100 €
50 €
Gutschein für Pauschalreisen sichern!Gutschein!Angebote finden
Werner (61-65)
Verreist als Paarim April 2018für 2 Wochen

Anlage, Strand, Meer – Braucht man echt mehr?

6,0/6
Seit Langem verfolgten wir die verlockende Präsentation dieser Anlage bei Sonnenklar und wurden irgendwie von Mal zu Mal neugieriger. Die zahlreichen positiven Bewertungen verschiedener Altersgruppen und kritische Nachfragen zerstreuten dabei zunehmend unsere Skepsis hinsichtlich der fantastischen Abbildungen und verlockenden Beschreibungen während der Fernsehsendungen. Schließlich rangen wir uns nach langer Bedenkzeit zur Buchung der Rundreise „Kokospalmen & Weihrauch“ mit vier Nächten im Salalah Gardens und anschließender Badeverlängerung für 11 Übernachtungen im Fanar Hotel durch.
Beeindruckt von den Erlebnissen und Erfahrungen in diesem wunderbaren Hotel denken wir bereits jetzt, kurz nach Rückkunft, über einen erneuten Aufenthalt, dann aber für mindestens drei Wochen, nach.
Wer Entspannung, Ruhe und Zeit für sich selbst sucht, landet mit der Buchung dieser Anlage sicher einen Volltreffer auf der ganzen Linie. Enttäuscht und entsprechend kritisch werden die reagieren, die abends gerne flanieren, shoppen oder Action erwarten.
Bleibt zu hoffen, dass das vorwiegend aus Ägypten, Indien und Sri Lanka angelockte Personal auch weiterhin so ungezwungen und freundlich agiert. Den derzeit praktizierten Sinn für Humor auch bei den Verantwortlichen dokumentieren einige lustige Schautafeln entlang des Wegs zu den drei Strandabschnitten.
Hoffentlich verzögern sich die im Newsletter vom Januar vorgestellten Ausbaupläne mit insgesamt bis zu fünf Neubauten entlang des Strands in Richtung Souly Lodge noch recht lange. Wenn diese erst einmal realisiert sind, dürfte es mit der Idylle auch an diesem Fleck der Erde vorbei sein.

Lage & Umgebung6,0
Nach ausführlicher Vorinformation hatten wir bewusst die Lage im „Nirgendwo“ gewählt und genossen diese mit allen Sinnen. Nach einer knappen halben Stunde durch karge Landschaft lud uns der Bus gegen Mittag vor dem Eingang ab und wir durften nach kurzer detaillierter Einweisung durch eine sehr freundliche Dame sofort unser großzügiges Zimmer beziehen.
Wer abends shoppen möchte oder Wert auf grandiose Animation legt, wird sich entweder langweilen oder an der Theke einer der verschiedenen Bars versumpfen. Dazu präsentieren sowohl die Cocos Bar am Pool als auch die Horizon Bar auf der Dachterrasse des Gebäudes 6000 mit herrlichem Ausblick bis 23:30 Uhr durchaus schmackhafte Getränke mit und ohne Alkohol an. Ruhesuchende und solche, die einfach nur einmal vom stressigen Alltag abschalten möchten hingegen, können hier die Akkus neu aufladen und regenerieren.
Poolurlauber reizt sicher das 27 Grad warme Wasser der beiden großzügigen Infinity Pools. Obwohl wir uns dort nie aufhielten, fiel uns auf, dass auch nach 9 Uhr noch viele der bereit gestellten Liegen frei waren.
Am ersten, dem kleinsten Strandabschnitt, plantschten vorzugsweise Familien mit kleinen Kindern oder Liebhaber völlig ruhiger Gewässer innerhalb der Mole im angenehm temperierten Meereswasser. Sportliche Typen und Freunde italienischer Animation fühlten sich am halb offenen Sports Beach sicher wohler. Den größten Abschnitt Ocean Beach bevölkerten mit uns Urlauber aller Altersklassen und tauchten hier begeistert in die teilweise doch recht stürmischen Wellen des offenen Meeres ein, wenngleich dies bei etwa 27 Grad warmem Wasser eigentlich nicht wirklich abkühlte. Uns fiel auf, dass zumindest hier zu jeder Zeit freie Liegen zu finden waren. Wer natürlich, aus welchen Gründen auch immer, unbedingt in der ersten Reihe liegen muss, aber kein „Premium“ gebucht hatte, der hetzte nervös bereits vor dem Frühstück auch im Urlaub zu seinem Wunschort und positionierte sein Liegebett zu seiner persönlichen Zufriedenheit. Möglicherweise übersah er hierbei jedoch auf dem Weg dorthin in der Hektik den nett gestalteten, sehr sorgfältig betreuten Streichelzoo mit Hasen, Tauben, Schildkröten, Pfauen, Enten und Hühnern. Die beiden Glucken mit ihren Hühner- und drei Entenküken verleiteten sicher nicht nur Kinder zu einem mehr oder weniger kurzen Verweilen dort. Hier staunten wir über die gründliche tägliche Reinigung der Stallungen ebenso wie über das wöchentliche Leeren, Ausspritzen und Befüllen des großzügigen Ententeichs mit frischem Wasser.
Wir hielten es kaum für möglich, dass der ausgedehnte feine, flach abfallende Sandstrand im Großraum Side mit seinen wunderbaren Möglichkeiten zu ausgedehnten Spaziergängen entlang des klaren Wassers getoppt werden kann. Jedoch können wir in dieser Hinsicht den Werbeslogan von Sonnenklar „Karibik des Orients“ zu hundert Prozent bestätigen. Beinahe wie im Traum schlenderten wir täglich entlang des klaren Wassers im feinen, beinahe pulverartigen Strand kilometerweit in beide Richtungen. Sonnenschutzmittel mit entsprechendem Lichtschutzfaktor verhinderten dabei den Sonnenbrand, stetige leichte Windböen und gelegentliches kurzes Abtauchen in das warme Meerwasser erfrischten den aufgeheizten Körper.


Zimmer5,0
In unserem geräumigen Doppelzimmer konnten wir uns unbeschwert ausbreiten. Auf den vorhandenen Kleiderbügeln hängten wir im doppeltürigen Schrank einen Teil unserer Blusen, Hemden, Hosen und Kleider knitterfrei auf, die restlichen Wäschestücke legten wir in einem der vier großzügig geschnittenen Fächer im dritten Schrankteil ab. Hier konnten wir auch alle unsere Wertsachen im eingebauten, kostenfreien, großräumigen Safe nach Eingabe eines individuellen Codes vor Diebstahl sichern.
Sehr gerne nutzten wir den bereitgestellten Wasserkocher und die täglich aufgefüllten Instantkaffee- und Teepäckchen zur Zubereitung eines leckeren Getränks zwischendurch. Bei doch recht hohen Temperaturen kühlte der Kühlschrank auch die beiden täglich neu ergänzten beiden Fläschchen Wasser für den kleinen Durst am Morgen oder Abend.
Wir hätten uns zwar gerne ab und zu auf dem großen Flachbildfernseher über News aus der Heimat informiert, ein fehlender deutscher Sender verleitet uns jedoch nicht zur Abwertung des Gesamteindrucks. Vielmehr störte uns, dass wir auf nur einer Matratze liegen mussten und auch die Zudecke aus nur einem Teil bestand. Dieses Manko konnte auch der zweifelsohne innovative Sternenhimmel über dem Bett nur teilweise mildern.
Das zusätzliche Sofa nutzten wir zur Ablage einzelner Kleidungsstücke, die nicht permanent verstaut werden mussten, in den Schubfächern der großflächigen Kommode ließen sich Ladekabel und sonstiges Zubehör zweckmäßig deponieren.
In der ebenerdigen Dusche hätten sich locker zwei Personen gleichzeitig unter der Regendusche vergnügen können und auch sonst gefiel uns die zweckmäßige Einrichtung des Badezimmers, in dem der fest montierte Föhn tadellos funktionierte. Obwohl wir unsere Hand- und Badetücher nicht täglich auf den Boden legten, wurden diese jeden zweiten Tag gewechselt. Auch die Bettwäsche wurde zweimal wöchentlich erneuert. Dass wir die Arbeit des zuverlässig und sauber putzenden Room Boys mit einem angemessenen Trinkgeld honorierten, versteht sich von selbst.
Auf unserem eingebauten überschaubaren Balkon in Richtung Haupteingang konnten wir an einer kleinen Tischgruppe entspannen, eine kleine hölzerne fest montierte Stange soll wohl das Trocknen kleinerer Wäscheteile ermöglichen.

Service6,0
Während unserer zahlreichen Urlaubsaufenthalte in verschiedenen Gebieten erlebten wir noch nie so natürlich freundliches und gleichzeitig unaufdringliches Personal. Beinahe alle Angestellten von Manager, Kellner, Room Boy, Gärtner, Betreuer des Streichelzoos bis hin zu den Barmännern strahlten trotz sicher enormer Arbeitsbelastung gleichsam um die Wette und erfreuten ständig mit einem freundlichen Gruß. Hier einzelne Personen namentlich zu erwähnen, würde sicher zahlreiche andere, deren Namen wir uns nicht gemerkt haben, beleidigen.

Gastronomie6,0
Im Garten des „Aubergine“ genossen wir mit Blick auf die in der Morgensonne schlummernde Medina unser Frühstück. Kaum hatten wir uns gesetzt, boten die Kellner schon Kaffee oder Tee an und füllten diesen bei Bedarf auch sehr rasch nach. Hier konnten wir unsere unterschiedlichen Brötchen und Brotsorten mit Wurst oder Käse belegen, aus verschiedenen Eierspeisen wählen, mehrere Sorten Marmelade testen, kleine Gebäckstückchen naschen oder uns an Obst bzw. Joghurt laben.
Um uns nicht großartig umziehen zu müssen, ließen wir uns täglich im „Breakers“ von verschiedenen frisch gegrillten Speisen beim Mittagessen verführen. Suppenfreunde kamen hier ebenso auf ihre Kosten wie Fans des „kleinen Hungers“ oder solche, die nur auf leckere Naschereien oder ein Stück Obst stehen.
Der Hektik im Hauptrestaurant “Al Souk“, konnte man auch beim Abendessen durch Reservierung im Aubergine und Breakers entgehen. Nach einem gemütlichen Spaziergang um die Marina lockten im Rahmen des Dine Around Programms auch die beiden Restaurants „Al Manara“ und „As Sammak“ im Juweira Boutique Hotel nach rechtzeitiger Reservierung mit wechselnden kulinarischen Leckerbissen.
Wir verzichteten auf dieses beinhaltete Dine Around Programm, gingen aber zur Vermeidung von unnötigem Stress später essen. So fanden wir in der Regel auch auf der heiß begehrten Außenterrasse einen ruhigen Tisch, konnten in Ruhe aus dem breiten Angebot auswählen, wurden dann nicht von allen Seiten hin- und hergeschoben und konnten entspannt das Gewusel im Poolbarbereich beobachten.

Hotel6,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im April 2018
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Werner
Alter:61-65
Bewertungen:52
Kommentar des Hoteliers
Lieber Werner,

herzliche Dank für Ihre sehr gute Bewertung.

Ihr Reisebericht ließt sich wie eine interessante Geschichte - danke, das Sie sich die Zeit genommen haben, um so schöne Worte zu finden.

Die Bebauung der Region Hawana Salalah wird auf jeden Fall mit Bedacht erfolgen, sodass die Atmosphäre erhalten bleibt.

Dass Sie bereits über eine Wiederkehr nachdenken, freut uns. Hoffentlich entscheiden Sie sich für ein "JA".

Also, bis bald!

Ihr Fanar Hotel & Residences Team
NaNHilfreich