Die Hotelanlage ist sehr schön, weitläufig und die Gästestruktur ist sehr gemischt. Alt und Jung sind vertreten, verhältnismäßig wenige Kinder. Neben Engländern, Holländern, Franzosen und Deutschen waren sehr viele Araber und Russen vertreten, die vor allem den Poolbereich lautstark unterhielten. Der beste Tipp ist dieses Hotel zu meiden!!! Alternativ lohnt sich ein Besuch im Iberotel Coraya Beach in Marsa Alam, dort waren wir letztes Jahr und es war nicht nur günstiger sondern unter deutscher Leitung auch noch exzellent geführt - ein Traumurlaub!
In den 7 Tagen unseres verkürzten Aufenthalts (gebucht waren 11 Tage) konnten wir nicht ein einziges Mal beobachten, dass der Pool, in dessen Fugen der Dreck stand, gereinigt wurde! Lediglich einmal täglich (meist Abends) kam einer der Mitarbeiter vorbei um eine ordentliche Ladung Chlor in den Pool zu werfen – immer an die selbe Stelle – was, wie uns die stellvertretende Hotelmanagerin später mitteilte, völlig normal sei!! Am Tag unserer Anreise war das Hotelbett noch mit dem Bettbezug (Laken, Decke und Kissen!!) des vorherigen Gastes bezogen. Das konnte ich deutlich an den schwarzen Haaren und den Blutflecken erkennen, die sich auf gesamten Bett befanden, als ich die Tagesdecke zurückzog. Da an diesem Abend niemand mehr bereit war, das Hotelbett frisch zu beziehen, schlief ich eingerollt in mein eigenes mitgebrachtes Badehandtuch auf der Tagesdecke. So etwas habe ich noch nicht einmal in einem 2 Sterne Hotel erlebt!!! Die Toilette war ebenfalls noch als erst vor Kurzem benutzt erkennbar und im Badezimmer war Ungeziefer. Die Wasserhähne und auch der Griff der Balkontür waren höchst baufällig. Zur Ehrenrettung möchte ich allerdings erwähnen, dass wir ein Zimmer zugewiesen bekamen, dass über einen tollen Meerblick verfügte, was vor allem daher wichtig war, weil wir uns ja beinahe den gesamten Urlaub im Zimmer aufhielten.
Die Qualität des Essens in diesem so genannten „5-Sterne“ Hotel ist katastrophal. Täglich wurden einige Speisen im Hauptrestaurant u. a. Hackfleisch! nahezu roh serviert, bzw. entsprechend „lauwarm“ gehalten! Wir haben regelmäßig Haare aus den Saucen gefischt. Das ist absolut unzumutbar! Die Gläser an der Poolbar werden zunächst mit Leitungswasser! gespült, anschließend einmal kurz durch die dreckige Seifenlauge im danebenliegenden Spülbecken gezogen und zum Trocknen in die Sonne gestellt!!!!! Alles was man aus diesen Gläsern (Bechern) zu sich nimmt, schmeckt nach Seifenlauge! Mehrfach mussten wir beobachten, wie die Kellner Besteck, das auf den Boden gefallen war (auch am Poolrestaurant, das täglich mehrere hundert barfüßige Hotelgäste besuchen) ohne mit der Wimper zu zucken, aufhoben und es ohne es zu reinigen wieder in den Besteckkasten warfen, um es dem nächsten Gast wieder auf den Tisch zu legen!
Der „Service“ in diesem „exklusiven“ Hotel war nicht existent! Die Kellner waren unaufmerksam, gelangweilt oder völlig überfordert! An Service an der Liege am Meer war überhaupt nicht zu denken! Das Hissen der Fähnchen auf den Sonnenschirmen wurde vom gesamten Personal rigoros ignoriert. Dieses Verhalten mussten wir auch im Hauptrestaurant beobachten. Jedem Kellner war eine spezielle Aufgabe übertragen worden, so schien es, z. B. „Suche schmutzige Teller“ und dann suchte dieser eine Kellner ausschließlich schmutzige Teller. Man konnte diese so „programmierten“ Servicekräfte weder auf sich aufmerksam machen, noch davon überzeugen, dass man nach einer ¾ Stunde Aufenthalt im Restaurant gerne etwas zu trinken bestellen möchte! Keine Chance, man musste warten bis der „Bestellung entgegennehmen“ - Kellner vorbei kommt. In der Zwischenzeit standen die übrigen 30 Mitglieder der Servicemannschaft in der Gegend herum und warteten auf eine „Neuprogrammierung“. Weiterhin halte ich es für höchst bedenklich, dass es in einer Hotelanlage mit über 600 Gästen weder eine Apotheke noch einen sofort verfügbaren Arzt gibt. Ich bin direkt am 2 Tag schwer an Durchfall mit heftigen Magenkrämpfen erkrankt. Die Herren an der Rezeption schlugen uns daraufhin in schlechtestem Englisch vor, wir!! mögen doch einfach in der Pharmazia in El Gouna anrufen, eventuell würde auch jemand kommen um uns Medizin zu bringen. Sonst müssten wir sie eben selbst holen, man könne uns ja ein Taxi rufen! Schließlich mussten wir noch am selben Abend den Arzt aus dem Privatkrankenhaus El Gouna kommen lassen, der mich mit Dollar-Zeichen in den Augen direkt mitnahm. Auf die Frage meines Lebensgefährten, ob das nötig sei, sagte er die Alternative ist, ich bleibe im Hotelzimmer und dehydriere, ertrage die Schmerzen und wenn ich Glück habe wird es nicht schlimmer. Ohne Antibiotika könne er mir nicht helfen. 20 Infusionen, 15 Stunden, 3 Stromausfälle in der Klinik und € 800, 00 später war ich zurück im Hotelzimmer, wo ich die folgenden 3 Urlaubstage auch bleiben musste.
Die Möglichkeiten zu Schnorcheln fehlen, außer man läuft ca. 1km durch das kochend heiße Wasser des Roten Meeres bis zu einem „Riff“. Wenn man jemals dort ankommen sollte ist man vermutlich gar gekocht, was uns dazu bewegte umzukehren und den Versuch abzubrechen! Dieser Punkt wurde natürlich in der Hotelbeschreibung dezent übergangen!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Franziska & Andreas |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


