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Unvergessliche Schärenfahrt auf Luxusfähre

Als die Siljy Symphony und ihre baugleiche Schwester Serenade im Juni 1991 ihren Dienst aufnahmen, waren es die größten Kreuzfahrtfähren der Welt. Aber auch für heutige Maßstäbe sind die Zahlen noch durchaus beeindruckend: Länge 203 Meter, Breite 31,50 Meter, Passagierkapazität 2852 Personen. Im Schlund der Symphony ist außerdem Platz für sagenhafte 395 Pkws. Anfang 2006 wurde eine umfangreiche Renovierung durchgeführt und so macht das Schiff von Außen optisch einen hervorragenden Eindruck. Der weißblaue Anstrich wirkt frisch und freundlich und dieser Eindruck setzt sich im Inneren fort. Ein Blickfang ist natürlich die 142 Meter lange mit Glas überdachte Promenade, die damals eine Besonderheit auf den Weltmeeren darstellte, heute jedoch auf vielen Schiffen selbstverständlich ist. Auch die übrige Ausstattung der Symphony lässt keine Wünsche offen. Es gibt diverse Bars, Restaurants, Pubs, eine Tapas & Seafood-Bar, einen Spa-Bereich, einen Duty-Free-Shop, Schwimmbad und Whirlpools und natürlich ein Casino. Wir haben all diese Annehmlichkeiten jedoch nicht genutzt, weil wir stattdessen die Durchfahrt durch den Stockholmer Schärengarten genossen haben. Es war ein einmaliges Erlebnis für uns. Wir hatten, auch aus diesem Grund, eine Außenkabine gebucht, um so möglichst lange den Ausblick genießen zu können. Die Gästestruktur ist international, hauptsächlich befanden sich jedoch Skandinavier an Bord. Das Schiff ist modern und großzügig gestaltet und grundsätzlich tip-top in Ordnung. Allerdings möchte ich auch ein wirkliches Ärgernis hinweisen: die Außenbereiche in den oberen Decks, die sich in der Nähe des Nachtclubs und des Wellness-Centers befinden, sollte man meiden. Hier stinkt es geradezu fürchterlich nach Urin und/oder Erbrochenem. Ein Indiz dafür, dass viele Passagiere nur der vermeintlich günstigen Alkoholpreise wegen eine solche Passage buchen und dann einen oder mehrere über den Durst trinken. Weil in Skandinavien die Alkoholpreise sehr hoch sind, mag einem Gast ein Preis von z.B. 5,00 Euro für 0,5 Liter Bier evtl. preiswert vorkommen. Aber man kann diese Bereich auch problemlos meiden.
Essen
6 / 6
Vier Bars und sieben Restaurants stehen den Gästen der Symphony zur Verfügung. Ob Gourmet-Küche oder Fastfood, hier kommt jeder auf seine Kosten. Eine unglaubliche Vielfalt macht die Wahl des "richtigen" Restaurants beinahe zur Qual. Aus finanziellen Gründen hatten wir jedoch lediglich eine Überfahrt mit Frühstück gebucht. Das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Es gab wirklich alles und zwar immer frisch: egal ob Rühreier oder Hackfleischbällchen, Wurst, Käse, Marmelande, sogar vorzügliche Waffeln. Die angerichteten und gedeckten Tische machten einen vorzüglichen Eindruck. Auch Feinschmecker kommen hier sicher auf ihre Kosten, aber der Preis für das Abendbuffet mit 35,00 Euro war uns einfach zu hoch. Das Frühstücks-Buffet kostete stattdessen nur beinahe preisgünstige 10,50 Euro.
Kabine
6 / 6
Wir hatten eine so genannte A-Kabine gebucht. Eine 11qm große Außenkabine mit einem schönen großen Fenster, zwei ausreichend großen Einzelbetten mit (nach unserer Meinung) hervorragenden Matratzen. Die Dusche war ausreichend groß, sauber und alles funktionierte ausgezeichnet. Adapter für die Stromversorgung waren nicht nötig, ein Fön war nicht vorhanden. In der Kabine befand sich auch kein Fernsehgerät, aber wir hatten unseren Fernseher ohnehin draußen auf dem Meer. In der Kabine hätten noch zwei weitere Personen schlafen können, weil die Möglichkeit bestand, noch zwei Betten herunter zu klappen. Ein Safe war nicht vorhanden, auch ein Radio fehlte. Trotzdem war das Ambiente sehr angenehm. Man sah, dass die Symphony erst vor wenigen Jahren grundlegend renoviert worden ist. Die Farben des Teppichbodens wirkten immer noch frisch, die Armaturen im Bad und die Türdrücker sahen ebenfalls noch beinahe ungebraucht aus. Handtücher waren ebenfalls reichlich vorhanden.
Service
6 / 6
Wie fast schon üblich in Skandinavien war auch an Bord der Symphony die Freundlichkeit des Personals ein echter Trumpf. Wir hatten ursprünglich eine Innenkabine gebucht, entschieden uns dann aber wegen des schönen Wetters kurzfristig für eine Außenkabine. Der freundliche Herr am "Hotelempfang" regelte das für uns innerhalb weniger Minuten, kompetent undzuvorkommend. Auch in den Bars und Restaurants sah man nur lachende Gesichter. So macht eine Überfahrt Spaß.
Sport
6 / 6
Die Symphony bietet ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm. Wir haben uns jedoch nur wenige Minuten in der Promenade aufgehalten, um zwei Artisten bei ihrer Arbeit in luftiger Höhe zuzusehen. Anschließend haben wir uns auf Deck begeben, um die einzigartige Schönheit der Stockholmer Schärenwelt zu genießen. Dieses Programm war in der Tat einmalig.
Tipps
Es gibt natürlich auch kürzere Routen von Schweden nach Finnland. Wir haben uns absichtlich für die Fahrt von Stockholm nach Helsinki entschieden, weil wir unbedingt die Schären vor Stockholm sehen wollten. Das geht, besonders bei schlechtem Wetter, in einer Außenkabine (die nur 60,00 Euro mehr gekostet hat für eine 14-Stundenfahrt), naturgemäß besser. Aber natürlich kann man dieses Erlebnis auch auf den Außendecks genießen.
Artisten bei der Arbeit
Auf dem Gang
Unsere Außenkabine
Waschbecken
Silya Symphony
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Urlauberdaten
NameHelmut
Alter51-55
Verreist alsPaar
Anzahl Kinderkeine
Reisedaten
Gebucht überInternet
Reisedauer1-3 Tage
Buchungszeitpunktlangfristig (> 3 Monate)
GewässerOstsee
BordspracheSchwedisch
Zufriedenheit
Entspricht VerantstalterbeschreibungJa
Anzahl Schiffssterne berechtigt?Ja
Zufriedenheit Reiseleitungkeine Angaben
Preis/Leistungsverhältnissehr gut
Wieder auf eine Kreuzfahrt?Ja