Seekrankheit – fit und gesund auf Deiner Kreuzfahrt bleiben

Wer auf Kreuzfahrt geht, denkt in erster Linie an traumhaften Urlaub, spannende Ziele, Spaß und Erholung an Bord. Unangenehme Begleiterscheinungen wie Seekrankheit sollten Dir die Urlaubslaune dabei auf keinen Fall verderben.

Glücklicherweise gibt es heutzutage viele Mittel, die das Auftreten von Seekrankheit begrenzen und Vorkehrungen, die Passagiere gegen Seekrankheit treffen können, sodass Seekrankheit gut behandelt oder vermieden werden kann und kein großes Thema mehr ist. Was Du persönlich gegen das Auftreten von Seekrankheit tun kannst und was im Fall der Fälle zu tun ist, erfährst Du im Folgenden.

Wenn Du noch keine Kreuzfahrterfahrung hast und Dir nicht sicher bist, ob Du von Seekrankheit betroffen bist, empfehlen wir Dir, eine Minikreuzfahrt auszuprobieren, die bis zu vier Tagen dauert.

Was ist Seekrankheit?

Seekrankheit entsteht durch ungewohnte Bewegungen, welche auf See durch den hohen Wellengang vorkommen. Grundsätzlich kann diese Art der Krankheit auch in anderen Verkehrsmitteln wie Autos, Bussen oder Flugzeugen auftreten. Sie ist von Person zu Person verschieden stark ausgeprägt, kann jeden treffen und tritt meist unerwartet auf – auch erfahrene Seefahrer können von Seekrankheit betroffen sein. Während einige Menschen sensibler reagieren und anfälliger für Seekrankheit sind, sind andere fast nie von ihr betroffen. Von Seekrankheit wird allerdings bereits seit den Anfängen der Seefahrt berichtet – sie ist also ganz normal.

Symptome von Sehkrankheit sind vor allem Blässe, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen. Meistens beginnen die Symptome mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtem Unwohlsein, Schweißausbrüchen, einem flauen Gefühl in der Magengegend und einem blassen Gesicht. Ihren Ursprung hat die Seekrankheit in dem veränderten Gleichgewichtsgefühl, welches durch die Bewegungen des Schiffes und die damit verbundene veränderte Wahrnehmung der Sinne und der Körperkoordination entsteht. Experten nennen dieses Gefühl der gestörten Wahrnehmung auch „Sensory Mismatch“. Der Körper ist durch die ständigen Bewegungen also schlichtweg verwirrt und nimmt wahr, dass er ständig in Bewegung ist und sich anpassen muss. Als Konsequenz schüttet er Stresshormone wie Histamin aus.

Seekrankheit ist nicht gefährlich, kann aber ermüdend sein – umso besser, dass die Symptome meist nach 2-3 Tagen von alleine abklingen, da sich der Körper an die ungewohnten Bewegungen und das veränderte Körpergefühl gewöhnt.

Seekrank Glückliche Frau, die auf dem Meer von einem Schiff zurückkehren.

Seekrankheit an Bord – ist heute kein großes Thema mehr

Die großen, modernen Kreuzfahrtschiffe sind heutzutage sehr stabil gebaut und mit speziellen Stabilisatoren ausgestattet, sodass durch Seegang verursachte Schwankungen gut ausgeglichen werden und dadurch viel weniger Menschen als früher an Seekrankheit leiden.

Wer außerdem bereits bei der Planung seiner Kreuzfahrt clevere Entscheidungen trifft, kann der Seekrankheit im besten Falle vorbeugen oder ihr Risiko zumindest begrenzen. Wähle am besten eine Kabine mit Blick auf die See, damit Du Deinen Blick über den Horizont schweifen lassen kannst und schnell frische Luft schnappen kannst. Kreuzfahrtpassagiere, die eine Kabine im Inneren des Schiffes haben, können es mit einer speziellen Brille, die einen künstlichen Horizont vorgaukelt, versuchen – die Wirkung dieser Brille ist allerdings noch nicht erwiesen.

Reisende, die auf Nummer Sicher gehen wollen oder sehr empfindlich sind, wählen am besten eine Route mit wenig Seegang. Flusskreuzfahrten eignen sich besonders gut, da der Seegang hier gering ist und die Schiffe meist nur tagsüber unterwegs sind – Expeditionskreuzfahrten und Transatlantiküberquerung fordern Dich hingegen etwas. Da auf allen Schiffen eine Krankenstation oder zumindest ein Arzt vorhanden sind, hast Du im Fall der Fälle aber auf jedem Schiff schnell Hilfe.

Was hilft gegen Seekrankheit bei einer Kreuzfahrt?

Passagiere, die sich dennoch unwohl fühlen und erste Symptome von Seekrankheit aufweisen, sollten am besten schnellstmöglich an Deck gehen und den Blick in die Weite richten, dies beruhigt den Körper und die Sinne am besten. Das Gehirn wird so dabei unterstützt, die verwirrenden optischen Eindrücke durch die Bewegungen zu normalisieren und die Schwankungen zu verarbeiten. Wer einfach das Bedürfnis hat, sich auszuruhen oder der Blick auf den Horizont nicht hilft, für den kann es hilfreich sein, sich flach hinzulegen, die Augen zu schließen und tief durchzuatmen. Auch Entspannungstechniken und eine gute Portion Schlaf können gegen die unangenehmen Gefühle der Seekrankheit helfen, da der Körper in der Ruhephase entspannt, der Gleichgewichtssinn weniger aktiv ist und Du Dich somit richtig erholen kannst. Wenn Dir an Bord Deines Kreuzfahrtschiffes unwohl ist, solltest Du Lesen am besten vermeiden, genügend schlafen, keinen Alkohol trinken und es insgesamt ruhig angehen.

Wer mag, kann der Seekrankheit auch mithilfe von entsprechenden Medikamenten entgegenwirken. Mediziner verschreiben meist Antihistamine, da diese gegen das erhöhte Histaminlevel im Körper helfen. Auch die Wirksamkeit von Scopolamin in Form von Tabletten, Injektionen und transdermalen Pflastern ist besonders gut und schnell, das Medikament ist in Deutschland jedoch verschreibungspflichtig und wird generell von Ärzten empfohlen. Kinder und ältere Menschen vertragen Scopolamin allerdings häufig nicht gut und müssen auf andere Mittelchen umsteigen. Rezeptfrei erhältst Du zum Beispiel den Wirkstoff Dimenhydrinat. Lass Dich am besten vor der Abreise beraten und nehme für den Fall der Fälle ein passendes Medikament mit.

Reisende, die ihre Seekrankheit lieber mit natürlichen Mitteln bekämpfen wollen, schätzen den Alleskönner Ingwer mit seiner antiemetischen Wirkung. Die Pflanze hilft besonders gut gegen das Erbrechen und stärkt nebenbei das gesamte Immunsystem.