Reisetippbewertung Elefantenwaisenhaus Pinnawela

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Aus: Deutschland
Alter: 41-45
Reisezeit: im April 08




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Elefanten hautnah

Während unserer 2tägigen Kandy-Tour besichtigten wir das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela. Nachdem uns der Reiseleiter während der Fahrt einiges Wissenswertes über Elefanten vermittelt hatte, erreichten wir um 9. 00 Uhr die „Elephant Orphanage“. Vor dem Eingang versuchen Händler aufdringlich Bananen als Elefantenfutter zu verkaufen. Finger weg davon! Elefanten Füttern ist verständlicherweise verboten.
Als erstes gingen wir zu den Babyelefanten, die unter einer Überdachung mit der Flasche gefüttert werden. Natürlich herrschte dort ein großer Andrang. Ein paar Besucher hatten die Gelegenheit, gegen ein Trinkgeld den Elefantennachwuchs mit einer Flasche füttern. Natürlich nutzte ich die Gelegenheit, einen kleinen Elefanten zu streicheln, der neugierig mit seinem Rüssel ankam. Rau und kratzig fühlte sich die Haut an. Wo, außer bei einem Special-Event in einem Zoo, kann man Elefanten so hautnah erleben?
Danach liefen wir weiter zur Elefantenherde. Die gesamte Herde (inklusive der Babys) besteht aus 75 Tieren jeden Alters, zum Teil sind Tiere, die ihre Mutter verloren haben, Elefanten, die verletzt aufgefunden wurden, aber auch Elefanten, die dort geboren wurden. Natürlich machten wir auch dort einige Fotos. Die Mahouts hielten dafür selbstverständlich die Hand auf. Was uns störte, war ein aufdringliches, schon unverschämtes Einfordern des Trinkgeldes. Obwohl schon 100 Rupien erhalten, wurde die Hand für ein weiteres Foto nochmals hingestreckt.
Um 9. 45 Uhr versammelten sich die Besucher an der Terrasse zum unbestrittenen Höhepunkt: das Bad der Elefanten im Fluss, ein Teil der Herde trabte eilig den Hügel zum Fluss hinunter, jeder wollte der erste sein, nur nicht den Anschluss verpassen! Die Elefanten stürzten sich in die Fluten. Nachdem sie ihren Durst gestillt hatten, wälzten sich ein paar Elefanten genüsslich im kühlen Nass, die Mahouts (Elefantentreiber) begossen einige Tiere mit Wasser aus Eimern, um sie danach abzuschrubben. Man konnte sich gar nicht satt sehen an dem dichten Gedrängel und Gewusel. Gerne hätten wir dem „Elefanten-Wellnessprogramm“ länger zugesehen, aber um 10. 30 Uhr versammelte sich die kleine Reisegruppe und brach zur Weiterfahrt auf.
Stundenlang im Bus sitzen nur zum „Elefanten-Gucken“ ist wenig empfehlenswert. Für Familien mit quengelnden Kleinkindern schon gar nicht. Ich denke, dass die strapaziöse Fahrt (oder gar Rundreise) erst für Kinder ab etwa 10 Jahren interessant ist.


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