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Susanne Alter 19-25
3.8 / 6
Weiterempfehlung
Mai 2004
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„Urlaub in der schönsten Stadt Ägyptens”

Ich bin keinen Hotelurlaub gewöhnt und kann deshalb nur subjektive Einschätzungen zu Qualität und Komfort des Hotels abgeben, welche aber durchweg positiv ausfallen.
Die Anlage mit zwei Pools und mehreren Gebäuden ist sehr gepflegt und weitläufig.


  • Hotelsterne sind berechtigt
  • Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
  • Preis-/Leistungsverhältnis: Sehr gut

  • Hotel allgemein
    4 / 6
  • Lage & Umgebung
    4 / 6

    Der Bereich der Stadt, in dem sich das Nachtleben abspielt und an den auch direkt der Strand anschließt, ist bequem in wenigen Minuten zu Fuss zu erreichen.

  • Service
    4.5 / 6

    Das Personal ist sehr hilfsbereit und man muss sich nicht genieren um irgendwelche Gefallen zu bitten, da sich das Personal darum bemüht, alle Wünsche der Gäste neutral und zuvorkommend zu erfüllen. Das Barpersonal lässt sich allerdings Zeit damit, Bestellung aufzunehmen und abzuwickeln. Da es während unseres Aufenthaltes nicht besonders voll war, fiel dieser Umstand nicht weiter ins Gewicht.

  • Gastronomie
    4 / 6

    Sowohl Frühstücks- als auch Abendbüffet waren umfangreich und vielfältig. Abends gab es jeden Tag Fleisch, Fisch, Geflügel, Nudeln, Reis, Suppe, Kartoffeln und Gemüse, jedoch immer in anderer Ausführung. Da man sowieso nicht jeden Tag von allem essen kann, ist der Speiseplan über die Woche betrachtet sehr abwechslungs- und, je nach pesönlicher Auswahl, auch sehr vitaminreich. Was man jedoch wissen sollte bevor man sich Enttäuschungen aussetzt, ist die Tatsache, dass der Alkohol in Ägypten als islamisches Land -im Vergleich zu allem anderen was man dort kaufen kann- sehr teuer ist und dann meist nicht so schmeckt wie erwartet. Das inländische Bier "Stella" ist gut zu trinken, Cocktails sind jedoch meist nicht gerade fachmännisch zubereitet und deshalb weniger empfehlenswert. (Ich weise darauf hin, dass dies nur für die von mir getestete Hotelbar gilt, in anderen Lokalen kann dies durchaus anders sein.) Doch auch ohne Alkohol gibt es viele unbekannte, interessante Getränke, die in einem "nicht-amerikanisierten" Land zu entdecken sind, wo es in manchen Kaffees -aus Prinzip- weder Cola noch Fanta gibt.

  • Sport, Pool & Unterhaltung
    2.5 / 6

    Die beiden Pools sind sehr sauber, haben auf mich keinen übermäßig chemikalisierten Eindruck gemacht und werden aufgrund des netten Service, der Liegen, Badehandtücher und ausreichend Schattenplätze bietet, gerne genutzt. Jeden Tag werden einem bestimmten Stundenplan gemäß (bei Interesse nachfragen, da Aushänge nicht immer stimmen) verschiedene Aktivitäten angeboten. Das einzige, was sich aus meiner Sicht gelohnt hat, war die Wassergymnastik. Alle anderen Unternehmungen (Volleyball, Gymnastik,...) scheiterten entweder an der zu hohen Hitze (der Beachvolleyballplatz liegt etwas ungünstig in einem aufgeheitzten Innenhof), oder der etwas lustlosen Hotelbevölkerung, so dass ich sporttechnisch eher nicht auf meine Kosten gekommen bin. Dafür ist der Hotelstrand (es gibt zwei, ich war immer an dem, der vom Shuttle-bus als zweites angefahren wird)super zum Schnorcheln geeignet, da keine fünf Meter vom Strand entfernt Korallenriffe liegen, die mich als absoluten Schnorchelneuling mit ihrem Artenreichtum schwer beeindruckt haben.
    Von der Animation habe ich nicht viel bemerkt, sie aber auch nicht vermisst.

  • Zimmer
    4 / 6

    Unser Zimmer war sehr geräumig, hatte Zugang zu einer riesigen Terrasse mit Poolblick und war stets sehr sauber. Wichtig sind der vorhandene Kühlschrank, in dem wir unser Wasser kühlen konnten und die Klimaanlage, ohne die es nicht erträglich gewesen wäre. Letztere lieferte jedoch rund um die Uhr eine sehr laute Geräuschkulisse, so dass ich es vorgezogen habe, mit Ohrstöpseln zu schlafen.



Besondere Tipps
Ich empfehle jedem, der zum ersten Mal da ist, die Jeeptour zum White Canyon zu machen. Sie bietet eine gute Abwechslung zum Hotel-Strandalltag (sofern man diesen denn hat) und macht einfach viel Spass. Hier eine Information, die ich vorher nicht hatte und die sehr zum Verständnis der Mentalität der ägyptischen Stadtbewohner von Sharm el Sheik beiträgt: Sharm el Sheik liegt am Strand und ist ansonsten nur von Wüste umgeben. Dies bedeutet, dass die Stadt nur von und für Tourismus lebt. In der ganzen Woche, die ich dort verbracht habe, habe ich höchstens drei oder vier ägyptische Frauen gesehen. Das liegt daran, dass es sich (aus den Augen der Ägypter) nicht nur um die schönste, sondern auch um die teuerste Stadt Ägyptens handelt. Es sind unzählige Ägypter im Tourismusbereich beziehungsweise dessen Versorgung beschäftigt. Die meisten von ihnen arbeiten mehr als 14 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und verdienen umgerechnet ca. 50 Euro. Eine Wohnung, die groß genug für ihre Familie wäre würde diesen Betrag schon überschreiten, so dass die meisten dieser Männer ( die übrigens zum Großteil aus Kairo kommen) alleine nach Sharm el Sheik kommen, und alle paar Wochen für eine Woche nach Hause fahren. Ein weiterer hinweis: Als Frau ohne männliche Begleitung entwickelt sich ein Stadtbummel zum reinsten Spießrutenlaufen. Jeder Ladenbesitzer will mit einem reden und spätestens am zweiten Tag wünscht man sich ein Tonband mit Namen, Herkunftsland und Alter, um nicht alle fünf Minuten dieselben Fragen beantworten zu müssen. Das gilt auch für Männer und Pärchen als potentielle Kunden, aber nicht in diesem Ausmass. Viele dieser Männer machen nicht einmal ein Geheimnis daraus, dass sie gerne eine europäische Frau heiraten würden. Ich habe mich nie unsicher oder gefährdet gefühlt, aber man muss sich eine eher abweisende Körpersprache angewöhnen wenn man nicht teetrinkenderweise in irgendeinem Laden stecken bleiben will.


Infos zur Reise
  • Verreist als: Freunde
  • Kinder: keine
  • Dauer: 1 Woche im Mai
  • Reiseveranstalter: 12-Fly


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