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Reiner (61-65)
Verreist als Paarim September 2015für 2 Wochen

Zum 8. Mal – Das Tulip-Hausriff immer Reise wert

4,5/6
Wir waren nun zum 8. Mal im Tulip. Nicht etwa wegen des Essens, sondern wegen des phantastischen Riffs. Das Essen ist zwar reichhaltig und meist geschmacklich gut aber eher von mittelmäßiger Qualität.

Beim Frühstück findet man neben dem typischen ägyptischen Weißkäse leider nur noch Analog-Käse. Auch die Brot-/Brötchenauswahl ist beim Frühstück nicht mehr so reichhaltig wie früher. Die hausgemachte Schokoladensauce zu den teilweise gummiartigen Pfannkuchen variiert von suppig bis dünn pastös. Gut sind dagegen die frischen Omeletts und Croissants. Das Angebot an Joghurt, Obst und Cerealien ist ausreichend. Die Säfte aus Konzentrat ist Geschmacksache. Frisch gepressten Orangensaft gibt’s für 2 EUR. Reichhaltig ist das Gebäckangebot. Leider machen die Kaffeemaschinen keinen hygienisch sauberen Eindruck, Espresso, Cappuccino, Kakao etc. schmecken aber gut. Leider sind die Tassen so klein, dass man nicht z.B. Espresso mit Cappuccino mischen kann.

Mittags gibt es in den Hauptrestaurants ein reichhaltiges Buffet und im Tulip 2 immer frische Pizza nach Wahl. Im Strandrestaurant stehen 3 verschiedene Imbisse zur Wahl.

Leider ist es mir im Strandrestaurant passiert, dass der Selbstzapfautomat für Cola, Soda, etc. nach der Reinigung nicht oder nicht ausreichend gespült wurde, so dass ich mir den Gaumen verätzt habe. Solche Fehler können leider passieren, wenn das Personal ca. 12 - 14 Std. täglich arbeiten muss und übermüdet ist. Daher mein Tipp: Wenn sie morgens einer der ersten Gäste sind, riechen Sie zunächst am gezapften Getränk und probieren sie vorsichtig.

Abends gibt’s in den Hauptrestaurants einen täglich wechselnden Themenabend, der sich nach einer Woche wiederholt und zwischen Tulip 1 und Tulip 2 um einen Tag versetzt ist. Es wird immer nach Wunsch frisch bereitete Pasta angeboten. Wenn jemandem in dem einen Restaurant das Essen nicht zusagt, kann er im anderen Restaurant oder auch in beiden essen. Es lohnt sich ein Spaziergang.

Das Essen ist grundsätzlich nichts für Gourmets oder verwöhnte Gaumen. Aufgrund der vielfältigen Auswahl wird man aber immer satt.

Während die Kellner in den Restaurants nur mäßig sauber gekleidet sind, werden die Zimmer gut gereinigt. Bedient wird man nur, wenn man regelmäßig Trinkgeld gibt.

Wenn es einen Sonderwunsch oder einen Grund zur Beanstandung gibt, sagen Sie es bitte sofort dem jeweiligen Mitarbeiter, der Kundenbetreuerin oder melden Sie es an der Rezeption. Wenn es machbar ist, wird Ihr Wunsch möglichst umgehend erfüllt bzw. Ihre Beanstandung behoben. Den Service kann man nur als sehr gut bezeichnen.

Doch nun zum Strand. Es sind ausreichend Sonnendächer vorhanden. Die Windfänge sind in die Jahre gekommen und verrostet, erfüllen aber noch ihren Zweck. Der Liegenservice am Strand ist sehr gut.

Die Animation am Stand lässt zu wünschen übrig. Die Boccia-Kugeln sind so stark verrostet und färben ab, so dass es Rostflecken auf der Kleidung gibt. Wenn schon kein Geld für Edelstahlkugeln da ist, dann sollte sie wenigstens regelmäßig lackiert werden. Eine kleine bzw. große rote Ziel-Kugel gibt es nicht. Hier muss man sich mit runden Steinen behelfen oder aus dem Restaurant eine Zitrone besorgen. Ein Armutszeugnis. Es gibt auch keine richtige Boccia-Bahn, sondern nur rechtreckig gespannte Leinen in unebenem Gelände.

Grundsätzlich sollten im Wasser Badeschuhe getragen werden. Für Badegäste ist der Strand aber relativ ungeeignet, da die Wassertiefe bei Ebbe nur gering ist. Wer schwimmen will muss über den 700 Meter langen Steg zur Riffkante. Dort gibt es als Einstieg nur eine schmale Treppe, an der sich lediglich zwei relativ schlanke Menschen aneinander vorbeiquetschen können. Zu bestimmten Zeiten kommt es hier zu Staus, im Wasser und auf dem Steg. Hier sollte durch eine zweite oder breitere Treppe Abhilfe geschaffen werden.

Schnorcheln: Aufgrund des vorherrschenden Nordwindes muss man mit einer mehr oder weniger starken Strömung in Nord-Süd-Richtung rechnen. Daher ist meist nur das Schnorcheln nach links gegen die Strömung erlaubt. Wer ausreichend Kondition hat, dem kann ich nur empfehlen, bis zur Bucht vor dem Nachbarsteg zu schnorcheln (ca. 550 Meter) und sich von dort aus zurück treiben zu lassen. Dort ist das Wasser meist klarer und das Riff schöner. Wer nicht die Kondition hat, kann natürlich auch zum Steg des nicht fertiggestellten Nachbarhotels gehen, dort einen EUR Wegezoll zahlen und den „1-EUR-Steg“ benutzen. Hier muss man allerdings wissen, dass dort eine verrostete Leiter nur provisorisch mit Kordel am Steg festgebunden ist, die unmittelbar unter der Wasseroberfläche endet. Mit Flossen kommt man hier nicht aus dem Wasser. Am besten, man springt vom Steg und schwimmt mit der Strömung zum Tulip-Steg. Aber Achtung, die Strömung kann auch plötzlich in Abhängigkeit der Gezeiten die Richtung wechseln. Man muss daher guter Schwimmer mit ausreichend Kondition sein.

Geübte Schwimmer können auch eine ca. 1.200 Meter lange Schnorcheltour vom Tulip-Steg aus nach Süden zu dem aus dem Wasser ragenden schwarzen Korallenfelsen machen. Von dort aus geht’s zu Fuß über das Riffdach zur Ruine und dann am Stand entlang zurück zum Hotel. Der Felsen ist vom Steg aus sichtbar. Ab ca. 10 Uhr morgens ankern dort meist ein bis zwei Ausflugsschiffe mit Tauchern. Hier ist das Riff besonders schön und sehenswert. Hinter dem Felsen reicht das fast korallenfreie Riffdach direkt bis an die Riffkante. Von der Taucherbasis-Ruine aus gehen Taucher über das Riffdach zum Einstieg direkt südlich des schwarzen Korallenfelsens. Wenn man diese Schnorcheltour vom Steg aus Richtung Süden machen will, muss man unbedingt vorher den Jetty-Boy (Badeaufsicht am Steg) informieren. Man muss je nach Strömungsverhältnissen ca. 1,5 Std. einplanen. In den Buchten ist teilweise mit starker Gegenströmung zu rechnen. Also Vorsicht ! Diese Tour erfolgt auf eigene Gefahr und sollte nur in Gruppen – mindestens zu zweit – gemacht werden.

Man sollte auch mal einen Blick unter die mittlere Stegplattform werfen. Hier gibt es Rotfeuerfische, Seeigel, Muränen und wunderschöne Schnecken.

Da wir vom Riff begeistert sind, werden wir wieder im Tulip Urlaub machen!

Lage & Umgebung4,5
Sonstige Freizeitmöglichkeiten3,0
Entfernung zum Strand6,0

Zimmer5,0
Ausstattung des Zimmers (TV, Balkon, Safe, etc.)4,0
Größe des Badezimmers4,0
Sauberkeit & Wäschewechsel6,0
Größe des Zimmers6,0
Zimmertyp:Doppelzimmer
Ausblick:zum Meer/See

Service4,8
Rezeption, Check-in & Check-out5,0
Fremdsprachenkenntnisse des Personals3,0
Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft5,0
Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)6,0

Gastronomie4,0
Vielfalt der Speisen & Getränke5,0
Sauberkeit im Restaurant & am Tisch4,0
Atmosphäre & Einrichtung3,0
Geschmack & Qualität der Speisen & Getränke4,0

Sport & Unterhaltung4,3
Freizeitangebot (Sauna, Tennis, Animation, etc.)2,0
Zustand & Qualität des Pools6,0
Qualität des Strandes5,0

Hotel4,3
Zustand des Hotels5,0
Allgemeine Sauberkeit5,0
Behindertenfreundlichkeit3,0

Hotelsterne sind berechtigt
Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Angemessen
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im September 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Reiner
Alter:61-65
Bewertungen:5
NaNHilfreich