5.2 / 6

Traumschiff mit kleinen Schönheitsfehlern

Das Flaggschiff von Phönix, schneeweiß und traumhaft schön auf den ersten Blick. Es bietet Platz für 600 Gäste und verfügt ausschließlich über Außenkabinen- und Suiten, teils mit Balkon. Ursprünglich wurde das Schiff als "Azuka" für Japan gebaut, was heute noch mancherorts gut sichtbar ist anhand von Wandmalereien, Emblemen und Dekorationen. Die überschaubare Größe des Schiffes macht das sich zurechtfinden recht einfach und die vielen Aufzüge ermöglichen auch gehbehinderten Menschen einen mühelosen Aufenthalt. Die Bordsprache ist deutsch, das Personal meist philippinisch, geführt von deutschen, bzw. europäischen Offizieren. Kleiderordnung ist oft leger, jedoch sind kurze Hosen oder Jeans nicht erwünscht. Zu besonderen Anlässen wird Wert auf festliche Garderobe beim Dinner gelegt.
Essen
6 / 6
Unser erklärtes Highlight an Bord. Nochmals ein dickes Lob an Küchenchef Lars Schmidt und seine Crew! Es gibt zwei Restaurants an Bord, das Amadea, welches von uns zum frühstücken genutzt wurde und das VierJahreszeiten, welches wir für Lunch und Dinner wegen seines gediegenen Ambientes bevorzugten. An manchen Tagen gab es mittags auf dem Lidodeck besondere Veranstaltungen wie das Räucherfischfestival, bayerische Schmankerln oder ähnliches. Der normale Lunch mit Buffett und Menu lief dann parallel. Abends gab es ein 5-Gänge-Menu das zumeist seinesgleichen suchte. Lars S. verstand es, praktisch täglich aufs Neue, seine Gäste mit kleinen Besonderheiten zu überraschen. So fanden wir auf einem Markt in Ventspils, Lettland, frische Pfifferlinge, Steinpilze und wilde Blaubeeren vor, die von unserem Küchenchef vortrefflich in die Menuplanung eingebaut und verwendet wurden. Ebenso wie der frische Honig, der morgens das opulente Frühlstücksbuffett bereicherte. Wenn man will, kann man auf diesem Schiff von morgens um 7 bis nachts um 12 praktisch ununterbrochen schlemmen (muss man aber nicht ;-) ) Getränke gab es natürlich auch in allen Variationen, Tischwein, Säfte und Wasser waren obligatorisch, wobei ich sagen muss, dass uns das Wasser allzusehr nach Chlor schmeckte und wir auf Mineralwasser aus der Flasche umgestiegen sind. Trinkgelder sind nicht zwar nicht obligatorisch, aber der überaus freundliche und aufmerksame Service macht es leicht, sich erkenntlich zu zeigen, was mit verdoppelten Anstrengungen belohnt wird. :-) Unser besonderer Dank gilt Armand, Richard, Jerome und Joris Ly vom VierJahreszeiten, Aries und Dedy vom Amadea und last but not least Van Allen aus der Jupiter Bar!
Kabine
4 / 6
Wir hatten die Juniorsuite "Helgoland" auf Deck 8, ganz vorn im Bug gelegen mit opulentem 30 qm großen Balkon, welcher uns ganz privat einen traumhaften Ausblick ermöglichte. Das Mobiliar der Kabine selbst ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, ebenso wie der flauschige, dicke Teppichboden, welcher praktisch jedes Geräusch schluckt, entbehrt aber dennoch nicht eines gewissen Charmes und fand durchaus unser Gefallen. Telefon, Minibar, Klimaanlage und Safe sind vorhanden und funktionieren einwandfrei. Den modernen Flachbildfernseher nutzten wir nur für die täglichen Durchsagen und Informationen über unsere jeweilige Destination. Unser für die gesamte Aufenthaltsdauer zuständige Kabinensteward machte seine Sache gut und war praktisch immer da, wenn er gebraucht wurde. Nun zum einzigen Manko der Kabine, dem Bad. Klein und eng, was aber auf einem Schiff wohl nicht anders zu erwarten ist, verfügt es über Waschbecken mit Unterschrank, Badewanne mit Vorhang, Toilette und Bidet. Leider war es praktisch unmöglich, beim Duschen das Wasser daran zu hindern, das gesamte Bad zu fluten. Dies war wohl nicht erst unser Problem, denn bei genauerem Hinsehen fand sich Schimmel an der Wand hinter dem Unterschrank. Mein Vorschlag ist, das gesamte Bad rauszuwerfen, komplett zu renovieren, ohne Bidet (braucht in Deutschland kaum jemand und nimmt nur Platz weg) und Wanne, statt dessen eine Dusche mit fester Abtrennung, denn auch eine Badewanne wird wohl nur von den wenigsten Gästen als solche genutzt. Und schon sieht alles gleich viel freundlicher aus. :-)
Service
6 / 6
So wie oben beschrieben, waren wir mit dem Service an Bord mehr als zufrieden. Manchmal für mich sogar ein bisschen too much ;-) Aber besser so als anders herum. Die meisten Angestellten sprechen deutsch und wenn es damit nicht weitergeht, klappt es mit englisch auf jeden Fall. Unser Kabinensteward Kevin hat, wie schon erwähnt, seine Sache prima gemacht. Auch die Wäscherei hat unsere Kleidung schnell und professionell gereinigt. Den Umgang mit Beschwerden können wir nicht beurteilen - wir hatten keine!
Sport
5 / 6
Dem Publikum und der Größe des Schiffes angemessen findet auf der Amadea wohl jeder eine Beschäftigung, die ihm liegt. Sei es die gediegene Bibliothek, der Pool mit Jaccuzzi, der kleine Golfpark, das Shuffleboard, der Joggingpfad, der Fitnessbereich oder die Tischtennisplatte, auch für sportlich ambitionierte ist gesorgt. Die Showlounge haben wir nur anlässlich der Crew-Show besucht, hat uns gut gefallen, ist aber ein bisschen eng, wenn viele Gäste anwesend sind. Ein Spa gibt es selbstverständlich auch, hier kann man sich rundum verschönern oder einfach nur verwöhnen lassen mit Massagen oder Beautybehandlungen. Selbstverständlich gibt es auch mehrere Bars, sowohl innen als auch außen, teils mit Livemusik oder als ausgewiesene Raucherlounge. Unser bevorzugter Aufenthaltsort war abends die Jupiterbar auf Deck 9 im Heck des Schiffes, wo man einen fantastischen Ausblick hatte und wundervolle Sonnenuntergänge geniessen konnte.
Ausflüge
5 / 6
Wir hatten insgesamt 7 Landausflüge vorab gebucht, wovon einer mangels Beteiligung nicht stattfand und ein anderer, weil wir Gotland wegen Sturm leider nicht anlaufen konnten. Mit den übrigen waren wir durchaus zufrieden bis auf Helsinki, wo leider kein Phoenix-Betreuer dabei war, was die Örtliche Führerin zum Anlass nahm, es mit ihrem Job nicht allzu genau zu nehmen. Wir sind dann, wie viele andere Gäste auch, auf eigene Faust weitergelaufen, was aber in Helsinki kein großes Problem darstellt. Informationen, sowohl über die jeweiligen Destinationen als auch über die Ausflüge, gab es täglich per Durchsage und schriftlich von unserem Kreuzfahrtdirektor Chris Schädel und von unserem lieben Reiseleiter TomTom, welcher uns immer wieder mit umfassendem Wissen überraschte. Vielen Dank, Ihr Lieben! Weiterhin gab es auch noch einen Referenten, welcher ebenfalls mit Informationen über das jeweilige Ziel aufwartete. Dies haben wir jedoch nicht genutzt.
Urlauberdaten
NameBeate
Alter61-65
Verreist alsPaar
Anzahl Kinderkeine
Reisedaten
Gebucht überInternet
Reisedauer2 Wochen
Buchungszeitpunktlangfristig (> 3 Monate)
GewässerOstsee
BordspracheDeutsch
Zufriedenheit
Entspricht VerantstalterbeschreibungJa
Anzahl Schiffssterne berechtigt?Ja
Zufriedenheit ReiseleitungJa
Preis/Leistungsverhältniseher gut
Wieder auf eine Kreuzfahrt?Ja