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Carlos (31-35)
Verreist als Familieim August 2015für 2 Wochen

Rügen zum Entspannen

5,3/6
Wer nach Rügen kommt, und Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, ist in Juliusruh bestens aufgehoben. 2008 gehörte Juliusruh zum deutschlandweit zweitsonnenreichsten Ort - und auch im August wurden wir fast durchgehend mit Sonne verwöhnt.
Das Hotel ist modern und schlicht eingerichtet. Mehrere kleine zwei- und dreigeschossige Häuser verteilen sich hinter dem großen, weitläufigen Hauptgebäude, in dem die Rezeption, Restaurants, Wellness- und Freizeiträume untergebracht sind.

In den nahe beieinanderstehenden Häusern sind die Appartements, Einzel- und Doppelzimmer untergebracht. Die Anlage liegt in einem Kiefernwald und ist mit ausreichend Spielplatzgeräten aus Holz schön gestaltet. Die Zimmer sind nicht hellhörig, somit kann man sich gut erholen.

Zum Hotel gehört ein Kiosk, der neben Kleinigkeiten zum Essen und Trinken auch Bücher und Strandbedarf verkauft, sowie Fahrräder (6€/Tag) verleiht.
Ansonsten ist die nächste größere Einkaufsmöglichkeit in Glowe, ca. 9km entfernt.

WiFi-Passwörter bekommt man gratis an der Rezeption. Der Empfang ist befriedigend bis gut.
Es sind viele junge Familien im Hotel, für die Kinder bis 11 Jahren gibt es Montag bis Freitag extra Spiele- und Freizeitangebote. Für alle anderen ist von Kegelabenden, Schnuppertauchen im Schwimmbad oder Nordic Walking-Kurse jeden Tag was dabei. So lernt man gut die anderen Gäste kennen.

Lage & Umgebung6,0
Das Hotel ist hinter einer Düne direkt am Strand gelegen. Der Stand gehört zur sogenannten "Schaabe", ein Naturstrand, der sich 11km an der Nordostküste Rügens entlangzieht.
Leider gab es im August verstärkt Ostwind, so dass extrem viel Seegras und Algen an den Strand geschwemmt wurden. Das Gras wurde nicht entfernt und stapelte sich kniehoch am Strand - nach einigen Tagen roch es sehr streng. Schade, für die Gäste, die dort im Strandkorb saßen.
Alle anderen konnten ein paar hundert Meter in Richtung Glowe ziehen, dort war wenig bis kein Gras mehr zu sehen und man konnte gut in die saubere Ostsee.

Ansonsten ist in Juliusruh nicht viel los. Ein kleiner Ortskern mit Eiscafé und kleinen Souvenirläden lädt zum Bummel ein, mehr aber nicht.

Dafür ist es herrlich mit dem Fahrrad die Gegend Wittow zu erkunden; zum Kap Arkona zu radeln oder die Schaabe entlang am Meer nach Glowe zu wandern (oder zu joggen). Auch der Breeger Bodden, ein buchtartiges Küstengewässer, bietet viel Natur und Wasseraktivitäten.

Sehr schön ist auch der kleine Hafenort Breege, von dem im Sommer täglich ein Schiff nach Hiddensee ablegt.

Wer mit dem Zug anreist und in Binz ankommt, ist auf den ÖPNV angewiesen (zwei Mal umsteigen in Sassnitz und Sagard) oder nimmt ein Taxi; die Hotelpauschale für ein Taxi beträgt 54€. Ansonsten verfügt das Hotel über ausreichend Parkplätze.

Zimmer6,0
Ich kann nur über die Einzelzimmer schreiben. Diese sind sehr geräumig und haben einen kleinen Balkon, bzw. Terrasse. Das Bad mit Badewanne und vielen Ablagemöglichkeiten ist sehr sauber.
Viele Schränke und Kommoden bieten ausreichend Stauraum; eine Minibar ist leider nicht vorhanden.
In der Wand ist ein Safe eingelassen, Schlüssel gibt es an der Rezeption.
Das Fernsehprogramm wird wöchentlich ausgelegt; ich habe den Flachbild-Fernseher allerdings nur einmal genutzt. Es scheinen alle wichtigen Programme vorhanden zu sein.
Begeistert war ich vom 1,40m breiten Bett. So konnte man bequem schlafen und war jeden Morgen gut erholt.
Zimmertyp:Einzelzimmer
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zur Landseite

Service6,0
Der Service ist für seine Freundlichkeit sehr zu loben. Von der Rezeption bis zur Reinigungskraft sind alle sehr freundlich und bemüht, alle Wünsche zu erfüllen.
Hier gibt es nichts hinzuzufügen.

Gastronomie4,0
Neben dem großen Hauptrestaurant mit Frühstücks- und Abendbüffet gibt es drei weitere Restaurants:
Ein Italiener,
ein Steakhaus und
ein Fischrestaurant.
Beim Italiener hat es uns am besten geschmeckt, wobei auch das Thunfischsteak im Steakhaus sehr zu empfehlen ist.
Das Fischrestaurant ist hübsch eingerichtet, allerdings ist es dort sehr fettig.

Das Frühstücksbüffet ist in Ordnung. Wurst, Käse, viele Marmeladen und eine Kochstation für Pfannkuchen, Omeletts und Spiegeleier sind zufriedenstellend. Der Kaffee aus der Maschine schmeckt entschieden besser als der Kaffee aus der angebotenen Thermoskanne.

Schade, dass es Lachs und Kuchen nur am Sonntag gibt. Auch ein kleiner Sekt zum Munterwerden hätte nicht geschadet, das kenne ich von anderen 4*-Hotels anders.

Da viele Familien mit ihren Kindern früh essen gehen, ist es morgens mitunter sehr fröhlich und laut. Das Frühstück wird bis halb elf angeboten. Besser morgens eine Runde schwimmen oder im Fitnessstudio eine Runde joggen und dann in Ruhe frühstücken.

Wir hatten nur Übernachtung und Frühstück gebucht, was sich als Vorteil herausstellte. Dadurch konnten wir auch Restaurants in Breege und Juliusruh austesten und waren von der Qualität (leider) etwas überzeugter als von der Qualität der Restaurants im AQUAMARIS.

Sport & Unterhaltung5,0
Das Fitnessstudio wurde von den Gästen selten genutzt, obwohl fast täglich eine Einleitung in die Geräte angeboten wurde. Sehr schade, denn der Zustand und die Modernität der vielen Geräte ist sehr zu loben!

Das Schwimmbad ist 15m lang und 1,40m tief. Eine Bahn ist abgetrennt, so dass man auch mal in Ruhe schwimmen kann. Aquafitness wird mehrmals die Woche angeboten.

Sehr schön ist der Saunabereich gestaltet. Eine Aromasaune (60°), eine Dampfsauna und eine finnische Sauna (90°) bieten eine gute Möglichkeit zum Entspannen.
Stündlich gibt es einen Aufguss in der finnischen Sauna. Der wird leider recht schnell abgehandelt. Schade auch, dass der Saunabereich erst ab 15:00 Uhr öffnet.

Alle Fitness- und Wellnesseinrichtungen haben bis 22:00 Uhr geöffnet und bieten ausreichend Gelegenheit für Sport.

Hotel5,0

Tipps & Empfehlung
Rügen bietet viele Freizeitmöglichkeiten. Man sollte jedoch im AQUAMARIS jedoch das Auto dabei haben oder örtliche Reiseveranstalter kontaktieren, um einen Ausflug nach Prora, Binz oder zu den Kreidefelsen zu unternehmen.

Ansonsten lohnt es sich, mit dem Fahrrad die Wittower Gegend zu erkunden, die kleinen Dörfchen Vitt, Dranske oder Breege zu besuchen oder zum Kap Arkona zu radeln und bei frischer Seeluft ein Rügener Bier zu trinken und Matjes zu essen.

Geheimtipp: Mit dem Rad nach Lohme. Das liegt knapp 20km entfernt. Dort über dem Hafen liegt das "Café Niedlich", das mit einem leckeren Angebot und toller Aussicht die doch mitunter anstrengende Tour belohnt!

Ansonsten ist Rügen im Sommer sehr gut besucht. Juliusruh bietet aber genügend Ruhe und Abgeschiedenheit.
Wer also Entspannung, guten Service und attraktive Wellness- und Fitnessmöglichkeiten sucht, ist im AQUAMARIS bestens aufgehoben.

Hotelsterne sind berechtigt
Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
Infos zur Reise
Verreist als:Familie
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im August 2015
Reisegrund:Wandern und Wellness
Infos zum Bewerter
Vorname:Carlos
Alter:31-35
Bewertungen:4
NaNHilfreich