Model sitzt im Jogginganzug auf Sofa.

Mit Stil unterwegs

Zum Tag der Jogginghose: Mode-No-Gos und Dresscodes auf Reisen

Hurra, am 21. Januar ist der internationale Tag der Jogginghose. Gefeiert wird sie nicht nur von AthletInnen, der Hip-Hop- und Streetstyle-Szene, sondern eigentlich von allen. Denn die einstige Sporthose hat den Sprung vom Trainingsplatz auf den Laufsteg geschafft. Seit Corona zählt sie zudem zu den besonders beliebten Kleidungsstücken – und das nicht mal nur zu Hause ... Doch so bequem sie auch ist, überall ist die lässige Hose leider nicht immer willkommen.

Etwa im Büro, bei konservativen Jobs. Oder am Flughafen. Wie bitte? Auch wenn die Jogginghose als ideale Reisekleidung gilt, bringt Dir ihre Lässigkeit nichts, wenn du mit einem Upgrade im Flieger liebäugelst. Wie Crewmitglieder verraten haben, hast Du nur gute Chancen auf ein Sitzplatzupgrade in die Business- oder sogar First-Class, wenn Du angemessen angezogen bist. Neben Jogginghosen, Trainingsanzügen, Flip-Flops und ungepflegten Sneakern sind übrigens auch Jeans ein No-Go. Wer im Schlabber-Look zum Check-in kommt, hat also definitiv schlechtere Karten, als Fluggäste, die in eleganteren, unaufdringlichen Outfits reisen.

Frau im Jogginganzug am Strand.
Go oder No-Go: Die Jogginghose im Urlaub.

Ansonsten ist die Jogginghose aber gerade in den großen Modemetropolen ein gern gesehener Gast, jedoch: nur richtig gestylt. Was übrigens auch für andere Reise-Outfits gilt. In der schillernden Welt der Mode gibt es Regeln, die über die Catwalks hinausreichen und sich in den Kleiderschränken der Reiseländer manifestieren. Ob in Paris, Tokio oder Marrakesch – die richtige Kleiderwahl spielt auch im Urlaub eine Rolle. In diesem Fashion-Guide enthüllen wir die Dresscodes, Modesünden und Fashion-Fauxpas in verschiedenen Reisezielen der Welt.

Frau im Pariser Café, Franreich.
Der elegante French Chis ist in Paris angesagt.

Paris – Hauptstadt der Mode und Eleganz

French Chic statt Laissez-faire

In der Stadt der Liebe und der Mode zählt jedes Detail. Ein Hauch von Raffinesse und Eleganz schwebt über den Boulevards von Paris. Hier ist die Jogginghose nicht nur ein No-Go, sondern fast schon eine Modesünde. Die PariserInnen schätzen feine Stoffe, strukturierte Schnitte und kultivierte Ensembles. Egal, ob Du die Avenue des Champs-Élysées entlang flanierst oder einem gemütlichen Café au lait in einem charmanten Bistro genießt, lass die Jogginghose zu Hause und setze auf schicke, zeitlos elegante Outfits.

Marrakesch: Märchenhafte Eleganz in der Medina

Prächtige Prints statt lässiger Looks

Die farbenfrohe Medina (arabisch = Stadt) von Marrakesch ist eine Oase der Sinnlichkeit und des orientalischen Charmes. Hier erfordert die Mode eine subtile Mischung aus Tradition und Moderne. Obwohl Komfort wichtig ist, wirken Jogginghosen im Gewirr von Souks und Palästen eher deplatziert. Entscheide Dich lieber für luftige, fließende Stoffe, prächtige Muster und Accessoires, die den Zauber der Stadt widerspiegeln. Ein Maxikleid oder eine gutsitzende Hose helfen Dir, stilvoll durch die Gassen von Marrakesch zu navigieren.

Mann in Italien auf Vespa.
Stilvoll unterwegs: die modischen Männer in Italien.

Rom: Zwischen Antike und Eleganz

Zeitloser Chic statt aufreizender Looks

Die ewige Stadt Rom strahlt nicht nur antike Pracht aus, sondern auch zeitlose Eleganz. Doch Vorsicht vor zu viel Haut: An historischen Stätten wie dem Kolosseum oder dem Vatikan sind Shorts und Miniröcke als Fashion-Fauxpas zu werten. UrlauberInnen sollten sich für diese Besichtigungen für knielange oder längere Kleidung entscheiden, um Respekt vor der kulturellen Tiefe des Ortes zu zeigen. In den Szenevierteln Trastevere oder Monti kannst Du hingegen mit modischen Ensembles punkten. ItalienerInnen selbst wirst Du auf der Straße eher in Designerklamotten als in Jogginghosen-Outfits zu Gesicht bekommen.

Kairo – moderne Eleganz trifft Tradition

Zurückhaltung statt Offenherzigkeit

Die Ufer des Nils spiegeln die faszinierende Geschichte und Kultur Ägyptens wider. In Kairo, der Stadt der Pyramiden und Moscheen, ist heute elegante Kleidung angesagt. Hier wird die Jogginghose als Fashion-Fauxpas betrachtet, besonders in religiösen oder historischen Stätten. Wähle stattdessen luftige, lange Röcke, Hemdblusenkleider oder Chinos, um mit Stil durch die prachtvollen Gassen der Stadt zu flanieren.

So modern die Metropole auch wirkt, kleidungstechnisch kann es hier etwas konservativer zugehen als bei uns. Kurze Crop-Tops, Hotpants und offene Hemden etwa sind nicht gerne gesehen.

Auch sollten sich Frauen in ägyptischen Großstädten wie Kairo etwas mehr bedecken als an touristischen Strandorten oder in Hotels. Lange Hosen oder Kleider und schulterbedeckende Outfits sind hier angebracht.

Jogginghose und Sneaker
Moderner Streetlook weltweit: Jogginghose und Sneaker.

New York City: Im Großstadtdschungel der Trends

Außergewöhnlich statt zurückhaltend

Die Straßen von New York City sind voller Energie und Vielfalt. In dieser Stadt, die niemals schläft, ist die Jogginghose zwar akzeptiert, aber nur unter einer Bedingung: Sie muss sehr gut gestylt sein – etwa zu einem schicken Blazer oder Sakko, zu engen Shirts, Highheels oder hochwertigen Sneakern. Modemutige spazieren durch das geschäftige Treiben am Times Square oder die künstlerischen Viertel von Brooklyn in aufwendigen Styles, auffälligen Prints oder außergewöhnlichen Kombinationen. Hier ist Auffallen durchaus angesagt.

Mode-No-Gos? Verbote gibt es hier nicht. Aber vermeide es, in zu schlabberigen Jogginghosen und nachlässigen Outfits durch New Yorks Straßen zu schlendern. Setze stattdessen auf kreative Kombis und präsentiere Deinen Stil mit Selbstbewusstsein.

Istanbul: Brücke zwischen Orient und Okzident

Bedacht satt bedenkenlos

Die moderne Metropole Istanbul ist eine Brücke zwischen Orient und Okzident. Deutsche Reisende sollten hier auf zu freizügige Kleidung achten, insbesondere beim Besuch religiöser Stätten wie der Blauen Moschee oder der Hagia Sophia. Knie und Schultern sollten aus Respekt vor der kulturellen Tradition bedeckt sein. In den hippen Vierteln wie Beyoglu oder Karakoy darf hingegen gerne mit angesagten Trends experimentiert werden.

Streetstyle in Toiko, Japan
Auf Toikos Straßen geht es modisch mordern zu.

Tokio: Zwischen Tradition und Avantgarde

Akkurate Silhouetten statt sportlicher Styles

In der aufregenden Metropole Tokio verschmilzt traditionelle japanische Ästhetik mit futuristischer Avantgarde. Hier ist die Mode so vielseitig wie die Stadt selbst. Dennoch bleibt die Jogginghose ein Fremdkörper in der sorgfältig kuratierten Modewelt Tokios. Dein Streifzug durch Harajuku und Shibuya wird durch cleane, moderne Designs und lebendige Farben noch eindrucksvoller. Lass die lässige Jogginghose lieber im Hotelzimmer.

Rio de Janeiro: Strand-Chic und Sambatanz

Lebenslust statt Modefrust

Die Strände von Rio de Janeiro sind berühmt für ihre lebendige Atmosphäre und entspannte Eleganz. Hier ist die Jogginghose am Strand durchaus akzeptabel, solange sie mit einem Hauch von Stil und Sexiness getragen wird. Mit einem trendigen Bikini-Top oder einem leichten Kaftan für den perfekten Beach-Look wird der Aufenthalt am Strand noch unvergesslicher. In den pulsierenden Straßen von Rio de Janeiro hingegen, wo Samba-Rhythmen die Luft erfüllen, setzt du auf farbenfrohe, leichte Kleidung und tanzt stilvoll durch die Nacht.

Frau mit Skateboard am Strand, Sydney, Australien
In Sydney kommt der Lässig-Look gut an.

Sydney: Lässig-Style am anderen Ende der Welt

Ganz relaxed statt aufgesetzt

Die entspannte Atmosphäre Sydneys verlangt nach legerer Eleganz. UrlauberInnen sollten darauf achten, nicht zu formell gekleidet zu sein, besonders an den trendigen Stränden von Bondi oder Manly. Hier wirken zu elegante Looks oder zu viel Schmuck fehl am Platz. Stattdessen überzeugst Du mit lockeren Schnitten, leichten Stoffen und stylishen Badeoutfits. T-Shirt, Jeans und Boots sind überall akzeptiert. In den schicken Bars und Restaurants am Hafen ist jedoch auch eine Spur Style und Eleganz angesagt.

Schild Biinis verboten
Dresscodes im Hotel: Nicht überall ist Badebekleidung willkommen.

Dresscodes in Hotels

Tipps für UrlauberInnen

Welcher Dresscode im Hotel gilt, hängt vom Urlaubsland ab, vom Standard der Unterkunft und vom Bereich, in dem Du Dich im Hotel gerade aufhältst. In gehobenen Hotels findest Du oft in der Hotelbeschreibung einen Hinweis darauf, welche Kleidung erwünscht ist.

In klassischen Urlaubsländern wie Spanien, Italien, Portugal oder auch Griechenland kannst Du Dich in den gängigen Mittelklassehotels in typischer Urlaubskleidung bewegen. Das heißt: Kurze Hosen sind auch für Männer in Ordnung, Frauen können auch kürzere Röcke und ärmellose Kleider tragen. Zudem sind offene Schuhe wie Sandalen auch beim Essen erlaubt.

In den Restaurants von höherklassigen Hotels bist Du unabhängig vom Reiseland mit gepflegter Freizeitkleidung gut angezogen. Lange Hosen und längere Kleider bekommen Einlass, tabu sind nur Sport- oder Strandbekleidung, mit einer Jogginghose solltest Du hier also lieber nicht aufkreuzen. Abends zum Dinner kann es auch einen strengeren Dresscode geben. Dann kann es möglich sein, dass Herren ein Hemd und eine Krawatte zur langen Hose tragen müssen. Oft ist auch ein Jackett erwünscht. Und bei den Frauen sind Abendkleider angesagt. Geschlossene Schuhe – keine Sportschuhe – sollten hier auch mit ins Reisegepäck.

In Badekleidung, einem Bademantel oder besagter Jogginghose solltest Du Dich im Hotel nur an den dazu passenden Orten bewegen, also beispielsweise am Pool, im Spa-Bereich oder dem Fitnessstudio.

Am Pool und Strand solltest Du Dich an den Kleidervorschriften Deines Reiselandes orientieren. Oben ohne Baden, zu knappe Badeshorts oder das Tragen eines Tangas ist in manchen Ländern nicht gerne gesehen, bisweilen sogar verboten, etwa in Dubai.

Was solltest Du in religiösen Einrichtungen tragen?

Möchtest Du auf Deiner Reise die religiösen Stätten des Landes ansehen, solltest Du ganz genau auf die passende Kleidung achten. In Kirchen, Synagogen, Moscheen oder Tempeln ist die Kleiderordnung besonders wichtig und ein Zeichen des Respekts. Informiere Dich vorab unbedingt genau, welche Outfits hier als so genannte No-Gos gelten. Generell aber gilt: Zeige nicht zu viel Haut, lasse freizügige, aufreizende Sachen im Koffer.

Kirche: Hier solltest Du lange Hosen, kniebedeckende Kleider/Röcke tragen und die Schultern bedecken. Hüte, Caps, Sonnenbrillen bitte absetzen.

Synagoge: Männer tragen die Kippa als Kopfbedeckung. Frauen sollten die Schultern und Arme verhüllen.

Moschee: Vor dem Betreten werden die Schuhe ausgezogen. Frauen sollten außerdem die Schultern und Knie bedecken. Zudem ist häufig ein Kopftuch erwünscht.

Tempel: Die Schultern sollten verdeckt, die Unterschenkel verhüllt sein. Oft sind Schuhe und Kopfbedeckungen tabu. Im Hinduismus wird die Kuh verehrt, daher sind in diesen Glaubens-Tempeln Lederwaren nicht erlaubt.

Beachte: In manchen Ländern gelten andere, teils sogar strengere Regeln. Mit dem richtigen Vorwissen bist Du aber gut vorbereitet und richtig angezogen.

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