wasser verbringen. Gleichzeitig beginnt in vielen Weinregionen bereits die Lese.

Oktober ist die klassische Zeit für Herbstfarben. Wälder und Weinberge verändern sich sichtbar und gerade für einen Roadtrip durch den Schwarzwald oder das Elsass ist dieser Monat spannend.

November lohnt sich besonders für Städtetrips, niedrig gelegene Weinregionen und kulinarische Roadtrips gut. In den Alpen wird die Planung dagegen zunehmend wetterabhängig.

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Man blickt vom Berg in ein grünes Tal. In der Nähe fährt ein Zug aus einem Tunnel. Im Talkessel steht ein Dorf.
Das Ursental in den Schweizer Alpen, Schweiz © stock.adobe.com - Aide

Fazit: Vielleicht ist der Herbst sogar die bessere Roadtrip-Saison

Wie Du vielleicht gemerkt hast, hat der Herbst einiges zu bieten, was die Hochsaison nicht kann. Die Orte sind oft ruhiger, die Temperaturen angenehmer und statt ständig nach Schatten zu suchen, kannst Du Deine Stopps viel entspannter genießen. Dazu kommen Wochenmärkte, Weinorte, herbstliche Wälder und Cafés, in denen Du Dich nach einem Spaziergang wieder aufwärmen kannst.

Vielleicht lohnt es sich also, mit dem nächsten Roadtrip gar nicht erst bis zum Sommer zu warten. Denn jetzt beginnt eine der schönsten Zeiten, um unterwegs zu sein.

Welche Roadtrip-Route empfiehlst Du im Herbst?

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